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Erfahrungsberichte

  • Insgesamt ist es gut gelaufen. Ich konnte meinem Mate bei ein paar Sachen helfen. Besonders nervenaufreibend für ihn war ein Besuch beim Bürgeramt, zu dem ich ihn begleitet habe. Das ist anscheinend etwas, wo viele (bestimmt nicht unberechtigt) negative Erfahrungsberichte umherkreisen. Er hatte es alles selbstständig organisiert, aber einfach wird es nicht gewesen sein. Vielleicht ist es sinnvoll, darauf hinzuweisen, dass es ein bekanntes Problem in Berlin ist und der / die Mate dabei behilflich sein kann. Ich habe mich zwei mal länger mit ihm getroffen und wir haben über Dinge gesprochen, die ihn irritiert haben oder die er nicht einschätzen konnte. Er kam aus Tokio und die kulturellen Unterschiede waren doch teils recht eklatant (Obdachlosigkeit z.B.).

    Ein weiterer Punkt, bei dem ich ihm nicht so gut helfen konnte, war, dass er eigentlich gerne in einen anderen Entwurfs-Kurs gewechselt hätte, und ihm unser Wahlsystem nicht direkt ersichtlich war. So ist er erstmal bei Prof. X gelandet, konnte damit allerdings nicht so viel anfangen. Er hat es schlussendlich geschafft, zu Prof. Y zu wechseln, wo er sich besser zurecht fand. Ich finde das etwas schwierig, dass ausländische Studierende nicht die Möglichkeit haben, einfacher zu wechseln, schließlich kennen sie die Hochschule, das System und die Lehrenden nicht so wie wir.

    Ich habe ihn dann nicht mehr so häufig gesehen, da ich selber viel zu tun hatte und er mich nicht mehr kontaktiert hat. Er hat in der Zeit viele verschiedene Städte in Deutschland besucht und Kontakt zu anderen japanischen Studierenden gehabt. Ich glaube ihm gut geholfen zu haben und hatte eine gute Zeit.

  • Ich bin im Großen und Ganzen sehr glücklich mit meiner MyMATE-Partnerin. Die Kontaktaufnahme verlief reibungslos und ich hatte keine Hemmungen, Fragen zu beantworten bzw. für meine Partnerin bezüglich bestimmter Infos bei anderen nachzuhaken. Bei den meisten Fragen ging es um den Stundenplan oder unklare Inhalte aus Seminaren und Vorlesungen. Sie ist wirklich sehr freundlich, zuvorkommend und offen. Wir führen manchmal echt interessante Gespräche über unsere Erfahrungen im Ausland/mit der eigenen Kultur in Deutschland, da wir beide keine deutschen Wurzeln haben. Es freut mich auch total zu sehen, wie sie immer selbstständiger wird und immer mehr ihren eigenen Weg geht. Das Auftakt-Event hat mir sehr gut gefallen, da man die Chance hatte, spielerisch neben seinen eigenen Partner*innen auch andere internationale Studierende kennen zu lernen. Durch die Arbeit oder andere Uni-Veranstaltungen war es mir leider etwas erschwert, an den anderen Events teilzunehmen . Dennoch versuchen meine Partnerin und ich auch mit anderen Kommiliton*innen aus der GWK kleine Ausflüge oder gemeinsame Lunches zu planen.

    Ich würde mir für in Zukunft wünschen, dass das MyMATE-Programm in der GWK deutlich mehr Aufmerksamkeit bekommt, also dass die GWK auch mehr Rücksicht auf internationale Studierende nimmt. Ich kann mir vorstellen, dass meine Partnerin sich trotz meiner Bemühungen manchmal einsam fühlen könnte, weil sie in unserem recht großen Jahrgang eine von 2 Studierenden ist, die aus dem Ausland kommen und dementsprechend mehr Support verdient hätten.

    Trotz der Unterrepräsentation in der GWK kann ich das Programm dennoch wärmstens weiterempfehlen, weil es einen als "Alt-UdKler" zwingt, andere Perspektiven nicht nur auf die Uni, aber auch auf die gewohnten Umgebungen einzunehmen und man wirklich die Chance bekommt, sehr gute Bekannt- und Freundschaften schließen zu können.

  • Das erste Treffen, bei dem sich die Mates und die neuen Studierenden zu Beginn des Semesters kennengelernt haben, war sehr angenehm und locker – eine wirklich schöne
    Atmosphäre, um neue Menschen willkommen zu heißen. Die vorgeschlagenen Aktivitäten haben mir gut gefallen, aber am meisten Austausch hatte ich tatsächlich während der
    Snackpause. Durch die entspannte Situation entstanden ganz von selbst viele spontane Gespräche. Dabei habe ich nicht nur den Studierenden kennengelernt, für den ich
    zuständig war, sondern auch andere Teilnehmer*innen – das fand ich besonders schön.

    Ich finde, das MyMATE-Programm öffnet eine wichtige Tür für neue Studierende und schafft einen Rahmen, in dem sie sich trauen, auf uns zuzugehen. Gerade zu Beginn des
    Semesters haben sich nicht nur mein eigener Mate, sondern auch andere Studierende mit Fragen an mich gewandt. Genau das macht für mich den besonderen Wert des
    Programms aus: Es schafft einen unkomplizierten Raum für Begegnung und Austausch. Insgesamt halte ich das MyMate-Programm für eine großartige Initiative. Als ich selbst
    nach Berlin gekommen bin, habe ich mich am Anfang ziemlich allein gefühlt. Ich bin sicher, dass es mir sehr geholfen hätte, damals schon ein „freundliches Gesicht“ und eine feste
    Gruppe zu haben, in der ich direkt neue Kontakte knüpfen konnte.

  • Es war früh am Morgen in der Berliner U-Bahn. Auf dem Weg zur Universität scrollte ich wie gewohnt durch mein UdK-Mail-Postfach, als mir die Ankündigung des International Office über das MyMATE-Programm ins Auge sprang. In den Semestern zuvor hatte ich die Ausschreibungen zwar jedes Mal registriert, aber immer wieder gezögert. Stets fand sich eine bequeme Ausrede, warum gerade jetzt keine Zeit dafür sei. Doch an diesem Morgen war es anders: Ich beschloss, mir diese Zeit ganz bewusst zu nehmen. Die Bewerbung war unkompliziert und schnell abgeschickt, doch das Warten darauf begann mit einer Mischung aus Neugier und Nervosität.

    Wenig später erhielt ich eine Email mit der Zuteilung: Mein Match hieß H. Wir bekamen gegenseitig unsere Steckbriefe zugeschickt und begannen schon bald, uns per Mail auszutauschen. Anfangs war ich spürbar aufgeregt – wie oft lässt man sich im durchgetakteten Studienalltag schließlich noch auf völlig neue Begegnungen ein? Neben dem Kribbeln überwog aber vor allem die Vorfreude, mein Gegenüber nach den ersten digitalen Zeilen endlich persönlich kennenzulernen. Wir verabredeten uns für eine Woche später am UdK-Standort in der Hardenbergstraße 33. Als ich gespannt vor dem Hauptgebäude wartete und über die Straße blickte, sah ich sie bereits: Sie winkte mir fröhlich zu und strahlte über das ganze Gesicht. In genau diesem Moment fiel mir ein riesiger Stein vom Herzen. Sie erzählte mir später, dass sie ebenso aufgeregt war wie ich.

    Unser erstes Treffen verging wie im Flug. Wir erkundeten gemeinsam das Hauptgebäude, holten uns etwas in der Mensa und setzten uns nach draußen in die Sonne, um ins Gespräch zu kommen. Vor Programmstart hatte ich mir viele Gedanken und Sorgen gemacht. Meine größte Angst war gewesen, meiner Mentee vielleicht nicht ausreichend weiterhelfen oder den Anforderungen nicht gerecht werden zu können. Doch schon bei diesem ersten Treffen wurde mir klar: Unterstützung im Rahmen von MyMATE bedeutet so viel mehr als bloße organisatorische Hilfestellung. Aus einem anfänglichen Mentoring ist mittlerweile eine echte Freundschaft gewachsen. Wir unterstützen uns auf Augenhöhe: Wir tauschen Lernunterlagen aus, diskutieren über Lehrinhalte und führen lange, bereichernde Telefongespräche und Spaziergänge über das Leben und Studieren in Berlin.

    Natürlich gab es auch kleine Hürden, die vor allem organisatorischer und fachlicher Natur waren: H. studiert einen anderen Lehramts-Studiengang als ich. Dadurch musste ich mich zunächst intensiv in ihre Studien- und Prüfungsordnung einlesen, um ihre Modulanforderungen überhaupt nachvollziehen zu können. Zudem belegte sie viele Seminare, die ich selbst schon vor Jahren absolviert hatte – was wiederum bedeutete, altes Wissen noch einmal aufzufrischen. Diese Herausforderung erwies sich jedoch schnell als Bereicherung, da ich so einen spannenden Blick über den Tellerrand meines eigenen Studiengangs werfen konnte.

    Rückblickend war die Teilnahme am MyMATE-Programm eine enorme persönliche Bereicherung. Es ging weit über universitäre Formalitäten hinaus: Wir haben gemeinsam traditionell koreanisch gekocht, einander die Hausarbeiten zur Korrektur vorgelegt und tiefgründige Gespräche über kulturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten geführt. Das MyMATE-Programm hat mir gezeigt, wie wertvoll es ist, die eigene Komfortzone zu verlassen. Wer noch zögert, dem kann ich nur raten, die Ausreden beiseitezuschieben: Man gewinnt nicht nur Erfahrung im Mentoring, sondern oft auch eine wertvolle Freundschaft fürs Leben.

Leitfaden für MATEs

Ein Leitfaden für MATEs mit nützlichen Hinweisen und Tipps zur Betreuung von neuen internationalen Studierenden:

MyMATE-Leitfaden als PDF

Leitfaden MA Musik (KA)

Ein Leitfaden für Masterstudiengänge der Fakultät Musik - Künstlerische Ausbildung (KA). Hier findet ihr den Aufbau des Studiums erklärt und wichtige Ansprechpersonen. Kurz und kompakt.

MyMATE Leitfaden MA Musik als PDF (nicht für Klavier!)

Leitfaden MA Design

Ein Leitfaden für den Master Design (Mode und Produktdesign). Hier findet ihr den Aufbau des Studiums erklärt und wichtige Ansprechpersonen. Kurz und kompakt.

MyMATE Leitfaden MA Design als PDF