Farhad Farzali, „Ruqya“, 2026

Quelle: Kathrin Scheidt
Quelle: Kathrin Scheidt

Kinetische Klangskulptur

Die Klangskulptur aus beweglichen Metallklangstäben ist gestimmt auf mikrotonale Maqamat – die grundlegenden melodischen Modusund Tonsysteme der traditionellen arabischen, türkischen und persischen Musik. So wie pentatonische Windspiele buddhistische Schwellen bewachen, entwirft die Arbeit ihr fehlendes islamisches Pendant: einen klanglichen Talisman für ein Zeitalter, in dem die unsichtbare Welt uns umso mehr entgegenkommt, je tiefer wir in die digitale Welt eintauchen.

Farhad Farzali ist Absolvent im Studiengang Sound Studies and Sonic Arts. Die Installation war Teil der Master Exhibition im Centrum Hungaricum in diesem Sommer. farzali.today; @farzalifarhad