Kunst des Protests - Künstlerische Zukünftigkeiten im öffentlichen Raum
Carola Lehmann
Kunst des Protests - Künstlerische Zukünftigkeiten im öffentlichen Raum
Seminar, Deutsch/English, 2 SWS, 2 ECTS
Montags, jeweils 16-20 Uhr, 6 Termine: 26.10., 2.11., 16.11., 23.11., 30.11. und 7.12.2026 in Hardenbergstr. 33, Raum 110 sowie
Blocktermin am Freitag, 11.12.2026, 10-18 Uhr in Hardenbergstr. 33, vorauss. Raum 102
Anmeldung auf Moodle ab / Registration on Moodle begins 12.10.2026: https://moodle.udk-berlin.de/moodle/course/view.php?id=3313
Einschreibeschlüssel / Enrollment Key:art_protest
Kunst im öffentlichen Raum kreiert starke Bilder, vermittelt andere Weltentwürfe und erreicht ein weit diverseres Publikum als Kunst im White Cube oder der Black Box. Folgerichtig zieht politische Kunst oft auf die Straße und Protestbewegungen nutzen umgekehrt gern Elemente darstellender und grafischer Kunst. Das Seminar „Kunst des Protests“ untersucht zu Beginn anhand von Bild- und Videobeispielen die Historie der politisch motivierten Kunst: Vom Living Theatre und Atelier Populaire zu Joseph Beuys und Christoph Schlingensief bis hin zu Pussy Riot, dem Peng! Kollektiv und dem Zentrum für politische Schönheit. Mit der Lektüre von Texten zum Thema werden wir die Analyse künstlerischer Protestformen vertiefen. Raum bietet das Seminar auch für den wichtigen Austausch eigener Erfahrungen und künstlerischer Ansätze: Welche Imagination von Zukunft sollte für den öffentlichen Raum gestaltet werden? Die Gespräche und aufgeworfenen Fragen werden Teil der sich anschließenden praktischen Arbeit. Konkret setzen wir uns schwerpunktmäßig mit den Mitteln Kostüm, Performance und Plakat auseinander. Davon ausgehend entwerfen die Studierenden in Kleingruppen eigene künstlerische Skizzen für den urbanen Raum.
Leistungsanforderungen für den unbenoteten Schein / Fulfilment criteria for ungraded accreditation: Die Teilnehmer*innen entwickeln in Kleingruppen künstlerische Skizzen und zeigen sie im öffentlichen Raum.
Carola Lehmann ist Berliner Theatermacherin und Performerin. Mit Projekten wie „Die Vermessung der AfD-Zentrale“, „Activist Tarot“ und ihrer Kooperation mit dem Kollektiv Tausend Hektar arbeitet sie im Grenzbereich von Performance und Aktivismus. Lehrauftrag an der Uni Leipzig „Kunst des Protests“ im Sommersemester 2025. Regelmäßige Tätigkeit als Dozentin für Medienbildung an einer Fachschule seit 2017. Sie wurde bzw. wird gefördert durch den Berliner Senat, den Fonds Darstellende Künste und das Land Mecklenburg-Vorpommern. Carola Lehmann hat Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen studiert.