Ulrich und Burga Knispel-Stiftung

Ulrich Knispel

Ulrich Knispel wurde im Jahr 1911 in Altschaumburg bei Küstrin geboren. Nach dem Abitur studierte er die Fächer Kunst und Werken an den Kunsthochschulen Burg Giebichenstein in Halle (Saale) und Königsberg sowie an der Pädagogischen Hochschule Berlin und von 1934 bis 1936 das Fach Physik in Halle. Von 1936 bis 1940 war er als Referendar und Studienassessor tätig, nach dem Krieg noch ein Jahr lang als Studienrat für das künstlerische Lehramt am Martineum Halberstadt. 1948 bis 1951 lehrte Ulrich Knsipel als Dozent und Leiter der Grundlehre an der Burg Giebichenstein. 1950 erhielt Knispel den Kunstpreis des Landes Sachsen-Anhalt. Kurze Zeit später wurde ihm allerdings von dem SED-Regime vorgeworfen, den schädigenden Einfluss von Westkunst auf den Osten zu fördern. Einer Haftstrafe konnte er nur durch die Flucht nach West-Berlin entgehen. Nach einigen Zwischenstationen in Scheeßel bei Bremen und Dortmund, wo er als freier Maler, Lehrer und Dozent arbeitete, erhielt er 1965 eine Professur an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin, die er bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1977 bekleidete. Am 20.11.1978 starb Ulrich Knispel in Reutlingen. Stilistisch orientierte sich Knispel zunächst am Expressionismus und an den großen Einzelgängern der Moderne. Später wurde sein phantasievolles künstlerisches Schaffen vor allem durch den Surrealismus geprägt. Im September 2005 vermachte Burga Knispel, Meisterschülerin der UdK Berlin, das in ihrem Besitz verbliebene Werk ihres Mannes der Universität der Künste Berlin, die daraufhin die „Stiftung Ulrich und Burga Knispel” einrichtete. Mit Hilfe des Verkaufs der Kunstwerke werden Studierende der Fakultät Bildende Kunst durch die Vergabe von Stipendien unterstützt.