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Workshop „Type, Face, Character“, Universität der Künste Berlin, Wintersemester 2024. Lehrende: Sibel Beyer. Ergebnis eines kollaborativen Experiments, Studierende: Momo Anders, Lisa Storck, Lina Gröndahl.

 Quelle: Workshop „Type, Face, Character“

Vortrag und Gesprächsrunde mit Kuratorin Agnieszka Roguski, Gestalterin Sibel Beyer vor Studierenden der Kunsthochschule Kassel über transdisziplinäre Zusammenarbeit. Kunst Raum Mitte Berlin, November 2025. Foto: Johanna Schäfer.

 Quelle: Sibel Beyer

Symposium und Blockseminar „Wie wir arbeiten wollen“, eine Kooperation der Universität der Künste Berlin und der weißensee kunsthochschule berlin, Sommersemenster 2025. Lehrende: Constanze Hein, Wim Westerveld, Sibel Beyer.

 Quelle: Barbara Kotte

Zwischen Übersetzung, Interpretation und Autor*innenschaft im Design

 

Designer*innen sind Vermittelnde, visuelle Übersetzer*innen, Formgebende oder auch Kollaborierende und Mitautor*innen. Visuelle Kommunikation ist keine neutrale Übertragung von Inhalten, sondern immer auch eine Mitproduktion von Bedeutung. Und Gestaltende somit Akteur*innen innerhalb dieses Prozesses.

Gestaltung selbst ist eine Form des Schreibens oder Argumentierens. Im Formgebungsprozess entstehende Verschiebungen sind nicht einfach Fehler im negativen Sinn, sondern reichen von Ergänzung und Verkürzung über Neuinterpretation bis hin zur Kommentierung des Ausgangsmaterials.

Welche Diskrepanz besteht zwischen sprachlicher Beschreibung und visueller Perzeption? Wo entstehen Sinnverschiebungen, neue Bedeutungsebenen oder auch Missverständnisse? Fragen dieser Art werden bei der transdisziplinären Zusammenarbeit mit Auftraggeber*innen und Institutionen aufgeworfen. Wir sind aufgefordert, diese Prozesse als Potenzial zu nutzen, um uns in einer Arbeitsrealität mit immer komplexeren Tools zu behaupten.

In verschiedenen Gesprächs- und Diskursformaten wird sowohl das Verständnis von Gestaltung in der Gesellschaft, als auch das Selbstverständnis von Gestalter*innen untersucht. Anhand experimenteller Lehrmethoden wird die Rolle von Designer*innen analysiert und in Bezug auf die eigene aktive Positionierung reflektiert und diskutiert.

Die Weiterqualifizierung setzt sich aus Lehre, Praxis und Forschung zusammen. Ziel ist die Erforschung gestalterischer Wirksamkeit im Arbeitsprozess von Designer*innen. Die Übersetzung von Sprache und Inhalt zu Form wird hierbei als Feld der Aushandlung begriffen.

Diese Fragestellungen, Experimente und ihre Ergebnisse werden in einer Publikation zusammengefasst.