Protocol

Quelle: Protocol

(english below)

Wir suchen Protokolle

Wir bewegen uns in Konstellationen – eine Streuung aus Phänomenen, Veranstaltungen und Gelegenheiten.   

Die Wahrnehmung dieser Komplexität kann nur in Aufgeschlossenheit und Aufmerksamkeit geschehen.

Die Andersartigkeit der Neugierden und Beschäftigungen der Protokollierenden erzeugt einen diversen Referenzrahmen.

Die Überlagerung einzelner, persönlicher Beschreibungen von unterschiedlichen Fragmenten kann ein geeignetes Mittel sein, ein Gefühl dafür zu entwickeln, was um uns passiert.
In dieser Ausgabe wollen wir uns dem Prozess des Protokollierens widmen - dabei geht es vielmehr um ein wachsames Umgehen, als einen von der Redaktion vorgesetzten thematischen Schwerpunkt. Was wir uns wünschen, ist ein offener Gedankenspiegel, eine Sammlung an Protokollen, die Abbild simultaner Gegenwarten darstellen. Im Festhalten, im Aufzeichnen, im Festschreiben von Erfahrungen interessiert uns das Protokollieren als Format, als Werkzeug zur Forschung, um einem fundierten Interesse oder einem Impuls, verursacht durch Neugier, nachzugehen.

Somit lenkt das Protokollieren den Blick zum einen, im Sinne des Nachvollziehbar-Machens, auf die große Diversität im Wissensfeld und kann zum anderen Grundlage für zukünftige Auseinandersetzungen sein.
Das Heft ist daher nicht bloß Kondensat, was in einem Jahr passiert ist, sondern auch ein gemeinsamer Prozess und beinhaltet neben der Vorstellung ausgewählter studentischer Abschlussarbeiten und der protokollarischen Aufarbeitung einer vierteiligen - der spezifischen Neugier gewidmeten und im Gespräch sich entwickelnden  - Veranstaltungsreihe, einen für Beiträge geöffneten Raum.


Beiträge
Beiträge entstehen aus einem Interesse, das in einer Forschung vertieft und in einem wie auch immer gearteten Protokoll dokumentiert werden kann, wobei die Umwelt den Anreiz gibt. Interventives ist möglich.  Es kann auch ein Protokoll eines zufällig erlebten oder beobachteten Ereignisses sein, ob wortgetreu, aus dem Gedächtnis formuliert oder bildnerisch dargestellt. Der Umfang der Arbeiten soll sich nach dem Inhalt richten, doch halten wir auch kurze “Beobachtungen” bzw. kleinere Produkte der Assoziation für geeignet, um eine gewisse, der Diversität zuträgliche, Verdichtung im Heft zu erzielen.
Beiträge können bis zum Ende des Semesters unter http://upload.protocol-magazine.de/ hochgeladen werden. Autorenschaft: Creative commons


[english]

We move within constellations - an array of phenomena, circumstances and opportunities.  
 
The perception of this complexity only exist to the unbiased mind, one that pays attention.
 
The various curiosities and pursuits of the subjects who record, result in a diverse frame of reference.
 
The superposition of isolated, personal descriptions of different fragments can be an appropriate means of developing a sense of what is happening around us.
 
In this issue, we will focus on the process of protocolling – rather than providing a theme to be documented and explored we are interested in the method of this documentation. It is about the approach, an observant approach. What we are looking for is a collection of protocols that reflect simultaneous existing truths. In capturing, recording, writing down experiences, we are interested in the protocol as a format, as a tool for research, to pursue a well-founded interest or a curious impulse.
 
On the one hand, the act of writing a protocol, making something comprehensible, directs one’s gaze to the great diversity in the field of knowledge, and on the other hand, can provide the basis for future discourse.
 
This issue is therefore, not only a summary of what has happened in a year, but is also an ongoing process. It will include the presentations of selected graduate projects, the documentation of a four-part series of events hosted by the magazine and will form an open platform for contributions.
 
Contributions
Contributions arise from an interest, from our surroundings, interests that are then deepened with research and can be documented in a type of protocol. Interventions are possible. It can also be a documentation of an experienced or observed event, be it literal, formulated from memory or Illustrated. The scope of the work should be based on the content. We will also consider short "observations" or smaller products to achieve a diversity, a densification in the booklet. Contributions can be uploaded to the website http://upload.protocol-magazine.de/ by the end of the semester. Authorship: Creative commons

 

 

Konzept

Die Protocol ist eine interdisziplinäre und unabhängige Plattform für aktuelle Diskurse rund um das Thema Architektur – frei nach dem Konzept: Architektur im Kontext.

Architektur im Kontext – als unabhängiges studentisches Magazin, initiiert von Studierenden des Studiengangs Architektur der Universität der Künste Berlin, sind wir gespannt darauf, wie diesem Kontext durch Beiträge verschiedener Disziplinen Gestalt verliehen wird. Ein Call for Contributions gibt für jedes Heft ein Thema vor, welches mit Bezug zu architekturrelevanten Fragestellungen von allen Interessierten frei bearbeitet und interpretiert werden kann.

Architektur im Kontext – innerhalb der UdK und darüber hinaus verstehen wir den Dialog mit anderen Wissensformen und künstlerischen Positionen als Chance. Die Protocol schafft somit eine Plattform für eigenständige Ansätze, die undogmatisch und frei assoziativ, quergedacht oder experimentell erweiterte Perspektiven aufzeigen und Sichtweisen sowie Methoden sammeln, um diese einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Zu dem Austausch gehört andersherum, dass wir ausgewählte Arbeiten und Ergebnisse aus dem Studiengang Architektur der UdK veröffentlichen und diese außerhalb unserer Räume einem kritischen Publikum präsentieren.

Die Protocol freut sich darauf, mit den kommenden Ausgaben von vielen Köpfen weitergebaut und mit Inhalt gefüllt zu werden.