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Zwischen Übersetzung, Interpretation und Autor*innenschaft im Design
Designer*innen sind Vermittelnde, visuelle Übersetzer*innen, Formgebende oder auch Kollaborierende und Mitautor*innen. Visuelle Kommunikation ist keine neutrale Übertragung von Inhalten, sondern immer auch eine Mitproduktion von Bedeutung. Und Gestaltende somit Akteur*innen innerhalb dieses Prozesses.
Gestaltung selbst ist eine Form des Schreibens oder Argumentierens. Im Formgebungsprozess entstehende Verschiebungen sind nicht einfach Fehler im negativen Sinn, sondern reichen von Ergänzung und Verkürzung über Neuinterpretation bis hin zur Kommentierung des Ausgangsmaterials.
Welche Diskrepanz besteht zwischen sprachlicher Beschreibung und visueller Perzeption? Wo entstehen Sinnverschiebungen, neue Bedeutungsebenen oder auch Missverständnisse? Fragen dieser Art werden bei der transdisziplinären Zusammenarbeit mit Auftraggeber*innen und Institutionen aufgeworfen. Wir sind aufgefordert, diese Prozesse als Potenzial zu nutzen, um uns in einer Arbeitsrealität mit immer komplexeren Tools zu behaupten.
In verschiedenen Gesprächs- und Diskursformaten wird sowohl das Verständnis von Gestaltung in der Gesellschaft, als auch das Selbstverständnis von Gestalter*innen untersucht. Anhand experimenteller Lehrmethoden wird die Rolle von Designer*innen analysiert und in Bezug auf die eigene aktive Positionierung reflektiert und diskutiert.
Die Weiterqualifizierung setzt sich aus Lehre, Praxis und Forschung zusammen. Ziel ist die Erforschung gestalterischer Wirksamkeit im Arbeitsprozess von Designer*innen. Die Übersetzung von Sprache und Inhalt zu Form wird hierbei als Feld der Aushandlung begriffen.
Diese Fragestellungen, Experimente und ihre Ergebnisse werden in einer Publikation zusammengefasst.