Natur, Mensch, Anthropozän

Quelle: Armin Linke, "Whirlwind"

Natur, Mensch, Anthropozän

Dr. Susanne Jaschko

Unsere Vorstellung von der Natur ist überholt. Der Mensch formt die Natur. Das ist der Kern der Anthropozän-These, die einen Paradigmenwechsel nicht nur in den Naturwissenschaften ankündigt, sondern darüber hinaus in Kultur, Politik und Alltag nach neuen Wegen sucht. Mit den herkömmlichen Methoden des Erkenntnisgewinns – den Naturwissenschaften einerseits und den Geisteswissenschaften andererseits – ist die Menschheit an eine Grenze gestoßen. Dies erfordert eine neue Erschließung von Welt, die nicht auf postmoderne Diskurse, sondern materielle Zusammenhänge und Prozesse abzielt.

Das Seminar untersucht, wie sich dieses neue Verständnis vom System Mensch und Natur in der zeitgenössischen Kunst spiegelt und welche Handlungsräume die Kunst einnimmt und aufzeigt. Im Seminar diskutieren wir die aktuelle Anthropozän-Theorie, Filmbeispiele und interdisziplinäre künstlerische Arbeiten aus dem Bereich der Art-Science.

Termine

Di 14 -16 Uhr

8 Termine ( genaue Termine werden Anfang des Semesters bekanntgegeben) 
und ein Blockseminar in Gerstwalde: 10-12.Juni

Raum: GRU 128 / 129

1. Termin 19.4.2016