Literarische Heimat Charlottenburg-Wilmersdorf – Lesung

Saad Nasir

Veranstaltungsreihe
Literarische Heimat Charlottenburg-Wilmersdorf
Portraits und Lesungen

Zahlreiche Autoren und Autorinnen, die das kulturelle Leben ihrer Zeit mitgeprägt haben, sind in den Berliner Stadtteilen Wilmersdorf und Charlottenburg geboren oder haben dort Jahre ihres Lebens verbracht. In Zusammenarbeit mit dem Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung (ZfL) und dem Studiengang Schauspiel der Universität der Künste Berlin (UdK Berlin) stellt die Stadtbibliothek Charlottenburg-Wilmersdorf einige von ihnen vor.
In der zweiten Folge unserer Reihe „Literarische Heimat Charlottenburg-Wilmersdorf“ widmen wir uns zwei ausländischen Autoren, für die Berlin eine wichtige Durchgangsstation war, und einer Autorin, die bis zur Deportation durch die Nationalsozialisten ihr ganzes Leben lang in Berlin zuhause war: 

  • Fünfzehn Jahre lebte der exil-russische Schriftsteller Vladimir Nabokov (1899–1977) in Berlin, u.a. in der Nestorstraße in Halensee, bevor der vor der Oktoberrevolution Geflohene erneut zur Flucht gezwungen wurde.
  • Der Schweizer Robert Walser (1878–1956), dessen Werk durch eine ironische, existenziell genaue Beobachtung geprägt ist, wohnte zu Beginn des 20. Jahrhunderts in gleich mehreren Berliner Pensionen.
  • Die gebürtige Berlinerin Gertrud Kolmar (1894–1943), eine der bedeutendsten deutsch-jüdischen Lyrikerinnen des 20. Jahrhunderts, wuchs in Charlottenburg auf und lebte lange Zeit in Wilmersdorf, bis sie 1943 nach Auschwitz-Birkenau deportiert und dort ermordet wurde.

An drei Abenden stellen wir Leben und Werk der der Autor*innen vor; Auszüge aus ihren Werken werden gelesen von Schauspielstudierenden der UdK Berlin.

Programm

Donnerstag, 7. Mai 2026, 18 Uhr
Fanny Wehner (ZfL): Vladimir Nabokov – Berlin wider Willen: fünf Adressen und ein Stadtführer.
Es lesen: Prof. Irene Wagner und Moritz Tostmann (UdK Berlin)

Montag, 1. Juni 2026, 18 Uhr
Patrick Eiden-Offe (ZfL): Robert Walser – Von Biel nach Berlin und zurück: Prosastückli aus dem Weltstadtgetümmel.
Es lesen: Kamil Saad Amad und Mia Dräger (UdK Berlin)

Donnerstag, 2. Juli 2026, 18 Uhr
Shira Miron (Universität Basel): Gertrud Kolmar – Dichten gegen den Alltag.
Es lesen: Feryal Djavadi und Dilan Graf (UdK Berlin)

Info

Künstlerisches Betriebsbüro der Fakultät Darstellende Kunst
fk4tps1_ @intra.udk-berlin.de