Konrad Wachsmann Exhibition
Erstpräsentation der Wanderausstellung „Konrad Wachsmann Exhibition“ am 12.06.2026 ab 17:30 Uhr in Niesky
2026 jährt sich Konrad Wachsmanns Arbeitsbeginn bei dem seinerzeit größten industriellen Holzbauunternehmen Europas, der Christoph & Unmack AG in Niesky, zum 100. Mal. Aus diesem Anlass präsentiert das Konrad-Wachsmann-Haus vor Ort am 12. Juni 2026 ab 17:30 Uhr die neue deutsch- und englischsprachige Wanderausstellung Konrad Wachsmann Exhibition. Das heutige Museum wurde ab 1927 nach einem Entwurf von Konrad Wachsmann (1901–80) als Wohnhaus für einen der Direktoren der Christoph & Unmack AG und dessen Familie gebaut. Damit wird der historische Ort selbst zu dem Ausgangspunkt einer Ausstellung, die sich auf die Suche nach dem geistigen Fundament des prominenten Architekten begibt. Seit seinen beruflichen Anfängen in Niesky widmete sich Konrad Wachsmann bis zu seinem Tod in Los Angeles dem industriellen Bauen.
In den kommenden Jahren wird die Konrad Wachsmann Exhibition als kostenfreies Vermittlungsangebot an ehemalige Wirkungsstätten Wachsmanns, an Hochschulen sowie an Architekturzentren in ganz Europa reisen. Die Ausstellung erzählt von seinem außergewöhnlichen beruflichen Werdegang, der von den Nationalsozialisten erzwungenen Emigration in die USA, von Wachsmanns Hoffnung auf eine bessere gebaute Welt – und macht seine Ideen für heutige Perspektiven neu anknüpfbar.
Für die Konrad Wachsmann Exhibition wurden die Transportkisten einer früheren Wachsmann-Ausstellung aus den späten 1970er-Jahren wiederverwendet. Ursprünglich dienten sie ausschließlich der Aufbewahrung der als reine Tafelausstellung konzipierten Vorgängerpräsentation – jetzt bilden sie die Grundlage einer räumlichen Installation. Anhand von Modellen, Fotografien und Texten werden bislang wenig bekannte Aspekte zu Leben, Werk und der Entwicklung von Wachsmanns Architekturkonzeption in Niesky wieder sichtbar gemacht. Besucher:innen bewegen sich dabei durch einen Raum, der von Wachsmanns eigenen Worten und einem von ihm selbst zusammengestellten Bildvortrag getragen wird.
Das Ausstellungsprojekt wurde freundlicherweise unterstützt vom Freistaat Sachsen, von der Akademie der Künste, Berlin sowie dem Fachgebiet Architekturgeschichte und Architekturtheorie des Studiengangs Architektur der Universität der Künste Berlin und dem Initiativkreis Albert-Einstein-Haus-Caputh e.V. Kuratiert und umgesetzt wurde die Wanderausstellung von Dr. Jan Bergmann-Ahlswede (Leiter des Museums Niesky), Carina Kitzenmaier und Soetje Marie Beermann (beide MA Architektur UdK). Die grafische Gestaltung stammt von Max Sauermoser, die Überarbeitung des originalen Tonmaterials von Robin Schliep.