Ausstellung von Studierenden des Masterstudiengangs Kunst im Kontext der UdK Berlin zum Nuba-Werk von Leni Riefenstahl im Museum für Fotografie, Eröffnung am 21. Mai 2026, 19 Uhr

Pressemitteilung

Berlin, 11.5.2026

Das Nuba-Werk von Leni Riefenstahl bildet den Ausgangspunkt einer kritischen Auseinandersetzung von Studierenden des Masterstudiengangs Kunst im Kontext der Universität der Künste Berlin (UdK). Riefenstahl hatte auf ihren Reisen in den 1960er und 1970er Jahren die in den Nuba Bergen im Sudan lebenden Menschen und ihre Kulturen fotografiert und gefilmt. Ziel der Ausstellung ist es, durch künstlerische Perspektiven neue Kontexte zu schaffen, Netzwerke zu vertiefen, aber auch Besucher*innen den schwierigen Themenkomplex der Nuba-Fotografien im Werk Riefenstahls zwischen der damaligen stereotypen Verklärung und der aktuellen Situation näher zu bringen.

Die Ausstellung zeigt Installationen, Video- und Fotoprojekte sowie Text- und Audioformate der Studierenden sowie Arbeiten sudanesischer Künstler. Das Projekt versteht sich als dynamischer, partizipativer Prozess aus Recherche, Interviews, Diskussionen und künstlerischer Praxis – als ein Dialog zwischen Kunst, Wissenschaft und gelebter Begegnung.

Die ausstellenden Künstler*innen kommen aus unterschiedlichen globalen Kontexten, bringen eigene Geschichten und Wahrnehmungen mit und wollen die Bilder Riefenstahls neu lesen: um ihre Macht zu brechen, ihre Bedeutungsschichten freizulegen und neue Formen des Erzählens zu erproben. Workshops, Interventionen, Lesungen und andere Vermittlungsformate eröffnen weitere Zugänge auch zum Umgang der Museen mit den Arbeiten Riefenstahls. 

Mit dem Ziel, die Sichtbarkeit der künstlerischen Arbeiten der Studierenden über den universitären Rahmen hinaus zu erhöhen und den Dialog zwischen Hochschule und Stadtgesellschaft zu fördern, baut die UdK Berlin ihr starkes Netzwerk mit Kultur- und Wissenschaftsinstitutionen der Stadt stetig aus. Die Sonderausstellung in Kooperation mit der Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin im Museum für Fotografie vertieft die seit 2013 bestehende Kooperation, die durch gemeinsame Ausstellungsreihen wie „SEEN BY“ begründet wurde, und eröffnet den Studierenden so eine weitere Präsentationsplattform außerhalb des universitären Kontexts.

Beteiligte Künstler*innen
Abdalsalam Alhaj, Camilo Correa-Costa, hajooj kuka, Jihye Kim, Jule Roehr, Khalid Shatta, Kodikodi, Mauricio Candela, Pascale Espinosa, Patricio Trim, Sally Frey, Sara-Hiruth Zewde, Schokofeh Kamiz, Yasmin Balai

Kuratorisches Team
„Inside Archives“ ist Teil eines künstlerisch-wissenschaftlichen Seminars am Institut für Kunst im Kontext der Universität der Künste Berlin unter der Leitung von Julia Grosse (Kunst im Kontext) und Katrin Peters-Klaphake (Deutsches Historisches Museum). Ausstellung und Programm werden kuratiert von Julia Grosse und Katrin Peters-Klaphake in Zusammenarbeit mit Ludger Derenthal (Kunstbibliothek, Sammlung Fotografie).

Inside Archives.
Interventionen zum Nuba-Werk von Leni Riefenstahl
22. Mai bis 6. Juni 2026

Eröffnung: Donnerstag, 21. Mai 2026, 19 Uhr
Eine Sonderausstellung der Universität der Künste Berlin in Kooperation mit der Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin
Museum für Fotografie, Jebensstraße 2, 10623 Berlin
Mehr zum Projekt

 

Pressekontakt UdK Berlin:

Anna Etteldorf
Presse / Kommunikation künstlerische Vorhaben
Tel. 030 3185-2732
anna.etteldorf@intra.udk-berlin.de

 

Die Universität der Künste Berlin gehört zu den größten und vielseitigsten Kunstuniversitäten Europas, an der sich künstlerische Lehre und Praxis sowie wissenschaftlicher Diskurs gegenseitig beeinflussen und das akademische Profil prägen. Mit ihrer über 300-jährigen Geschichte ist sie tief in der Stadt Berlin verankert und ist mit jährlich über 700 Veranstaltungen eine bedeutende kulturelle Impulsgeberin. Die UdK Berlin vereint ein breites Spektrum an Studiengängen der Bildenden Kunst, Gestaltung, Musik, Darstellenden Kunst und der auf sie bezogenen Wissenschaften. Ihr Profil wird durch das Hochschulübergreifende Zentrum Tanz Berlin und durch das Jazz Institut Berlin ergänzt. Ihren rund 4.500 Studierenden – von denen etwa ein Drittel international ist – bietet sie exzellente Lehre und Forschung und fördert einen kontinuierlichen Austausch zwischen künstlerischer Praxis und wissenschaftlicher Reflexion. Präsident der UdK Berlin ist seit dem 1. April 2025 Prof. Dr. Markus Hilgert.