Warum Kunst?

Was wird gelernt, wie wird gelehrt? - Die Zukunft der künstlerischen Bildung – Vortragsreihe

Matthias Heyde

Warum Kunst?
Eine öffentliche Gesprächsreihe an der Universität der Künste Berlin

Mit Beiträgen von Christine van Haaren und Sibylle Peters
Moderation: Prof. Dr. Melanie Hinz

Dieser Abend untersucht die Zukunft künstlerischer Ausbildung: Welche Wissensformen werden weitergegeben, welche neuen entstehen? Die Sprecherinnen diskutieren neue Lernmodelle, Forschungstheater, kollektive Wissensproduktion, künstlerische Pädagogik und institutionelle Verantwortung. Im Zentrum steht die Frage, wie eine Kunsthochschule der Zukunft aussehen kann – und welche Verantwortung sie gegenüber kommenden Generationen trägt.

Christine van Haaren leitet Bildung und Outreach an der Berlinischen Galerie und verantwortet dort unter anderem Programme im „Raum für Aktion und Kooperation“. Ihre Arbeit entwickelt neue Formen künstlerischer Bildung, Zusammenarbeit und Zugänglichkeit. Sie steht für eine institutionelle Praxis, die Teilhabe, Diversität und Community-Arbeit ernst nimmt und ästhetische Erfahrungen jenseits elitärer Rezeptionsformen ermöglicht.

Sibylle Peters ist Forscherin, Theatermacherin und Gründerin des Forschungstheaters am FUNDUS Theater Hamburg, heute Theatre of Research. Ihre Arbeit verbindet Theaterpraxis mit experimenteller Forschung, Kultureller Bildung und gesellschaftlichen Transformationsfragen. In ihren Projekten agieren Kinder und Jugendliche nicht nur als Publikum, sondern als Forschende und Mitgestaltende. Ihre Perspektive auf ein „Theater der Zukunft“ ist partizipativ, kollaborativ und transdisziplinär.

Warum Kunst?

Warum Kunst? ist eine öffentliche Gesprächsreihe an der Universität der Künste Berlin im Wintersemester 2026/27. Sie geht der Frage nach, wie sich die Notwendigkeit von Kunst und künstlerischer Ausbildung in unserer Gegenwart begründen lässt. Vielleicht ist es Zeit für ein neues Paradigma künstlerischer Praxis?

In einer Zeit, die geprägt ist von politischer Polarisierung, der beschleunigten Entwicklung künstlicher Intelligenz und einer zunehmenden Digitalisierung des Alltags, stellt sich die Frage neu: Was bedeutet Kunst heute – für die Gesellschaft, für Institutionen und für einzelne Menschen? Was kann Kunst bewirken? Wie wird sie zugänglich gemacht? Wie inklusiv ist unsere Kunstproduktion? Und welche Stimmen, Körper und Materialien prägen ihre Gegenwart und Zukunft?

Die UdK-Gesprächsreihe Warum Kunst? ​​​​​​​versteht sich als offenes Forum für Reflexion und Austausch zwischen Künstler*innen, Wissenschaftler*innen, Studierenden und der Öffentlichkeit. Sie soll ein Denken über Kunst als gesellschaftliche Praxis fördern und kritisch befragen, wie Kunst relevant bleibt – für unsere Gemeinschaften, für ökologische und soziale Zusammenhänge und für die sich wandelnden Bedingungen künstlerischer Arbeit.

An sechs Dienstagabenden kommen jeweils zwei Gäste aus Kunst, Politik, Gesellschaft, Wissenschaft oder Kulturpraxis zu kurzen Impulsen und einem anschließenden Gespräch zusammen. Moderiert werden die Abende von Vertreter*innen aus der UdK-Gemeinschaft.

Info

Künstlerisches Betriebsbüro der Fakultät Darstellende Kunst
fk4tps1_ @intra.udk-berlin.de