Literarische Heimat Charlottenburg-Wilmersdorf
Dinah Nelken – Heimat auf Widerruf: Wiederentdeckung einer Charlottenburger Schriftstellerin – Lesung
Lesereihe Literarische Heimat Charlottenburg-Wilmersdorf
Nina Weller (ZfL): Dinah Nelken – Heimat auf Widerruf: Wiederentdeckung einer Charlottenburger Schriftstellerin
Geboren in Charlottenburg, bewegte sich Dinah Nelken (1900–1989) in den literarischen und journalistischen Milieus der Weimarer Republik. Sie schrieb Romane, Drehbücher und Feuilletons und lebte zeitweise in der Künstlerkolonie Berlin-Wilmersdorf. Nach Flucht- und Exiljahren in Wien, Jugoslawien und Italien kehrte sie 1950 nach Berlin zurück. Heute ist sie weithin vergessen. Ihre Werke verbinden Großstadtleben, Exilerfahrung, politische Verwerfungen und persönliche Selbstbehauptung. Gerade Berlin blieb dabei ein zentraler Bezugspunkt ihres Schreibens – als Herkunftsort, Erinnerungsraum und literarische Heimat. Wir laden ein zu einer faszinierenden Wiederentdeckung.
Es lesen: Julie Thiele und Roman Vetrov (Studiengang Schauspiel)
Literarische Heimat Charlottenburg-Wilmersdorf
Zahlreiche Autoren und Autorinnen, die das kulturelle Leben ihrer Zeit mitgeprägt haben, verbrachten Jahre ihres Lebens in den Berliner Stadtteilen Wilmersdorf und Charlottenburg. In Zusammenarbeit mit dem Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung (ZfL) und dem Studiengang Schauspiel der Universität der Künste Berlin stellt die Stadtbibliothek Charlottenburg-Wilmersdorf einige von ihnen vor.
In der dritten Folge unserer Reihe Literarische Heimat Charlottenburg-Wilmersdorf widmen wir uns drei Autor:innen, deren Erfolge beim Publikum kaum unterschiedlicher hätten ausfallen können.
- Die vielfältigen Schriften der österreichisch-sowjetischen Ärztin und Schriftstellerin Angela Rohr (1890–1985) sind größtenteils überhaupt erst nach ihrem Tod bekannt geworden.
- Die Berlinerin Dinah Nelken (1900–1989) war nicht nur in der Weimarer Republik eine erfolgreiche Journalistin, sondern fand mit ihren unterhaltsamen Romanen auch in der BRD wie in der DDR ein breites Publikum, bevor sie aus dem Blick der Öffentlichkeit geriet.
- Erich Maria Remarque (1898–1970) hingegen ist verantwortlich für einen der weltweit bekanntesten Romane überhaupt: Im Westen nichts Neues begeistert seit seiner Erstveröffentlichung immer wieder neue Generationen von Lesern und Leserinnen.
An drei Abenden stellen wir Leben und Werk der Autor:innen vor; Auszüge aus ihren Werken werden gelesen von Schauspielstudierenden der UdK Berlin.
Info
Künstlerisches Betriebsbüro der Fakultät Darstellende Kunst
fk4tps1@intra.udk-berlin.de
