Lehre

Wintersemester 2023/2024

Grundkurs II: Architektur, Raum, Gesellschaft – Kulturwissenschaftliche Grundlagen (2023/2024)

Prof. Dr. Susanne Hauser
WM Romy Kießling

Der zweisemestrige Kurs gibt eine Einführung in die Gegenstände und Methoden der Kunst- und Kulturwissenschaften. Dabei stehen Fragen der Geschichte und Theorie von Stadt und Landschaft sowie der sozialen, medialen und ästhetischen Grundlagen der Architektur im Mittelpunkt. Anhand ausgewählter Grundlagentexte aus Philosophie, Kunstgeschichte, Soziologie, Medientheorie und weiteren Disziplinen werden die gegenwärtige Raumproduktion sowie ihre historischen Hintergründe diskutiert.

Donnerstag: 11:15-12:45h
Raum: Ha 336

Anmeldung nicht erforderlich. Einschreibung über moodle.
BA Architektur: 4. Semester (Pflichtveranstaltung)

 

Architektur als Beruf

Prof. Dr. Susanne Hauser

Das Seminar dient der Verständigung über das Berufsbild, das die Architektur aktuell bietet und soll mögliche künftige Entwicklungen und Aussichten diskutioeren. Gäste mit unterschiedlichen Perspektiven auf Gegenwart und Zukunft des Berufs werden über ihre Sichten und Erfahrungen sprechen. Am Anfang steht eine Auseinandersetzung mit den je eigenen Vorstellungen der Teilnehmer*innen am Seminar, gestützt durch die Lektüre einschlägiger Texte.

Seminar
BA Architektur: Modul 12 und Modul 14
MA Architektur: Modul 3 und Modul 5
Offen für alle Studiengänge der Fakultäten 1 und 2 

Einführung: Donnerstag, den 26. Oktober 2023, 19-20.30h, Raum Ha 310
 

 

Architektur mit AI. Erkundungen

Prof. Dr. Susanne Hauser

Das Seminar soll zunächst Raum bieten, sich über die je eigenen Erfahrungen und Experimente im Umgang mit AI-Tools gezielt und in einer Gruppe auseinandersetzen. Am Anfang stehen also Erfahrungsaustausch und die Sammlung von Fragestellungen. Im weiteren Verlauf des Seminars wird es in Vorlesungen, gemeinsamen Lektüren und Vorträgen eingeladener Gäste um frühe Zielformulierungen und ihre historischen Vorläufer sowie um die entscheidenden Entwicklungsschritte und konzeptionellen Weichenstellungen gehen, die zu den heutigen Angeboten geführt haben. Ein wichtiges Randthema wird die Verfertigung populärer Diskurse über künstliche Intelligenz sein, ein wichtiges Kernthema die aktuellen Optionen und Aussichten für die Architektur.


Seminar
BA Architektur: Modul 12 und Modul 14
MA Architektur: Modul 3 und Modul 5
Offen für alle Studiengänge der Fakultäten 1 und 2 

Einführung: Donnerstag, den 26. Oktober 2023, 17-18.30h, Raum Ha 336
 

 

Lektüren

In dem Seminar werden wir uns mit drei Texten und ihrem jeweiligen theoretischen Umfeld beschäftigen: "Le Logiciel“ (AA Cavia), „Hyperobjects“ (Timothy Morton) und "The Eye of the Master“ (Matteo Pasquinelli)). Der erste der drei Texte bietet eine unorthodoxe Geschichte des Zusammenhangs von Cognitive Science und Computing, der zweite Text beschäftigt sich mit der philosophischen Reflexion von sich menschlicher Kontrolle entziehenden Umweltkrisen als Folge menschlichen Handelns, die Ankündigung des dritten Textes, der noch nicht erschienen ist, verspricht eine Sozialgeschichte der künstlichen Intelligenz. Die Auswahl der durchaus heterogenen Lektüren beruht auf einer Umfrage unter Studierenden, die im letzten Semester das Seminar zur „Diagrammatik“ besucht haben. Das Seminar ist aber offen für Studierende aller Studiengänge der Fakultäten 1 und 2 und verlangt keine weiteren Voraussetzungen als Interesse an Lektüren und Diskussionen. 


Seminar
Theoriemodul im Studiengang Design&Computation
BA Architektur: Modul 12 und Modul 14
MA Architektur: Modul 3 und Modul 5
Offen für alle Studiengänge der Fakultäten 1 und 2 

Einführung: Mittwoch, den 25. Oktober 2023, 17-18.30h, Raum: Alte Bibliothek der TU, TU-Hauptgebäude 3. OG

 

Sommersemester 2023

Grundkurs II: Architektur, Raum, Gesellschaft – Kulturwissenschaftliche Grundlagen (2022/2023)

Prof. Dr. Susanne Hauser
WM Maren Wienigk

Der zweisemestrige Kurs gibt eine Einführung in die Gegenstände und Methoden der Kunst- und Kulturwissenschaften. Dabei stehen Fragen der Geschichte und Theorie von Stadt und Landschaft sowie der sozialen, medialen und ästhetischen Grundlagen der Architektur im Mittelpunkt. Anhand ausgewählter Grundlagentexte aus Philosophie, Kunstgeschichte, Soziologie, Medientheorie und weiteren Disziplinen werden die gegenwärtige Raumproduktion sowie ihre historischen Hintergründe diskutiert.

Donnerstag: 11:15-12:45h
Raum: Ha 336

Anmeldung nicht erforderlich. Einschreibung über moodle.
BA Architektur: 4. Semester (Pflichtveranstaltung)

 

Was ist ein Ort?

Prof. Dr. Susanne Hauser

In den 1980er Jahren stritten Anthropologie, Geografie und die gerade entstehende Medienwissenschaft über die Konsequenzen der Entwicklung der Telekommunikation für die Konstruktion und Nutzung von räumlichen Strukturen, insbesondere stellte sich dabei die Frage nach der Bedeutung von „Orten“ und von lokalen Prozessen. Das Seminar stellt künstlerische Entwürfe der letzten fünf Jahrzehnte vor, die Ortsspezifik und damit konkrete lokale Bedingungen verhandeln und betrachtet sie im Hinblick auf ihre Bedeutung für architektonische Entwürfe.

Das Seminar findet als Blockveranstaltung an zwei Wochenenden im Sommersemester statt, ergänzt um eine Exkursion, die unmittelbar nach Ende der Vorlesungszeit stattfinden wird.

Anmeldung in der ersten Sitzung

Donnerstag: 17.00-18.30h
Beginn: 27. April 2023
Raum: Ha 310 

BA Architektur: Modul 12/14, 2 SWS, 3-5 ECTS    
MA Architektur: Modul 3/5, 2 SWS, 3-5 ECTS
BA/MA Visuelle Kommunikation: Theorie
Offen für alle Studiengänge der Fakultäten 1 und 2

 

Zur Diagrammatik

Prof. Dr. Susanne Hauser

Seit den 1980er Jahren stehen Diagramme im Mittelpunkt architektonischen, etwas später auch kulturwissenschaftlichen Interesses. Was Diagramme leisten können, wird historisch und konzeptuell aufgearbeitet, die Arten der Relationen und Dynamiken, die sie beschreiben können, werden untersucht und ihre Produktivität als Mittel des Entwurfs ebenso wie ihre Bedeutung in Prozessen der Sinnproduktion befragt. Das Seminar wird sich, von diesen Thematiken ausgehend, mit älteren wie auch mit aktuellen Konzepten befassen, vor allem aber die produktive interdisziplinäre Rolle von Diagrammen in den Blick nehmen.

Anmeldung in der ersten Sitzung

Mittwoch: 17.00-18.30h
Beginn: 26.04.2023
Raum: Alte Bibliothek der TU (TU-Hauptgebäude, 3. OG)

BA Architektur: Modul 12/14, 2 SWS, 3-5 ECTS    
MA Architektur: Modul 3/5, 2 SWS, 3-5 ECTS
BA/MA Visuelle Kommunikation: Theorie
Offen für alle Studiengänge der Fakultäten 1 und 2

 

Protest in der Stadt

Prof. Dr. Susanne Hauser

Das Seminar befasst sich mit Ästhetik und Politik im urbanen öffentlichen Raum. Es analysiert Protestformen, die in den letzten Jahren ihren Ort in Städten Europas gefunden haben, und konzentriert sich dabei insbesondere auf den Beitrag und das Potenzial künstlerischer Interventionen. Themen sind - neben Rückblicken beispielsweise auf die Protestkultur der 1960er Jahre in Paris und Berlin - aktuelle Proteste und ihre ästhetisch-politischen Artikulationsformen. Unter anderem wird die Debatte um „Postvandalismus“ ein Gegenstand des Seminars sein. Gäste werden Darstellungen und Kommentare aus ästhetischer und kunstkritischer wie aus engagierter politischer Sicht beitragen.  

Anmeldung in der ersten Sitzung
Donnerstag: 19:00 - 20:30h

Beginn: 27.04.2023
Raum: Ha 310

BA Architektur: Modul 12/14, 2 SWS, 3-5 ECTS    
MA Architektur: Modul 3/5, 2 SWS, 3-5 ECTS
BA/MA Visuelle Kommunikation: Theorie
Offen für alle Studiengänge der Fakultäten 1 und 2

 

ZuGÄNGE zum Stadtraum

LB Mirjana Mitrović

In diesem Seminar treffen wir uns an zwei Wochenenden in der floating University und werden verschiedene Zugänge zum Stadtraum theoretisch betrachten und experimentell austesten. Dabei fokussieren wir uns auf Praktiken des Gehens – insbesondere auf die Möglichkeiten der flânerie. Zunächst wird die ursprüngliche Figur des flâneurs, der im 19. und 20. Jahrhundert durch europäische Städte streift, untersucht und anschließend mithilfe feministischer und postkolonialer Theorien aktualisiert und hinterfragt. In den praktischen Übungen wird der Frage nachgegangen, wie diese urbane Praxis ein kritischer Zugang zum Stadtraum sein kann. Dabei wird erprobt, inwiefern die flânerie mehr als Gehen ist und wie die gesammelten Erfahrungen, Reflexionen und Erkenntnisse den Blick auf und für die Architektur schärfen können. Abschließend werden gemeinsam die Ergebnisse in einem Zine zusammengetragen.

Samstag & Sonntag, am 20.+21.05. und 03.+04.06. jeweils von10.00-15.30h
Beginn: 20.05.2023 
Raum:
 floating University (floating-berlin.org), Lilienthalstraße 32, 10965 Berlin
Teilnahmebeschränkung: 15 Teilnehmer*innen
Anmeldung bitte bis zum 28.04.2023 per Mail an: m.mitrovic@udk-berlin.de

BA Architektur: Modul 12/14, 2 SWS, 3-5 ECTS    
MA Architektur: Modul 3/5, 2 SWS, 3-5 ECTS
BA/MA Visuelle Kommunikation: Theorie
Offen für alle Studiengänge der Fakultäten 1 und 2

 

 

 

Wintersemester 2022/23

Grundkurs II: Architektur, Raum, Gesellschaft – Kulturwissenschaftliche Grundlagen (2022/2023)

Prof. Dr. Susanne Hauser
WM Maren Wienigk

Der zweisemestrige Kurs gibt eine Einführung in die Gegenstände und Methoden der Kunst- und Kulturwissenschaften. Dabei stehen Fragen der Geschichte und Theorie von Stadt und Landschaft sowie der sozialen, medialen und ästhetischen Grundlagen der Architektur im Mittelpunkt. Anhand ausgewählter Grundlagentexte aus Philosophie, Kunstgeschichte, Soziologie, Medientheorie und weiteren Disziplinen werden die gegenwärtige Raumproduktion sowie ihre historischen Hintergründe diskutiert.

Donnerstag: 11:15-12:45h
Beginn: 27.10.2022
Raum: Ha 336

Anmeldung nicht erforderlich. Einschreibung über moodle.
BA Architektur: 3. Semester (Pflichtveranstaltung)

 

Resilienz 1 - Theorie und Kritik eines Begriffs

Seminar  - Prof. Dr. Susanne Hauser

In diesem Semester wollen wir überprüfen, wie das Konzept der Resilienz bisher entwickelt, diskutiert und kritisiert worden ist und was dieser Diskurs für Gestaltungsprozesse generell, besonders aber für Architektur und Stadtentwicklung bedeuten kann.

Gleich, ob von Resilienz im Sinne individueller psychischer Widerstandsfähigkeit oder von gesellschaftlichen Verarbeitungsformen externer Herausforderungen die Rede ist, ob es um die Resilienz von ökologischen Systemen, von technischen Strukturen oder auch von Unternehmen geht - immer ist damit die Vorstellung eines an sich im Gleichgewicht befindlichen Systems verbunden, das sich nach Störungen, Bedrohungen und Herausforderungen aller Art wieder ins vorige Gleichgewicht zurückbewegen kann.

Wenn über die Fähigkeit der Resilienz gesprochen wird, verbinden sich damit also immer auch Annahmen über potenzielle „Störungen“ und Bedrohungsszenarien. Daher werden wir uns auch mit dem Konzept des Risikos, der Gefahr, der Belastung oder eben der Störung auseinandersetzen.

BA Architektur: Modul 12/14, 2 SWS, 3-5 ECTS    

MA Architektur: Modul 3/5, 2 SWS, 3-5 ECTS

BA/MA Visuelle Kommunikation: Theorie

Offen für alle Studiengänge der Fakultäten 1 und 2

 

Donnerstags, 17-18:30h, Ha33 R310

Beginn: Donnerstag, 27. Oktober 2022

Anmeldung in der ersten Sitzung vor Ort

 

 

Resilienz 2 - Räume, Bauten, Stadtkonzepte

Seminar - Prof. Dr. Susanne Hauser

In diesem Seminar sollen umgesetzte und nicht umgesetzte, geglückte und misslungene Gestaltungsprozesse unterschiedlichster Art Thema sein, für die Fähigkeit zur „Resilienz“ des Ergebnisses ein bedeutendes Ziel war. 

Wir werden Dokumentationen sehen, Ausstellungen besuchen und mit Gästen unter anderem aus Kunst, Architektur und Stadtplanung diskutieren.

Dabei werden wir uns auf verschiedene soziale wie räumliche Qualitäten und Maßstabsebenen beziehen. Eine bedeutende Frage wird angesichts eines jeden Beispiels ein, unter welchen Voraussetzungen und mit welchen Implikationen der jeweils angestrebte resiliente Zustand konzipiert, modelliert und gestaltet worden ist.

BA Architektur: Modul 12/14, 2 SWS, 3-5 ECTS    

MA Architektur: Modul 3/5, 2 SWS, 3-5 ECTS

BA/MA Visuelle Kommunikation: Theorie

Offen für alle Studiengänge der Fakultäten 1 und 2

 

Donnerstags, 19-20:30h, Ha33 R310

Beginn: Donnerstag, 27. Oktober 2022

Anmeldung in der ersten Sitzung vor Ort

 

 

The Stack: „On Software and Sovereignty“ 

(Benjamin H. Bratton) 

Seminar  - Prof. Dr. Susanne Hauser

Dieses Seminar dient der Lektüre des Buches von 2015. Bratton versucht darin, in planetarer und geopolitischer Perspektive die Effekte digitaler Infrastrukturen für Politik und Gesellschaft sowie für deren künftige Gestaltung auszumessen.

Von allen Teilnehmenden werden neben aufmerksamer Lektüre ein schriftlicher, kritischer Kommentar zu einem der Kapitel des Bandes erwartet. Das Seminar richtet sich primär an Studierende im Studiengang Design&Computation, ist aber auch offen für Studierende der Architektur und der Visuellen Kommunikation.

BA Architektur: Modul 12/14, 2 SWS, 3-5 ECTS    

MA Architektur: Modul 3/5, 2 SWS, 3-5 ECTS

BA/MA Visuelle Kommunikation: Theorie

Offen für alle Studiengänge der Fakultäten 1 und 2

 

Mittwochs, 17-18:30h, TU, Alter Lesesaal, H3503 (Studio Design&Cimputation)

Beginn: Mittwoch, 26. Oktober 2022

Anmeldung in der ersten Sitzung vor Ort.

Bei Fragen: p.frantzen@udk-berlin.de

 

Other Speculations

Seminar  - Romy Kießling

Im philosophischen Verständnis bezeichnet Spekulation einen Erkenntnisgewinn, der über sinnliche und praktische Erfahrung hinausgeht. Im ökonomischen Kontext ist Spekulation eine auf Gewinnerzielung gerichtete Geschäftstätigkeit, basierend auf der Ausnutzung von zeitlichen und unvorhersehbaren Preisunterschieden. Kapitalistische Gesellschaften spekulieren, um durch ihre Ungewissheit und Volatilität zu navigieren, um das Zukünftige zu kontrollieren. Diese Dynamiken haben besonders im Finanzkapitalismus an Bedeutung gewonnen.

Spekulation ist in diesem Sinne nicht nur als Mittel der hypothetischen Gestaltung, sondern zugleich als wertgenerierendes Konzept im Entwurfsprozess bedeutsam. Anhand der Lektüre und Diskussion von Texten aus Architekturtheorie, Philosophie, Wirtschafts-, Politik- und Kulturwissenschaft im Zusammenhang mit der Analyse historischer und aktueller Architekturprojekte wird versucht, die Bedeutung von Finanzspekulation für die gestalterische Praxis und das ästhetische Urteil kritisch zu beleuchten. Ziel ist es, einerseits theoretische Überlegungen zu Finanzspekulation vorzustellen und andererseits die Bedeutung von spekulativen Dynamiken für den gestalterischen Entwurfsprozess zu identifizieren. Schwerpunkt des Seminars liegt dabei auf anderen Spekulationen – Theorien, Strategien und Projekte, die eine Vision von Spekulation als Realisierung von immerwährendem Wachstum und einer profitablen Zukunft für einige wenige anhand von „wert-reflektiven“ oder „counter-spekulativen“ Methoden hinterfragen und umdeuten.

Diese Veranstaltung wird von Gastvorträgen begleitet werden.

 

BA Architektur: Modul 12/14, 2 SWS, 3-5 ECTS    

MA Architektur: Modul 3/5, 2 SWS, 3-5 ECTS

BA/MA Visuelle Kommunikation: Theorie

Offen für alle Studiengänge der Fakultäten 1 und 2

Teilnahmebeschränkung: 20 Teilnehmer*innen

Montags, 11.15h-12.45h, Ha33 R310

Beginn: Montag, 24. Oktober 2022

Anmeldung bitte per E-Mail an r.kiessling@udk-berlin.de oder via Moodle

 

Erinnerungsarbeit. Zur Institutionsgeschichte der Universität der Künste Berlin

Ringvorlesung. Koordination/Leitung: Maren Wienigk und Juliane Aleithe

Die Ringvorlesung »Erinnerungsarbeit. Zur Institutionsgeschichte der Universität der Künste Berlin« rückt die Geschichte der UdK Berlin und ihren vorangegangenen Institutionen mit ihren Akteuren und ihren Gebäuden, Sammlungen und Prägungen in Stadt und Gesellschaft in den Fokus. Zentral sind die Rollen der Hochschule in der Weimarer Republik, während des Nationalsozialismus und in der Nachkriegszeit.

An neun verschiedenen Orten wird in unterschiedlichen Formaten – Interviews mit Forschenden, Rundgängen, Führungen, Gesprächsrunden, Impulsreferaten und Podiumsdiskussionen – nach der Historiographie der sogenannten Vergangenheitsbewältigung und institutioneller Verantwortung gefragt.

Themen sind u.a. kritische kulturwissenschaftliche Einblicke auf Archive und Archivarbeit, die Geschichte einzelner Institute, Forschungsperspektiven und ihre Zyklen und Wendungen sowie Fragen nach Medien, Ausrichtung und Sichtbarkeit von gelingender Erinnerungsarbeit.

Ziel der Ringvorlesung ist es, einen neuen Reflexionsprozess bis 2025 anlässlich des Jubiläums 50 Jahre UdK/HdK anzuregen.

Neben dem angestrebten fakultätsübergreifenden Austausch stehen als angesprochene Hörerschaft die Studierenden im Zentrum.

 

Fakultätsübergreifende Ringvorlesung

Leitung/Koordination: Maren Wienigk und Juliane Aleithe

Einführungsvorlesung, 2 SWS, 2 ECTS

Mittwochs, 19-21h, an wechselnden Standorten der UdK Berlin

Anmeldung ab 17.10.2022 auf Moodle

 

 

Schlachthöfe. Medienbasierte, historische und kulturwissenschaftliche Aspekte zur Produktion von Fleisch

Kollisionswoche - Maren Wienigk, Lilli Kuschel, Juliane Aleithe

Eine Annäherung an das Thema Schlachthöfe und die Produktion von industriell gefertigtem Fleisch soll über historische, kulturwissenschaftliche, architekturtheoretische, stadtplanerische und mediale Zugänge erfolgen. Welche Rolle spielte die Fleischproduktion während der Industrialisierung? Wo waren ihre Standorte und Produktionsketten und wie sahen sie aus? Was hat sich mit welchen Auswirkungen im Laufe der Jahrzehnte verändert? Welche Ethiken, Normen, Traditionen, Ökonomien stecken in der Produktion, im Genuss und im Vertrieb von Fleisch?

Die thematische Auseinandersetzung wird über Lektüre, Filme und Exkursionen erfolgen. Da die Inhalte z.T. die Realität drastisch wiedergeben, möchten wir an der Stelle darauf hinweisen sich dessen bewusst zu sein.

Aufgabenstellung für die erste Sitzung:
Bitte bringen Sie für den 2. Januar 2023 einen 1-Minütigen selbst erstellten Film zum Thema Lebensmittelproduktion mit. Der Film dient als Skizze und kann mit einfachen Mitteln (z.B. dem Telefon) hergestellt sein. Bei Fragen oder wenn keine eigene Kamera zur Verfügung steht, kontaktieren Sie bitte Lilli Kuschel: l.kuschel@udk-berlin.de

 

Kollisionswoche (Studium Generale), 2. bis 6. Januar 2023

Lilli Kuschel KM, Fachklasse Experimenteller Film / Medienkunst

Maren Wienigk WM, Kunst- und Kulturgeschichte, IGTG

Juliane Aleithe WM, Architekturgeschichte + Architekturtheorie, IAS

Anmeldung bitte per E-Mail an m.wienigk@udk-berlin.de

Sommersemester 2022

Grundkurs II: Architektur, Raum, Kultur – Kulturwissenschaftliche Grundlagen

Prof. Dr. Susanne Hauser
WM Maren Wienigk

Der zweisemestrige Kurs gibt eine Einführung in die Gegenstände und Methoden der Kunst- und Kulturwissenschaften. Dabei stehen Fragen der Geschichte und Theorie von Stadt und Landschaft sowie der sozialen, medialen und ästhetischen Grundlagen der Architektur im Mittelpunkt. Anhand ausgewählter Grundlagentexte aus Philosophie, Kunstgeschichte, Soziologie, Medientheorie und weiteren Disziplinen werden die gegenwärtige Raumproduktion sowie ihre historischen Hintergründe diskutiert.

Donnerstag: 11:15-12:45h
Beginn: 28.4.2022
Raum: Ha 336

Anmeldung nicht erforderlich. Einschreibung über moodle.
BA Architektur: 4. Semester (Pflichtveranstaltung)

 

Aus Anlass der documenta 15: Geschichte und Gegenwart einer Großausstellung

Prof. Dr. Susanne Hauser
Dr. Lutz Hengst

2022 findet die 15. documenta statt. Aus diesem Anlass beschäftigen wir uns mit ihrer Geschichte, ihrer aktuellen Form und ihren Akteur*innen. Wir werden ausgewählte ältere und aktuelle künstlerische Impulse sowie einige politische und theoretische Debatten in den Blick nehmen, die mit der documenta verbunden sind, und die Beziehung zwischen der seit 1955 zur „Weltkunstschau“ aufgestiegenen Großausstellung und der Stadt Kassel betrachten. 

Das Seminar findet als Blockveranstaltung an zwei Wochenenden im Sommersemester statt, ergänzt um eine Exkursion, die unmittelbar nach Ende der Vorlesungszeit stattfinden wird.

Auftakttermin: 28.04.2022, 19h, Raum, Ha310
Max. Teilnehmer*innenzahl: 20
Anmeldung: Senden Sie bitte eine Mail an Flavia Vilkama f.vilkama@udk-berlin.de

Offen für alle Studiengänge der Fakultäten 1 und 2
BA und MA Architektur; BA und MA Visuelle Kommunikation

 

Zur Diagrammatik

Prof. Dr. Susanne Hauser

In den 1980er Jahren stehen Diagramme im Mittelpunkt architektonischen, etwas später auch kulturwissenschaftlichen Interesses. Was Diagramme leisten können, wird historisch und konzeptuell aufgearbeitet, die Arten der Relationen und Dynamiken, die sie beschreiben können, werden untersucht und ihre Produktivität als Mittel des Entwurfs ebenso wie ihre Bedeutung in Prozessen der Sinnproduktion befragt. Das Seminar wird sich, von diesen Thematiken ausgehend, mit älteren wie auch mit aktuellen Konzepten befassen, vor allem aber die produktive interdisziplinäre Rolle von Diagrammen in den Blick nehmen.

Mittwochs, 17.00-18.30h
Beginn: 27.04.2022 
Raum:
Villa Bell (im TU-Garten nördlich der Straße des 17. Juni, Adresse: Marchstraße 6-8, 10587 Berlin)
Anmeldung: in der ersten Sitzung vor Ort 
Tutor: Peer Frantzen p.frantzen@udk-berlin.de

Der Kurs wendet sich besonders an Studierende des Studiengangs Design&Computation
Offen für alle Studiengänge der Fakultäten 1 und 2
BA und MA Architektur; BA und MA Visuelle Kommunikation

 

„Natur" in der Stadt

Prof. Dr. Susanne Hauser

Das Seminar analysiert Stadtstrukturen, in denen sich spezifische Konzepte von Wildnis und Zivilisation, Stadt und Land, Natur und Kultur zeigen. Die Stadt, mit der wir uns beschäftigen, ist Berlin in seinen heutigen Grenzen. Der Zeitraum reicht vom 18. Jahrhundert bis heute. Einige zu behandelnde Fragen sind prinzipieller Natur: die Beiträge des Kolonialismus zur Stadtnatur, die Frage der Cohabitation oder die des Klimaschutzes. Zu den Gegenständen, die wir genauer betrachten werden, gehören botanische Gärten und Zoos, Parks und Friedhöfe, Flächen und Entwürfe für die urbane Landwirtschaft, Brachen und Waldgebiete, Schrebergärten und auch das Naturkundemuseum. 

Donnerstag: 17:00 - 18:30h
Beginn: 28.04.2022 
Raum: Ha 310
Anmeldungin der ersten Sitzung vor Ort.
Tutor: Benjamin Brenner b.brenner@udk-berlin.de

Offen für alle Studiengänge der Fakultäten 1 und 2
BA und MA Architektur; BA und MA Visuelle Kommunikation

 

Berliner Orte des Nationalsozialismus. Stadtgeschichte als Palimpsest

Kooperationsprojekt der Lehrstühle Architekturgeschichte + Architekturtheorie & Kunst- und Kulturgeschichte
Juliane Aleithe & Maren Wienigk

Das Seminar schaut in Berlin auf die Machtzentren der NSDAP, die megalomanen Planungen von Albert Speer für die sogenannte Weltstadt »Germania« und Orte der Propaganda, des Terrors und der Zwangsarbeit. Was wissen wir über die Voraussetzungen, verantwortlichen Akteure und ihre Maßnahmen zur Stadtgestaltung? Was ist aus den Orten der Opfer und aus den Orten der Täter geworden? In fünf Fahrradexkursionen wollen wir sowohl Bauten und Planungen als auch ästhetische und juristische Prämissen, Kontinuitäten und Brüche besprechen sowie Formen des Erinnerns diskutieren.

Einführung: 25. April, 10-14h, R 310
Ab dem 9. Mai folgen 14-tägig Fahrradexkursionen von 10-16h

Zur Anmeldung bitte eine Mail an: m.wienigk_ @udk-berlin.de 
Tutor*in: Ann Kathrin Warter

 

No Service Architecture - Neue Tendenzen architektonischer Handlungsmacht

LA Julian Meisen

In den letzten Jahren haben Architekt:innen vermehrt begonnen, ihre traditionelle Rolle als Dienstleister zu überwinden und selbst die Bauherr:innenschaft anzunehmen. So ist eine erweiterte Architekturpraxis mit unterschiedlichen Entwicklungsmodellen und -konstellationen entstanden, die einige vielbeachtete und preisgekrönte Projekte hervorgebracht hat. Dies wirft die Frage auf, ob bessere Gebäude für alle entstehen, wenn Architekt:innen sich selbst beauftragen? Um dies zu beantworten, untersuchen und besuchen wir eine Reihe von Referenzprojekten, analysieren sie entlang grundlegender Parameter der Projektentwicklung und bewerten sie hinsichtlich ihrer sozialen, ökologischen und ästhetischen Implikationen.

Donnerstag: 13:30 - 15:00h
Beginn: 28.04.2022 - Raum Ha 310 

Zur Anmeldung bitte eine Mail an: j.meisen_ @commonagency.eu
Offen für alle Studiengänge der Fakultäten 1 und 2
BA Architektur: MA Architektur; BA und MA Visuelle Kommunikation 

 

Wissenschaftliches Arbeiten. Ein Workshop

Eine Zusammenarbeit der Lehrstühle Kunst- + Kulturgeschichte  &  Architekturgeschichte + Architekturtheorie
Juliane Aleithe, Romy Kießling, Maren Wienigk

Der Workshop »Wissenschaftliches Arbeiten« vermittelt Strategien zum Aufbau, Inhalt und zur Struktur einer wissenschaftlichen Arbeit. Es wird ein Überblick zu wissenschaftlichen Methoden und ein Einblick in die Praxis der wissenschaftlichen Recherche geboten. Zudem gibt es die Gelegenheit eigene Fragen und Erfahrungen einzubringen, thematisch abgestimmten Aufgaben nachzugehen und gemeinsam oder teils individuell auszuwerten.
  
Freitag, 13. Mai 2022
15:30–19:00 Uhr, digital

Zur Anmeldung bitte eine Mail an: j.aleithe_ @udk-berlin.de
Teilnehmer*innenzahl begrenzt

 

(NOT) OUT OF PLACE – Post- und Dekoloniale Theorien für eine neue Architekturpraxis

Sarah Naira Herfurth und Ana Rodriguez Bisbicus

Was meinen wir, wenn wir über Begriffe wie Kolonialismus, Postkolonialismus, Dekolonialität und Kolonialität sprechen? Und wie prägen diese Begriffe/Konstrukte/Ideen den geplanten und gebauten Raum? Wie begegnen uns koloniale Spuren und rassistische Strukturen in der Stadt, Architektur, in der Architekturpraxis und -lehre? Wie prägen diese Verhältnisse beispielsweise unsere ästhetischen Vorstellungen und die Art und Weise wie wir über Raum denken und sprechen? Wie können diese Einschreibungen in den Raum analysiert und transformiert werden?

In diesem Workshop wollen wir mithilfe von Post- und Dekoloniale Theorien den gebauten Raum (neu)lesen, analysieren und diskutieren. Diese Veranstaltung wird begleitet von Gastvorträgen und findet insgesamt an fünf Sitzungen statt und wird durch das Anreizsystem der Frauenbeauftragten der Fakultät Gestaltung gefördert.

Dienstag: 16:00 - 21:00 h (Termine werden bei der  Einführung bekannt gegeben)
Beginn: 26.04.22 (Einführung: 17:30 - 19:00 h I Raum 310 I H.33)

Zur Anmeldung bitte eine Mail mit Motivation (schriftlich oder Sprachnachricht):
S.n.herfurth_ @gmail.com

Offen für alle Studiengänge der Fakultäten 1 und 2
BA Architektur: MA Architektur; BA und MA Visuelle Kommunikation

Wintersemester 2021/22

Prof. Dr. Hauser ist im WS 21/22 im Forschungsfreisemester und unterrichtet nicht.

Grundkurs: Architektur, Raum, Gesellschaft - Kulturwissenschaftliche Grundlagen

WM Maren Wienigk
WM Romy Kießling

Seminar (online)
BA Architektur: 4. Semester (Pflichtveranstaltung)
Donnerstag, 11:15-13:45h
Beginn: Do., 21.10.2021

Das Seminar findet als Online-Kurs statt. Eine Online-Einführung in das Seminar findet am 21. Oktober 2021 um 11:15h statt. Ein entsprechender link wird auf moodle bekanntgegeben.

Anmeldung nicht erforderlich. Einschreibung über moodle. 

 

 

 

Sommersemester 2021

Grundkurs II: Architektur, Raum, Kultur – Kulturwissenschaftliche Grundlagen

Prof. Dr. Susanne Hauser
WM Maren Wienigk

Der zweisemestrige Kurs gibt eine Einführung in die Gegenstände und Methoden der Kunst- und Kulturwissenschaften. Dabei stehen Fragen der Geschichte und Theorie von Stadt und Landschaft sowie der sozialen, medialen und ästhetischen Grundlagen der Architektur im Mittelpunkt. Anhand ausgewählter Grundlagentexte aus Philosophie, Kunstgeschichte, Soziologie, Medientheorie und weiteren Disziplinen werden die gegenwärtige Raumproduktion sowie ihre historischen Hintergründe diskutiert.

Das Seminar findet als Online-Kurs statt. Eine Online-Einführung in das Seminar findet am 23. April 2021 um 11:15h statt. Ein entsprechender link wird auf moodle bekanntgegeben.

Anmeldung nicht erforderlich. Einschreibung über moodle. 

Donnerstag: 11:15-12:45h
BA Architektur: 4. Semester (Pflichtveranstaltung)

 

Über Pflanzen in Kunst und Architektur

Prof. Dr. Susanne Hauser

Mehrere international wahrgenommene Ausstellungen haben in den letzten Jahren mit Pflanzen befasste künstlerische und gestalterische Projekte in unterschiedlichsten Dimensionen und Referenzen gezeigt. Sie reichten vom zarten Blatt eines historischen Herbariums bis hin zum umfassend begrünten Stadtentwurf, vom inszenierten Urwaldfoto bis zum Video eines wilden Industriewaldes, vom in der Ausstellung weiterwachsenden wilden Kraut bis zur Sezierung genetisch veränderter Pflanzen. Auch in der Architektur fallen Projekte auf, in denen Pflanzen konzeptionelle und ästhetische, manchmal auch im weitesten Sinne technische Hauptrollen spielen. Das Seminar diskutiert Beispiele aus Kunst, Design und Architektur der letzten zwanzig Jahre und fragt nach Motiven und Effekten des künstlerischen und gestalterischen Interesses an der botanischen Welt.

Das Seminar ist, wie pandemiebedingt alle Seminare derzeit, als Online-Veranstaltung geplant. Sollte die Möglichkeit von Treffen in der Universität entstehen,  wird sie sofort ergriffen. Sollten Exkursionen in den Stadtraum oder Besuche thematisch einschlägiger Ausstellungen möglich werden, werden sie stattfinden.

Donnerstag: 17:00 - 20:00h
Beginn: 15.04.2021 - online
Teilnahmebeschränkung: 20 Teilnehmer*innen
Zur Anmeldung bitte eine Mail an: b.brenner@udk-berlin.de

Offen für alle Studiengänge der Fakultäten 1 und 2
BA Architektur: MA Architektur; BA und MA Visuelle Kommunikation

 

„Eine Philosophie der Ernährung und der Umwelt“

Prof. Dr. Susanne Hauser

Ausgangspunkt des Seminars ist Corine Pelluchons Buch „Wovon wir leben. Eine Philosophie der Ernährung und der Umwelt“, wbg-Akademie 2020 („Les nourritures. Philosophie du corps politique“, Edition du Seuil, 2015). Ziel des Seminars ist zunächst der Nachvollzug der Kritik an der Moderne und des Entwurfs einer ökologischen Zivilisation, die den Kern von Pelluchons preisgekröntem Text ausmachen. Darüber hinausführende Fragen zum Zusammenhang von Ernährung Umwelt sollen in den letzten vier Sitzungen des Seminars bearbeitet werden.

Donnerstag: 13:30 - 15:00h
Beginn: 15.04.2021 - online
Teilnahmebeschränkung: 20 Teilnehmer*innen
Zur Anmeldung bitte eine Mail an: b.brenner@udk-berlin.de

Offen für alle Studiengänge der Fakultäten 1 und 2
BA Architektur: MA Architektur; BA und MA Visuelle Kommunikation

 

Formalisierung, Normierung, Automatisierung I

Prof. Dr. Susanne Hauser

Das Seminar bietet eine Einführung in Denkmodelle des 20. Jahrhunderts, die jeweils den Anspruch hatten, Formalisierung und Normierung mit dem Ziel der Automatisierung zu sichern. Grundlage des Seminars sind einschlägige Texte unter anderem aus Kybernetik und Semiotik, aus Linguistik und Logik, ergänzt um Texte, die die Ränder dieser Denkmodelle thematisieren.

Teilnahmebeschränkung: 15 Teilnehmer*innen
Zur Anmeldung bitte eine Mail an: p.frantzen@udk-berlin.de
Zielgruppe: BA und MA Architektur, BA und MA Visuelle Kommunikation: Theorie, Offen für alle Studiengänge der Fakultäten 1 und 2

 

Land, Ressourcen und Immobilien: Kritische Eigentumsdiskurse in Architektur und Kunst

WM Romy Kießling 

Im Fokus des Seminars steht die Sensibilisierung für Eigentumsfragen und ihre Bedeutung für Raum- und Architekturproduktionen. Es wird in die Ideengeschichte und Theorien des individuellen Privateigentums einführen sowie dem prädominanten europäisch-westlichen Eigentumsverständnis kritische Ansätze und alternative Modelle gegenüberstellen. Neben der Lektüre theoretischer Texte, werden wir uns anhand der Diskussion von Arbeiten aus Kunst und Architektur den unterschiedlichen Dimensionen heutiger Eigentumsverhältnisse annähern. Einen Schwerpunkt dieser Auseinandersetzung bilden dabei aktuelle Projekte und Diskurse in Berlin.


Freitag: 09:30-11:00h
Beginn: 16.04.2021 - online
Teilnahmebeschränkung: 20 Teilnehmer*innen
Zur Anmeldung bitte eine Mail an: r.kiessling@udk-berlin.de

Offen für alle Studiengänge der Fakultäten 1 und 2
BA Architektur: MA Architektur; BA und MA Visuelle Kommunikation

 

Dekoloniale Rauminspektion

LB Anna Yeboah 

Gemeinsam mit dem Projekt „Dekoloniale Erinnerungskultur in der Stadt“ (www.dekoloniale.de) untersucht das Seminar Berlin als Aktionsfeld für zivilgesellschaftliches dekoloniales Engagement. Als brandenburgisch-preußische Residenzstadt und später Reichshauptstadt war Berlin nicht nur ehemaliges politisches Entscheidungszentrum des deutschen Kolonialreichs und ein prominenter Ort für koloniale Wissenschaften und Unterhaltungsindustrien, sondern auch Ziel für koloniale Migration und Zentrum antikolonialen Widerstands. Abgesehen von wenigen zaghaften Versuchen diese kritischen Perspektiven abzubilden, werden im öffentlichen nach wie vor (Kolonial-)Rassismen reproduziert. An den Beispielen Berlin-Mitte und Treptow-Köpenick sollen, in Zusammenarbeit mit Expert:innen aus der Zivilgesellschaft, koloniale Orte, Institutionen, Museen und Infrastrukturen auf dekoloniale Praktiken und Möglichkeiten untersucht werden.


Freitag: 11:15-12:45h
Beginn: 16.04.2021 - online
Teilnahmebeschränkung: 20 Teilnehmer*innen
Zur Anmeldung bitte eine Mail an: anna.yeboah@dekoloniale.de

Offen für alle Studiengänge der Fakultäten 1 und 2
BA Architektur: MA Architektur; BA und MA Visuelle Kommunikation

 

Wissenschaftliches Arbeiten.

Ein Workshop. 

Eine Zusammenarbeit der Lehrstühle
Kunst- + Kulturgeschichte  &  Architekturgeschichte + Architekturtheorie
Juliane Aleithe, Romy Kießling, Maren Wienigk

 

Schreiben ist eine sehr schwer zu überstehende und zu übersteigende Tätigkeit. Das Schreiben interessiert mich nur, sofern es sich als Instrument, Tatik, Erhellung in einen wirklichen Kampf einfügt. Ich möchte, daß meine Bücher so etwas wie Operationsmesser, Molotowcocktails oder unterirdische Stollen sind und daß sie nach dem Gebrauch verkohlen wie Feuerwerke.¹

Der Workshop »Wissenschaftliches Arbeiten« vermittelt Strategien zum Aufbau, Inhalt und zur Struktur einer wissenschaftlichen Arbeit. Zudem gibt der Workshop einen Überblick zu wissenschaftlichen Methoden und einen Einblick in die Praxis der wissenschaftlichen Recherche.

Darüber hinaus bekommen Sie die Gelegenheit eigene Fragen und Erfahrungen einzubringen. Außerdem gibt es in den jeweiligen Themenblöcken die Chance thematisch abgestimmten Aufgaben nachzugehen und gemeinsam oder teils individuell auszuwerten.

Der Workshop findet am Freitagnachmittag, den 7. Mai von 15.30 Uhr bis 19.00 Uhr statt. Es werden Hinweise zu weiterführender Lektüre und digitalen Hilfestellungen sowie die Foliensätze zur Verfügung gestellt.

Bei Interesse senden Sie uns eine E-Mail. Sie erhalten dann eine Bestätigung, den digitalen Zugang sowie vorbereitende Fragestellungen und Lektüre.

--------------

¹            Michel Foucault, »Auf dem Präsentierteller«, in: Michel Foucault, Schriften in vier Bänden. Dits et Ecrits, Bd. II, 1970–1975, Frankfurt am Main: Suhrkamp 2002, S. 894.

Freitag, 15:30 – 19:00 Uhr, digital
21. Januar 2022
Anmeldung per E-Mail: j.aleithe (at) udk-berlin.de
Teilnehmer:innenzahl begrenzt

 

Wintersemester 2020/21

Grundkurs II: Architektur, Raum, Kultur – Kulturwissenschaftliche Grundlagen

Prof. Dr. Susanne Hauser
WM Romy Kießling

Seminar (online)
Donnerstag, 11:15-12:45h
Beginn: 05.11.2020

Das Seminar findet als Online-Kurs statt. Eine Online-Einführung in das Seminar findet am 05. November um 11.15 statt. Ein entsprechender link wird auf moodle bekanntgegeben.

 

Formalisierung, Normierung, Automatisierung II (Seminar)

Prof. Dr. Susanne Hauser

Seminar (online)
Donnerstag, 13:30-15:00h
Beginn: 05.11.2020

Das Seminar erkundet Denkmodelle des 20. Jahrhunderts, die Regelhaftigkeit mit Konzepten kreativer Produktion verbinden. Im Zentrum stehen in diesem Semester u.a. Auseinandersetzungen mit Diagrammen, Theorien des Spiels und Praktiken der Improvisation. 

Offen für alle Studiengänge der Fakultäten 1 und 2
BA Architektur: MA Architektur; BA und MA Visuelle Kommunikation
Teilnahmebeschränkung: 20 Teilnehmer*innen

Zur Anmeldung bitte eine Mail an p.frantzen@udk-berlin.de

 

Romantik und Kalkül. Zur Kunstgeschichte der Natur

Prof. Dr. Susanne Hauser

Vorlesung mit Seminar (online)
Donnerstag, 17:00-18:30h
Beginn: 05.11.2020

Die in Europa verbreiteten Vorstellungen von „Natur“ haben sich seit dem 18. Jahrhundert dramatisch verändert und ausdifferenziert - nicht zuletzt dadurch, dass „Natur“ in steigendem Maße Gegenstand wissenschaftlicher und technologischer Analyse und Konstruktion wurde. 

Die Künste reflektieren, kritisieren, fördern, kommentieren und präsentieren die Veränderungen der Konzepte und Imaginationen. Die Vorlesung ist ein Versuch, ältere bis neueste künstlerische Perspektiven auf „Natur“ und „Ökologie“ auf ihre Aktualität und Bedeutung für gesellschaftliche Diskurse und gestalterische Prozesse zu befragen. 

 

BA Architektur: MA Architektur; BA und MA Visuelle Kommunikation
Keine Teilnahmebeschränkung
Offen für alle Studiengänge der Fakultäten 1 und 2

Zur Anmeldung bitte eine Mail an b.brenner@udk-berlin.de

 

Speichern, Erinnern, Imaginieren. Bibliotheken als Wissensräume

WM Maren Wienigk

Seminar (online mit Exkursionen)
Freitag, 09:30-11:00h
Beginn: 06.11.2020

Das wissenschaftshistorische und kulturwissenschaftliche Seminar versucht die vielschichtigen Dimensionen von Bibliotheken aufzufächern: als Wissensräume, als imaginierte und phantastische Orte, als Begegnungsorte, Zwischenräume, Schutzzonen, als kulturelle Gedächtnisse, mit spektakulären Architekturen und imposanten Lesesälen, in überbordender Fülle, in historischen und aktuellen Wissensanordnungen. 

Am Komplex „Bibliothek“ diskutiert das Seminar in alternierenden Lektüresitzungen und Vor-Ort-Terminen (Berlin und Brandenburg) Fragen nach Raum, Wissensordnungen, Archiv- und Sammlungsbeständen, Systematiken und Leitvisualisierungen, Provisorien und Umnutzungen, Stadt und Wissenschaften, Mythos und Imagination, Zerstörung und Vernichtung, Erinnerung und Kunst, Bildung und Vermittlung.

 

BA Architektur: MA Architektur; BA und MA Visuelle Kommunikation
Teilnahmebeschränkung: 20 Teilnehmer*innen
Offen für alle Studiengänge der Fakultäten 1 und 2

Zur Anmeldung bitte eine Mail an m.wienigk@udk-berlin.de

 

Riots. Monuments. Riots

LB Niloufar Tajeri

Seminar (online mit Exkursionen)
Freitag, 11:15-12:45h
Beginn: 06.11.2020

Was sind riots und auf worauf beruhen Aufstandstheorien? Warum treten sie immer häufiger auf und wie kommt es, dass sie sich global ausbreiten? Im Seminar werden wir die anti-kolonialen und anti-kapitalistischen Dimensionen in riots sowie den darin umkämpften Raum der Erinnerungspolitik untersuchen. Wir werden Thesen und Ansätze erörtern, die sich mit der Sichtbarmachung von vergangenem und aktuellem Unrecht und der Inszenierung von und Auseinandersetzung mit Geschichte im Stadtraum beschäftigen. 

BA Architektur: MA Architektur; BA und MA Visuelle Kommunikation
Teilnahmebeschränkung: 20 Teilnehmer*innen
Offen für alle Studiengänge der Fakultäten 1 und 2

Zur Anmeldung bitte eine Mail an n.tajeri@udk-berlin.de

 

Sommersemester 2020

Grundkurs II: Architektur, Raum, Kultur – Kulturwissenschaftliche Grundlagen

Prof. Dr. Susanne Hauser
Maren Wienigk

Donnerstags, 11:15 Uhr bis 12:45 Uhr
Beginn: 23.04.2020

Das Seminar findet als Online-Kurs statt. Eine Online-Einführung in das Seminar findet am 23. April um 11.15 statt.

Der zweisemestrige Kurs gibt eine Einführung in die Gegenstände und Methoden der Kunst- und Kulturwissenschaften. Dabei stehen Fragen der Geschichte und Theorie von Stadt und Landschaft sowie der sozialen, medialen und ästhetischen Grundlagen der Architektur im Mittelpunkt. Anhand ausgewählter Grundlagentexte aus Philosophie, Kunstgeschichte, Soziologie, Medientheorie und weiteren Disziplinen werden die gegenwärtige Raumproduktion sowie ihre historischen Hintergründe diskutiert.

Modul 8 im Bachelorstudium, 2. Studienjahr

 

Formalisierung, Normierung, Automatisierung (Seminar)

Prof. Dr. Susanne Hauser

Donnerstags, 13:30 Uhr bis 15:00 Uhr
Beginn: 23.04.2020

Das Seminar bietet eine Einführung in Denkmodelle des 20. Jahrhunderts, die jeweils den Anspruch hatten, Formalisierung und Normierung mit dem Ziel der Automatisierung zu sichern. Grundlage des Seminars sind einschlägige Texte unter anderem aus Kybernetik und Semiotik, aus Linguistik und Logik, ergänzt um Texte, die die Ränder dieser Denkmodelle thematisieren.

Teilnahmebeschränkung: 15 Teilnehmer*innen

Zielgruppe: BA und MA Architektur, BA und MA Visuelle Kommunikation: Theorie, Offen für alle Studiengänge der Fakultäten 1 und 2

Zur Anmeldung bitte eine Mail an p.frantzen@udk-berlin.de

 

Eco-Visionaries ¬– Ökologie ohne Natur?

Prof. Dr. Susanne Hauser
Romy Kießling

Donnerstags, 17:00 Uhr bis 19:00 Uhr
Beginn: 23.04.2020

Gegenstand des Seminars sind (Kunst-)Ausstellungen der letzten Jahre, in denen Themen aus Ökologie, Umwelt und/oder das Konzept des Anthropozän interpretiert und verhandelt werden. Der Akzent liegt auf der Befragung und Analyse der interdisziplinären Ausstellungsformate und auf der Analyse und Kritik der jeweils zugrunde liegenden konzeptionellen, kuratorischen und künstlerischen Positionen und Überzeugungen.

Teilnahmebeschränkung: 40 Teilnehmer*innen

Zielgruppe: BA und MA Architektur, BA und MA Visuelle Kommunikation: Theorie, Offen für alle Studiengänge der Fakultäten 1 und 2


Zur Anmeldung bitte eine Mail an b.brenner@udk-berlin.de

Wintersemester 2019-2020

Grundkurs II: Architektur, Raum, Kultur – Kulturwissenschaftliche Grundlagen

Prof. Dr. Susanne Hauser
Dipl.-Ing. Tashy Endres

Donnerstags, 11:15 Uhr bis 12:45 Uhr
Hardenbergstraße 33, Raum 336
Beginn: 2. Vorlesungswoche

Der zweisemestrige Kurs gibt eine Einführung in die Gegenstände und Methoden der Kunst- und Kulturwissenschaften. Dabei stehen Fragen der Geschichte und Theorie von Stadt und Landschaft sowie der sozialen, medialen und ästhetischen Grundlagen der Architektur im Mittelpunkt. Anhand ausgewählter Grundlagentexte aus Philosophie, Kunstgeschichte, Soziologie, Medientheorie und weiteren Disziplinen werden die gegenwärtige Raumproduktion sowie ihre historischen Hintergründe diskutiert.

Modul 8 im Bachelorstudium, 2. Studienjahr

 

Alltag und Technologie (Seminar)

Prof. Dr. Susanne Hauser

Donnerstags, 13:30 Uhr bis 15:00 Uhr
Hardenbergstraße 33, Raum 336
Beginn: 24.10.2019

Das Seminar befasst sich mit dem Eindringen von Technologien in den Alltag und dem Prozess ihrer allmählichen Durchsetzung. Klassischer Ausgangspunkt des Seminars und Basis der Kritik historischer wie aktueller Entwicklungen sind Textauszüge aus Sigfried Giedions monumentalem Werk Die Herrschaft der Mechanisierung. Ein Beitrag zur anonymen Geschichte (dt. 1982/ engl. Original 1948).Das Seminar befasst sich mit dem Eindringen von Technologien in den Alltag und dem Prozess ihrer allmählichen Durchsetzung. Klassischer Ausgangspunkt des Seminars und Basis der Kritik historischer wie aktueller Entwicklungen sind Textauszüge aus Sigfried Giedions monumentalem Werk Die Herrschaft der Mechanisierung. Ein Beitrag zur anonymen Geschichte (dt. 1982/ engl. Original 1948).

Zielgruppe: BA und MA Architektur, BA und MA Visuelle Kommunikation: Theorie, Offen für alle Studiengänge der Fakultäten 1 und 2

 

Landart (Seminar mit Vorlesungen)

Prof. Dr. Susanne Hauser

Donnerstags, 17:00 Uhr bis 18:30 Uhr
Hardenbergstraße 33, Raum 310
Beginn: 24.10.2019

Landart verbindet Kunst- und Raumkonzepte und entwickelt spezifische Ansichten der Landschaft und der Ökologie. Das Seminar, in dem Vorlesungen eine wichtige Rolle spielen werden, diskutiert ästhetische und soziale Konzepte wie auch die Rezeption der heterogenen künstlerischen Ansätze seit den 1960er Jahren. Bekannte wie auch weniger prominente Projekte werden vorgestellt und auf ihre aktuelle Relevanz für Gestaltungsprozesse untersucht. Drei Themen erfahren besondere Aufmerksamkeit: die Auseinandersetzung mit Archaismen und Mythen; die Aufnahme und Reflexion ökologischer Konzepte; und die Medien und Kommunikationsprozesse, in denen sich diese Kunst der Öffentlichkeit vermittelt. – Seminar und Vorlesung werden zeitweilig unterstützt durch Gastbeiträge von Prof. Dr. Karla Villavicencio (Bildende Kunst, Universidad Catolica in Lima).

Zielgruppe: BA und MA Architektur, BA und MA Visuelle Kommunikation: Theorie, Offen für alle Studiengänge der Fakultäten 1 und 2

 

Architektur als Beruf (Seminar)

Prof. Dr. Susanne Hauser

Donnerstags, 19:00 Uhr bis 20:30 Uhr
Hardenbergstraße 33, Raum 310
Beginn: 24.10.2019

Das Seminar untersucht das Berufsbild Architekt/Architektin und seine Wandlungen. Gäste mit unterschiedlichen Perspektiven auf Gegenwart und Zukunft des Berufs werden über ihre Sichten und Erfahrungen sprechen und diskutieren. Am Anfang steht eine Auseinandersetzung mit den je eigenen Vorstellungen der Teilnehmer*innen am Seminar, gestützt durch Lektüren einschlägiger Texte.

Zielgruppe: BA und MA Architektur, BA und MA Visuelle Kommunikation: Theorie, Offen für alle Studiengänge der Fakultäten 1 und 2

Sommersemester 2019

Grundkurs II: Architektur, Raum, Kultur – Kulturwissenschaftliche Grundlagen

Prof. Dr. Susanne Hauser
Dipl.-Ing. Tashy Endres

Donnerstags, 11:15 Uhr bis 12:45 Uhr
Hardenbergstraße 33, Raum 336
Beginn: 1. Vorlesungswoche

Der zweisemestrige Kurs gibt eine Einführung in die Gegenstände und Methoden der Kunst- und Kulturwissenschaften. Dabei stehen Fragen der Geschichte und Theorie von Stadt und Landschaft sowie der sozialen, medialen und ästhetischen Grundlagen der Architektur im Mittelpunkt. Anhand ausgewählter Grundlagentexte aus Philosophie, Kunstgeschichte, Soziologie, Medientheorie und weiteren Disziplinen werden die gegenwärtige Raumproduktion sowie ihre historischen Hintergründe diskutiert.

Modul 8 im Bachelorstudium, 2. Studienjahr

 

Stadtbeschreibung I (Seminar)

Prof. Dr. Susanne Hauser

Donnerstags, 17:00 Uhr bis 20:00 Uhr
Hardenbergstraße 33, Raum 310
Beginn: 18.04.2019

Gegenstand des Seminars sind Theorien, die sich mit der Lektüre und der Beschreibung der Stadt vor allem aus kulturwissenschaftlicher Perspektive beschäftigen. Nach dem konzentrierten Seminar zur Stadt- und Architektursemiotik im letzten Semester sollen diesmal Texten im Zentrum stehen, die von jeweils unterschiedlichen Theoriekonzepten und disziplinären Hintergründen ausgehen: Vertreten sind Stadtgeografie, Stadtsoziologie, Stadtplanungstheorie, Medienwissenschaft, Psychologie, Philosophie und Anthropologie. Das Seminar stellt die Frage, was die jeweiligen Theorien für das Verständnis und die Erschließung von Städten leisten, und verbindet die Diskussion mit Exkursionen und Anwendungsversuchen in der Analyse städtischer Umgebungen.

Zielgruppe: Kunst- und Kulturwissenschaft/Theoriemodule Diplom, BA und MA Architektur, VK, Bildende Kunst, Studium Generale

 

Über Technik und Gestaltung II (Seminar)

Prof. Dr. Susanne Hauser

Donnerstags, 13:30 Uhr bis 15:00 Uhr
Hardenbergstraße 33, Raum 336
Beginn: 11.04.2019

Das Seminar setzt den Diskurs über grundlegende Aspekte des Zusammenhangs von Technologieentwicklung und gestalterischer Praxis fort, der im letzten Semester begonnen worden ist. Während im ersten Semester zum Thema die Frage nach „Dingen“ und „Handlungen“ im Vordergrund stand, werden in diesem Semester Theorien der Technik unter besonderer Berücksichtigung technikphilosophischer Positionen im Mittelpunkt stehen.

 

(Un)Learning Archictecture for Spatial Justice? tbc! (Seminar)

WM Tashy Endres

1. Sitzung: Freitag, 26.4, 11:15 Uhr bis 15:00 Uhr
(ca. 14tägiger Rhythmus)

In diesem Seminar vertiefen wir die Auseinandersetzung mit praktischen und theoretischen (Heraus)Forderungen von Spatial Justice und Architektur aus intersektionaler Perspektive. Grundlagen dafür wurden im Seminar im Wintersemester bereits erarbeitet. Das Seminar richtet sich in erster Linie an Teilnehmende aus dem Wintersemester, die an die Erfahrungen und Fragen anknüpfen möchten, ist jedoch prinzipiell offen.

Begrenzte Teilnehmer*innenzahl, um Anmeldung wird gebeten:
bis 17.4. an t.endres_ @udk-berlin.de.
Zielgruppe: BA, MA; 3 - 5 LP

Wintersemester 2018/2019

Grundkurs II: Architektur, Raum, Kultur – Kulturwissenschaftliche Grundlagen

Prof. Dr. Susanne Hauser
Dipl.-Ing. Tashy Endres
Dr. Lutz Hengst

Donnerstags, 11:15 Uhr bis 12:45
Hardenbergstraße 33, Raum 336
Beginn: 2. Vorlesungswoche

Der zweisemestrige Kurs gibt eine Einführung in die Gegenstände und Methoden der Kunst- und Kulturwissenschaften. Dabei stehen Fragen der Geschichte und Theorie von Stadt und Landschaft sowie der sozialen, medialen und ästhetischen Grundlagen der Architektur im Mittelpunkt. Anhand ausgewählter Grundlagentexte aus Philosophie, Kunstgeschichte, Soziologie, Medientheorie und weiteren Disziplinen werden die gegenwärtige Raumproduktion sowie ihre historischen Hintergründe diskutiert.

Modul 8 im Bachelorstudium, 2. Studienjahr

 

Über Technik und Gestaltung I

Prof. Dr. Susanne Hauser

Termine nach Abstimmung mit „NODE“
Beginn 1. Semesterwoche
Architektur UdK: MA Modul 04

Das Seminar diskutiert grundlegende Aspekte des Zusammenhangs von Technologieentwicklung und gestalterischer Praxis. Thematisiert werden Theorien der Technik, philosophische und kulturwissenschaftliche Konzepte von Praxis, Erfindung und Entwurf sowie Diskurse über Technologie und Autorschaft. – Das Seminar richtet sich primär an die Studierenden von UdK und TU Berlin, die an dem Entwurfsprojekt „NODE“ (Vertieferentwurf) teilnehmen; es können nach Rücksprache bis zu fünf weitere Teilnehmende zugelassen werden.

 

Georges Perec und der Raum

Prof. Dr. Susanne Hauser

Donnerstags, 13:30 Uhr bis 15:00 Uhr
Hardenbergstraße 33, Raum 336
Beginn 25. Oktober 2018

Architektur: BA Modul 12 und 14; MA Modul 03 und 05, Visuelle Kommunikation: BA / MA Theoriemodul, Studium generale

Texte von Georges Perec, Mitglied der Schriftsteller*innengruppe Oulipo, haben seit ihrem Erscheinen immer wieder Künstler*innen und Gestalter*innen angezogen. Das mag zuerst an den Themen liegen: Zu den von Perec aufgegriffenen Gegenständen gehören unter anderem die „Dinge“ und die „Räume“. Doch stellt sein Schreiben auch Fragen nach Struktur, Systematik, Regel und Praxis des Schreibens und des Lesens, und damit prinzipielle Fragen an die gestalterische und künstlerische Arbeit. – Das Seminar wird sich mit einigen seiner Texte, die in sehr guten deutschen Übersetzungen vorliegen, beschäftigen, zuerst mit dem „Versuch einen Platz in Paris zu erfassen“ (1975; deutsch erschienen 2010 bei Libelle), um anschließend auszugsweise „Träume von Räumen“ (1974; diaphanes 2013) und „Das Leben Gebrauchsanweisung. Romane“ (1978; diaphanes, 2017) zu lesen.

 

Architektursemiotik

Prof. Dr. Susanne Hauser

Donnerstags, 17:00 Uhr bis 18:30 Uhr
Hardenbergstrasse 33, Raum 310
Beginn 25. Oktober 2018

Architektur: BA Modul 12 und 14; MA Modul 03 und 05, Visuelle Kommunikation: BA / MA Theoriemodul

In den 1960er bis 1980er Jahren galt Semiotik, die Theorie der Zeichen, als eine der bedeutendsten Kulturtheorien, die auch der Architektur viel zu sagen hatte. Das war in Teilen eine intellektuelle Mode, doch mit der Mode ist mancherorts gleich auch die Theorie aus dem Fokus der Debatten über Architektur verschwunden. Das Seminar stellt die Frage, was Zeichentheorien heute leisten können, und verbindet die Diskussion klassischer Konzepte der Architektursemiotik mit ihrer Übersetzung in zeitgenössische Diskurse – und mit Explorationen zu ihrer Anwendung in der Analyse städtischer Umgebungen.

 

(Un)Learning Architecture for Spatial Justice? Diskriminierungs- und Machtkritische Perspektiven in der Architektur

Tashy Endres leitet das Seminar und Francis Seeck, Manuela Ritz und Florian Fischer werden als Expert*innen verschiedene thematische Sitzungen begleiten.
Offen für alle Studierenden der Architektur, BA & MA
1. Termin: Freitag 19.10., 10-14h, Ha 33 Raum 101 (Charlotte Salomon Saal), meist 14-tägiger Rhythmus mit Doppelsitzungen 10-17:30 (inkl. Pausen)
4 SWS

Wie wirken unterschiedliche Formen der Diskriminierung und Machtverhältnisse im Raum? Wie sind wir als Architekt*innen (oft unbewusst) Teil davon? Und (wie) können wir das ändern?

Diesen großen Fragen gehen wir im Seminar anhand konkreter Beispiele und eigener Erfahrungen nach – und kontextualisieren sie immer wieder aus intersektionaler Perspektive. Wir fragen z.B. gemeinsam, wie Eigentumsverhältnisse Architektur und die Arbeit als Architekt*in prägen oder inwiefern die sogenannte „Intuition“, das „Normale“ oder „Schöne“ im Entwurf von unterschiedlichen Situierungen in der Gesellschaft geprägt sind. Zu den Grundlagen intersektionaler Perspektiven gibt es dabei jeweils thematisch einführende und vertiefende Sitzungen mit Expert*innen.

Das Seminar richtet sich an alle Architektur-Studierenden (BA + MA), die Interesse haben, gesellschaftliche Zusammenhänge zu beleuchten, eigene Erfahrungen als Architekt*innen zu reflektieren und mögliche Handlungsoptionen zu entwickeln, z.B. in Form von nicht-diskriminierenden Planungspraxen. Dabei arbeiten wir mit vielfältigen Ansätzen: Lektüre kurzer einführender Texte, individuellen und interaktiven Reflektions- und Gesprächsformaten, zeichnerischen Annäherungen und Experimenten im Raum.

 

Arbeitsgemeinschaft Ausstellungs/Raum/Kritik

Dr. Lutz Hengst

Start/Vorbesprechung: Mittwoch, 24.10.18 um 17.15h; Raum Ha 336; danach Orte und Zeiten nach Absprache
Beginn/erste Sitzung: 24.10.2018

Die neu zu gründende AG will einerseits studiengangsübergreifend eine Lücke schließen, die das vormals bestehende Angebot einer UdK-Ausstellungsbesuchsgruppe hinterlassen hat. Andererseits wird sie dabei aber nicht allein einen Akzent auf die jeweiligen Ausstellungs- und/oder Sammlungsthemen der Häuser – Museen, Galerien, Kabinette, temporäre Ausstellungsorte – setzen, die wir in der Gruppe gemeinsam auswählen und besuchen. Gleichermaßen soll ein Augenmerk auf den räumlichen Gefügen sowohl der Ausstellungsgebäude insgesamt als auch der jeweiligen Ausstellungsarchitekturen liegen, um schließlich Instrumente einer rauminformierten Kritik konkreter wie erweiterter Displaysituationen zu entwickeln.

Die AG soll über mindestens zwei Semester laufen, innerhalb derer für die Architekturmodule BA12, MA03 sowie Wahl- und Theorieelemente weiterer Studiengänge (insbes. VK) die Erlangung von 3ECTS nach Absprache (und eigenständigem Beitrag bzw. verschriftlichtem Referat) möglich sein wird. Zunächst ist etwa ein Ausstellungsbesuch pro Monat vorgesehen, in dessen Rahmen auch Vor- und Nachbesprechungszeit einzurechnen ist. Das Auftakttreffen, mit Festlegung der ersten Besuchsorte, findet am 24.10. um 17 Uhr in Raum 336/Ha33 statt. Um Voranmeldung per Mail wird gebeten!

 

Sommersemester 2018

Grundkurs II: Architektur, Raum, Kultur – Kulturwissenschaftliche Grundlagen

Prof. Dr. Susanne Hauser
Dipl.-Ing. Tashy Endres
Dr. Lutz Hengst

Donnerstags, 11:15 Uhr bis 12:45 Uhr
Hardenbergstraße 33, Raum 336
Beginn: 1. Vorlesungswoche

Der zweisemestrige Kurs gibt eine Einführung in die Gegenstände und Methoden der Kunst- und Kulturwissenschaften. Dabei stehen Fragen der Geschichte und Theorie von Stadt und Landschaft sowie der sozialen, medialen und ästhetischen Grundlagen der Architektur im Mittelpunkt. Anhand ausgewählter Grundlagentexte aus Philosophie, Kunstgeschichte, Soziologie, Medientheorie und weiteren Disziplinen werden die gegenwärtige Raumproduktion sowie ihre historischen Hintergründe diskutiert.

Modul 8 im Bachelorstudium, 2. Studienjahr


Brachen. Stadterkundungen (Seminar)

Prof. Dr. Susanne Hauser

Donnerstags, 18:30 bis 20:00 Uhr
Hardenbergstr. 33, Raum 310
Beginn: 19.04.2018

Das Seminar untersucht Geschichte und Potential städtischer und postindustrieller Brachen und Restflächen für künftige Stadtentwicklungen. Brachen, besonders aufgegebene industriell genutzte Flächen, waren zwischen den 1970er und den frühen 2000er Jahre in vielen Städten vorhanden und stellten oft für die betroffenen Kommunen ein Problem dar. Mittlerweile hat sich in manchen Städten die frühere Fülle an vorhandenen Flächen erledigt. Denn viele Überbauungen sind geplant oder bereits realisiert, was häufig Anlass für Auseinandersetzungen geboten hat. – Das Seminar beschäftigt sich mit Planungs- und Gentrifizierungsprozessen, vor allem aber mit der Eroberung des Freiraums, den Brachen bieten, durch Künstler und Künstlerinnen, und mit der besonderen Bedeutung, die Brachen in den letzten Jahrzehnten für kreative Prozesse im Stadtraum hatten. Zwei Kurzexkursionen führen zu einschlägigen Orten im Raum Berlin und Brandenburg, die noch brach liegen oder aber eine spannende Geschichte ihrer Transformation bis zu einem als langfristig geplanten neuen Zustand durchlaufen haben.

Zielgruppe: MA / BA Architektur, MA / BA Visuelle Kommunikation


Mauern und Wände. Über Grenzen und ihre Materialisierung (Seminar)

Prof. Dr. Susanne Hauser

Donnerstags, 17:00 bis 18:30 Uhr
Hardenbergstr. 33, Raum 310
Beginn: 19.04.2018

Mauern und Wände sind Grundelemente der Architektur. Mit ihnen werden kulturell bedeutsame Formen der Öffnung und Schließung, der Trennung und Verbindung, von Schutz und Abwehr realisiert. Das Seminar diskutiert Bedeutungen und Effekte, die in konkreten Mauern und Wänden und ihren Öffnungen und Schließungen manifestiert sind. Thematisiert werden Mauern in unterschiedlichen politischen Rollen und verschiedenen sozialen Beziehungen, architektonische und medienwissenschaftliche Revisionen der Grenzen des Hauses im 20. und 21. Jahrhundert und die Bedeutungen von Türen, Fenstern und weiteren Durchbrüchen.

Zielgruppe: BA Architektur: Modul 12 und Modul 14; MA Architektur: Modul 3 und Modul 5; BA und MA Visuelle Kommunikation: Theorie; Offen für alle Studiengänge der Fakultäten 1 und 2
Leistungsnachweis: ja


Zu Georges Simondon: Die Existenzweise technischer Objekte (Seminar)

Prof. Dr. Susanne Hauser

Donnerstags, 13:30 bis 15:00 Uhr
Hardenbergstr. 33, Raum 310
Beginn: 19.04.2018

Das Seminar ist ein Lektürekurs zur Technikphilosophie. Im Zentrum steht Gilbert Simondons Werk "Die Existenzweise technischer Objekte" (1959), ergänzt um einige Texte, die auf Simondons Position reagieren und/oder verwandte Themen diskutieren. Besondere Vorkenntnisse sind nicht erfordert, wohl aber die Bereitschaft zu gründlicher Lektüre und das Interesse an konzentrierter Argumentation.

Zielgruppe: BA Architektur: Modul 12 und Modul 14; MA Architektur: Modul 3 und Modul 5; BA und MA Visuelle Kommunikation: Theorie; Offen für alle Studiengänge der Fakultäten 1 und 2
Leistungsnachweis: ja

 

Wintersemester 2017/2018

Grundkurs II: Architektur, Raum, Kultur – Kulturwissenschaftliche Grundlagen

Prof. Dr. Susanne Hauser
Dipl.-Ing. Tashy Endres
Dr. Lutz Hengst

Donnerstags, 11:15 Uhr bis 12:45 Uhr
Hardenbergstraße 33, Raum 336
Beginn: 2. Vorlesungswoche

Der zweisemestrige Kurs gibt eine Einführung in die Gegenstände und Methoden der Kunst- und Kulturwissenschaften. Dabei stehen Fragen der Geschichte und Theorie von Stadt und Landschaft sowie der sozialen, medialen und ästhetischen Grundlagen der Architektur im Mittelpunkt. Anhand ausgewählter Grundlagentexte aus Philosophie, Kunstgeschichte, Soziologie, Medientheorie und weiteren Disziplinen werden die gegenwärtige Raumproduktion sowie ihre historischen Hintergründe diskutiert.

Modul 8 im Bachelorstudium, 2. Studienjahr

 

Planungen für Berlin und Brandenburg

Prof. Dr. Susanne Hauser

Donnerstag, 17:00 Uhr bis 20:00 Uhr
Hardenbergstraße 33, Raum 310
Beginn: 2. Vorlesungswoche

Seit 2015 wird die gemeinsame Landesentwicklungsplanung für Berlin und Brandenburg aktualisiert und einer Überprüfung unterzogen. In einem aufwändigen Verfahren geht es auf der Basis vorhandener Pläne um die Raumentwicklung, die Infrastrukturen und um die Prozesse, die Städte und Gemeinden künftig prägen sollen. Die neue Planung soll 2019 verbindlich werden und in Kraft treten.

Themen des Seminars sind die Ziele, Annahmen und Kriterien der aktuellen Planungen sowie die Interessen und Handlungsmöglichkeiten unterschiedlicher Akteure. Und selbstverständlich werden Berlin wie Brandenburg auf vielfältige Weise Gegenstände der Untersuchung sein.

Von den Seminarteilnehmer*innen werden Neugierde und Lust auf Recherchen erwartet. Geboten werden eine Einführung in die aktuellen Planungsprozesse, Vorträge und Diskussionen mit lokal agierenden und internationalen Expert*innen, Gespräche mit Beteiligten und Einblicke in konkrete Entscheidungsprozesse, die wichtige Weichenstellungen für Berlin und Brandenburg bedeuten. Der zeitliche Aufwand entspricht – je nach Engagement – 3 bis 6 ECTS.


Zu György Kepes

Prof. Dr. Susanne Hauser

Donnerstag, 13:30 Uhr bis 15:00 Uhr
Hardenbergstraße 33, Raum 336
Beginn: 2. Vorlesungswoche

György Kepes (1906-2001) gehörte nach dem Zweiten Weltkrieg für mehrere Jahrzehnte zu den international wahrgenommenen Hochschullehrern und Autoren, an denen Architekten und Architektinnen ihr Verständnis von Visualität ausgebildet haben. In den 1970er Jahren ist das Interesse deutlich zurückgegangen. Das Seminar wird sich mit Kepes' Konzepten, ihren Verschiebungen und ihren jeweiligen historischen Kontexten auseinandersetzen.


Die Kunst, zu beschreiben - Geschichte und Schreibpraxis der Kritik gestalteter Objekte

Dr. Lutz Hengst

U.a. Mittwoch, 17:15 Uhr bis 18:30h
Hardenbergstraße 33, Raum 336
Beginn/erste Sitzung: 1.11.2017 (!)
Was heute einen Platz in Online-Formaten wie Fashion- und Lifestyle-Magazinen hat, das Genre der Kritik gestalteter Objekte und Ensembles (aus Architektur, Kunst, Gebrauchsdesign), erlebte eine entscheidende historische Entwicklungsphase um 1900: Vielseitig aufmerksame Autoren wie Alfred Lichtwark kommentierten kulturkritisch Gestaltungen sehr unterschiedlicher Art, vom einzelnen Sitzmöbel bis zum Hausbau ganzer Regionen. Ausgehend von Texten aus dieser Etablierungszeit ebenso wie von aktuellen Beiträgen im qualifizierenden Kunst- und Gestaltungsdiskurs will das (Block-)Seminar Wissen um Historizität und kulturellen Wandel solcher Textproduktion erschließen. Darüber hinaus sollen so Kompetenzen auf dem Gebiet eigener Schreibpraxis, in Auseinandersetzung insbesondere mit Ausstellungs(auf)bauten um und in Berlin, gefördert werden. Dazu werden sowohl experimentellere Lektüreinheiten - von Lyrik bis Polemik - als auch gemeinsame Ausstellungsbesuche beitragen. Max. 14-tägiges, tw. en bloc stattfindendes und evtl. über zwei Semester und/oder mit AG-Perspektive laufendes Seminar - eine kurze Mail zum Teilnahmeinteresse ist bis zum 23.10.17 an l.hengst@udk-berlin.de erbeten.

Sommersemester 2017

Grundkurs II: Architektur, Raum, Kultur – Kulturwissenschaftliche Grundlagen

Prof. Dr. Susanne Hauser
Dipl.-Ing. Tashy Endres
Dr. Lutz Hengst

Donnerstags, 11:15 Uhr bis 12:45
Hardenbergstraße 33, Raum 336
Beginn: 2. Vorlesungswoche

Der zweisemestrige Kurs gibt eine Einführung in die Gegenstände und Methoden der Kunst- und Kulturwissenschaften. Dabei stehen Fragen der Geschichte und Theorie von Stadt und Landschaft sowie der sozialen, medialen und ästhetischen Grundlagen der Architektur im Mittelpunkt. Anhand ausgewählter Grundlagentexte aus Philosophie, Kunstgeschichte, Soziologie, Medientheorie und weiteren Disziplinen werden die gegenwärtige Raumproduktion sowie ihre historischen Hintergründe diskutiert.

Modul 8 im Bachelorstudium, 2. Studienjahr


Die documenta: Geschichte und Gegenwart eines ("glokalen") Ausstellungsereignisses.

Dr. Lutz Hengst

Mittwochs, 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr
Grunewaldstraße 2-5, Raum 311

1955 startete die bis heute als 'Weltkunstschau' etikettierte temporäre Großausstellung in einer stark kriegszerstörten, plötzlich unweit einer innerdeutschen Systemgrenze situierten Stadt. Die 'Notkulisse' des zerbombten Kassel entfaltete während der ersten zwei Spielzeiten eine eigene, in mancher Hinsicht geradezu epochemachende Ästhetik; aus einer Vermittlungssituation mit dem Hauptziel, den in den NS-Jahren jäh abgerissenen Faden zu den modernen Avantgarden wieder aufzunehmen. Seither erlebte die documenta zahlreiche Wandlungen – über die Ära der Künstlerkuratoren und die Eventisierung des Kulturbetriebes bis zum 'postwestlichen' Theorieanspruch. Entlang der Schau und ihrer Ausstellungspolitiken, aber auch in ihrer Verflechtung von Mittelstadt und globalem Markt, verbinden sich beispielhaft zentrale Diskurse nachkriegsmoderner Kultur samt ihrer bis 2017 fortgesetzten ausstellungsmedialen Revisionen. Über theoretische Einheiten hinaus steht auch ein Besuch der (parellel mit bzw. nach dem zusätzlichen Athen-Teil) in Kassel laufenden 14. documenta auf dem Programm.

Literaturauswahl: Harald Kimpel: documenta, 1955-1997. Mythos und Wirklichkeit. Köln 1997/Oliver Marchart: Hegemonie im Kunstfeld: Die documenta-Ausstellungen dX, D11, d12 und die Politik der Biennalisierung. Köln 2008/Axel Schildt et al. (Hg.): Deutsche Kulturgeschichte. Die Bundesrepublik - 1945 bis zur Gegenwart. Bonn 2009/Martin Sigmund: Komponieren für Events: zur Rolle der Künste in der Eventkultur. Bielefeld 2013/Katrin Sperling: Nur der Kannibalismus eint uns. Die globale Kunstwelt im Zeichen kultureller Einverleibung. Brasilianische Kunst auf der documenta. Bielefeld 2011/Harald Szeemann: Zeitlos auf Zeit: Das Museum der Obsessionen. Regensburg 1994/+ ggf. Auszüge aus S. Sontags 'Regarding the Pain of Others', R. Krauss' 'The Originality of the Avant-Garde and Other Modernist Myths' und/oder G. Debords 'Gesellschaft des Spektakels'.

 

Wintersemester 2016/2017

Theorien des Entwerfens (Seminar)

Prof. Dr. Susanne Hauser

Donnerstag, 13.30-15h; Raum Ha 336; Beginn: 2. Woche,

In den letzten 15 Jahren haben sich die Publikationen zu Theorie und Praxis des Entwurfs und des Entwerfens vervielfacht. Das Seminar setzt sich mit den zentralen Fragestellungen und Thesen der aktuellen Forschungen auseinander.


Naturkonzepte (Seminar)

Prof. Dr. Susanne Hauser

Donnerstag,17-18.30h; Raum Ha 310; Beginn: 2. Woche

Konzepte der Natur sind im Architekturdiskurs allgegenwärtig, gleich ob es um „Ökologie“ oder „Nachhaltigkeit“, um „natürliche Ressourcen“ oder „nachwachsende Rohstoffe“, um „naturnahe Gestaltung“, „grüne Planung“ oder um „Bionik“ geht. Das Seminar unternimmt den Versuch, Konzepte, Ideologien und Praktiken zu klären, in denen sich Architektur auf „die Natur“ bezieht.


Wildnis (Seminar)

Prof. Dr. Susanne Hauser

Donnerstag,18.30-20.00h; Raum Ha 310; Beginn: 2. Woche

Auseinandersetzungen mit Wildnis sind unweigerlich Auseinandersetzungen mit den Rändern der Zivilisation und den Grenzen der Kultur. In allen Künsten ist Wildnis ein wiederkehrendes Thema. Das Seminar stellt ältere und aktuelle Positionen vor.

Gäste werden über ihre eigenen Beiträge zum Thema berichten und diskutieren.

Die Winterangebote von Prof. Dr. Susanne Hauser adressieren die Bereiche BA Architektur: Modul 12 und Modul 14; MA Architektur: Modul 3 und Modul 5; BA und MA Visuelle Kommunikation: Theorie, und sind, soweit nicht anders angegeben, offen für alle Studiengänge der Fakultäten 1 und 2.


Hausforschung transdisziplinär. Kunstwissenschaftlich-ästhetische, kulturhistorisch-funktionale und holistisch-ökologische Aspekte populärer Bauformen (Seminar)

Dr. Lutz Hengst

Mittwoch, 17.15-18.45h; Raum Ha 336 (sowie Exkursionen); Beginn: 2. Vorlesungswoche

Ausgangsgegenstand des Seminars sind ausgewählte historische wie gegenwärtige Erscheinungsformen populärer bzw. privater Häuser einschließlich ihrer künstlerischen Erschließungen und Repräsentationen. Hausforschung bezeichnet ursprünglich einen Forschungszweig der Volkskunde bzw. Europäischen Ethnologie, der sich - als solcher schon interdisziplinär - vornehmlich mit traditionellen Hausformen und -funktionen insbesondere ruraler Regionen befasst. Das Seminar wird Ansätze daraus zu einer Grundlage machen, dann aber konsequent nach dem ganzen Haus (oikos) weiterfragen, also etwa Wohn- und Repräsentationsverhältnisse mitsamt der Einbettung in regelrechte Hauslandschaften und -ökologien in den Blick nehmen. Parallel werden wesentliche ästhetische Referenzen und Qualitäten privaten Hausbaus bis in die Gegenwart betrachtet.

Pointierte Anschlussfragen können dann etwa lauten: Warum erscheinen viele Einfamilienhausbezirke deutscher Vorstädte so trist (und warum wieder manchen nicht)? Tragen deren mediale Repräsentationen (in Kunst und Film) dazu bei? Werden Häuser durch Kunst/Künstlerisch-Ambitioniertes am (Privat-)Bau schöner oder nur die Kunst unschöner? Solche Fragen wissenschaftlich zu fundieren, erfordert u.a. eine Reflexion auf die Fragevoraussetzungen. Diese kann durch vielfältige Lektüren, von Albertis Theorem der ›Villegiatura‹ bis zu Irene Nierhaus’ Schriftenreihe ›wohnen+/-ausstellen‹, eröffnet und auch durch Exkursionen vor Ort inspiriert werden.

Max. 25 Teilnehmende! (Das Seminar ist zugleich offen für Studierende der Bereiche BA Architektur: Modul 12 und Modul 14; MA Architektur: Modul 3 und Modul 5; BA und MA Visuelle Kommunikation: Theorie, und für alle Studiengänge der Fakultäten 1 und 2.)


Biopolitische Verschränkungsfiguren (Seminar)

Dennis Pohl, Georg Dickmann

Donnerstag, 12:00 - 14:00h; Raum Ha 110

Ausgehend von Michel Foucaults Vorlesungen zur Biopolitik am College de France '77-'79, hat der Begriff eine weitreichende Rezeption erfahren. Autor*innen wie Agamben, Deleuze, Hardt & Negri bis hin zu Preciado haben den Begriff für ihre eigenen Auslegungen fortgeschrieben und jeweils mittels verschiedener künstlerisch-räumlicher Figurationen, das Wirken von Machttechniken auf den individuellen und kollektiven (Bevölkerungs-)Körper, aufgezeigt.

Im Seminar "Biopolitische Verschränkungsfiguren. Die Regierungen des Lebens in Architektur und den Künsten", geht es im ersten Teil um historische Auseinandersetzungen und Entmystifizierungen des Begriffs der Biopolitik. Wie wirkt die Biopolitik? Auf welche Weise wird in ihr das Leben regiert, reguliert und verwaltet? Im zweiten Teil werden biopolitische Verhandlungen in der Architektur und in den Künsten betrachtet. Auf welche Weise entwickeln die Fiktionen der Künste selbst biopolitische Denkfiguren?

Dafür werden Figurationen aus den Künsten wie Frankensteins Monster, Benthams Panopticon, Zombies, homo sacer als "lebender Toter" bis hin zu pharmakologischen Substanzen der Science-Fiction-Literatur,  kritisch mit theoretischen Positionen konterkariert, um das Ineinanderwirken von Fiktionen und Theorie zu entfalten. Kurz: Wir werden gemeinsam versuchen das Theoriewerden von Fiktionen und das Fiktionwerden von Theorie anhand ausgewählter Text-, Film- und Architekturbeispiele zu erarbeiten.

Sommersemester 2016

Landschaft, Wildnis und Natur (Vorlesung / Studium Generale)

Susanne Hauser

Montag, 18-20h Raum: Ha 158, Beginn: 25. April 2016

Seit dem 18. Jahrhundert verändern und vervielfältigen sich in Europa die Imaginationen von "Natur" dramatisch. Die Künste reflektieren, kritisieren, fördern und zeigen diese Veränderungen bis heute. Die Vorlesung stellt an Beispielen aus der bildenden Kunst Konzepte vor, die sich zuerst den aufstrebenden Naturwissenschaften sowie Reisen in bislang unbekannte Weltgegenden verdanken, später auch technologischen und industriellen Entwicklungen. Sie thematisiert Vorstellungen der Beziehung von Natur, Kultur und Zivilisation, von Landschaften, ihren Produzenten und ihren Betrachterinnen, von Wildnissen und den Forschenden, die in sie eindringen. Die Vorlesung setzt ein in der Zeit um 1800, als "romantische" Motive entwickelt werden, die teilweise immer noch aktiv sind, und verfolgt markante Entwicklungen im Naturverhältnis bis heute.

 

Materialität, Materialien (Seminar)

Susanne Hauser

Donnerstag, 17.00-20.00h Raum: Ha 310, Beginn: 28. April 2016 (Ende 16. Juni 2016)

Das Nachdenken über Materie, Materialität und Materialien erlebt derzeit in den Kulturwissenschaften eine Konjunktur. Das Seminar nimmt Aspekte aus der aktuellen Debatte um den "neuen Materialismus" auf und verbindet sie mit Fragen, die in der Architekturdiskussion eine lange Tradition haben. Themen sind unter anderem die Erfahrbarkeit und Ästhetik von Materialien in Kunst und Architektur, die Beziehung von Material und Form und die Frage nach den symbolischen und ethischen Dimensionen von Materialien, also nach der "Materialehrlichkeit".

 

"Die Existenzweise technischer Objekte" (Seminar)

Susane Hauser

Donnerstag, 13.30h Raum: Ha 336, Beginn: 28. April 2016

Das Seminar ist ein Lektürekurs zur Technikphilosophie. Im Zentrum steht Gilbert Simondons Werk "Die Existenzweise technischer Objekte" (1989), ergänzt um einige Texte, die auf Simondon reagieren und/oder vergleichbare Fragen thematisieren. Das Angebot reagiert auf eine Nachfrage, die sich im letzten Semester aus meinem Seminar zum "Internet der Dinge" und dessen sozialen wie räumlichen Konsequenzen ergeben hat. - Neugierde, Bereitschaft zu gründlicher Lektüre und das Interesse an konzentrierter Argumentation sind sehr erwünscht, Vorkenntnisse werden nicht verlangt.

 

Allmenden, Commons (Seminar / Wochenendkurs)

Susanne Hauser

Termine nach Vereinbarung - bitte per e-mail bei den Tutor*innen des Lehrstuhls anmelden (bis spätestens 29. April)

Das Seminar betrachtet ältere und teils noch existierende Formen des Gemeineigentums und der gemeinschaftlichen Nutzung von Ressourcen in Europa, ihre räumlichen Manifestationen und ihren Gebrauch - vor allem aber aktuelle Versuche, Anschluss an diese Traditionen zu gewinnen.

 

Ökonomien des Wohnens und der Nachbarschaft am Beispiel Berlin-Kreuzbergs.

Seminar in Kooperation mit dem Entwurfs-Studio "Living in Berlin: Affordable Housing in a luxurious Environment" des Lehrstuhls Vassal

Tashy Endres

Einführung: Montag 18.04.2016 um 17h im Raum 309 des FG Vassal.
Blockseminar: 27.-30. April, 10-18h

Berlin braucht mehr bezahlbaren Wohnraum - besonders für Menschen mit geringem Einkommen. Doch welchen Rahmenbedingungen, Regeln und Logiken folgen die Schaffung, Ver- und Aufwertung von Wohnraum und Stadtteilen derzeit, mit welchen Konsequenzen für die derzeitigen Bewohner*innen? Und wer macht diese Regeln? Was sind alternative Perspektiven für eine soziale Wohnraumversorgung? Das Blockseminar führt am Beispiel Berlin-Kreuzbergs in einige grundlegende sozio-ökonomische, politische und kulturelle Zusammenhänge und Kontroversen der Ökonomien des Wohnens ein - und lädt die Studierenden ein, die gewonnenen Erkenntnisse während des Semesters in ihren Entwurfsprojekten zu reflektieren. Zum Ende des Semesters sollten die Teilnehmenden eine kurze Evaluation möglicher Auswirkungen ihres Entwurfsprojekts auf die Bewohnerstruktur und das umgebende Viertel vornehmen. Für Studierende des Entwurfsprojektes des FG Vassal zum Cuvry-Areal "Living in Berlin: Affordable Living in a luxurious Environment" ist die Teilnahme am Seminar verpflichtend. Leider können darüber hinaus nur sehr wenige Plätze für Studierende anderer Entwurfs-Studios angeboten werden. Notwendige Voraussetzung ist in jedem Fall die Teilnahme an der Einführungsveranstaltung am 18.4.2016 um 17 Uhr in Raum 309.

Wintersemester 2015/2016

Das Internet der Dinge (Seminar)

Susanne Hauser

Donnerstags, 13.30 Uhr, Hardenbergstr. 33, Raum 336

Noch ist das Internet der Dinge mehr Vision als umgesetzter Alltag. Doch Vorstellungen etwa zum smart home oder zu optimierten Logistiksystemen werden allmählich konkret. Das Seminar diskutiert die ersten Ideen vom Ende der 1990er Jahre, befasst sich mit Forschungsergebnissen, die das Internet der Dinge einer Realisierung näher bringen sollen, und stellt die aktuelle Diskussion vor. Leistungsanforderungen: Referat und ausführliches Thesenpapier, aktive Beteiligung an den Diskussionen des Seminars.

 

Über Fremdheit (Seminar)

Susanne Hauser

Donnerstags, 17.00 Uhr, Hardenbergstr. 33, Raum 310

Die Vorstellungen von Fremdheit und das Fremde sind ein klassisches Thema der Philosophie und der Sozialwissenschaften. Das Seminar dient dazu, sich mit einigen älteren und neuen Positionen, unter anderem auch zum Konzept der Transkulturalität, vertraut zu machen und daran eigene Überlegungen und Haltungen zu überprüfen. Leistungsanforderungen: Referat und ausführliches Thesenpapier, aktive Beteiligung an den Diskussionen des Seminars.

 

Stadt und Migration (Seminar)

Susanne Hauser

Donnerstags, 18.45 Uhr, Hardenbergstr. 33, Raum 310

Dass Städte Orte der Zu- und Abwanderung sind, ist für viele Theoretiker und Theoretikerinnen der Stadt im 21. wie auch schon im 20. Jahrhundert eine Selbstverständlichkeit. Das Seminar wird Stadttheorien diskutieren, die diesen Aspekt betonen, und die Frage nach der Bedeutung globaler Migrationsbewegungen für lokale Entwicklungen stellen. Leistungsanforderungen: Recherche und Vortrag mit Präsentation als Gruppenaufgabe, aktive Beteiligung an den Diskussionen des Seminars.

 

Gesamtkunstwerke - Geschichte, Konzepte und räumliche Planbarkeit heute (Seminar)

Lutz Hengst

Freitags, 15.15 Uhr, Hardenbergstr. 33, Raum 336

Gemeinhin gilt die romantische Epoche als Ausgangsphase der Erprobung neuer, spartenzusammenführender und immersiver Kunstszenarien. Tatsächlich soll auch im Seminarkontext die Zeit um 1800 als geistes- und kulturgeschichtlicher Hintergrund diskutiert werden, vor dem Synästhesien regelrecht neu gebaut und programmatisch eingeplant wurden. Zusätzlich zu einem historischen Nachvollzug der Formierung verschiedener Gesamtkunstwerke seit dem 18. Jahrhundert, u.a. in symbolistischen Bühneninszenierungen, im Expressionismus und bis in die Ära des spätmodernen Happenings hinein, wird es im Seminar auch um begrenztere und sehr konkrete Anwendungsformen synästhetischer (Raum-)Arrangements gehen. Beispielsweise werden wir fragen, inwieweit bereits sog. Kunst am Bau verschiedene Modi gestalterischen Ausdrucks in ein Wirkverhältnis setzt; und schließlich ist eine Auseinandersetzung mit dem Aufbau einer aktuellen Sonderausstellung in Berlin bzw. der damit verbundenen Inwertsetzung vorhandener Räumlichkeiten geplant.

 

Gentrifizierungsprozesse in Berlin. Einführung in die Gentrifizierungsforschung und die Frage nach (architektonischen) Handlungsperspektiven (Seminar)

Tashy Endres

Donnerstags, 09.30 Uhr, Hardenbergstr. 33, Raum 336

Gentrifizierung ist in aller Munde. Doch geht es dabei um Hipster-Bars oder Strategiewechsel internationaler Finanzinvestition? Um AirBnB, Sanierungsgebiete oder Fassadengestaltung? Falls es um alle diese Dinge geht – wie hängen sie zusammen? Und was haben Architekt_innen damit zu tun? Das Seminar gibt einen Einblick in den aktuellen Stand der Forschung zu Gentrifizierungsprozessen in Berlin. Dabei eignen wir uns methodische Grundlagen der sozialwissenschaftlichen und geographischen Stadtforschung an. Das Seminar befragt verschiedene Texte und Studien kontinuierlich: Wer produziert dabei welches Wissen über Gentrifizierung, mit welchen Erkenntnisinteressen, Annahmen, Methoden, über und mit welchen Akteur_innen? Und welche Handlungsperspektiven ergeben sich daraus?

Auf zwei Exkursionen besuchen wir universitäre Forschungsprojekte zu Gentrifizierung in Berlin und Architekt_innen, die verschiedene Strategien im Kontext von Aufwertungs- und Verdrängungsprozessen entwickeln. Die Teilnehmenden gestalten die Seminarsitzungen aktiv mit und führen selbst kleine stadtsoziologische Forschungs-Übungen zu Gentrifizierung in Berlin durch. Auch für die Auseinandersetzung mit der eigenen Rolle als Planende wird es immer wieder Raum geben.

 

Licht – Baumaterial des 20. Jahrhunderts? (Seminar)

Ralf Liptau

Donnerstags, 18.00–20.00 Uhr, Hardenbergstr. 33, Raum 150

Das Seminar widmet sich dem Einsatz von künstlichem und natürlichem Licht als „Baumaterial“ anhand von Bauten der europäischen Moderne. Im Unterschied zu Materialien wie Ziegel, Beton oder Stahl kann man Licht weder kaufen, noch liefern, noch verbauen. Unter Zuhilfenahme anderer, konkret-haptischer Materialien ist Licht in architektonischen Zusammenhängen lediglich zu ermöglichen, zu verhindern, zu steuern oder zu lenken. Dennoch, so der Grundgedanke des Seminars, bilden Licht und Transparenz wesentliche Forderungen an, sowie Eigenschaften von Architektur seit dem Ende des 19. Jahrhunderts. Ohne wirklich Material zu sein, scheint Licht damit dennoch ein wesentliches Baumaterial moderner Architektur zu sein. Und zwar sowohl im Hinblick auf Einzelbauten als auch den städtebaulichen Zusammenhang. Anhand konkreter Bauten werden wir den Aspekt der Lichtführung und Transparenzerzeugung am Beispiel von Bauten der Moderne nachvollziehen. Wir werden uns etwa der Forderung nach „Licht, Luft und Sonne“ vor allem im Wohnungsbau der 1920er-Jahre widmen. Das ist auch die Zeit, in der – vor allem elektrische – Lichtkonzepte das Bild moderner Metropolen auch im Außenraum zu prägen beginnen. Auch im Nationalsozialismus haben Projekte wie etwa Albert Speers „Lichtdom“ (1938) dem Licht als Baumaterial einige – propagandistisch genutzte – Bedeutung zugemessen. In der Nachkriegszeit lässt sich ein besonderer Einsatz von Lichteffekten etwa im Kirchenbau nachweisen. Bezogen auf den Stadtraum hat das künstliche Licht spätestens mit der zunehmenden Bedeutung von „Iconic Buildings“ und dem Einsatz von Medienfassaden neue Relevanz gewonnen.

 

Rhetorik-Empowerment-Training für Architekturstudentinnen (Blockseminar)

Julia Lemmle

1. Sitzung: 17. und 18.10.15, 11.00–18.00 Uhr, weitere Termine werden bekannt gegeben

Hardenbergstr. 33, Raum 310

Das Training richtet sich an alle Studentinnen, die überzeugend und sicher auftreten und dabei ihren eigenen rhetorischen Stil finden möchten. Überzeugungskraft entsteht durch eine klare innere und äußere Haltung. Deshalb arbeitet das Seminar vorwiegend mit praktischen Übungen an Körpersprache, Stimme, Auftritt, Rede-Aufbau & Argumentation, um freie und vorbereitete Präsentationen mit weniger Stress und mehr Spaß halten zu können.

Es können 3 ECTS für die aktive Teilnahme und einen dreiseitigen Bericht vergeben werden, 5 ECTS für aktiveTeilnahme, Bericht und Verfassen eines Wikipedia-Artikels über eine Architektin oder Bauingeneurin.Das Seminar richtet sich gezielt an Studentinnen. max. 20 Teilnehmerinnen.