Die Deutsche Forschungsgemeinschaft verlängert das Graduiertenkolleg „Das Wissen der Künste“ an der UdK Berlin bis zum Jahr 2021

Die Frage, wie Wissen durch die Künste generiert, distribuiert und wirksam gemachtwird, steht im Mittelpunkt der Forschung des Graduiertenkollegs „Das Wissender Künste“, das die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) am 20. Mai 2016 einstimmig verlängert hat. Für weitere 4 1/2 Jahre werden 12 Doktoranden und Doktorandinnen, 2 Postdoktoranden und Postdoktorandinnen und das interdisziplinäre Leitungsteam bestehend aus Prof. Barbara Gronau (Sprecherin, Darstellende Kunst), Prof. Kathrin Peters (stellv. Sprecherin, Geschichte und Theorie der Gestaltung), Prof. Claudia Blümle (Kunst- und Bildgeschichte/HU Berlin; Exzellenzcluster „Bild Wissen Gestaltung“), Prof. Kathrin Busch (Produkt- und Prozessgestaltung), Prof. Dr.-Ing.Christoph Gengnagel (Architektur und Städtebau), Prof. Susanne Hauser (Geschichteund Theorie der Gestaltung), Prof. Ulrike Hentschel (Darstellende Kunst) und Prof. Ariane Jeßulat (Musiktheorie) verstärkt die Schnittstellen von Kunst und Gesellschaft als Politiken des Wissens durch die Künste untersuchen.

Wissen gilt als konstituierendes Element sozialer Ordnung und ist ein zentrales Gestaltungs- und Steuerungselement der Zukunft. Vor dem Hintergrund anhaltender Diskussionen um die sogenannte „Wissenschaftsgesellschaft“ fokussiert die Forschung des Graduiertenkollegs die Bedingungen, Effekte und kritischen Potentiale einer spezifischen künstlerischen Wissensgenerierung. Während die Funktion der Technik, Arbeit und der Wissenschaft in diesem Zusammenhang vielfach beschrieben wurden, untersucht das Graduiertenkolleg die bisher weitgehend unerforschte Rolle der Künste: ihre Funktionen für die Konstruktion, Verbreitung und Legitimation von Wissensformen als auch ihre Funktion als Bereiche der Produktion, Speicherung und Vermittlung von Wissen.

Das künftige Studienprogramm des Graduiertenkollegs bietet neben Kolloquien, Ringvorlesungen, Schlüsselqualifikationskursen und Künstler-Gesprächen eine verstärkte Zusammenarbeit mit den an der UdK Berlin lehrenden und forschenden Künstlerinnen und Künstlern. Im Kontext von Exkursionen und Feldstudien können die Kollegiaten und Kollegiatinnen künstlerische Schaffensprozesse in den Ateliers, Probebühnen, Werkstätten und Schnitträumen mitverfolgen. Virulente Forschungsfragen werden auch künftig wieder in Partnerschaft mit der an der UdK Berlin angesiedelten „Graduiertenschule für die Künste“ diskutiert. Ein internationaler Diskurs der Forschungsfragen wird zukünftig durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit der Royal Danish Academy of Fine Arts, der Bibliotheca Hertziana/Rom, der Zürcher Hochschule der Künste und der Kunstuniversität Linz ermöglicht.

Vom 21. bis zum 23. Juli 2016 findet die Jahrestagung
„Wessen Wissen? Künste // Situiertheit / Materialität“ des
Graduierenkollegs statt.

Quelle: Katharina Delmenhorst

Pressekontakt:
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