Literarische Heimat Charlottenburg-Wilmersdorf

Im Herzen kein Berliner - Erich Maria Remarque und die Figur des Unbekannten Soldaten – Lesung

Bundesarchiv, Bild 183-R04034 / Autor/-in unbekannt / CC-BY-SA 3.0

Lesereihe Literarische Heimat Charlottenburg-Wilmersdorf

Claude Haas (ZfL): Im Herzen kein Berliner - Erich Maria Remarque und die Figur des Unbekannten Soldaten 

Erich Maria Remarque (1898–1970) kam in den Goldenen Zwanzigern als Kriegsveteran, Journalist und Sportreporter nach Berlin. Nach drei missglückten Romanen fand er dank des Berliner Zeitungswesens zu jenem nüchternen und marktgängigen Stil, ohne den sein Weltbestseller Im Westen nichts Neues von 1928 kaum denkbar gewesen wäre. Anders als das legendäre Nachtleben blieb Remarque die Kunst- und Intellektuellenszene der Stadt eher fremd. Bereits vor seiner endgültigen Emigration im Jahr 1933 zog er an den Lago Maggiore. Am Beispiel der literarischen Erfindung des Unbekannten Soldaten erinnert der Vortrag an den am meisten verkauften deutschsprachigen Roman des 20. Jahrhunderts und geht der Frage nach, warum aus Remarque nie so recht ein Berliner werden wollte.  

Es lesen: Karl-Ishan Barta und Kilian Struck (Studiengang Schauspiel)

Quelle: Bundesarchiv, Bild 183-R04034 / Autor/-in unbekannt / CC-BY-SA 3.0

Literarische Heimat Charlottenburg-Wilmersdorf

Zahlreiche Autoren und Autorinnen, die das kulturelle Leben ihrer Zeit mitgeprägt haben, verbrachten Jahre ihres Lebens in den Berliner Stadtteilen Wilmersdorf und Charlottenburg. In Zusammenarbeit mit dem Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung (ZfL) und dem Studiengang Schauspiel der Universität der Künste Berlin stellt die Stadtbibliothek Charlottenburg-Wilmersdorf einige von ihnen vor. 

In der dritten Folge unserer Reihe Literarische Heimat Charlottenburg-Wilmersdorf widmen wir uns drei Autor:innen, deren Erfolge beim Publikum kaum unterschiedlicher hätten ausfallen können. 

  • Die vielfältigen Schriften der österreichisch-sowjetischen Ärztin und Schriftstellerin Angela Rohr (1890–1985) sind größtenteils überhaupt erst nach ihrem Tod bekannt geworden.
  • Die Berlinerin Dinah Nelken (1900–1989) war nicht nur in der Weimarer Republik eine erfolgreiche Journalistin, sondern fand mit ihren unterhaltsamen Romanen auch in der BRD wie in der DDR ein breites Publikum, bevor sie aus dem Blick der Öffentlichkeit geriet.  
  • Erich Maria Remarque (1898–1970) hingegen ist verantwortlich für einen der weltweit bekanntesten Romane überhaupt: Im Westen nichts Neues begeistert seit seiner Erstveröffentlichung immer wieder neue Generationen von Lesern und Leserinnen. 

An drei Abenden stellen wir Leben und Werk der Autor:innen vor; Auszüge aus ihren Werken werden gelesen von Schauspielstudierenden der UdK Berlin.

Info

Künstlerisches Betriebsbüro der Fakultät Darstellende Kunst
fk4tps1_ @intra.udk-berlin.de