Knotenverbindung

Knotenverbindung

Systemvergleich bestehender Knotenverbindungen bei mobilen geodätischen Bausystemen

Quelle: KET Lehrstuhl

Derzeit werden im Allgemeinen für geodätische Stabwerksschalen zwei grundsätzlich unterschiedliche Verbindungssysteme verwendet. Die traditionelle Verbindung besteht aus einer einfachen Scher- Lochlaibungsverbindung, bei der über einen Bolzen mehrere Hohlprofil Stäbe an ihren abgeflachten (gequetschten) Stabenden verbunden werden. Diese Verbindungstechnik wird seit der Entwicklung geodätischer Stabwerksschalen zu Beginn des 20. Jahrhunderts unverändert eingesetzt.

Das erst in den letzten Jahren entwickelte und patentierte Verbindungssystem der Firma ZENDOME besteht aus einer am Verbindungsknoten zusätzlich eingefügten Stahlplatte als zentrales Verbindungselement an der die abgeflachten Stabenden mit vorgespannten Schrauben befestigt werden. Das aus der exzentrischen Lasteinleitung entstehende Versatzmoment in der Verbindung wird durch eine biegesteife Anbindung eines Stabes aufgenommen. Der statische Vergleich dieser zwei grundsätzlich unterschiedlichen Verbindungsarten und die komplexe Analyse der im gesamten Stabwerk und in den Knoten auftretenden Beanspruchungen soll zum einem dem Vergleich beider Systeme in Bezug auf Tragfähigkeit, Montierbarkeit und Herstellbarkeit dienen, zum andern die Grundlage für die Optimierung und Weiterentwicklung des Verbindungssystems ZENDOME bilden. Ein erstes Ziel ist der Ersatz der teuren Stahlplatte durch eine kostengünstigere Aluminiumgussplatte. Damit wäre eine Reduktion der Herstellungskosten des Systems möglich und die Vorraussetzung für eine bessere Positionierung des Produktes am Markt geschaffen.