Künstlerische Leitung

Prof. Markus Groh und Prof. Konstantin Heidrich – crescendo stand 2017 zum ersten Mal unter einer künstlerischen Doppelspitze. Hier berichten sie im Tagesspiegel über ihre Arbeit.  

Quelle: Mat Hennek, Dan Williams & Kalare Studio

Prof. Markus Groh

Als „Symbiose von Furor und Poesie“ bezeichnete die Frankfurter Allgemeine das Klavierspiel von Markus Groh. Die Süddeutsche Zeitung stellte bereits bei seinem Debüt im Herkulessaal Vergleiche mit dem „Temperament einer Argerich und der ästhetischen Strenge eines Swjatoslaw Richter“ an. Nach dem 1. Liszt-Klavierkonzert 2007 schrieb die New York Times von einer „energiegeladenen, substanzvollen“ Interpretation welche „sowohl Bravour als auch Sensibilität“ geboten habe, und 2009 bezeichnete man ihn nach dem mit dem Cleveland Orchestra dargebotenen Brahms B-Dur Klavierkonzert als „besonders herausragend geeignet für dieses gigantische Werk. Ein kompletter Virtuose“. Der Gewinner des 1. Preises des berühmten Königin-Elisabeth-Wettbewerbs in Brüssel (1995) gastiert heute bei den großen Orchestern in Europa, den USA und Asien. So trat er mehrfach mit Klangkörpern wie dem London Symphony, dem Cleveland Orchestra, dem New York Philharmonic, dem Philadelphia Orchestra, den St. Petersburger Philharmonikern, dem Budapest Festival Orchestra und vielen deutschen Spitzenorchestern unter Dirigenten wie Ivan Fischer, Neeme Järvi, Hannu Lintu, Fabio Luisi, Kent Nagano und Jonathan Nott auf. Markus Groh konzertierte weltweit bei zahlreichen renommierten Festivals wie z.B. dem Schleswig-Holstein-Musikfestival, den Ludwigsburger Schlossfestspielen, den Schwetzinger Festspielen, der Schubertiade Schwarzenberg, und gibt immer wieder Klavierabende in vielen Musikzentren der Welt, so u. a. in Amsterdam, Antwerpen, Athen, Berlin, Brüssel, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Leipzig, London, Mexico City, München, New York, Paris, Seattle, Stuttgart, Tokio, Toronto, Osaka, Washington D.C., Wien und Zürich. Auch das von ihm 2003 gegründete "Bebersee Festival" im Norden Berlins entwickelte sich zu einem ganz besonderen Event. Markus Groh erhielt für seine erste 2006 erschienene Liszt-SACD gleich mehrere Auszeichnungen, darunter den begehrten "Editor's Choice" im Gramophone Magazine. Eine zweite SACD mit Werken von Brahms wurde von der Fachzeitschrift FONOFORUM mit dem „Stern des Monats“ ausgezeichnet. Markus Groh lebt seit 1989 in Berlin und studierte dort bis zum Konzertexamen an der Universität der Künste (UdK) bei Prof. Hans Leygraf. Von 1999-2003 und ab 2010 war er als Professor an der Hochschule für Musik, Theater und Medien (HMTMH) in Hannover tätig. Seine Studenten gewannen bereits zahlreiche Preise bei wichtigen internationalen Wettbewerben (u.a.  1. Preise in San Marino, Hongkong, Leverkusen (Bayer stART-Preis), Prag...). Vor kurzem wurden Aufnahmen seiner Schüler bei Naxos (Dongkyu Kim) und bei SONY CLASSICAL (Alexander Krichel) veröffentlicht. Im Sommersemester 2014 begann Markus Groh seine Tätigkeit als Professor an der Universität der Künste Berlin in der Nachfolge von Prof. Klaus Hellwig. 

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Prof. Konstantin Heidrich

Konstantin Heidrich ist der Cellist des Fauré Quartetts und Professor für Violoncello an der Universität der Künste Berlin. Als Solist arbeitete der gebürtige Hamburger mit Dirigenten wie Andrea Marcon oder Kristjan Järvi zusammen. Orchester wie das MDR Sinfonieorchester oder die Duisburger Philharmoniker begleiteten seine Konzerte. Er war als Solocellist zu Gast beim Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin und der Kammerakademie Potsdam. Seine Studenten sind internationale Preisträger. Darüber hinaus gibt Konstantin Heidrich Kurse in London, Washington D.C., Dresden, Karlsruhe, Bonn, Bad Sobernheim sowie in Italien, Norwegen, Brasilien oder Singapur. 
Das Fauré Quartett ist der Mittelpunkt in Konstantin Heidrichs musikalischem Leben. Die Zeitschrift „The Strad“ bezeichnete das Quartett so: „Sie erzielen Superlative überall wo sie erscheinen!“. Mit der gleichen Besetzung seit der Gründung vor fast 20 Jahren ist dieses Klavierquartett international eine der erfolgreichsten Kammermusikformationen. Das „Quartet in Residence“ der Musikhochschule Karlsruhe ist gebucht für Tournéen und Festivals auf der ganzen Welt und gastiert u. a. in den Sälen Musikverein Wien, Wigmore Hall London, Concertgebouw Amsterdam, Konzerthaus Berlin, Alte Oper Frankfurt, Conservatorio G. Verdi Mailand, Palau de la Música Barcelona, Tokio Bunka Kaikan, Teatro Colon Buenos Aires oder Frick Collection New York. 2015 wird das Fauré Quartett zum vierten Mal den Festspielfrühling Rügen in Zusammenarbeit mit den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern künstlerisch leiten. Die Deutsche Grammophon Gesellschaft veröffentlichte Aufnahmen mit Werken von Mozart, Brahms und Mendelssohn, außerdem die Alben Popsongs und Pocket Symphonies. 2014 erschien bei SONY eine CD mit Werken von Strauss und Mahler. Zu den über ein Dutzend Preisen und Auszeichnungen, die das Fauré Quartett erhielt, zählen der Brahms-Preis, der Kunstpreis Rheinland-Pfalz, der Preis der Deutschen Schallplattenkritik und zwei ECHO-Klassik.

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