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Michael Hirsch – ein Symposium mit Konzert lädt zum Dialog über den 2017 verstorbenen Komponisten ein

16. Mai

Vom 27. bis zum 29. Mai 2018 initiiert die Universität der Künste Berlin unter dem Übertitel „Schichten“ einen interdisziplinären Dialog über die vielschichtige Musik des Komponisten Michael Hirsch. Der im Februar 2017 unerwartet verstorbene Komponist Neuer Musik wäre in diesem Jahr 60 Jahre alt geworden.

Den Auftakt der dreitägigen Auseinandersetzung mit Hirschs Musik bildet am Sonntag, 27. Mai 2018, um 19.30 Uhr das Porträtkonzert mit dem Ensemble ilinx – dem Ensemble für Neue Musik der UdK Berlin. Das Konzert findet im Rahmen des Musikfestivals „crescendo“ der UdK Berlin statt. Auf dem Programm stehen neben einer repräsentativen Auswahl von Michael Hirschs kammermusikalischen Kompositionen auch zwei Uraufführungen von Kompositionsstudierenden der UdK Berlin.

Am 28. und 29. Mai 2018 widmet sich das Symposium in einem vielseitigen Programm den unterschiedlichen Facetten von Hirschs Oevre. Neben Vorträgen von Mathias Lehmann, Nina Ermlich, Matthias Rebstock, Roland Quitt, Martin Supper, Andreas Dorfner und Christian Kesten haben Teilnehmende in einem Workshop mit Barbara Gronau und Ariane Jeßulat die Möglichkeit, sich Hirschs Stück „Kopfecke/Wunderhöhle“ zu nähern.

Raum für Diskussion bietet am Abend des 28. Mai 2018 ein mit Anna Clementi, Cornelius Hirsch, Roland Quitt, Annette Schmucki, Dieter Schnebel und Charlotte Seither hochkarätig besetzter Roundtable, moderiert von Gisela Nauck. Den künstlerischen Abschluss des Symposiums bildet am 29. Mai 2018 um 13.30 Uhr eine Performance des Stückes „Opera“ durch die italienisch-schwedische Sängerin Anna Clementi.

Der Komponist Michael Hirsch löst in seinem Oevre die Gegensätze zwischen traditioneller Kammermusik und experimentellem Musiktheater sowie zwischen Alltagsgeräuschen, Bühnengesten und intimen Äußerungen auf. Seine Werke verflechten diese Ebenen, nie polarisierend, sondern selbstverständlich koexistierend und geschichtet. In der Schichtung von Alltags- und kunstvoll verfremdeten Objektgeräuschen, live performt oder in Interaktion mit Zuspielungen, ist es nicht zuletzt die hochdifferenzierte klangliche Präsenz von Verstolperungen, Versprechern, eine Virtuosität der unbewussten Abweichungen, die traditionell erlernter Virtuosität ihre Unfertigkeiten spiegelt.

Eine Veranstaltung der Universität der Künste Berlin mit freundlicher Unterstützung von klangzeitort, dem gemeinsamen Institut für Neue Musik der UdK Berlin und HfM Hanns Eisler Berlin. Gefördert von der Ernst von Siemens Musikstiftung und der Kommission für künstlerische und wissenschaftliche Vorhaben der UdK Berlin.

27.-29. Mai 2018

Schichten. Portrait-Konzert und Symposium Michael Hirsch mit dem Ensemble ilinx und Gästen aus Wissenschaft und Künsten

Universität der Künste Berlin
Bundesallee 1-12
Berlin-Wilmersdorf

Eine Veranstaltung im Rahmen von crescendo – Musikfestival der UdK Berlin


Die Universität der Künste Berlin ist weltweit eine der größten künstlerischen Hochschulen und die einzige, die alle Disziplinen der Kunst und der auf sie bezogenen Wissenschaften in sich vereint. An den vier Fakultäten Bildende Kunst, Gestaltung, Musik und Darstellende Kunst sowie dem Zentralinstitut für Weiterbildung werden über 70 künstlerische, künstlerisch-wissenschaftliche und künstlerisch-pädagogische Studiengänge angeboten. Von rund 4.000 Studierenden stammt etwa ein Drittel aus dem Ausland. Die Geschichte der UdK Berlin reicht zurück bis zur Gründung der brandenburgisch-preußischen Akademie der Künste im Jahr 1696. Ihre heutige Form erhielt sie 1975 durch den Zusammenschluss der Hochschule für bildende Künste und der Hochschule für Musik und darstellende Kunst zur Hochschule der Künste (HdK). Seit 2001 trägt die Universität der Künste Berlin ihren heutigen Namen. Präsident ist seit Januar 2006 Prof. Martin Rennert. Mit mehr als 700 Veranstaltungen im Jahr trägt die UdK Berlin maßgeblich zum kulturellen Leben der Stadt bei.