Forschung Fachgebiet Entwerfen und Baukonstruktion III
Entwerfen und Baukonstruktion III
Um das Konzept unserer Entwurfsarbeit im Studio an der UdK greifbarer zu machen, haben wir ein Projekt entwickelt, welches die Arbeiten über einen gewissen Zeitraum in einem gemeinsamen Thema zusammenfasst: Abstract City Vorgabe ist immer ein abstrakter Begriff, aus dem in einem ersten Schritt das Programm entwickelt wird, und zwar nicht einfach als „Raumprogramm“ sondern durchaus „Programm“ im Sinne von „Inhalt“, als Grundlage und Ausgangspunkt für den konkreten, individuellen Architekturentwurf. Eine Abstraktion von „Stadt“ ist das übergeordnete Thema unseres Lehrstuhls. Jedes Semester wird ein weiterer Begriff- weitere konkrete Entwürfe- angehängt. So verweben sich alle Entwürfe miteinander, Abstract City wächst und mit den Semestern entsteht eine konkrete Struktur.
ARTEC Architekten
ARTEC Architekten Bettina Götz + Richard Manahl
Verlag: Park Books, 2018
ISBN 978 -3-03860-091-6
Bettina Götz und Richard Manahl untersuchen sowohl in ihren architektonischen Konzepten, Bauten und Wettbewerbsbeiträgen als auch in ihrer Lehrtätigkeit auf theoretischer Ebene das Verhältnis zwischen der Architektur und der Schaffung von urbanen Qualitäten. Dabei geht es ihnen um typologisch-strukturelle wie um gesellschaftliche Bedingungen, um das Entwickeln von robusten Gebäudekonzepten und deren Reaktion auf den urbanen Kontext sowie auf die individuellen Raumbedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner. Mit zahlreichen Bauten, Vorträgen und Texten haben ARTEC Architekten seit ihrer Gründung 1987 wesentliche Impulse zum aktuellen Architekturdiskurs geleistet. Eines ihrer zentralen Themen ist der Wohnbau als eine die Stadt fundamental prägende Typologie.In diesem manifestartigen Buch zur Denkweise von ARTEC Architekten wird eine grosse Auswahl realisierter wie nicht gebauter Projekte vorgestellt und durch sechs programmatische Essays von Bettina Götz und Richard Manahl ergänzt. Das Buchkonzept veranschaulicht, was in den Texten der Architekten theoretisch behandelt wird: Ihre Haltung zu zentralen Themen der Architektur, die spezifische Methodik ihrer Entwurfskonzepte und ihre Beschäftigung mit Geschichte und Gegenwart des Wohnens.
Abstract City 33: „Individuelle Identitäten für die High-Deck-Siedlung Berlin-Neukölln”
Herausgegeben von Prof. Bettina Götz
Lehrstuhl für Entwerfen und Baukonstruktion, Universität der Künste Berlin
ISBN 978-3-89462-432-3
Publikation anläßlich der Zusammenarbeit von UdK Berlin und HOWOGE zur Entwicklung individueller Identitäten in der High-Deck-Siedlung Berlin im Wintersemester 2024/25
Vorwort Prof. Bettina Götz:
Im Wintersemester 2024/25 haben wir mit unseren Entwurfsstudios die High-Deck-Siedlung in Berlin bearbeitet. Die HOWOGE als Eigentümerin hat unseren Lehrstuhl zur Zusammenarbeit aufgefordert, da wir schon früher einige schwierige Themen erfolgreich gemeinsam bearbeitet haben (das ehemalige Stasi-Krankenhaus Berlin-Buch und die Wohnbauten am Kottbusser Tor). Wir schätzen diese Kooperationen sehr, da die freie und unvoreingenommene Sicht der Studierenden auf reale Probleme der gebauten Wohnwirklichkeiten, unerwartete und überraschend innovative Lösungen hervorbringt, die in der Diskussion mit den Eigentümer*innen und Nutzer*innen sehr bereichernd und impulsgebend sein können.Immer betrachten wir die Themen zuerst auf einer möglichst abstrakten Ebene, um die generelle Problematik zu erkennen und schlagen dann in einem weiteren Schritt konkrete Lösungen, auch mit einem Fokus auf besondere architektonische Qualität, vor. Wir arbeiten jeweils mit zwei Studios an der gleichen Aufgabe: das Bachelorstudio (Studierende im 2. Studienjahr) bearbeitet die Thematik anhand von kleineren, detailliert beschriebenen Aufgabenstellungen, während das Masterstudio (Studierende ab dem 3. Studienjahr) völlig frei in der Herangehensweise agieren kann. Die High-Deck-Siedlung, eine denkmalgeschützte Großwohnsiedlung aus den 1970-er Jahren, war und ist eine besondere Herausforderung- speziell vor dem Hintergrund der zahlreichen Wohnsiedlungen Berlins, die sogar den Status UNESCO- Welterbe erhalten haben. Denkmalschutz für Bauten der 1970-er Jahre ist derzeit noch selten und wenig erforscht- eine wirkliche Herausforderung für alle Beteiligten. Wir freuen uns sehr, dass wir durch die Arbeit mit der High-Deck-Siedlung in diese Materie etwas „eintauchen“ konnten.
Ikone(n).
Im Rahmen des Moduls Baukonstruktion III „Die Anatomie der Architektur“ entstanden über mehrere Semester großmaßstäbliche Konstruktionsmodelle. Die Ausstellung zeigt eine Auswahl an Ikonen der Architekturgeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts und behandelt Fragen nach der Bedeutung des physischen Modells in der Architekturproduktion, -darstellung, -analyse, und -lehre, sowie zu räumlicher Wirkung und konstruktiven Prinzipien. Ein Symposium mit namhaften Vertreter*innen aus Kunst, Architektur und Lehre mit anschließender Diskussion, bildet die Einführung in die Thematik.
Analoge Architekturmodelle besonderer Bauten des 20. und 21. Jahrhunderts.
Im Rahmen unserer Baukonstruktionslehre studieren wir wegweisende Architekturbauwerke des 20. und 21. Jahrhunderts.
Um die durchwegs realisierten Bauten möglichst ganzheitlich zu verstehen, werden diese von den Studierenden in maßstäbliche, analoge Modelle übersetzt. Die Auswahl erfolgt jeweils anhand unseres Jahresthemas und spiegelt auch unsere subjektive Begeisterung für bestimmte Projekte. Im Laufe der Jahre ist so eine umfassende Sammlung entstanden, die eben auch subjektiv ist und somit unsere prinzipielle Haltung zur Architektur abbildet. Es geht nie allein um konstruktive Aspekte oder die Größenordnung von Projekten - immer geht es aber um Raum und das Erfassen des Gesamtkonzepts eines gebauten Objekts.
Das Buch kann in uneserm Lehrstuhl gekauft werden.
Immer am Dienstag vor und nach Bauko III Übung 11:15 – 12:45
Ein Exemplar kostet 18€.
Das Buch wurde im Rahmen des UdK Tuesday mit unseren Gästen Christoph Meier, Ute Müller, Frank Schönert vorgestellt.
Link zum UdK Tuesday:
Redaktion:
Lehrstuhl für Entwerfen und Baukonstruktion:
Bettina Götz,
Sophia Branz,
Florian Kneer,
Emmanuel Parkmann,
Leonie Hartung,
Jolan Attia Cantzen
Grafik: Sophia Branz
Lektorat: Claudia Mazanek
Abstract City 29: „Umnutzen”
less: room, more space Ehemaliges Stasi Krankenhaus Berlin-Buch
Welche Wohn- und Raumkonzepte jetzt und zukünftig erforderlich sind, um das Ziel des Pariser Abkommens zu erreichen. Es sollen Lösungen entwickelt werden, wie das ehrgeizige, anstehende Wohnungsbauprogramm der Bundesregierung gestemmt werden kann.
Welchen Anforderungen aus dem Klimawandel müssen wir uns ab sofort stellen?
Welche neuen Anforderungen aus dem demographischen und gesellschaftlichen Wandel sollten unsere Gebäude eigentlich schon längst, jedenfalls ab jetzt gerecht werden?
Was bedeutet dies für den Entwurf, was für die zu wählende Bautechnologie? Wie führe ich eine innovative Idee zur Umsetzung?
Mut haben, das Neue, gegebenenfalls erst zu Erfindende konkret zu denken und voranzutreiben.
Das ehemalige Stasi Krankenhaus Berlin-Buch wurde erst 1980 in Betrieb genommen, bis 2007 noch als Klinikum betrieben und steht es seitdem leer. Derzeit noch als Insel im Wald gelegen, ist hier ein großes Stadt-erweiterungsgebiet geplant. Die bestehende Anlage, obwohl am Rande des Erweiterungs-gebietes gelegen, könnte zum „Zentrum' dieses Gebietes werden. Nicht nur wegen dem Erhalt von in Gebäuden gebundenen grauen Energien ist eine Umnutzung sinn-voll, auch die Geschichte des Stasikranken-hauses soll in Erinnerung bleiben.
Auch wenn Wohnen die naheliegende und sinnvolle Nutzung der bestehenden Hauptgebäude ist, ist doch ein hybrider, multifunktionaler Gesamtorganismus mit den angrenzenden und andienenden Gebäuden das Ziel. Auf dem bestehenden Fußabdruck, unter maximaler Erhaltung des Bestandes sollen die Gebäude mit Leben - aber eben auch mit der dazu notwendigen architektonischen Qualität gefüllt werden. Funktional Regelgeschosse bestimmen derzeit den Hochbau - wie kann man hier die notwendige Wohnungsvielfalt und Aufenthalts-qualität einbringen?
Es soll ein wandelbares Gebäude entworfen werden, das seinen Bewohner: innen ein Habitat bietet, das jetzigen und zukünftigen Bedürfnissen Rechnung trägt. Dabei sollen die Aspekte, Flächensuffizienz, Nutzungs-mischung, Flexibilität, sowie eine CO: schonende Bau-und klimaneutrale Betriebsweise eine herausragende Rolle spielen.
Begleitend hierzu werden in einem Seminar Koexistenz, grundlegende Fragestellungen zum flächenreduziertem Wohnen in Steh-greifentwürfen eingehender untersucht werden.
Mit GProf Anna Weber, GProf. Peter Tschada, Universität Kassel
Abstract City #07 Wie Weiterbauen?
Universität der Künste Berlin
Bettina Götz
Lehrstuhl fur Entwerfen und Baukonstruktion
ISBN 978-3-89462-216-9
Beiträge von Bettina Götz, Ferdinand Schmatz, Donatella Fioretti, José Gutierrez Marquez, Georg Franck, Folke Köbberling, Martin Kaltwasser, Stefan Rettich, Marc Frohn, Klaus K. Loenhart, Matthias Sauerbruch
Abstract City #04 Urbanes Hausen
Universität der Künste Berlin
Bettina Götz
Lehrstuhl fur Entwerfen und Baukonstruktion
ISBN 978-3-89462-193-3
Beiträge von Dietmar Steiner, Bettina Götz, Falk Jaeger, Axel Simon, Patrick Gmür, Kai Schiemenz, (Bart Lootsma), John Bosch
Abstract City #02 Building Education
Universität der Künste Berlin
Bettina Götz
Lehrstuhl fur Entwerfen und Baukonstruktion
ISBN 978-3-89462-187-2
Beiträge von Christian Kühn, Claus Käpplinger, Ulrich Müller, Markus Bader, Georg Augustin, Marta Schreieck, Esther Stocker, Arno Brandlhuber und Silvan Linden