Warum Kunst?
Wer spricht, wer nimmt teil? – Sichtbarkeit und Zugang – Vortragsreihe
Warum Kunst?
Eine öffentliche Gesprächsreihe an der Universität der Künste Berlin
Mit Beiträgen von Naima Hassan und Alexander Koch
Moderation: Dr. Yvette Mutumba
Diese Veranstaltung beleuchtet, wie Kunst Zugänge schafft, wer sichtbar wird – und wer nicht. Im Mittelpunkt stehen Modelle der Teilhabe, Community-Arbeit, Outreach, Solidarität und alternative Organisationsformen. Die Diskussion fragt, wie kulturelle Institutionen gerechter werden können und welche Rolle Kunst in sozialen Räumen spielt, in denen marginalisierte Stimmen und neue Öffentlichkeiten entstehen.
Naima Hassan ist Forscherin, Kuratorin und Managing Editor von Contemporary And (C&). Sie ist Mitbegründerin von SITAAD, einer Plattform für kuratorische Praxis, die sich mit kolonialen Stätten, Museen und Archiven beschäftigt. Seit 2022 leitet sie als Associate Curator und Archivarin den Aufbau der G.A.S. Library und des Picton Archive der G.A.S. Foundation in Lagos. Ihre Arbeit konzentriert sich auf Infrastrukturen für Forschung, Archivarbeit und afrikanische Kultursammlungen.
Alexander Koch ist Kurator, Autor und Kulturvermittler sowie eine zentrale Stimme im Modell der Neuen Auftraggeber. Das Programm zeigt, wie Bürger selbst Themen formulieren und gemeinsam mit Künstler*innen Projekte entwickeln können, die auf konkrete soziale und politische Fragen reagieren. Koch bringt eine Perspektive auf Kunst als gesellschaftlichen Auftrag ein – als Praxis der Teilhabe, des Zuhörens, der Konfliktbearbeitung und der gemeinsamen Gestaltung öffentlicher Räume.
Warum Kunst?
Warum Kunst? ist eine öffentliche Gesprächsreihe an der Universität der Künste Berlin im Wintersemester 2026/27. Sie geht der Frage nach, wie sich die Notwendigkeit von Kunst und künstlerischer Ausbildung in unserer Gegenwart begründen lässt. Vielleicht ist es Zeit für ein neues Paradigma künstlerischer Praxis?
In einer Zeit, die geprägt ist von politischer Polarisierung, der beschleunigten Entwicklung künstlicher Intelligenz und einer zunehmenden Digitalisierung des Alltags, stellt sich die Frage neu: Was bedeutet Kunst heute – für die Gesellschaft, für Institutionen und für einzelne Menschen? Was kann Kunst bewirken? Wie wird sie zugänglich gemacht? Wie inklusiv ist unsere Kunstproduktion? Und welche Stimmen, Körper und Materialien prägen ihre Gegenwart und Zukunft?
Die UdK-Gesprächsreihe Warum Kunst? versteht sich als offenes Forum für Reflexion und Austausch zwischen Künstler*innen, Wissenschaftler*innen, Studierenden und der Öffentlichkeit. Sie soll ein Denken über Kunst als gesellschaftliche Praxis fördern und kritisch befragen, wie Kunst relevant bleibt – für unsere Gemeinschaften, für ökologische und soziale Zusammenhänge und für die sich wandelnden Bedingungen künstlerischer Arbeit.
An sechs Dienstagabenden kommen jeweils zwei Gäste aus Kunst, Politik, Gesellschaft, Wissenschaft oder Kulturpraxis zu kurzen Impulsen und einem anschließenden Gespräch zusammen. Moderiert werden die Abende von Vertreter*innen aus der UdK-Gemeinschaft.
Info
Künstlerisches Betriebsbüro der Fakultät Darstellende Kunst
fk4tps1@intra.udk-berlin.de
