Workshops & Veranstaltungen Sommersemester 2026
Liebe Mitglieder der UdK Berlin,
im Sommersemester 2026 laden wir Sie herzlich zu einer Reihe von Workshops zu Antidiskriminierung, Empowerment und Diversität im Hochschulkontext ein.
Die Veranstaltungsreihe schafft Räume für kollektive Reflexion und gemeinsames Lernen, um diskriminierungskritische Perspektiven an der UdK Berlin weiter zu stärken. Thematische Schwerpunkte sind unter anderem Kritisches Weißsein, Klassismus an Kunsthochschulen, diskriminierungssensible Aufnahmeprüfungen, der Umgang mit Rechtspopulismus sowie Empowerment-Räume für von Rassismus betroffene Studierende. Ergänzt wird das Programm durch rechtliche Perspektiven auf Antidiskriminierung und Teilhabe, insbesondere im Hinblick auf das Antidiskriminierungsrecht und das PartMigG.
Darüber hinaus eröffnen künstlerische Ansätze Zugänge zu Empowerment und Widerstand, in denen kreative Ausdrucksformen als Räume für Reflexion, Solidarität und kollektive Praxis verstanden werden.
Wenn nicht anders angegeben, sind die Workshops und Veranstaltungen sowohl für Studierende als auch für Beschäftigte der UdK Berlin offen.
Die Teilnahme an den Workshops ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich. Bitte beachten Sie, dass die Plätze begrenzt sind – eine frühzeitige Anmeldung wird daher empfohlen.
Durch die Teilnahme an der Workshop-Reihe können ECTS-Punkte erworben werden.
Sollten Sie Zugangsvoraussetzungen oder spezifische Bedarfe haben, teilen Sie uns diese bitte vorab per E-Mail mit, damit wir eine möglichst barrierearme Teilnahme ermöglichen können.
Anmeldung per E-Mail an: antidis@udk-berlin.de
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!
Workshops zu Antidiskriminierung und Empowerment
KRITISCHES WEIßSEIN
Datum und Ort: 27. April, 16:00 - 20:00 Uhr | R. 343 Bundesallee 1-12, 10719 Berlin.
Zugänglichkeit: Der Raum ist für Rollstühle zugänglich.
Wer sollte teilnehmen? Dieser Workshop richtet sich an interessierte Studierende und Beschäftigte der UdK Berlin. Ausschließlich für weiße Menschen (ohne eigene Rassismuserfahrungen), die sich bewusst mit ihrer eigenen Machtpositionierung als weiße Personen auseinandersetzen möchten.
Sprache: Deutsche Lautsprache.
Inhalt: Für weiße Menschen erscheint Weißsein undZugehörigkeit zur Mehrheit als „normal“ und nicht besonders relevant, es wird in der Regelnicht benannt. Gleichzeitig haben weiße Menschen durch Rassismus zahlreiche Vorteile undtragen rassistische Strukturen mit – auch ohne dies zu wollen.Die Teilnehmenden beschäftigen sich mit Übungen und kurzen Inputs im Plenum und inKleingruppen mit folgenden Fragen:
- Was ist Rassismus?
- Welche Rolle spiele ich innerhalb einer Gesellschaft, die von Rassismus geprägt ist?
- Was sind weiße Privilegien und welche weißen Privilegien habe ich?
- Wie kann ich als weiße Person mein rassistisches Denken und Handeln besser erkennen und verlernen?
Workshopleitung: Aşkın-Hayat Doğan (er/ihm) beschäftigt sich bei seiner Arbeit als Diversity- & Empowerment-Trainer, Sensitivity Reader und Autor mit Feminismus, Islamfeindlichkeit, Queerness, Gender und Rassismus. Er setzt sich mit seinen Workshops für ein diskriminierungsreduzierteres Miteinander ein und ist der Host des monatlichen Twitchtalks »Diverser Lesen mit Ask«.
DAS KLASSENSYSTEM: KLASSISMUS AN KUNSTHOCHSCHULEN INTERSEKTIONAL BETRACHTET
Datum und Ort: 05. Mai, 16:00-20:00 | R. 151 Hardenbergstraße 33, 10623 Berlin
Zugänglichkeit: Der Raum ist für Rollstühle zugänglich.
Wer sollte teilnehmen?: Dieser Workshop richtet sich an interessierte Studierende und Beschäftigte der UdK Berlin.
Sprache: Deutsche Lautsprache.
Inhalt: Die Künste und ihre Hochschulen sind stark von Klassismus und sozialen Ungleichheiten geprägt. Der Workshop fragt danach, wie soziale und ökonomische Herkunft Zugänge zu künstlerischer Ausbildung und Produktion prägt, Berufs- und Lebenschancen ungerecht verteilt und welche Ausschlüsse dadurch in künstlerischen Feldern entstehen.
Der Workshop stellt drei unterschiedliche Ansätze vor, Klassismus und soziale Ungerechtigkeit an Kunsthochschulen zur Sprache zu bringen. Aus einer machtkritischen Perspektive werden dabei besonders Verflechtungen von Klassismus mit anderen Diskriminierungsformen wie Rassismus oder Ableismus betrachtet. Neben Inputs stehen kollektive Reflexion sowie die Auseinandersetzung mit eigenen Positionierungen im Mittelpunkt.
Folgende Fragen werden im Seminar behandelt:
- Wie zeigt sich Klassismus in den Künsten konkret?
- Welche Rolle spielen Machtverhältnisse im Kunst- und Ausbildungsbetrieb?
- Wie greifen unterschiedliche Diskriminierungsformen ineinander?
- Welche Möglichkeiten solidarischer Praxis und Veränderung gibt es?
Workshopleitung: Michael Annoff (er/ihm) ist ein Kulturwissenschaftler, Performer und Kurator. Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter an der UdK Berlin und der FH Potsdam. Seine Performances, Installationen und kuratorischen Arbeiten waren u.a. am Haus der Kulturen der Welt, dem HAU Hebbel am Ufer, dem Museum für Kunst & Gewerbe Hamburg und der Bundeskunsthalle zu sehen. Seit 2024 gibt er gemeinsam mit Nuray Demir die Performative Publikation www.thewordsoftheartyclass.com heraus, die sich mit Klassismus und Rassismus in den Künsten beschäftigt.
DISKRIMINIERUNGSSENSIBLE AUFNAHMEPRÜFUNGEN
Datum und Ort: 28. Mai, 16:00 - 20:00 Uhr | R. 340, Bundesallee 1-12 10719 Berlin.
Zugänglichkeit: Der Raum ist für Rollstühle zugänglich.
Wer sollte teilnehmen? Dieser Workshop richtet sich an interessierte Studierende und Beschäftigte der UdK Berlin. Besonders willkommen sind Personen, die an Aufnahmeprüfungskommissionen beteiligt sind oder Interesse daran haben, diese diskriminierungssensibel mitzugestalten.
Sprache: Deutsche Lautsprache.
Inhalt: Der Workshop widmet sich der Frage, wie Aufnahmeprüfungen an Kunstuniversitäten und Kunsthochschulen diskriminierungssensibel gestaltet werden können. Im Mittelpunkt stehen soziale Selektionsmechanismen, implizite Bewertungsmaßstäbe sowie Wechselwirkungen von Klassismus mit weiteren Diskriminierungsdimensionen. Aufbauend auf einer kritischen Analyse bestehender Verfahren werden Kriterien, Bewertungslogiken und institutionelle Routinen reflektiert und konkrete Ansätze zur Weiterentwicklung erarbeitet.
- Sensibilisierung für diskriminierende Effekte von Aufnahme- und Auswahlverfahren
- Reflexion von Bewertungsmaßstäben, Zugangslogiken und institutionellen Verantwortlichkeiten
- Entwicklung von praxisnahen Impulsen für diskriminierungssensible Aufnahmeprüfungen
Workshopleitung: Francis Seeck ist Professor*in für Soziale Arbeit mit Schwerpunkt Demokratie- und Menschenrechtsbildung an der TH Nürnberg. Seeck studierte Kulturwissenschaften (B.A.) an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) und der American University (Washington DC), sowie Europäische Ethnologie (M.A.) an der Humboldt-Universität zu Berlin, wo Seeck auch mit einer ethnographischen Studie zu queerer Sorgearbeit promovierte. Francis Seeck forscht und lehrt zu Klassismuskritik, diskriminierungskritischer Politischer Bildung, Gender und Queer Studies, sowie menschenrechtsorientierter Sozialer Arbeit. Seit 2009 in der Antidiskriminierungspädagogik und politischen Bildung tätig, verbindet Seeck wissenschaftliche Forschung mit pädagogischer Praxis. Seeck hat die akademische Co-Leitung vom Kompetenzzentrum Gender & Diversity inne und ist ausgebildete*r Trainer*in für diskriminierungskritische Bildungsarbeit und Trainer*in für wissenschaftliches Schreiben.
MOUTH FULL OF FIRE: POETRY AS RESISTANCE
Datum und Ort: 05. Juni, 16:00-20:00 | R. 151 Hardenbergstraße 33, 10623 Berlin.
Zugänglichkeit: Der Raum ist für Rollstühle zugänglich.
Wer sollte teilnehmen? Die Veranstaltung richtet sich an internationale Studierende der UdK Berlin sowie an Studierende mit Rassismuserfahrungen.
Sprache: Englische Lautsprache.
Inhalt: A Mouth Full of Fire erkundet Poesie und Spoken Word als Werkzeuge des Widerstands und der Reflexion. Poesie ist ein vielseitiges und lebendiges Mittel für Empowerment sowie für kollektiven Widerstand gegen Rassismus und sich überschneidende Formen von Ausschluss. Durch angeleitete Schreibübungen, gemeinsame Diskussionen und optionale Performances erforschen die Teilnehmenden, wie intuitive kreative Ausdrucksformen Erfahrungen von Marginalisierung in kraftvolle Formen des Erzählens und der Solidarität verwandeln können.
Workshopleitung: Day Eve M Komet ist eine Künstler*in, Schriftsteller*in, Dichter*in, Performer*in und Facilitator*in, deren Arbeit sich mit Race, Verkörperung und kollektiver Imagination auseinandersetzt. Durch Poesie, Performance und partizipative künstlerische Praktiken schafft Day Eve M Komet Räume für Reflexion, Empowerment und die Vorstellung gerechterer Zukünfte. Die Arbeiten wurden unter anderem beim Cambridge Film Festival, Berwick Film & Media Arts Festival, im Haus der Kulturen der Welt, im Camden People's Theatre sowie beim XJAZZ Festival präsentiert.
AKTIV GEGEN DISKRIMINIERUNG UND RECHTSPOPULISMUS
Datum und Ort: 08. Juni, 16:00 - 20:00 Uhr | R. 340, Bundesallee 1-12 10719 Berlin.
Zugänglichkeit: Der Raum ist für Rollstühle zugänglich.
Wer sollte teilnehmen? Die Veranstaltung richtet sich an interessierte Studierende und Beschäftigte der UdK Berlin.
Sprache: Deutsche Lautsprache.
Inhalt: Rechtspopulistische Äußerungen und diskriminierende Erfahrungen begegnen vielen Menschen im Alltag – in Studium, Beruf oder im privaten Umfeld. Der vierstündige Workshop bietet einen kompakten Einstieg in den Umgang mit Diskriminierung und Rechtspopulismus und stärkt die Teilnehmenden darin, eigene Haltungen zu reflektieren, rechtspopulistische Argumentationsmuster zu erkennen und handlungsfähig zu bleiben.
Je nach Interesse der Gruppe werden inhaltliche Schwerpunkte gesetzt, etwa zu Rassismus, Feindlichkeit gegenüber Menschen mit Fluchterfahrung oder Sexismus. Im Zentrum stehen dabei die Auseinandersetzung mit eigenen Positionierungen sowie die Frage, wie auf diskriminierende oder rechtspopulistische Aussagen reagiert und die eigene Haltung gestärkt werden kann.
Im Mittelpunkt stehen dabei folgende Fragen:
Welche eigenen Vorurteile, Erfahrungen und gesellschaftlichen Positionierungen bringe ich mit?
Was kennzeichnet Rechtspopulismus und welche Argumentationsmuster sind typisch?
Wie kann ich auf diskriminierende oder rechtspopulistische Aussagen reagieren?
Wie kann ich meine eigene Haltung stärken und Handlungssicherheit gewinnen?
Workshopleitung: Das Kribi Kollektiv ist ein Berliner Kollektiv für politische und kulturelle Bildung. Es besteht aus Pädagoginnen, Künstlerinnen, Politikwissenschaftlerinnen und Soziologinnen mit langjähriger Erfahrung in der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung sowie in verschiedenen Initiativen und sozialen Bewegungen. Das Kollektiv arbeitet diversitäts- und vorurteilsbewusst und setzt auf altersgerechte Methoden und Konzepte.
HOLDING SPACE – EMPOWERMENT & COLLECTIVE CARE FOR STUDENTS FACING ANTI-MUSLIM, ANTI-ARAB AND ANTI-PALESTINIAN RACISM
Datum und Ort: 11. Juni, 16:00-20:00 Uhr | R. 151 Hardenbergstraße 33, 10623 Berlin.
Zugänglichkeit: Der Raum ist für Rollstühle zugänglich.
Wer sollte teilnehmen? Studierende, die von antimuslimischem, antiarabischem und antipalästinensischem Rassismus betroffen sind.
Sprache: Englische Lautsprache.
Inhalt: Dieser Workshop bietet einen geschützten und unterstützenden Raum für Studierende, die von antimuslimischem, antiarabischem und antipalästinensischem Rassismus betroffen sind. In einem universitären Umfeld, das sich isolierend, einschüchternd oder sogar feindselig anfühlen kann, ist dieser Raum der gemeinsamen Fürsorge, der Selbstermächtigung und der gegenseitigen Unterstützung gewidmet.
Wie können wir in Kontexten, die von Diskriminierung, politischem Druck und Unsichtbarmachung geprägt sind, Handlungsfähigkeit bewahren und in Verbindung mit uns selbst bleiben? Wie lassen sich Erfahrungen von Silencing, Cancel Culture oder Marginalisierung navigieren – und dabei die eigene Stimme, Würde und Zugehörigkeit behaupten?
Gemeinsam werden Strategien zur Stärkung von Resilienz und zur Förderung des psychischen Wohlbefindens erarbeitet. Der Workshop stellt die Erfahrungen der Teilnehmenden in den Mittelpunkt und schafft Raum für kollektive Reflexion, Austausch und die Aktivierung eigener Ressourcen. Empowerment wird dabei nicht als individuelle Aufgabe verstanden, sondern als kollektive Praxis, die in Solidarität, Fürsorge und geteiltem Widerstand verankert ist.
Workshopleitung: Jamila Al-Yousef ist Antirassismus- und Empowerment-Trainerin, Musikerin und Theatermacherin, deren Arbeit in einem machtkritischen und traumasensiblen Ansatz verankert ist.
ANTIFASCHISTISCHE LEHRE ALS HALTUNG UND PRAXIS
Datum und Ort: 03. Juli, 12:00-16:00 Uhr | Aula, Medienhaus, Grunewaldstraße 2-5, 10823 Berlin.
Zugänglichkeit: Der Raum ist für Rollstühle zugänglich.
Wer sollte teilnehmen? Dieser Workshop richtet sich an interessierte Lehramt Studierende und Dozierende der UdK Berlin.
Sprache: Deutsche Lautsprache.
Inhalt: Der Workshop verbindet machtkritische Selbstreflexion mit konkreter Praxisentwicklung. Er nimmt den aktuellen politischen Kontext, den Erstarken rechter und faschistischer Bewegungen in Deutschland und Europa, als Ausgangspunkt, um über die Rolle von Hochschullehre als Ort der Re_produktion oder der Transformation gesellschaftlicher Machtverhältnisse nachzudenken.
Im ersten Teil positionieren sich die Teilnehmenden in Bezug auf ihre eigene Rolle als Lehrende innerhalb institutioneller Machtstrukturen. Theoretische Impulse zu institutionellem Rassismus und antifaschistischer Pädagogik bilden die Grundlage für die gemeinsame Analyse.
Im zweiten Teil erarbeiten die Teilnehmenden konkrete Strategien für ihre Lehrpraxis. Der Workshop schließt mit individuellen und kollektiven Commitments: konkrete Schritte, die Teilnehmende in den kommenden Wochen in ihrer Lehre umsetzen wollen.
Workshopleitung: Tarah-Tanita Truderung (sie/ihr) ist eine afro-deutsche Sozialarbeiterin, Sozialwissenschaftlerin und Bildungsreferentin mit einem abgeschlossenen Master in „Pädagogik und Management in der Sozialen Arbeit" aus Köln. Zu ihren Schwerpunkten gehören rassismuskritische Soziale Arbeit, intersektionaler Feminismus, Empowerment und dekoloniale Wissens(re)produktion. Sie begleitet soziale Träger, Teams und Organisationen in machtkritischen Entwicklungs- und Transformationsprozessen an der Schnittstelle von Organisationsentwicklung und diskriminierungskritischer Praxis. Als Facilitatorin, Referentin und Abolitionistin gestaltet sie transformative Räume für diverse Communities, hält Vorträge und Workshops und moderiert Veranstaltungen. Zudem hat sie zwei Bücher veröffentlicht: „Resist Academia“ (zu Widerstandsstrategien für Studierende mit Rassismuserfahrungen) und „Gehört Aktivismus in die Sozialwissenschaft? Ein wütender Fachkommentar“.
RECHT ALS PRAXIS: ANTIDISKRIMINIERUNGSRECHT UND PARTMIGG AN DER HOCHSCHULE
Datum und Ort: 06. August, 9:00–14:00 | R. 411, Einsteinufer 43-54 10587 Berlin.
Zugänglichkeit: Der Raum ist für Rollstühle zugänglich.
Wer sollte teilnehmen? Die Veranstaltung richtet sich an interessierte Beschäftigte und Studierende der UdK Berlin, insbesondere an Personen, die in Auswahlverfahren, Gremien oder administrativen Prozessen eingebunden sind.
Sprache: Deutsche Lautsprache.
Inhalt: Dieser Workshop vermittelt zentrale Grundlagen des Antidiskriminierungsrechts sowie des Gesetzes zur Förderung der Partizipation in der Migrationsgesellschaft des Landes Berlin (PartMigG) im Kontext der Hochschule. Im Fokus stehen die rechtlichen Rahmenbedingungen auf Bundes- und Landesebene – insbesondere AGG, LADG Berlin und Berliner Hochschulgesetz – sowie ihre Bedeutung für den Hochschulalltag. Darüber hinaus werden Ziele, Struktur und zentrale Begriffe des PartMigG vorgestellt und in Bezug zu bestehenden Gleichstellungs- und Antidiskriminierungsinstrumenten gesetzt.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf diskriminierungssensiblen Auswahlprozessen sowie auf Entscheidungspraktiken und Zusammensetzungen von Gremien. Zudem werden vorurteilsfreie Gesprächsführung und der Umgang mit Diskriminierung im Arbeits- und Studienalltag thematisiert. Der Workshop lädt dazu ein, bestehende Strukturen und Verfahren zu reflektieren und weiterzuentwickeln, sowie Zuständigkeiten in der Umsetzung von Antidiskriminierung und Partizipation gemeinsam weiterzuentwickeln.
Workshopleitung: Lino Agbalaka ist als Rechtsanwalt in Berlin schwerpunktmäßig in den Bereichen des Arbeits- und Antidiskriminierungsrechts sowie des Verwaltungsrechts tätig. Aufgrund seiner Tätigkeit in Kulturbehörden auf Landes- und Bundesebene ist er insbesondere auch mit rechtlichen Fragstellungen aus dieser Schwerpunktbereichen in Verbindung mit kulturpolitischen und -praktischen Themen vertraut. Er berät in diesen Bereichen Einzelpersonen und Organisationen und gibt Workshops sowie Vorträge.