Institut Français

Internationale Konferenz zum Werk Alain Badious in Kooperation mit dem Institut Français

Unter dem Titel „Badiou and the Presence of Philosophy. Crossing the French-German Border“ fand am 29./30. Januar 2016 an der UdK Berlin eine international besetzte Konferenz zu dem Werk eines der einflussreichsten Philosophen der Gegenwart statt. Der französische Philosoph Alain Badiou hat wie kein anderer in den letzten Jahren intensive Diskussionen um scheinbar nicht mehr aktuelle Begriffe des Denkens – wie die des Subjekts, der Wahrheit, des Ereignisses – hervorgerufen. Außerordentliche Aufmerksamkeit und Auseinandersetzung hat auch sein Einsatz für eine Neubestimmung des Begriffes Kommunismus erfahren. Die Konferenz nahm seine Beschäftigung mit Denkerinnen und Denkern deutscher Tradition zum Ausgangspunkt: um die Geschichte der verpassten oder verspäteten Auseinandersetzungen, wie sie für das philosophische Verhältnis zwischen Deutschland und Frankreich oft prägend war (Foucault, Derrida, Deleuze), zu unterbrechen.  

Badiou beteiligte sich mit einem Vortrag zu Adorno und Heidegger an der Konferenz und führte zudem ein Podiumsgespräch mit Jean-Luc Nancy. Nancy wiederum gilt als einflussreichster lebender Vertreter der Dekonstruktion.

Zudem beteiligten sich mit Christoph Menke, Alexander García Düttmann und Dominik Finkelde bedeutende deutsche Philosophen an der Diskussion. Die französische Philosophin Elisabeth Rigal setzte sich mit Badious Heidegger-Lektüre auseinander. Jelica Sumič, Rado Riha und Rok Benčin aus Slowenien repräsentierten schließlich die Verknüpfung der Philosophie mit Psychoanalyse in Ljubljana, wo bereits seit längerem die Philosophie Badious mit klassischer deutscher Philosophie verbunden wird.

Veranstaltet wurde die Konferenz von Dr. Jan Völker vom Institut für Kunstwissenschaft und Ästhetik der UdK Berlin. Das Programm fand in Kooperation mit dem Institut Français statt und wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert.

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