Die Universität der Künste Berlin beteiligt sich als Mitveranstalterin an der Academic Freedom Week 2026
Pressemitteilung
Berlin, 28.4.2026
Die Universität der Künste Berlin (UdK Berlin) beteiligt sich an der Berlin-Brandenburg Academic Freedom Week (18.–22. Mai 2026) und bringt als Mitveranstalterin ihre zehnjährige Erfahrung in der Unterstützung gefährdeter und geflüchteter Studierender, Wissenschaftler*innen und Künstler*innen ein.
Organisiert von der Scholars at Risk Section Berlin-Brandenburg, der die UdK Berlin angehört, sowie der Berlin University Alliance und weiteren Partnerinstitutionen, bringt die Woche regionale und internationale Akteur*innen aus Wissenschaft, Kultur und Zivilgesellschaft in Berlin und Brandenburg zusammen. Seit 2015 baut die UdK Berlin erfolgreiche Programme, Beratungsstrukturen und künstlerische Formate für sogenannte students, artists and scholars at risk auf und setzt damit ein sichtbares Zeichen für die Freiheit von Kunst und Wissenschaft.
„Die Unterstützung von gefährdeten und geflüchteten Studierenden, Künstler*innen und Wissenschaftler*innen ist ein zentraler Bestandteil unseres Selbstverständnisses als Universität. Seit vielen Jahren entwickeln wir an der UdK Berlin nachhaltige Strukturen, die Schutz, Teilhabe und künstlerische wie wissenschaftliche Entfaltung ermöglichen. Angesichts zunehmender globaler Bedrohungen der akademischen Freiheit kommt es heute mehr denn je darauf an, dass Hochschulen gemeinsam Verantwortung übernehmen, Solidarität praktizieren und sich entschlossen für die Freiheit von Kunst und Wissenschaft einsetzen. Ein großer Dank geht an verschiedene studentische Initiativen wie Common Ground, das International Office, das Studium Generale, das Programm Artist Training, die Studienberatung und das Referat für Fördermittel und Kooperationen. Ohne die Förderungen des DAAD, des Europäischen Sozialfonds und das Land Berlin wäre dies nicht möglich gewesen.“ sagt UdK-Präsident Prof. Dr. Markus Hilgert.
Angesichts zunehmender geopolitischer Spannungen und der Zunahme repressiver Systeme geraten zentrale Werte wie akademische Freiheit und die Aufnahme gefährdeter Wissenschaftler*innen und Künstler*innen weltweit unter Druck - auch in Europa. Der Scholars at Risk Report 2025 sowie aktuelle Daten des Academic Freedom Index (AFi) zeigen einen deutlichen globalen Rückgang akademischer Freiheit in den vergangenen Jahren.
Die Academic Freedom Week 2026 steht unter den Schwerpunkten Schutz und (Re-)Konstruktion. Im Mittelpunkt stehen die komplexen Lebenswege von Wissenschaftler*innen und Künstler*innen, die aufgrund von Krieg, Verfolgung oder politischem Druck ihre Heimat verlassen mussten und in neuen gesellschaftlichen Kontexten einen Neuanfang wagen. Zugleich werden Strategien und Initiativen diskutiert, die akademische Freiheit auf regionaler und internationaler Ebene stärken. Die Veranstaltungswoche fördert den Austausch über akademische Freiheit innerhalb und außerhalb akademischer Gemeinschaften mit Veranstaltungen in Berlin und Brandenburg sowie Kooperationen mit europäischen Akteur*innen aus Wissenschaft und Kultur.
Die UdK Berlin lädt in diesem Kontext zu zwei Veranstaltungen ein:
Am 20. Mai 2026 um 17:30 Uhr zur Podiumsdiskussion „Academic Freedom at Risk: European Universities between Resilience and Responsibility” mit Hochschulpräsident*innen aus Berlin und Paris, u.a. mit UdK-Präsident Prof. Dr. Markus Hilgert ein. Die Veranstaltung befasst sich mit Schutzprogrammen für gefährdete Wissenschaftler*innen. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie Hochschulen Freiheit, Solidarität und Offenheit unter Druck bewahren können.
Am 19. Mai 2026 um 18:00 Uhr laden die UdK Berlin und die Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF in Kooperation mit dem Institut français Berlin zur Filmvorführung mit anschließendem Gespräch „Academic and artistic freedom in the context of conflict and war“ im Cinema Paris, Kurfürstendamm 211, 10719 Berlin ein.
Mit ihrer Beteiligung an der Academic Freedom Week unterstreicht die UdK Berlin die Rolle von Hochschulen als Orte des Schutzes, der Teilhabe und der internationalen Zusammenarbeit.
Die Veranstaltungen werden durch die Unterstützung der Französischen Botschaft in Deutschland, der Berlin University Alliance, des Institut Français Deutschland und der Philipp Schwartz-Initiative ermöglicht.
Weitere Informationen:
Zum Programm der Berlin-Brandenburg Academic Freedom Week
Informationen über Programme, Beratungsstrukturen und künstlerische Formate an der UdK Berlin zur Unterstützung gefährdeter und geflüchteter Studierender, Künstler*innen und Wissenschaftler*innen.
Projektwebsite Access Art Schools Berlin (2025/2026) in Kooperation mit der HfS Ernst Busch, finanziert aus Sondermitteln zur Partizipation für Geflüchtete, durch die Senatsverwaltung Berlin gefördert.
Pressekontakt UdK Berlin:
Anne Wriedt
Stv. Leitung Presse / Kommunikation
Hochschulpolitik und Digitalstrategie Social Media
anne.wriedt@intra.udk-berlin.de
Tel. 030 3185-2114
www.udk-berlin.de