FSJ-Blog: UdK-KulTOUR mit Ella

Hey!

Mein Name ist Ella. Ich bin 19 Jahre alt und habe dieses Jahr mein Abitur absolviert. Seit Anfang September befinde ich mich in meinem Freiwilligen Sozialen Jahr an der Universität der Künste (UdK) Berlin.

Gerne würde ich meinen Weg zum FSJ Kultur an der UdK, Einblicke in meinen Arbeitsalltag, Erfahrungen und Erlebnisse in diesem kleinen Blogformat, UdK-KulTOUR mit Ella, teilen. Wenn du also interessiert bist, sind die folgenden Zeilen für dich! 

Dass ich ein FSJ Kultur machen möchte, wurde mir erst im Laufe der 12. Klasse klar. Neben Abi-Vorbereitungen stand ich vor der großen Frage, was ich eigentlich nach der Schule machen möchte. Sofort ein Studium zu beginnen – dafür fehlte es mir an Orientierung. Ich wollte vorher herausfinden, wo meine Interessen liegen und was mich begeistert.
Anfang des Jahres wurde ich auf die Möglichkeit des FSJ Kultur in Berlin aufmerksam. Auf dem Webportal der LKJ (Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung) fand ich als Einsatzstelle auch die Universität der Künste. Die Vorstellung im Presse- und Kommunikationsbereich tätig zu werden und gleichzeitig eine so vielseitige und große Kunst- und Kulturinstitution kennenzulernen, fand ich total spannend. Nicht zuletzt, weil ich es u. a. in Betracht ziehe, im Anschluss an mein FSJ Kommunikationswissenschaften zu studieren. Nach einem sehr netten Vorstellungsgespräch (natürlich war ich trotzdem ziemlich nervös) kam schnell die Zusage. Daher wusste ich ab April, dass das FSJ an der UdK für mich bald beginnen würde.

Herzlich willkommen auf meinem FSJ-Blog: UdK-KulTOUR mit Ella!

 Quelle: Ella Lange

Und was du sonst noch über mich wissen solltest

Das mache ich in meiner Freizeit am liebsten: lange Spaziergänge mit meinem Hund in der Natur, Pilates, lesen, schreiben, kochen, reiten

In der Schule mochte ich: Sprachen, Geschichte und Biologie

Ich möchte später mal: Kommunikationswissenschaften oder Psychologie studieren, am liebsten in einer tollen, neuen Stadt

Ich mache ein FSJ Kultur, weil: ich Praxiserfahrungen sammeln möchte, um mich beruflich zu orientieren und Kultur und Kreativität etwas ist, auf das ich auch in meiner weiteren Karriere einen Fokus legen möchte

Reinschnuppern in das UdK-Flair

J U L I 

Zu Beginn des Rundgang-Wochenendes der UdK mache ich mich auf den Weg nach Berlin in die Grunewaldstraße. Dort, im Medienhaus, stehen die Türen drei Tage offen für alle: ob kunst-/ kultur- oder studieninteressiert – ganz egal. Auf mehreren Etagen sprüht es vor Kreativität, Talent und Inspirationen. An einem kleinen Stand des UdK-Shops nehme ich mir mit UdK-Kunstwerken bedruckte Postkarten für meine Zimmerwand mit. Ob Fotografien, Installationen, Performances oder Musik – aus jeder der vier künstlerischen Fakultäten der UdK (Bildende Kunst, Gestaltung, Musik und Darstellende Kunst) gibt es einiges zu entdecken. Von all den Eindrücken bin ich fasziniert und gleichermaßen überwältigt. Ich staune und blicke etwas ehrfürchtig umher. Bald bin ich ein Teil dieser Welt? Irgendwie kann ich es noch nicht so ganz glauben. Einige aus meinem zukünftigen Team treffe ich auch. Mir wird klar, dass ich mit ihnen in einem Jahr - zum Rundgang 2024 – hier stehen und diese Veranstaltung mitorganisiert haben werde. Wow!

Mit Kunstwerken im Kopf, Musik auf den Ohren, Style-Inspirationen von modischen UdK-Studierenden und Lust auf noch mehr fahre ich in der S-Bahn nach Hause. Es regnet – aber ich bin in meiner Gedankenwelt noch ganz bei der UdK. Es sind nur noch einige Wochen bis ich anfangen werde, hier zu arbeiten und dann ist…

…Alles NEU

S E P T E M B E R

Aufregung, Vorfreude und Anspannung. Anfang September bin ich das erste Mal auf dem Weg zur Arbeit. Unsicher stehe ich vor dem Eingang des großen, nicht unbedingt einladend wirkenden Universitätsgebäudes am Einsteinufer. Es kostet mich Überwindung den Schritt ins Ungewohnte zu wagen, aber bevor ich mich selbst zu verrückt machen kann, stehe ich schon im Fahrstuhl und dann in meinem zukünftigen Büro vor meinen Kolleginnen, die mich mit offenen Armen empfangen. So geht es los. Ich lerne das Team kennen, meine Aufgaben, aber in den kommenden Wochen vor allem mich selbst.

Ich habe das Glück, dass mich meine Vorgänger (vor mir gab es zwei FSJler im Presseteam) in den ersten beiden Tagen einarbeiten. An die Hand bekomme ich dazu einen Ordner mit dem Leitfaden zum Nachlesen. Natürlich brauche ich einige Tage, um mich mit meinen grundlegenden Aufgaben, wie dem Erstellen des täglichen Pressespiegels, der Pflege der Datenbank oder dem Onlinestellen von Inhalten auf der Website, vertraut zu machen. Kleine Erfolgsmomente gibt es jedoch schon bald, z. B. beim Absenden des ersten eigenständig erstellten Pressespiegels, dem Hochladen einer Pressemitteilung auf der UdK-Website oder dem Entgegennehmen eines Anrufs am Pressetelefon. Ich erhalte viel Zuspruch vom Team und auch bei Fragen finde ich offene Ohren.

So vergehen die ersten Wochen. Ich gewöhne mich an meinen langen Arbeitsweg aus Potsdam mit der Bahn und an die Routinen am Arbeitsplatz. Jeden Morgen hole ich bei der Pförtnerin meinen Schlüssel für mein Büro und fahre mit dem fast schon „antiken“ Aufzug in die fünfte Etage, bevor ich schaue, was für den Tag so ansteht.
Schon bald merke ich, welche Tätigkeiten mir leichter fallen als andere. Beim Telefonieren fühle ich mich oft noch unsicher. Die „Angst“ vor unfreundlichen Anrufenden und ich überfordert am anderen Ende der Leitung hat sich noch nicht so ganz gelegt. Aber mir fällt auf, dass ich Fortschritte mache und schon souveräner werde. Manchmal muss man sich eben auch etwas Zeit geben. Besonders Spaß machen mir vor allem die wöchentlichen Rücksprachen mit dem Team, bei denen ich fleißig Protokoll führe und auch das Kreieren von Websiteeinträgen. Sogar im Social-Media Bereich werde ich bereits aktiv, kann zusehen wie die Redaktion sich organisiert und auf einmal lade ich selbst erste Stories auf Instagram hoch.

Am Ende des Monats blicke ich zurück. Ich bin stolz, dass ich Herausforderungen angenommen und meine Grenzen ausgetestet habe. An dieser Stelle möchte ich dir meinen Tipp für deinen ersten FSJ-Monat verraten: Stelle Fragen, wenn dir etwas unklar erscheint, selbst wenn es dich etwas Überwindung kostet. Vieles ist für die anderen Kolleg*innen vielleicht selbstverständlich, aber für dich noch ganz neu. Also hake nach und traue dich, dich an Unbekanntes heranzuwagen und es auszuprobieren, so lernt man schnell dazu! Aber jetzt geht’s ab in den nächsten Monat und da heißt es…

…Auf nach Brandenburg

O K T O B E R

Ein neues Semester beginnt an der UdK und ich befinde mich inmitten von Kunststudierenden im Konzertsaal der Universität in der Hardenbergstraße.

Als Presseteam sind wir Mitte Oktober bei der Erstsemesterbegrüßung ebenfalls vor Ort. Ich sitze mit in der Eröffnungsveranstaltung und verfolge das Programm: der Präsident, Professor Norbert Palz, begrüßt die Studierenden, es gibt musikalische Beiträge, Erfahrungsberichte und viele Informationen. Um mich herum blicke ich in erwartungsvolle Gesichter. Nach der offiziellen Begrüßung sind Stände im Foyer aufgebaut, von Berliner Kulturinstitutionen, aber auch von verschiedenen UdK-Bereichen. Einen kleinen Stand betreibt zudem auch die Pressestelle. Es liegen die journal-Hefte aus. Das journal, das Hochschulmagazin der UdK Berlin, beschäftigt sich mit Kreativität und Kunst und zeigt bspw. künstlerische Arbeiten von Studierenden. Erst einige Tage zuvor ist die neue Ausgabe, „Fragen“, erschienen. Als FSJlerin kann ich die Veröffentlichung des neuen Heftes durch meine Mitarbeit bei der Versandkoordinierung unterstützen. Außerdem stelle ich die journal-Inhalte online und betreue so den digitalen Auftritt des Hochschulmagazins. Ein bisschen stolz bin ich, als ich sehe, dass ich sogar namentlich im Impressum des journals erwähnt werde. Es ist toll, obwohl man noch jung und unerfahren ist, die Möglichkeit zu haben, an einer Publikation der Universität mitzuwirken. Klicke hier, um dir den Webauftritt des journals anzusehen.

Aufgeregt sitze ich inmitten von Erstis im Konzertsaal der UdK in der Hardenbergstraße und verfolge die Begrüßungsveranstaltung. (Oktober 2023)

 Quelle: Ella Lange

Ende Oktober verlasse ich meinen Arbeitsplatz für eine Woche. Ich bin auf meiner ersten Seminarfahrt mit anderen FSJler*innen aus Berlin. Wir fahren raus aus dem vollen Berlin nach Brandenburg in eine Jugendbildungsstätte. Etwas abgelegen, aber im wunderschönen Herbst verbringe ich sechs Tage mit ca. 60 anderen FSJler*innen, von denen einige schnell zu Freunden werden. Wir lernen uns kennen, berichten von den ersten Erfahrungen im FSJ Kultur, teilen unsere Erwartungen, Ziele und Probleme und nehmen an Workshops teil. Im Kurs für literarisches Schreiben bekomme ich tolle Anregungen, bringe Kreatives aufs Papier und kriege Feedback. Abends gibt es Programm: Lagerfeuer, Disco oder selber Armbänder machen. Dankbar bin ich vor allem für die achtsame, respektvolle Atmosphäre auf der Fahrt und für die neuen Kontakte, die entstanden sind. Auf dem Rückweg freue ich mich auf Zuhause und gleichzeitig schon auf die nächste Fahrt im Februar.

Die Jugendbildungsstätte Kurt-Löwenstein in Werneuchen am Morgen des ersten Seminartages (Oktober 2023)

 Quelle: Ella Lange

Der Herbst hat einfach die schönsten Farben, oder? (Oktober 2023)

 Quelle: Ella Lange

Stressbewältigungs-Seminar, Symphonieorchester und der 1. Schnee

N O V E M B E R

Bereits im November ist meine Reisetasche wieder gepackt: Diesmal bin ich unterwegs zu meinem Wahlpflichtseminar mit dem Thema „Umgang mit Stress“, welches in einer Jugendbildungsstätte in der Nähe von Rheinsberg stattfindet. In der Gruppe kommen wir in den Austausch darüber, wo uns Stress im Alltag begegnet, welche Ursachen und Folgen er haben und was man aktiv gegen ihn tun kann. Es werden auch kreative und theoretische Ansätze zum Thema gesetzt. Gerade die psychologischen Aspekte interessieren mich. Praktisch wird es aber genauso: Jeden Tag stellt jemand aus der Gruppe eine kleine persönliche Anti-Stressmethode vor – ob Yoga, Meditation, Journaling oder To-Do – Listen schreiben. Am Ende der Woche fahren wir mit neuen Inspirationen zur alltäglichen Stressbewältigung heim.

Etwas verloren bin ich – Ende November – in der großen Berliner Philharmonie. Dort tritt das Symphonieorchester der UdK Berlin beim traditionellen Mahler-Konzert gemeinsam mit dem Dirigenten Steven Sloane auf. Die Harmonie der Klänge ist beeindruckend. Bei den Zuhörenden erzeugt das eine besondere Wirkung. Während das Publikum den Saal verlässt, fallen vor den großen Fensterscheiben erste Schneeflocken auf den Asphalt- der Winter in Berlin ist da.

Das Symphonieorchester der UdK Berlin tritt beim traditionellen Mahler-Konzert unter der Leitung des Dirigenten Steven Sloane im November in der großen Berliner Philharmonie auf.

 Quelle: Ella Lange

Plakat zur Work-Life-Balance, Wahlpflichtseminar (Umgang mit Stress), November 2023

 Quelle: Ella Lange

Punsch und Posts

D E Z E M B E R

Es wird weihnachtlich bei uns im Presseteam zum Jahresende. An einem milderen Dezembernachmittag treffen sich Kolleginnen und ehemalige Mitarbeitende an einer Feuerschale im Tiergarten. Bei einem Punsch komme ich mit meinen Vorgänger*innen ins Gespräch. Wir reden über unsere Erfahrungen und Eindrücke. Ich bin entschlossen auch nächste Jahr, obwohl bis dahin meine FSJ-Zeit an der UdK vorbei ist, zur Traditionsweihnachtsfeier zu kommen. Dann treffe ich mein*e Nachfolger*in. Vielleicht bist du es ja.

Kurz vor Weihnachten stelle ich ein Reel auf dem UdK-Instagram Account online. Ehrlich gesagt, ist das ein kleines Highlight für mich. Aus Fotomaterial vom Rundgang im Juli und von anderen UdK-Veranstaltungen erstelle ich einen Jahresrückblick für 2023. Mir macht es Spaß, Kreativität auf diese Weise auszudrücken. Mit dem Endergebnis und der passenden Musik zu den professionellen Fotografien bin ich zum Schluss auch zufrieden. Bist du neugierig? Wenn du magst, dann schau dir das Reel doch gerne hier an. 

Ideen, Projekte und Visionen: 2024 ist da

J A N U A R

Ich hatte erholsame Feiertage, Zeit für gemütliche Stunden mit der Familie und Freunden und starte somit gut ins neue Jahr. Die Zeit zwischen den Jahren habe ich im Homeoffice genutzt, um an meinem „FSJ-Vorhaben“ zu arbeiten. Das ist ein eigenverantwortliches Projekt, welches man im Rahmen der zwölf Monate im Freiwilligendienst umsetzt. Grenzen oder Vorschriften gibt es dabei eigentlich keine. Es ist alles möglich und diese Freiheit zu haben, ist total schön. Ich habe die Idee entwickelt, meinen eigenen Blog zu konzipieren und meine FSJ-Erfahrungen für jede*n Interessierte*n zugänglich zu machen. Das hat Informationscharakter und ist gleichzeitig eine Möglichkeit für mich, zu schreiben und kreativ zu werden. Im Hinterkopf habe ich noch etwas Zusätzliches, aber das bleibt vorerst geheim. Bleib gespannt!

Gleich Anfang Januar setze ich mich mit einer guten Freundin, die ich durch die FSJ-Seminarfahrt kennengelernt habe, in den Zug nach Hildesheim. Dort findet eine Kooperation der LKJ Niedersachsen mit der Universität Hildesheim statt. Innerhalb dieser drei Tage gibt es ein Informationsprogramm der Uni für FSJler*innen und Studieninteressierte aus ganz Deutschland. Wir besuchen Seminare auf dem Kulturcampus, bekommen Informationen zum Bewerbungsverfahren, dem Studienaufbau und möglichen Berufswegen. Außerdem sprechen wir auch mit Studierenden und Professor*innen. Da ich mich konkret für den Studiengang „Literarisches Schreiben und Kulturjournalismus“ interessiere, besuche ich drei Seminare mit dem Schwerpunkt Literatur, dabei kann ich bspw. zusehen, wie ein Hörspielprojekt umgesetzt wird oder Studierende ihre Texte präsentieren. So bekomme ich ein Gefühl für die Studieninhalte und das Konzept der Universität.

Die Fahrt ist ziemlich intensiv durch das viele Input. Gemeinsames Pizzaessen auf dem Campus, das Besuchen einer Theaterperformance von Studierenden und der Panorama-Ausblick morgens von der modernen Jugendherberge aus, sorgen aber auch für die notwendigen Momente der Entspannung.

Die Fahrt nach Hildesheim hat mir in meiner Zukunftsplanung vor allem eines gebracht: Klarheit. Hildesheim ist für mich keine Option. Mir persönlich sind die Inhalte des Studiums nicht greifbar genug. Kommunikationswissenschaften und Psychologie stehen in meiner Recherche für das künftige Studium also weiterhin ganz oben. Ehrlich gesagt fühlt es sich gut an, sich aktiv mit der eigenen Zukunft auseinanderzusetzten. 

So blicke ich zum Neujahrsbeginn auch auf die kommenden Monate im FSJ. Ich würde gerne noch einige UdK-Veranstaltungen mitnehmen. Mein FSJ-Projekt will ich weiter voranbringen. Gerne möchte ich auch die Möglichkeit nutzen, bei einer anderen FSJ- Stelle zu hospitieren. Da höre ich mich mal um.

Ende Januar bin ich für eine Woche im Winterurlaub. Ich freue mich auf die kleine Auszeit. Spätestens im Februar ist aber hier wieder von mir zu hören, dann ist nämlich…

Ich bin unterwegs auf dem Kulturcampus in Hildesheim. Hier befinden sich die kulturwissenschaftlichen Studiengänge, inmitten von Feldern, etwas außerhalb der Innenstadt. (Januar 2024)

 Quelle: Ella Lange

…Halbzeit

F E B R U A R

Von der Skipiste aus geht es zurück nach Berlin, hinein in den Arbeitsalltag, wobei…so nach Alltag fühlt sich das im ersten Moment gar nicht an. Wir haben nämlich unseren Standort gewechselt: Die Pressestelle der UdK ist gemeinsam mit anderen universitären Verwaltungsbereichen aufgrund von Sanierungen, die am Einsteinufer fällig sind, umgezogen – in die Franklinstraße direkt gegenüber.

Das Ausweich-Interimsgebäude ist vor allem modern. Aus der sechsten Etage blicke ich über die Dächer Berlins, in der Mittagspause essen wir gemeinsam in der Teeküche und zugänglich ist alles nur mit elektrischer Schlüsselkarte. Die Kartons sind schnell ausgepackt. Es ist immer noch etwas kahl im Büro, das ich mir mit zwei neuen Kolleginnen im Team teile, aber das ändern wir bald mit schönen Postern!

Hier ist also alles dynamisch in Bewegung. Es ist aufregend, die neuen Mitarbeiterinnen kennenzulernen und bei der Einarbeitung zu unterstützen. Als neu formiertes Team brauchen wir außerdem aktuelles Fotomaterial auf unserer Website. Daher besuchen wir ein professionelles Fotografie - Studio im Medienhaus in der Grunewaldstraße und präsentieren uns vor der Kamera. Durch die ruhige Art der Fotografin fühle ich mich, anders als normalerweise, gar nicht unwohl vor der Kameralinse. So dauert es nicht lange, die Bilder sind im Kasten (schau gerne hier)  und wir verabschieden uns nach einem gemeinsamen Kaffeetrinken ins Wochenende. Der herzliche Umgang im Team ist besonders, und das fällt mir am Ende dieses Tages einmal mehr auf.

Das Setup im Fotostudio im Medienhaus in der Grunewaldstraße. Hier präsentieren wir uns, als das Presse- und Kommunikationsteam, gleich vor der Kamera.

 Quelle: Ella Lange

Im Februar stehen nicht nur die Veränderungen im Team, sondern auch die Ziele und Visionen für das neue Jahr und die Reflexion und der Rückblick auf das vergangene, im Vordergrund. Zunächst bin ich Teil des Social Media – Strategietages. Wir analysieren Zahlen aus dem Monitoring unserer drei Kanäle (Instagram, Facebook und Twitter) aus 2023, um unsere jeweiligen Zielgruppen und den davon abhängigen Content neu zu definieren. Dabei schauen wir konkret auf unseren Workflow im Team und geben einander Input zu neuen Tools, die unsere Arbeitsabläufe in Zukunft optimieren könnten.

Protokollartig halten wir unsere Ergebnisse fest und stellen sie einige Tage später beim Team – Klausurtag vor. Hier betrachten wir u.a. den momentanen Stand der Weiterentwicklung der Website oder den der geplanten Publikationen der Pressestelle für 2024. Wir visualisieren die Arbeitspakete im Team, justieren um und planen die kommenden Monate anhand eines Zeitstrahls. Der Tag ist intensiv und sorgt durch den offenen Raum für mehr Klarheit und Transparenz. Den Schritt zurückzutreten, um sich zu vergegenwärtigen, woran man täglich mitarbeitet, wo Verbesserungspotential oder neue Möglichkeiten liegen, fühlt sich inspirierend und gut an. Einige Punkte der Tagesordnung werden wir bei einem Anschlusstermin im März wiederaufnehmen.

Milena und ich stehen am Eingang der Seminarunterkunft in Werneuchen. Das Kurt Löwenstein - Haus sieht einem Internat ähnlich, früher war es u.a. ein Waisenheim für Mädchen.

 Quelle: Ella Lange

Sonntagmittag am Gleis in Berlin Ostkreuz - meine Reisetasche, über die ich immer fluche, weil sie so unpraktisch zum Tragen ist, in der Hand: Es ist Zeit für die nächste Seminarfahrt. Gemeinsam mit den anderen FSJler*innen nehme ich den Zug, der uns nach Werneuchen bringt. Wir übernachten die nächsten sechs Tage, wie bereits im Oktober, in der Jugendbildungsstätte im KLH. Ehrliche Gespräche untereinander, etwa über die Zukunftspläne und den FSJ – Alltag, und lustige, schöne Momente, z.B. abends beim Musik auflegen in der kleinen Disco, verleihen der Fahrt ein angenehmes Klima.

Mittwochabend in der kleinen Disco. Milena und Elisabeth, mit denen ich nicht nur ein Zimmer auf der Fahrt, sondern auch die besten Gespräche und lustige Momente teile, legen ihre Musik-Playlist auf. Dazu wird getanzt!

 Quelle: Ella Lange

Im Filmworkshop drehen wir einen Kurzfilm. Das gestaltet sich als echte Herausforderung. Es ist gar nicht so einfach, in drei Werkstatttagen, mit mehreren Personen „from scratch“ eine Filmidee, ein Drehbuch und einen Drehplan zu entwickeln, um anschließend mit dem Praktischen, also dem Drehen und dem Schauspiel beginnen zu können. Die Magie entsteht – zum Schluss - durch den Schnitt und Ton, wobei uns unser Projektleiter unterstützt. Mit dem Endergebnis sind wir dann ganz zufrieden. Gezeigt hat mir das vor allem, wie aufwendig das Filmemachen ist und wie viel Konzept und Theorie dahintersteckt.

Das Filmset beim Dreh unseres Kurzfilms "Flash" im Rahmen des dreitägigen Filmworkshops auf der FSJ - Seminarfahrt. Zum Teil haben wir auch vor einem Greenscreen gedreht. Sieht schon etwas professionell aus, oder?

 Quelle: Ella Lange

Mit neuen Erinnerungen im Gepäck fahre ich zurück nach Hause.  Die nächste Seminarfahrt Ende Juni wird einfach schon die letzte sein. Kaum zu glauben…die Hälfte meiner FSJ – Zeit ist vorbei. Und zugleich ist da so viel, was noch kommt.

März-Mix

M Ä R Z

März - Wenn ich das Büro verlasse und noch einmal aus dem Fenster schaue, bevor ich mich auf den Heimweg mache, sehe ich Berlin Charlottenburg manchmal getaucht in rötlich, schwindendes Tageslicht. Die Märzwochen vergehen, es passiert viel und dann auch weniger: Hier ist mein persönlicher März-Mix.

Matcha auf der Karte- aber ich trinke lieber Kaffee beim Treffen in einem Café in der Bundesallee mit den beiden UdK-FSJlerinnen, Lisa und Emma, aus dem Künstlerischen Betriebsbüro der Fakultät Musik. Wir sprechen über unsere Ideen für ein kleines gemeinsames Format. Schnell kristallisiert sich heraus, dass wir an einem auditiven Beitrag zu unserem kulturellen Freiwilligenjahr an der UdK arbeiten wollen. Ergänzend könnten wir uns eine kleine „UdK-Introducing-Reihe“ vorstellen, in der wir beispielsweise eine Fotoreihe mit den verschiedenen Standorten der Universität zusammenstellen. Ergebnisse davon möchte ich hier in meinen Blog integrieren. Bislang sind wir von der tatsächlichen Umsetzung noch etwas entfernt. Spaß gemacht hat das Kick-Off-Meeting mit den beiden aber auf jeden Fall. Bist du neugierig, in welchem Bereich Lisa und Emma arbeiten? Dann klicke hier.

Mappen-Alarm: Im Hinterkopf habe ich in diesen Tagen die ersten Uni-Bewerbungen, da Fristen für das kommende Wintersemester angelaufen sind. Ideen zur kreativen Bewerbungsmappe kommen mir beim Spaziergang mit meinem Hund, wenn ich etwas Abstand vom hektischen Berlin und der Arbeit habe. Das Absenden meiner ersten Bewerbung kostet mich Mut und Überwindung und fühlt sich dennoch gut an. Obwohl noch vieles offen ist, blicke ich erwartungsvoll und mit Vorfreude in Richtung Studienbeginn im Oktober.

Meistgestelle Fragen werden in FAQ’s beantwortet. Sie sind praktisch und navigieren durch das Unklare. Deshalb planen wir als Website-Team für das dezentrale Redaktionssystem der UdK-Website und die Backendnutzer*innen ein Frage-Antwort-Format, das helfen soll, redaktionelle und technische Fragen und Inhalte transparent darzulegen. Ich mache einen ersten Aufschlag, in dem ich grundlegende Fragen in einer Übersicht sammle. Die dazugehörigen Antworten werden momentan formuliert und abgestimmt.

Management in Ausnahmezeiten: Krisenkommunikation ist ein wesentlicher Teil der Öffentlichkeitsarbeit; vor allem in turbulenten gesellschaftspolitischen Zeiten. Gemeinsam mit Kolleg*innen nehme ich an einem Krisenkommunikationsworkshop teil. Wir blicken zuerst theoretisch auf die „DNA“ einer Krise, auf ihre Merkmale und Eigenschaften: Demnach ist eine Krise als solche identifizierbar, wenn sie zeitlich begrenzt, komplex und offen ist und neue Akteure mit einbezieht. Ausmaß und Folgen sind häufig unklar, oft verursacht eine Krise jedoch langfristige (Reputations)-schäden. Im Anschluss analysieren wir, wie die UdK-Krisen in der Vergangenheit kommunikativ bewältigt wurden, mit welchem Vorgehen, mit welchen Ressourcen, mit welchem Erfolg. Klar wird hierbei, dass es das Ziel der Krisenkommunikation sein sollte, eine Krise aktiv zu erkennen und anzugehen, indem ein Diskursraum geschaffen wird. Im Auftreten: sachlich, transparent und verständlich, in der Kommunikation konsistent und kontinuierlich. Perspektivisch umsetzbar ist das mithilfe einer Guideline, also einem Handbuch und Tools, die das Monitoring von Diskursräumen bspw. auf digitaler Ebene (Social Media) erleichtern sollen.

Monatsende: Ich feiere Ostern mit Osterfeuer und Osterbrunch @home. Bei einem Spaziergang mit der Familie im Tiergarten Berlin kommen wir auch bei meiner Arbeit vorbei. Ich zeige meinem Bruder, ein bisschen stolz, das Bürogebäude, in dem ich arbeite.

Schnappschuss! Sechste Etage in der Franklinstraße 28-29: Hier arbeite ich.

 Quelle: Ella Lange