Warum Kunst?

Was bleibt vom Körper? - Materialität und Technologie – Vortragsreihe

Matthias Heyde

Warum Kunst?
Eine öffentliche Gesprächsreihe an der Universität der Künste Berlin

Mit Beiträgen von Çağla Ilk und Melanie Roumiguière
Moderation: Prof. Mathilde ter Heijne

Wie verändern digitale Technologien, neue Medien und vernetzte Produktionsformen unser Verständnis von Körper, Materialität und Präsenz? Der Abend fragt nach neuen Formen von Performativität zwischen Bühne, Ausstellung, Sound, Bildender Kunst und öffentlichem Raum. Im Mittelpunkt steht die Frage, was körperliche Gegenwart heute bedeutet – und warum sie gerade im Zeitalter digitaler Vermittlung weiterhin zentral bleibt.

Çağla Ilk ist Dramaturgin, Kuratorin und neue Intendantin des Maxim Gorki Theaters Berlin. Ihre Arbeit bewegt sich zwischen Bildender Kunst, Architektur, Urbanistik, Sound, Theater und Performance. Sie war Ko-Direktorin der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden und kuratierte 2024 den Deutschen Pavillon auf der Kunst-Biennale in Venedig. Ilk steht für eine transdisziplinäre Praxis, die Theater nicht als reinen Textraum, sondern als sozialen, politischen und künstlerischen Erfahrungsraum versteht.

Melanie Roumiguière ist Kuratorin und Kulturwissenschaftlerin. Seit 2018 leitet sie die Sparte Bildende Kunst beim Berliner Künstlerprogramm des DAAD. Zuvor war sie als Kuratorin und Ausstellungsleiterin am Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin tätig und realisierte dort unter anderem umfangreiche Sammlungsausstellungen. Ihre kuratorische und wissenschaftliche Praxis bewegt sich an der Schnittstelle von zeitgenössischer Kunst, globalen Netzwerken, institutioneller Archivarbeit und künstlerischer Forschung.

Warum Kunst?

Warum Kunst? ist eine öffentliche Gesprächsreihe an der Universität der Künste Berlin im Wintersemester 2026/27. Sie geht der Frage nach, wie sich die Notwendigkeit von Kunst und künstlerischer Ausbildung in unserer Gegenwart begründen lässt. Vielleicht ist es Zeit für ein neues Paradigma künstlerischer Praxis?

In einer Zeit, die geprägt ist von politischer Polarisierung, der beschleunigten Entwicklung künstlicher Intelligenz und einer zunehmenden Digitalisierung des Alltags, stellt sich die Frage neu: Was bedeutet Kunst heute – für die Gesellschaft, für Institutionen und für einzelne Menschen? Was kann Kunst bewirken? Wie wird sie zugänglich gemacht? Wie inklusiv ist unsere Kunstproduktion? Und welche Stimmen, Körper und Materialien prägen ihre Gegenwart und Zukunft?

Die UdK-Gesprächsreihe Warum Kunst? ​​​​​​​versteht sich als offenes Forum für Reflexion und Austausch zwischen Künstler*innen, Wissenschaftler*innen, Studierenden und der Öffentlichkeit. Sie soll ein Denken über Kunst als gesellschaftliche Praxis fördern und kritisch befragen, wie Kunst relevant bleibt – für unsere Gemeinschaften, für ökologische und soziale Zusammenhänge und für die sich wandelnden Bedingungen künstlerischer Arbeit.

An sechs Dienstagabenden kommen jeweils zwei Gäste aus Kunst, Politik, Gesellschaft, Wissenschaft oder Kulturpraxis zu kurzen Impulsen und einem anschließenden Gespräch zusammen. Moderiert werden die Abende von Vertreter*innen aus der UdK-Gemeinschaft.

Info

Künstlerisches Betriebsbüro der Fakultät Darstellende Kunst
fk4tps1_ @intra.udk-berlin.de