Warum Kunst?

Wer bezahlt die Kunst? - Institutionen, Macht und Öffentlichkeit – Vortragsreihe

Matthias Heyde

Warum Kunst?
Eine öffentliche Gesprächsreihe an der Universität der Künste Berlin

Mit Beiträgen von Dr. Carsten Brosda und Prof. Dr. Christoph Möllers
Moderation: Prof. Dr. Markus Hilgert und Prof. Marion Hirte

Welche Bedingungen braucht Kunst, um entstehen, wirken und öffentlich zugänglich sein zu können? Der Abend widmet sich Förderstrukturen, politischer Verantwortung, institutioneller Macht, ökonomischen Modellen und der Rolle von Bürger*innen. Im Zentrum steht die Frage, wie demokratisch, nachhaltig oder exklusiv Kunstproduktion organisiert ist – und welche Kultursysteme wir in Zukunft brauchen.

Dr. Carsten Brosda ist Senator für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg und eine der profilierten kulturpolitischen Stimmen Deutschlands. Er studierte Journalistik und Politikwissenschaft, promovierte zu diskursivem Journalismus und arbeitet seit vielen Jahren an der Schnittstelle von Kultur, Medien, Demokratie und Öffentlichkeit. Als Autor und Kulturpolitiker setzt er sich für die Bedeutung von Kunst und Kultur als Grundlage einer offenen Gesellschaft ein.

Prof. Dr. Christoph Möllers ist Rechtswissenschaftler und mit Lehrstuhl für Öffentliches Recht, insbesondere Verfassungsrecht und Rechtsphilosophie, an der Humbolt Universität zu Berlin. Zusammen mit seinem Kollegen Nils Weinberg veröffentlichte er das Buch „Öffentliche Kunstfreiheit“, in dem sie die Grundsätze erläutern, nach denen sich die Kunstfreiheit im Dreieck von demokratischem Staat, öffentlicher Kulturinstitution und geförderten Künstler*innen entfalten können.

Warum Kunst?

Warum Kunst? ist eine öffentliche Gesprächsreihe an der Universität der Künste Berlin im Wintersemester 2026/27. Sie geht der Frage nach, wie sich die Notwendigkeit von Kunst und künstlerischer Ausbildung in unserer Gegenwart begründen lässt. Vielleicht ist es Zeit für ein neues Paradigma künstlerischer Praxis?

In einer Zeit, die geprägt ist von politischer Polarisierung, der beschleunigten Entwicklung künstlicher Intelligenz und einer zunehmenden Digitalisierung des Alltags, stellt sich die Frage neu: Was bedeutet Kunst heute – für die Gesellschaft, für Institutionen und für einzelne Menschen? Was kann Kunst bewirken? Wie wird sie zugänglich gemacht? Wie inklusiv ist unsere Kunstproduktion? Und welche Stimmen, Körper und Materialien prägen ihre Gegenwart und Zukunft?

Die UdK-Gesprächsreihe Warum Kunst? versteht sich als offenes Forum für Reflexion und Austausch zwischen Künstler*innen, Wissenschaftler*innen, Studierenden und der Öffentlichkeit. Sie soll ein Denken über Kunst als gesellschaftliche Praxis fördern und kritisch befragen, wie Kunst relevant bleibt – für unsere Gemeinschaften, für ökologische und soziale Zusammenhänge und für die sich wandelnden Bedingungen künstlerischer Arbeit.

An sechs Dienstagabenden kommen jeweils zwei Gäste aus Kunst, Politik, Gesellschaft, Wissenschaft oder Kulturpraxis zu kurzen Impulsen und einem anschließenden Gespräch zusammen. Moderiert werden die Abende von Vertreter*innen aus der UdK-Gemeinschaft.

Info

Künstlerisches Betriebsbüro der Fakultät Darstellende Kunst
fk4tps1_ @intra.udk-berlin.de