Bildung braucht Budget – Solidarität der Bibliothek mit der Studierendeninitiative

Quelle: UdK Berlin

Mit der Verhüllung des Neuerwerbungsregals in der Universitätsbibliothek haben wir in den vergangenen Wochen ein sichtbares Zeichen gegen die Haushaltskürzungen bei den  Berliner Hochschulen gesetzt, von denen auch wir als Bibliothek betroffen sind. Jetzt präsentieren wir wieder unsere wenigen Neuerwerbungen, unterstützen aber nach wie vor die andauernden Proteste der Studierendeninitiative Bildung braucht Budget

Der schwarz-rote Senat Berlins hat am 19.12.2024 massive Haushaltskürzungen für die Berliner Hochschulen entschieden. Er hält sich damit nicht an seine Zusagen aus den Hochschulverträgen und es fehlen insgesamt 142 Millionen Euro für die Bildung. Der Akademische Senat der UdK Berlin verurteilt diese Kürzung des Hochschulhaushalts vehement. Die Folgen dieser Kürzungen sind fatal: etwa vollere Klassen, weniger Projekte, weniger Betreuung für Studierende und Verlust von Diversität in den Künsten, der Lehre und Forschung. Der nächste Schritt wird dann die Einstellung ganzer Studiengänge sein.

 

Die Kürzungen erschüttern nicht nur die Universität der Künste als Ganze, auch die Bibliothek der UdK ist von den Sparmaßnahmen stark getroffen. Die Haushaltslage zwingt uns zu Einsparungen von bis zu 50%. Das bedeutet unter anderem, dass

  • wir für manche Fachgebiete kaum noch Literatur, Noten, Filme, CDs oder andere Medien kaufen können und damit nicht in der Lage sind, die benötigte Grundversorgung auf einem aktuellen Stand zu halten,
  • die Anzahl der Neuerwerbungen in allen Fachgebieten enorm abnehmen wird,
  • zahlreiche Publikationen nicht mehr als E-Book angeschafft werden können, weil diese i.d.R. teurer sind,
  • wir unser Angebot an Zeitschriften und Datenbanken drastisch reduzieren müssen,
  • der für Open Research und für die Bereitstellung von Digitalisaten notwendige Ausbau der digitalen Infrastruktur der Bibliothek zurückgestellt werden muss
  • und wir unsere Servicezeiten und Angebote reduzieren müssen, weil wir aufgrund des Einstellungsstopps Stellen nicht besetzen können.

 

Dadurch ist die langfristige Sicherung der Qualität der Informationsversorgung massiv gefährdet.

 

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