Erste verstetigte Professur, die aus dem Einstein Center Digital Future hervorgeht: Dr. Berit Greinke folgt dem Ruf als Professorin an die UdK Berlin.

04. Mai 2023

Pressemitteilung

Dr. Berit Greinke folgt dem Ruf als Professorin an die Universität der Künste Berlin. Damit tritt sie die erste verstetigte Professur an, die aus dem Einstein Center Digital Future hervorgeht.

Zum 1. April 2023 folgte Berit Greinke dem Ruf der Universität der Künste Berlin (UdK Berlin) auf die verstetigte Professur „Wearable Computing“ am Institut für Experimentelles Bekleidungs- und Textildesign. Prof. Dr. Berit Greinke tritt damit die erste Professur an, die aus dem Forschungsverbund Einstein Center Digital Future (ECDF) hervorgeht und dauerhaft an eine der Berliner Universitäten berufen wird.

 

Prof. Greinke war von August 2018 bis April 2023 Juniorprofessorin für Wearable Computing am ECDF und an der UdK Berlin, sie forscht und lehrt nun als verstetigte Professorin an diesen Institutionen weiter. Ihre Forschung konzentriert sich auf technische Designmethoden für elektronische Textilien und deren Anwendung in künstlerischen Formaten. Dabei kombiniert sie altes textiles Handwerk mit neuen digitalen Technologien: „Ich freue mich sehr über die nun dauerhafte Möglichkeit, an der UdK Berlin sowohl künstlerisch als auch wissenschaftlich im Bereich elektronischer Textilien zu arbeiten. Dies ist eine einzigartige Chance, zur Forschung in Wearable Computing aus dieser interdisziplinären Herangehensweise beizutragen.“

Zu Prof. Greinkes Projekten gehört beispielsweise Interwoven Sound Spaces, ein telematisches Konzert aufgeführt zwischen Berlin und Piteå (Schweden). Erforscht wurde die Möglichkeit das gemeinsame Live- Musizieren über große Distanzen hinweg durch die Kombination von textilen Wearables, interaktivem maschinellem Lernen und räumlichem Klang, zu erweitern.


Die Professur „Wearable Computing“ ist die erste von bis zu zehn ECDF-Professuren, die vom Land Berlin an den jeweiligen Berliner Universitäten verstetigt und zusätzlich finanziert werden. Der Präsident der UdK Berlin Prof. Dr. Norbert Palz: „Die Forschung von Berit Greinke ist ein gutes Beispiel dafür, was am Wissenschaftsstandort Berlin gemeinsam entwickelt werden kann. Die Künste, die Gestaltung und die Ingenieurswissenschaften tragen gleichermaßen zu einem technologisch neuartigen, gesellschaftlich relevanten und künstlerisch wertvollen Projekt bei. Das ECDF zeigt diese weiter zu fördernden Potentiale auf.“

 

„Ich freue mich sehr, dass wir mit Berit Greinke die erste dauerhafte Professur am ECDF und der Udk Berlin haben. In ihrer Forschung stehen Inter- und Multidisziplinarität im Mittelpunkt, und das ist auch der Grundgedanke des ECDF“, erklärt Prof. Dr. Gesche Joost, Executive Director des ECDF und Professorin für Designforschung an der UdK Berlin. 

 

Die Universität der Künste Berlin ist eine der wenigen künstlerischen Hochschulen Europas, die alle künstlerischen Disziplinen und die auf sie bezogenen Wissenschaften in sich vereint. An den Fakultäten Bildende Kunst, Gestaltung, Musik und Darstellende Kunst sowie den hochschulübergreifenden Zentren Tanz (HZT) und Jazz (JIB Berlin) und dem Zentralinstitut für Weiterbildung werden über 70 künstlerische, künstlerisch-wissenschaftliche und künstlerisch-pädagogische Studiengänge angeboten. Von rund 4.000 Studierenden hat etwa ein Drittel einen internationalen Hintergrund. Die Geschichte der Hochschule reicht zurück bis zur Gründung der brandenburgisch-preußischen Akademie der Künste im Jahr 1696. Ihre heutige Form erhielt die UdK Berlin 1975 durch den Zusammenschluss der Hochschule für bildende Künste und der Hochschule für Musik und darstellende Kunst zur Hochschule der Künste (HdK). Seit 2001 trägt die Universität der Künste Berlin ihren heutigen Namen. Mit mehr als 700 Veranstaltungen im Jahr trägt sie maßgeblich zum kulturellen Leben der Stadt bei. Präsident der UdK Berlin ist seit dem 1. April 2020 Prof. Dr. Norbert Palz.

 

Das Einstein Center Digital Future (ECDF) ist ein interdisziplinäres Forschungszentrum der Technischen Universität Berlin, der Charité – Universitätsmedizin Berlin, der Freien Universität Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin und der Universität der Künste Berlin.

Es begreift sich als hochschulübergreifender Nukleus für die Erforschung und Förderung digitaler Strukturen in Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Das Zentrum schafft Verknüpfungen im Bereich der Digitalisierung, entwickelt neue Formen der Zusammenarbeit, konzentriert sich auf innovative interdisziplinäre Spitzenforschung und gewinnt exzellent ausgebildete junge wissenschaftliche Talente für den Standort Berlin.

Bislang wurden insgesamt 44 Professor*innen an den Universitäten und den beteiligten Hochschulen berufen. Die erste Förderphase (2017-2023) des ECDF wurde 2016 von der Einstein Stiftung Berlin genehmigt. Im Juli 2022 hat der Vorstand der Einstein Stiftung nach einer erfolgreichen Evaluation durch ein internationales Expertengremium beschlossen, dass das ECDF für fünf weitere Jahre bis zum 31. März 2028 gefördert wird. Am 1. April 2023 startete das ECDF somit in die zweite Förderphase „ECDF-Next Generation“.

 

KONTAKT

 

Samira Franzel

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ECDF

s.franzel@tu-berlin.de

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Quelle: © ECDF/PR/Felix Noak