Gemeinsame Räume Offenhalten

Kartierungen am Cotti, am Kotti und am Hermannplatz

... von Maria Arnold, Laurenz Blaser, Chloe Borreguero Boleis, Anders Grivi Coleman, Oliver Gudzowski, Paula Granda, Julia Hartmeyer, Gustav Ingold, Jakob Köchert und Sarah Malinowski.

Quelle: GD Städtebau
Quelle: GD Städtebau, Kartierung Laurenz Blaser
Quelle: GD Städtebau, Kartierung Oliver Gudzowski mit Anders Grivi Coleman, Julia Hartmeyer und Jakob Köchert
Quelle: GD Städtebau, Kartierung Mascha Arnold und Gustav Ingold
Quelle: GD Städtebau, Kartierung Chloé Borreguero Boleis und Paula Granda mit Sarah Malinowski
Quelle: station urbaner kulturen / nGbK Hellersdorf
Quelle: GD Städtebau

Ausstellung in der station urbaner kulturen/nGbK Hellersdorf vom 29.08. bis 09.09.2021

Mit einem Gespräch am 27.08.2021 über Raumproduktionen jenseits von öffentlich und privat mit Julia Brunner (Kotti-Shop), Adam Page (station urbaner kulturen) und Niloufar Tajeri (Initiative Hermannplatz).

 

Im Recherche- und Kartierungsseminar "For Dis-closing Separate Space. Kooperative Methoden re-produktiver Planungsarbeit" haben wir uns der selbstverwalteten planerischen Arbeit vor Ort zugewandt, die Räume einer anderen Praxis hevorbringt: die der stadtpolitischen Selbstermächtigung jenseits von Marktlogiken und trotz Austeritätspolitiken.

Kooperativ betriebene und hergestellte Orte wie der rund um den Kotti-Shop im Neuen Kreuzberger Zentrum am Kottbusser Tor, um die station urbaner kulturen/ngbk Hellersdorf am Cottbusser Platz oder um den Infotisch am Karstadt der Initiative Hermannplatz stehen für diese andere - nicht nur Berliner - Praxis.

Welche Rolle können wir selbst als Praktiker*in in solchen von Finanzialisierungsdruck, Prekarisierung, Verdrängung und Vereinnahmung einerseits sowie Reproduktionsarbeit, urbaner Subsistenzökonomie und Begehren nach dem guten Leben andererseits geprägten Prozessen ein- oder übernehmen? Wie lässt sich eine selbstbestimmte Raumproduktion als Spatial Commons=Allmenden-Räume von einer ausschliessenden Raumproduktion als Separate Spaces=Club-Räume unterscheidbar, erkennbar und gestaltbar machen – aktiv, schöpferisch und solidarisch? Welche Relevanz kommt den Praxen vor Ort im Kontext einer gemeinwohlorientierten Stadtentwicklung zu? Lassen sich die Raumproduktionen als Community Design lesbar machen?

Als "Embedded Praktiker*innen" begab sich ein Teil der Studierenden in den Austausch mit den Menschen vor Ort und erarbeitete mit Unterstützung der Organisationen Praxis-Mappings. In Zusammenarbeit mit den "Distant Theoretiker*innen" entstanden ortsbezogene Theorie-Diagramme zu Arendts Arbeitsbegriff, Federicis Commonstheorie, Sanoffs Community Designverständnis oder zur Gemeinwohldebatte.

Dieses Arbeitsmaterial geben wir an die Orte zurück und reichen es weiter für eine diskursive Etablierung kooperativer Planungsansätze mit denen, die sich längst beteiligen.

Download der Dokumentation:

cloud.udk-berlin.de/s/ew78L9RPyWpFHFM



Archiv der nGbK:
https://ngbk.de/de/show/648/gemeinsame-raeume-offenhalten-kartierungen-am-cotti-am-kotti-und-am-hermannplatz

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