Antrieb, Energie und Kommunikation

Prof. Dr. Jürgen Schulz UdK GWK | Prof. Dr. Clemens Biet TU
" Antrieb, Energie und Kommunikation "

Seminar, 2 SWS, 2 ECTS, 5 Plätze
Freitags 10-12, wöchentlich ab 6.11.2020, Online und Präsenz Straße des 17. Juni 152, Raum A060
Um Anmeldung bis 30.10. unter: jwschulz@udk-berlin.de wird gebeten.

Worum es gehen soll?
Dass fast jede*r zu Energie, ihrer Erzeugung und Verwertung eine Meinung hat, wird aktuell in der Art und Weise deutlich, wie die Diskussion über künftige Technologien von Fahrzeugantrieben geführt wird. Das Vertrauen auf Alltagswissen hat für Entscheider*innen in Wirtschaft und Politik vor allem den praktischen Vorteil, die Komplexität des Alltags leichter bewältigen zu können. Lässt man sich aber auf wissenschaftliche Denk- und Arbeitsweisen ein, muss man die Vielfältigkeit und Vieldeutigkeit aushalten. René Decartes’ Diktum »Dubito, ergo cogito« (Ich zweifele, also denke ich) ist dafür leitend. Für die moderne Wissenschaft und ihre Expertise lässt sich bis heute das Ziel ableiten, Unwahrheiten aufzudecken bzw. vermeintlich gültige Annahmen in Frage zu stellen.

Themen, denen sich das Seminar stellen will, sind beispielweise:

  • Technologie als Problem oder Lösung durch Kommunikation
  • Wie werden Energie und Antrieb in anderen wissenschaftlichen Disziplinen begriffen? (Medizin, Psychologie, Biologie, Philosophie, Theologie, Anthropologie, Soziologie, Ökonomie, Literaturwissenschaft etc.)?
  • Welche technischen Lösungen der Energiegewinnung, -speicherung und –wandlung gibt es?
  • Lässt sich der Reifegrad von Technologien zur Energiewandlung in Fahrzeugantrieben verlässlich, systematisch und ganzheitlich beschreiben?
  • Was heißt Risiko und welche Risiken gibt es im Zusammenhang mit Technologieentscheidungen?
  • Wie funktioniert öffentliche Meinung über Technik?
  • Welche Interdependenzen gibt es zwischen Politik und Technik?

Zur Vorgeschichte der Kooperation und des Seminars:
https://www.imef.tu-berlin.de/menue/lehrangebot/antrieb_energie_und_kommunikation/

Jürgen Schulz war nach kaufmännischer Ausbildung und berufsbegleitendem Studium zunächst im internationalen Produktionsgütermarketing und Vertrieb tätig. Er studierte Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der Universität der Künste Berlin und arbeitete danach als Wissenschaftlicher Mitarbeiter im selben Studiengang. An der Humboldt-Universität zu Berlin promovierte er über Risiko- und Krisenkommunikation. Er wirkte als Marktforscher und Geschäftsführer einer Akademie für Finanzmarktkommunikation. Als Unternehmensberater war er mit Issues-Management, Projekt-Management und Corporate Identity befasst. Jürgen Schulz ist seit 2008 Mitglied im Vorstand der Deutschen Werbewissenschaftlichen Gesellschaft (DWG). Seine Lehrtätigkeiten führten ihn an die Selçuk Üniversitesi, Konya (Türkei) und an die Saint Petersburg Art and Industry Academy. Von 2005 bis 2011 lehrte und erforschte er als Juniorprofessor Strategische Kommunikationsplanung an der UdK Berlin. Seit Oktober 2011 ist Jürgen Schulz Professor für Strategische Kommunikationsplanung im Studiengang Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der Universität der Künste Berlin. Seine Forschungsschwerpunkte sind: Werbekonzeption und Werberestriktion, Wargames und Planspiele, Führungskräftekommunikation, Risiko- und Krisenkommunikation, Als-Ob (dienstbare Fiktionen).

 

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