crescendo26 „GegenTöne“: Festivalstart am 30. Mai 2026
Pressemitteilung
Berlin, 26.5.2026
Zwei volle Festivalwochen unterstreichen unter dem Motto „GegenTöne“ die Fähigkeit von Musik, Brücken zu bauen
Mit dem Start des Musikfestivals crescendo26 am Samstag, 30. Mai, öffnet die Universität der Künste Berlin erneut ihre Pforten, und lädt ein zu zwei Wochen hochkarätiger musikalischer Erlebnisse. Studierende, Lehrende und internationale Gäste gestalten bei crescendo bis zum 13. Juni gemeinsam mehr als 20 Konzerte und demonstrieren die exzellente und vielseitige musikalische Ausbildung an der UdK Berlin. Unter dem Motto „GegenTöne“ lässt sich erleben, wie Musik Widerstand leisten und Brücken bauen kann.
„Die Universität der Künste Berlin sieht es als eine ihrer Kernaufgaben, aktiv in die Stadtgesellschaft hineinzuwirken und Musik, Gestaltung, die freien und die Bühnenkünste für ein möglichst breites Publikum erfahrbar zu machen. Der Eintritt zu all unseren crescendo26-Veranstaltungen ist kostenlos, jede*r ist willkommen, um sich ein Bild der Widerständigkeit von Musik zu machen und sich von der großartigen musikalischen Qualität unserer Studierenden, Lehrenden und Gäste zu überzeugen. Neben dem Rundgang – den Tagen der offenen Tür im Juli – ist dieses Musikfestival eines der UdK-Highlights im Kulturveranstaltungskalender unserer Stadt“, so der Präsident der UdK Berlin, Prof. Dr. Markus Hilgert.
Sinfoniekonzert zur Eröffnung, Livestream und geöffnete Generalprobe
Im Eröffnungskonzert am Samstag, 30. Mai um 20 Uhr, steht Dirigent, Cellist und Schostakowitsch-Experte Michael Sanderling am Pult des Symphonieorchesters der
UdK Berlin und stellt Dmitri Schostakowitschs vieldeutige 12. Sinfonie dem versöhnlichen Doppelkonzert von Johannes Brahms gegenüber. Solisten sind Donghwi Ko, Violine, und Uladzimir Sinkevich, Violoncello. Das Konzert ist nahezu ausgebucht, sodass am Abend lediglich Restkarten verfügbar sein werden. Das Konzert wird von Studierenden des hochschuleigenen Studienganges Tonmeister*innen live im Internet übertragen: www.livestream.udk-berlin.de. Besondere Einblicke verspricht zudem der Besuch der Generalprobe des Eröffnungskonzerts, die am Samstag um 10 Uhr stattfindet. Auch hierfür sind Reservierungen erforderlich.
Sternstunde, radikaler Originalklang und Harnoncourt-Ausstellung
Am Sonntag des Eröffnungswochenendes sind um 11 Uhr außergewöhnlich begabte junge Musiker*innen zu erleben, die sich im Rahmen des neuen „Stern Chamber Music Projects“ des Julius-Stern-Instituts intensiv und kontinuierlich der Kammermusik widmen. Anschließend steht um 18 Uhr die „Radikalität des Originalklangs“ auf dem Programm. So nannte Nikolaus Harnoncourt seinen Ansatz, bisherige Interpretationskonzepte barocker und klassischer Musik infrage zu stellen und aus neuer Perspektive zu betrachten. Damit revolutionierte er die Musikwelt. Lucas Blondeel, Yibai Chen und Lea Rahel Bader machen diese Revolution auf Hammerflügel, Barockcello und modernen Instrumenten hörbar. Während des gesamten Festivals gibt im Foyer des Konzertsaals in der Hardenbergstraße die Ausstellung des Nikolaus Harnoncourt Zentrums „Nikolaus und Alice Harnoncourt: Musik ist eine Sprache“ Einblicke in das musikalische Archiv des Künstlerehepaares.
Sieben Flügel, Jubiläen und Abschied
Im weiteren Verlauf von crescendo26 sind Mathias Spahlingers „Farben der Frühe“ und Frédéric Chopins 24 Préludes an sieben Flügeln ebenso zu erleben wie das traditionelle Chorkonzert in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche mit dem Kammerchor der Künste und dem Ensemble Baroque des Instituts Alte Musik. Drei Dirigierstudierende leiten in ihrem Abschlusskonzert das Brandenburgische Staatsorchester Frankfurt, in einem Kammerkonzert werden Werke von Weinberg, Lachenmann und Janáček präsentiert und Georges Barthel, Professor für Traversflöte an der Universität, unterrichtet Studierende in einer öffentlichen Masterclass.
Carl Maria von Weber wird an seinem 200. Todestag vom Staats- und Domchor, der Sing-Akademie und der Kammersymphonie Berlin gewürdigt und Preisträger*innen unterschiedlicher Wettbewerbe präsentieren sich dem Publikum. Gefeiert wird zudem das 30. Jubiläum des Fauré Quartetts, und Axel Bauni verabschiedet sich nach 23 Jahren als Professor von der UdK Berlin. Auch die Big Band des Jazz Instituts Berlin ist bei crescendo26 dabei, sowie Stipendiat*innen der Paul-Hindemith-Gesellschaft in Berlin e. V. Im Abschlusskonzert tut sich das Ensemble ilinx – Studio für Neue Musik der UdK Berlin mit Studierenden und Lehrenden der Flöten- und der Schlagwerkklasse zusammen und spielt wegweisende Werke des 20. und 21. Jahrhunderts für diese Besetzung.
crescendino für die Jüngsten
Für die jüngsten Gäste gibt es bei crescendino unterschiedliche Veranstaltungen, darunter die Vorstellung des Mädchen- und Knabenchors des Staats- und Domchors und der Sing-Akademie, verschiedene Mitmachkonzerte mit und für Berliner Grundschulklassen sowie Sandkastenkonzerte für Babys und Kleinkinder.
Bis auf wenige Ausnahmen finden die Konzerte im Konzertsaal der UdK Berlin und im Joseph-Joachim-Konzertsaal der UdK Berlin statt, bei freiem Eintritt mit reservierbaren Einlasstickets.
Das vollständige Programm ist ab sofort online: www.udk-berlin.de/crescendo.
In der aktuellen Ausgabe des Hochschulmagazins journal gibt es ein Gespräch mit dem künstlerischen Leiter des Festivals, Prof. Konstantin Heidrich, hier nachzulesen.
30. Mai bis 13. Juni 2026
crescendo – das Musikfestival der UdK Berlin
„GegenTöne“
Künstlerische Leitung: Prof. Konstantin Heidrich
www.udk-berlin.de/crescendo
Eintritt frei, wir freuen uns über Spenden.
Pressekontakt:
Stefan Stahnke – Worte über Musik
Tel. 030-34781984, Fax 030-34781985, mobil 0176-62135688
st@worteuebermusik.de
Pressekontakt UdK Berlin:
Anna Etteldorf – Presse / Kommunikation künstlerische Vorhaben
Tel. 030 3185-2732
anna.etteldorf@intra.udk-berlin.de
Die Universität der Künste Berlin gehört zu den größten und vielseitigsten Kunstuniversitäten Europas, an der sich künstlerische Lehre und Praxis sowie wissenschaftlicher Diskurs gegenseitig beeinflussen und das akademische Profil prägen. Mit ihrer über 300-jährigen Geschichte ist sie tief in der Stadt Berlin verankert und ist mit jährlich über 700 Veranstaltungen eine bedeutende kulturelle Impulsgeberin. Die UdK Berlin vereint ein breites Spektrum an Studiengängen der Bildenden Kunst, Gestaltung, Musik, Darstellenden Kunst und der auf sie bezogenen Wissenschaften. Ihr Profil wird durch das Hochschulübergreifende Zentrum Tanz Berlin und durch das Jazz Institut Berlin ergänzt. Ihren rund 4.500 Studierenden – von denen etwa ein Drittel international ist – bietet sie exzellente Lehre und Forschung und fördert einen kontinuierlichen Austausch zwischen künstlerischer Praxis und wissenschaftlicher Reflexion. Präsident der UdK Berlin ist seit dem 1. April 2025 Prof. Dr. Markus Hilgert.