Ein Denkmal für die erste homosexuelle Emanzipationsbewegung

Quelle: UdK Berlin

Studierende und Alumni des postgradualen MA-Studiengangs „Art in Context" nehmen an einem vom Lesben‐ und Schwulenverband Berlin Brandenburg (LSVD) ins Leben gerufenen Projekt teil.

So soll ein Denkmal für die erste homosexuelle Emanzipationsbewegung in Deutschland, die in Berlin ihren Ursprung hat, entworfen werden. Das Denkmal soll voraussichtlich im Sommer 2016 am Magnus‐Hirschfeld‐Ufer, in Sichtweite von Bundeskanzleramt und Haus der Kulturen der Welt, erbaut werden. Das von den Studierenden zu entwickelnde Denkmal muss gültigen baulichen Anforderungen und Ansprüchen technischer Verordnungen für den Öffentlichen Raum genügen.

Das künstlerisch gestaltete Areal wird Träger einer zentralen Botschaft, die im Stadtbild sichtbar wird. Die Entwürfe wurden als Gruppenprojekt eingereicht, was eine intensive Auseinandersetzung und Vorarbeit der Studierenden im „Interdisziplinären Projekt‐Forum" unter Leitung von Wolfgang Knapp, voraussetzt. 

Vom 05. November 2015 bis 15. November 2015 wurden alle eingereichten Entwürfe im Haus der Kulturen der Welt vorgestellt. Eine unabhängige Jury kürte aus den eingereichten Beiträgen einen Gewinnerentwurf. So gewann der Entwurf "Calla". Das besondere Liliengewächs vereint sowohl weibliche als auch männliche Blüten auf derselben Pflanze. Damit drückt die Blume die Vielfalt sexueller Identitäten aus.

Seit Juni 2014 ist die UdK Berlin als erste Berliner Hochschule Mitglied in dem vom LSVD ausgerufenen Bündnisses gegen Homophobie und zeigt damit Flagge im Kampf gegen Homophobie. Das Denkmalprojekt wird u. a. vom Regierenden Bürgermeister und dem Bezirk Mitte unterstützt.

Ermöglicht wird das Projekt aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin. 

Broschüre zum Download (PDF:1.7MB)

Verwandte Themen