Symposium "Ästhetiken des Spekulativen"

7. Juli 2017
Wissenschaftliche und künstlerische Positionen

Acud Studio/Kino Veteranenstraße 21, 10119 Berlin
Öffentliche Veranstaltung

8. Juli 2017
künstlerische und wissenschaftliche Workshops

Universität der Künste, Hardenbergstraße 33, 10623 Berlin

Georg Dickmann, Maja Figge, Felix Laubscher

Quelle: Lucas Bueno Maia

Marguerite Humeau, Hanna Magauer

Quelle: Lucas Bueno Maia

Susanne Witzgall

Quelle: Lucas Bueno Maia

Susanne Witzgall, Dennis Pohl

Quelle: Lucas Bueno Maia
Quelle: Lucas Bueno Maia

Omer Fast, Felix Laubscher

Quelle: Lucas Bueno Maia

Johannes Paul Raether

Quelle: Lucas Bueno Maia

Spekulation ist ein riskantes Unterfangen. Als Wette auf unverfügbare Zukünfte, kommende Gegenwarten oder alternative Vergangenheiten ist sie geprägt vom Nicht-Wissen, auf das sie sich ausrichtet und von dem sie ihren Ausgang nimmt. Während Ökonomie und Zukunftsforschung dem Nicht-Wissen mit Strategien des Risikomanagements begegnen, sind es vor allem die Künste, die in ihrer konstitutiven Offenheit Möglichkeitsräume jenseits von Erfahrung und prognostischem Wert aufrufen. Als ästhetische Gegen-Laboratorien vermögen sie in der Fiktion gleichermaßen plausible und widersprüchliche Szenarien zu testen, Heterochronien zu erproben und andere Körper zu denken. Kunst bedeutet insofern sich dem Ungewissen auszusetzen - also dem, was man (noch) nicht wissen, worüber man jedoch spekulieren kann. 

Das Symposium fragt, welches andere Wissen die spekulativen Verfahren der Kunst freilegen. Wie wird Künftiges, Virtuelles oder Utopisches vorstellbar? Und wie lassen sich vor diesem Hintergrund Kategorien wie künstlerische Produktion, ästhetische Erfahrung oder der Wert des Kunstwerks neu bestimmen?  

Quelle: Filmstill aus Omer Fast "August" (2016) © Julia M. Müller / Filmgalerie 451. Im Bild: Manuel Tschernik und Nicolas Lehni (Studiengang Schauspiel der UdK Berlin)

Programm

Das Symposium verbindet wissenschaftliche und künstlerische Positionen und Praktiken in einem Doppelprogramm.

Freitag, 7. Juli - Theoretische und künstlerische Positionen

Veranstaltungsort: ACUD Studio und Kino, Veteranenstraße 21, 10119 Berlin

Keine Voranmeldung nötig 

Ab 9.30
Anmeldung, Kaffee

10.00–10.30
Begrüßung, Einführung durch Barbara Gronau, Kathrin Busch,Georg Dickmann, Maja Figge, Felix Laubscher 

10.30–11.30
Ludger Schwarte: Das Werden der Kunst
Moderation: Kathrin Busch

11.30–12.30
Marguerite Humeau: Riddles
Moderation: Hanna Magauer

12.30–13.30
Susanne Witzgall: Ohne Gewähr. Das (Nicht-)Wissen der Kunst und das Potential des Unvorwegnehmbaren
Moderation: Dennis Pohl

13.30–14.30
Mittagspause

14.30–15.30
Omer Fast: Talking is not always the Solution 
Moderation: Felix Laubscher

15.30–16.30
Patricia MacCormack: Ahuman Aesthetics
Moderation: Georg Dickmann

16.30–17.00
Pause

17.00–18.00
Johannes Paul Raether: Identitecture
Moderation: Annika Haas, Maximilian Haas

18.00–19.30
Pause

19.30–21.15
Acud Kino
Henriette Gunkel: The Chronopolitical in African Science Fiction
Moderation: Maja Figge

Samstag, 8. Juli - Künstlerische und Wissenschaftliche Workshops

UdK, Hardenbergstr. 33, 10623 Berlin

Anmeldung ab 12. Juni erforderlich, Anmeldeschluss: 26. Juni
Kontakt: j.awad_ @udk-berlin.de

10.00–18.00
Sascha Pohflepp, Susan Ploetz: Test World
LARP – Künstlerischer Workshop Moderation: Ina Driemel, Lisa Großmann, Wilma Lukatsch

10.00–13.30
Anke Hennig: Spekulative Poetik
Wissenschaftlicher Workshop
Moderation: Julian Bauer, Georg Dickmann

14.30–18.00
Gerald Nestler: The Derivative Condition. A Present Inquiry into the History of Futures
Künstlerisch-wissenschaftlicher Workshop 
Moderation: Maja Figge, Barbara Gronau 


Konzeption: Kathrin Busch, Georg Dickmann, Maja Figge, Barbara Gronau, Felix Laubscher
Organisation: Juana Awad
Assistenz: Friederike Biebl, Leoni Grützmacher, Johanna Heyne

Quelle: Ansicht aus Marguerite Humeau "ECHO, matriarch engineered to die", Palais de Tokyo, Paris (2016) © Spassky Fischer, Courtesy of the artist