Paradiesgarten

Quelle: Fachgebiet Prada

Der Paradiesgarten ist eine künstlerische Installation im Stadtpark von Wittenberg, die auf einem Entwurf von Studierenden der Universität der Künste Berlin (Studiengang Architektur) basiert. Der Entwurf wurde im Rahmen des studentischen Wettbewerbs Tore der Freiheit mit dem ersten Preis für den Torraum Kultur ausgezeichnet und konnte anlässlich der Weltausstellung in Wittenberg im Sommer 2017 in überarbeiteter Form realisiert werden.

Der Weg unter den hängenden Paradiesgarten führt durch eine labyrinthische Anordnung von Kompostsilos, die Zugang und Sicht verstellen. Der unzugängliche Garten wird von dieser Kompoststadt gespeist, die mit der bei der Zersetzung organischen Materials entstehenden Energie ein Mikroklima erzeugt. Dieses Klima erschafft den Lebensraum für Pflanzen, die unter normalen Bedingungen nicht gedeihen würden. Über die Kompostsilos wird das Beet beheizt und regelmäßig in einen warmen, feuchten Nebel gehüllt, der das Wachstum der Pflanzen unterstützt, jedoch gleichzeitig das poetische Bild eines entrückten, unerreichbaren Ortes kreiert.

Die kulturelle Errungenschaft regenerativer Energien wird in einer künstlerischen Übersetzung in ihrem Grundprinzip sinnlich erfahrbar. In seinem bildhaften Ausdruck repräsentiert der Paradiesgarten einen idealen, dem Menschen nahen, aber dennoch für ihn unerreichbaren Sehnsuchtsort.

Die technischen Abläufe konnten im vergangenen Jahr erfolgreich durch die Herstellung eines Prototypen an der Universität der Künste in Berlin getestet werden.

Das studentische Team erfuhr hierbei sowie auch bei der Realisierung Unterstützung durch den Verein native power, der sich u.a. der Nutzung und Verbreitung von Energiegewinnung durch Biomeiler im Sinne einer „open source“- Technologie widmet. Mit der Bepflanzung des hängenden Gartens waren die Pflanzenretter beauftragt, die sich den verantwortungsvollen Umgang mit Kübelpflanzen als Lebewesen zur Aufgabe gemacht haben.

 

Eine Kooperation der Fachgebiete

Konstruktives Entwerfen und Tragwerksplanung (KET)

und Plastische und Räumliche Darstellung (PRADA)

des Studiengangs Architektur

 

Prof. Christoph Gengnagel, Prof. Alexandra Ranner, Dörte Meyer, M.A.,

Dipl. Ing. Julian Pommer und Clemens Waldhart, M.A.

Studierende: Eva Böhm, Katrin Bozeniec, Maximilien Dagron, Felix Deiters, Manuel Falkenhahn, Anne Line Gertz, Tobias Grothues, Jonathan Heck, Christoph Henschel, Carina Kitzenmaier, Sebastian Maier, Franziskus Rau, Simon Rütjeroth, Maxie Schneider, Lisa Süßegger, Zuzana Tabackova, Maddalena Vezzoli, Muriel Werthebach, Simon Wienk-Borgert, Hannah Wolf, Miriam Zenk

Quelle: Fachgebiet Prada
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