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18. Oktober 2018 | Hybrid Encounters. Kunst trifft Wissenschaft Stimmungen – Schwingungen

Hans Ulrich Gumbrecht

Quelle: Reto Klar

Westbam

Quelle: Oleg Babenko

Die Zusammenkunft eines Literaturwissenschaftlers und eines DJs mag als gewagtes Experiment erscheinen. Der renommierte Literaturwissenschaftler und Komparatist Hans Ulrich Gumbrecht (Prof. em., Stanford University) ist bekannt für seine kritisch-philosophischen Beiträge zur politischen und sozialen Realität, der DJ und Musiker Westbam gilt als Gründungsinstanz der Technoszene in Deutschland. Doch beide haben eines gemeinsam: Sie reagieren auf Stimmungen und Atmosphären. Was aber bedeutet »Stimmung« für die jeweilige Disziplin und wie lässt sie sich steuern und musikalisch oder intellektuell reflektieren? Wie wichtig sind das richtige Gespür und eine »Antenne« in die Gesellschaft? Wie schaffen es Underground-Phänomene ein Massenpublikum zu erreichen?  Diese und weitere Fragen werden im Gespräch diskutiert. Während der Veranstaltung wird Westbam ein Set spielen und die Musikauswahl in Form einer Performance Lecture kommentieren.

Es ist schon die dritte Veranstaltung, die im Rahmen der Veranstaltungsreihe »Hybrid Encounters« veranstaltet wird. Von der Hybrid Plattform (eine Initiative der TU Berlin und UdK Berlin) gemeinsam mit der Schering Stiftung ins Leben gerufen, bringt sie Kunst und Wissenschaft in den Dialog. Hochkarätige, internationale Gäste aus Kunst und Wissenschaft treffen dabei auf Persönlichkeiten, die komplementär zum eigenen Hintergrund forschen oder künstlerisch tätig sind.

18. Oktober 2018, 19 Uhr
Georg-Neumann Saal, Einsteinufer 43-53, 10587 Berlin
Podiumsdiskussion mit Performance Lecture. Eintritt frei.
Der Abend findet in englischer Sprache statt.

Konzipiert und durchgeführt werden die »Hybrid Encounters« durch die Hybrid Plattform – eine gemeinsame Einrichtung der Universität der Künste Berlin und der Technischen Universität Berlin – und die Schering Stiftung.

Hans Ulrich Gumbrecht ist ein deutsch-amerikanischer Literaturwissenschaftler, Essayist und Kritiker. Neben seiner Forschung zur romanischen Literatur verfasst er Beiträge zur Geschichte der Geisteswissenschaften, Philosophie und Ästhetik. Sein Themenspektrum ist weit gefasst: er beschäftigt sich sowohl mit politischen oder geisteswissenschaftlichen Themen als auch mit Figuren aus der Populärkultur, darunter Janis Joplin. Er war lange Zeit Autor eines Blogs für die Webseite der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, in dem er gesellschaftliche Themen kommentierte. Seine Publikationen wurden in über 20 Sprachen übersetzt, er erhielt Ehrendoktorwürden von zahlreichen Universitäten und ist Gastprofessor an Hochschulen in Deutschland, Frankreich und Kanada. Er hatte bis zu seiner Emeritierung den Lehrstuhl für Komparatistik an der Stanford University inne.

Westbam ist einer der Wegbereiter der elektronischen Musik in Deutschland. Er war Mitte der achtziger Jahre Mitbegründer des deutschen Techno-Labels Low Spirit in Berlin, und einer der InitiatorInnen des Indoor-Rave Mayday sowie der Loveparade in Berlin. Maximilian Lenz, wie Westbam mit bürgerlichem Namen heißt, trug maßgeblich dazu bei, dass Techno zum Massenphänomen avancierte. Heute, 30 Jahre später, füllt er immer noch Konzerthallen auf der ganzen Welt. 2015 veröffentlichte er seine Autobiografie über das Leben als DJ.

Claudia Assmann
Leiterin Presse/ Kommunikation
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Die Universität der Künste Berlin ist weltweit eine der größten künstlerischen Hochschulen und die einzige, die alle Disziplinen der Kunst und der auf sie bezogenen Wissenschaften in sich vereint. An den vier Fakultäten Bildende Kunst, Gestaltung, Musik und Darstellende Kunst sowie dem Zentralinstitut für Weiterbildung werden über 70 künstlerische, künstlerisch-wissenschaftliche und künstlerisch-pädagogische Studiengänge angeboten. Von rund 4.000 Studierenden stammt etwa ein Drittel aus dem Ausland. Die Geschichte der UdK Berlin reicht zurück bis zur Gründung der brandenburgisch-preußischen Akademie der Künste im Jahr 1696. Ihre heutige Form erhielt sie 1975 durch den Zusammenschluss der Hochschule für bildende Künste und der Hochschule für Musik und darstellende Kunst zur Hochschule der Künste (HdK). Seit 2001 trägt die Universität der Künste Berlin ihren heutigen Namen. Präsident ist seit Januar 2006 Prof. Martin Rennert. Mit mehr als 700 Veranstaltungen im Jahr trägt die UdK Berlin maßgeblich zum kulturellen Leben der Stadt bei.