„Warum Kunst?” – neue Gesprächsreihe an der UdK Berlin über die Notwendigkeit von Kunst in Zeiten von politischer Polarisierung, KI und Digitalisierung des Alltags

Pressemitteilung

Berlin, 19. Oktober 2026

Braucht es ein neues Paradigma künstlerischer Praxis? In einer Zeit, die geprägt ist von Unsicherheit, politischer Polarisierung, der beschleunigten Entwicklung künstlicher Intelligenz und einer zunehmenden Digitalisierung des Alltags, geht die neue Gesprächsreihe der Universität der Künste Berlin der Frage nach, wie sich die Notwendigkeit von Kunst und künstlerischer Ausbildung in unserer Gegenwart begründen lässt.

Am 27. Oktober 2026 startet die Gesprächsreihe „Warum Kunst?“ mit dem Hamburger Kultursenator Dr. Carsten Brosda und dem Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Christoph Möllers. Es moderieren der Präsident der UdK Berlin Prof. Dr. Markus Hilgert und die Vizepräsidentin Prof. Marion Hirte.

„Als Kunstuniversität ist die UdK Berlin ein Ort, an dem Kunst täglich entsteht, gelehrt und hinterfragt wird – und so der ideale Diskursraum, um einen Blick in die Zukunft künstlerischer Praxis zu werfen“, sagt Prof. Marion Hirte, Vizepräsidentin der UdK Berlin und Mitkuratorin der Reihe. „Mit unserer Gesprächsreihe wollen wir unsere Auseinandersetzung mit der Frage, wie Kunst relevant bleibt, mit der Öffentlichkeit teilen und Reflexion und Austausch zwischen Künstler*innen, Wissenschaftler*innen, Studierenden und dem Publikum schaffen.“

An sechs Dienstagabenden bis Februar diskutieren Gäste aus Politik, Kunst und Wissenschaft, was Kunst heute bedeutet – für die Gesellschaft, für Institutionen und für einzelne Menschen. Was kann Kunst bewirken? Welche Stimmen, Körper und Materialien prägen ihre Gegenwart und Zukunft? Und was bedeuten die sich wandelnden ökologischen und sozialen Zusammenhänge für die Bedingungen künstlerischer Arbeit und unsere Gemeinschaften? Nach kurzen Impulsen finden sich die Gäste zu einem anschließenden Gespräch zusammen. Moderiert werden die Abende von Vertreter*innen der UdK Berlin.

„Warum Kunst?“
ab 27. Oktober, dienstags, jeweils 18 Uhr

UdK Berlin, Konzertsaalfoyer, Hardenbergstraße / Ecke Fasanenstraße, 10623 Berlin
Eintritt frei

Zur Gesprächsreihe

27. Oktober 2026, Wer bezahlt Kunst? Über Institutionen, Macht und Öffentlichkeit
Mit Carsten Brosda (Kultursenator Hamburg) und Christoph Möllers (Rechtswissenschaftler)

3. November 2026, Was bleibt vom Körper? Über Materialität und Technologie
Mit Çağla Ilk (Intendantin Maxim Gorki Theater Berlin) und Melanie Roumiguière (Leiterin Bildende Kunst beim Berliner Künstlerprogramm des DAAD)

10. November 2026, Was bewirkt Kunst? Über die Zukunft der Kunst
Mit Wolfram Lotz (Dramatiker, Lyriker und Hörspielautor) und Iris ter Schiphorst (Komponistin, Musikerin und Autorin)

1. Dezember 2026, Wer oder was macht Kunst? Über Autorschaft und Kollektivität
Mit Janne Kummer (Regisseur*in, Performer*in und Theoretiker*in) und Chris Salter (Professor für Immersive Arts und Leiter des Immersive Arts Space an der Zürcher Hochschule der Künste)

19. Januar 2027, Wer wird sichtbar? Über Zugang und Teilhabe
Mit Naima Hassan (Forscherin, Kuratorin und Managing Editor von „Contemporary And (C&)“) und Alexander Koch (Kurator, Autor und Kulturvermittler)

9. Februar 2027, Was wird gelehrt und gelernt? Über die Zukunft der künstlerischen Bildung
Mit Christine van Haaren (Leiterin Bildung und Outreach an der Berlinischen Galerie) und Sibylle Peters (Forscherin, Theatermacherin)

Die Abende finden auf Deutsch statt, der Abend am 19. Januar 2027 auf Englisch.

„Warum Kunst?“ wird von Prof. Marion Hirte (Vizepräsidentin der UdK Berlin und Fakultät Darstellende Kunst) und Prof. Mathilde ter Heijne (Beauftragte Internationalität und Fakultät Bildende Kunst) kuratiert.

Pressekontakt:
Anna Etteldorf
Presse / Kommunikation künstlerische Vorhaben
Universität der Künste Berlin
anna.etteldorf@intra.udk-berlin.de
Tel. 030 3185-2732
www.udk-berlin.de

Die Universität der Künste Berlin gehört zu den größten und vielseitigsten Kunstuniversitäten Europas, an der sich künstlerische Lehre und Praxis sowie wissenschaftlicher Diskurs gegenseitig beeinflussen und das akademische Profil prägen. Mit ihrer über 300-jährigen Geschichte ist sie tief in der Stadt Berlin verankert und ist mit jährlich über 700 Veranstaltungen eine bedeutende kulturelle Impulsgeberin. Die UdK Berlin vereint ein breites Spektrum an Studiengängen der Bildenden Kunst, Gestaltung, Musik, Darstellenden Kunst und der auf sie bezogenen Wissenschaften. Ihr Profil wird durch das Hochschulübergreifende Zentrum Tanz Berlin und durch das Jazz Institut Berlin ergänzt. Ihren rund 4.500 Studierenden – von denen etwa ein Drittel international ist – bietet sie exzellente Lehre und Forschung und fördert einen kontinuierlichen Austausch zwischen künstlerischer Praxis und wissenschaftlicher Reflexion. Präsident der UdK Berlin ist seit dem 1. April 2025 Prof. Dr. Markus Hilgert.