Musikgeschichte im Überblick – Das 19. Jahrhundert *

Prof. Dr. Signe Rotter-Broman
Musikgeschichte im Überblick – Das 19. Jahrhundert *

Vorlesung, Deutsch, 2 SWS, 2 ECTS, 5 Plätze
Dienstags, 10–12 Uhr, wöchentlich ab 25.04.2023, Fasanenstr. 1B, Raum 322
Anmeldung ab dem 15.03.2023 über das Online-Vorlesungsverzeichnis! Anmeldungen per Mail können nicht berücksichtigt werden.
Achtung: Für Studierende der Fakultät Musik nicht als Studium Generale anrechenbar!

Die Vorlesung bietet einen Überblick über wichtige kompositorische, institutionelle sowie kulturgeschichtliche Stationen und Entwicklungen in der Musikgeschichte des 19. Jahrhunderts. Dabei stehen die Gattungen Klaviermusik, Klavierlied, Symphonik und Oper im Zentrum. Im Zusammenhang damit geht es jeweils auch um das Denken und Schreiben über Musik. Zudem werden ökonomische und politische Rahmenbedingungen (z. B. die Industrialisierung des Klavierbaus) und Genderfragen (z. B. zur Rolle von Pianistinnen und Komponistinnen) berücksichtigt. Generell steht die europäische Dimension des Musiklebens im Fokus. Zwar scheinen uns heute viele Musiker*innen des 19. Jahrhunderts durch die kontinuierliche Aufführungs- und Wirkungsgeschichte ihrer Werke vertraut. Doch werden sich im Lauf des Semesters auch fremdartige Züge dieser Epoche herauskristallisieren.

Literaturhinweise:
Carl DAHLHAUS: Die Musik des 19. Jahrhunderts (= Neues Handbuch der Musikwissenschaft, Bd. 6), Wiesbaden 1980.
Richard TARUSKIN: Music in the Nineteenth Century (= The Oxford History of Music, Bd. 3), Oxford/New York 2005.

Leistungsanforderungen: aktive und regelmäßige Teilnahme.

Signe Rotter-Bromann, geboren 1968 in Frankfurt am Main. Studium der Schulmusik und Geschichte in Frankfurt am Main sowie der Musikwissenschaft, Mittleren und Neueren Geschichte und der Nordischen Philologie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. 2000 Promotion bei Prof. Dr. Friedhelm Krummacher mit einer Dissertation zu den Streichquartetten des schwedischen Komponisten Wilhelm Stenhammar (1871-1927). 1999 bis 2001 Vertretung einer Assistentenstelle am Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Kiel. 2002 bis 2004 DFG-Forschungsprojekt Komponieren in Italien um 1400. Studien zur Satztechnik in dreistimmigen Ballaten und Madrigalen (Eigene Stelle). 2004-2012 Assistentin am Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Kiel; Habilitation 2010. Thema der Habilitationsschrift: Komponieren in Italien um 1400. Studien zu dreistimmig überlieferten Liedsätzen von Andrea und Paolo da Firenze, Bartolino da Padova, Antonio Zacara da Teramo und Johannes Ciconia. Seit dem WS 2012/13 Professorin an der Universität der Künste Berlin.