Haus und Hof III_ Der Aktivierte Außenraum

Haus und Hof III_ Der aktivierte Außenraum

Dass es eine Architektur gebe, die den Außenraum aktiviere, ist eine interessante Formulierung für die räumliche und funktionale Beziehung zwischen dem Baukörper und seinem bebauten oder unbebauten Außen. Diese Architektur, heißt das, beansprucht aus sich heraus Reichweiten im Außen, was auch heißt, dass der aktivierte Außenraum konstitutiv ist für diese Architektur.

Uns interessiert das unbebaute Außen solchermaßen aktivierender Architektur, die Beziehung zwischen Baukörper und durch ihn reklamiertem Freiraum.

Der Fokus liegt dabei auf der Architektur der Nachkriegsmoderne, die, in der Tradition des raumästhetischen Paradigmas der Moderne, die räumliche Beziehung von Innen und Außen, von Haus und Hof, zu einem ihrer zentralen Themen gemacht hat.

Im Seminar werden wir beides in den analytischen Blick nehmen: Beispielhafte Gebäude, allesamt in Berlin, die in Kubatur, Raumstruktur und Programm einen, ihren, Außenraum als Freiraum gleichsam optional hervorbringen, und verschiedene paradigmatische Konzepte der Landschaftsarchitektur der Nachkriegsmoderne, die dem selben raumästhetischen Paradigma verpflichtet sind wie die Gebäude.

Das Ziel ist, die vom jeweiligen Gebäude beanspruchte außenräumliche Aktivierungszone zu rekonstruieren und im Geist und in der Formsprache der parallel erarbeiteten unterschiedlichen landschaftsarchitektonischen Konzepte räumlich zu qualifizieren.

Dahinter steht die Idee, einen anderen, eher praxisorientierten, eben nicht primär kulturwissenschaftlichen, Zugang zur Landschaftsarchitektur der Moderne zu eröffnen, der gleichwohl nicht ohne Theoriearbeit auskommt.

 

Amerika-Gedenk-Bibliothek, Dorlandhaus, Hansabibliothek, St. Agnes, Ernst-Reuter-Platz, Mehringplatz  

C.Th. Sörensen, Burle Marx, L Baragan, E. Cramer, P. Walker, D. Kienast, D. Karavan