Strangely familiar, familiarly strange: Autobiographical storytelling

Gather Kollektiv (Linh Müller & Marieke Helmke)
Strangely familiar, familiarly strange: Autobiographical storytelling

Blockseminar, Deutsch/English, 2 SWS, 2 ECTS, offen
Anmeldung über gather_ @udk-berlin.de bis zum 10.05.2023
19.-22.6.2023, Gutshof Sauen
Vorbereitungstreffen: 24.5., UdK, Raum tba
Nachbereitungstreffen: Anfang Juli tba

In diesem Blockseminar werden wir uns mit autobiographischen Narrativen der Fremde und Fremdheit, des Fremdseins und des Fremdfühlens auseinandersetzen. Durch kreative Gruppen- und Einzelprozesse sollen die eigenen Positionierungen reflektiert und künstlerische Prozesse angestoßen werden.
Das Thema der Fremdheit (und, im Gegenzug, der Vertrautheit) wird in dem Seminar auf zwei Ebenen eine Rolle spielen: Zum einen ist es Impuls für kreative Arbeiten; zum anderen spiegelt es sich auch in der Konzeption des Seminars als kollektiver Raum wieder. So stehen im Zentrum des Seminars das gegenseitige Kennenlernen, Austauschen und Zuhören, sowohl von Geschichten als auch von Skills, Wissen und Methoden der Teilnehmenden. Wir möchten uns außerdem gemeinsam verschiedene künstlerische Auseinandersetzungen anschauen und besprechen. Dazu können unter anderem Texte von Audre Lorde, Jezz Chung und Sinthujan Varatharajah gehören, aber auch der Auswahlprozess kann ein kollektiver sein.
Am Ende des Seminars sollen künstlerische Arbeiten oder Ansätze, die aus diesem Prozess angestoßen worden sind, präsentiert werden. Das Medium der dabei entstehenden Werke kann frei gewählt werden.

Hauptbestandteil des Seminars ist ein gemeinsamer mehrtägiger Aufenthalt vom 19. bis 22. Juni  auf dem Gutshof Sauen (https://www.udk-berlin.de/service/standorte-der-udk-berlin/gutshof-sauen/) . Zusätzlich wird es ein Vorbereitungstreffen am 24. Mai und einen Termin für die Präsentation der künstlerischen Arbeiten geben (vermutlich am 8. Juli, tba). 

Wir hoffen, mit diesem Seminar einen Raum für die Teilnehmenden zu kreieren, ihre eigenen Geschichten künstlerisch zu erkunden, zu erzählen und verschiedene Formen von Resonanz zu finden. In unseren kollektiven Prozessen wollen wir strikte Hierarchien der Wissens- und Kunstproduktion aufbrechen und verfremden. 

Infos zur Unterbringung: Leider sind die Räumlichkeiten in Sauen nicht barrierefrei/ rollstuhlgerecht. Außerdem gibt es Mehrbettzimmer und eventuell die Möglichkeit für ein Einzelzimmer.

Wir sind offen für Teilnehmende aus allen Fachrichtungen und werden je nach Gruppe, auf deutsch und/oder englisch zusammen arbeiten. Wenn ihr Bedenken, Bedürfnisse oder Wünsche hinsichtlich Anpassungen und Zugänglichkeiten zur Teilhabe habt, meldet euch gerne vorab per E-Mail bei uns. 

In this block seminar we will deal with autobiographical narratives and narrations of strangeness, being (e)strange(d) and  feeling (e)strange(d) . Through creative group and individual processes, we will reflect on our own positionalities and initiate artistic practices.
The theme of strangeness (and, in turn, familiarity) will play a role in the seminar on two levels: On the one hand, it is an impulse for creative works; on the other hand, it is also reflected in the conception of the seminar as a collective space. Thus, the focus of the seminar will be on getting to know each other, sharing and listening to each other's stories as well as the skills, knowledge and methods of the participants. We would also like to look at and collectively discuss different artistic approaches. This could also include texts by Audre Lorde, Jezz Chung and Sinthujan Varatharajah, but the selection process of these works can be a collective process.
At the end of the seminar, artistic works, concepts or drafts that have emerged from this process will be presented. The medium of the produced works can be freely chosen.

The main component of the seminar is a stay of several days from June 19 to 22 at the Gutshof Sauen (https://www.udk-berlin.de/service/standorte-der-udk-berlin/gutshof-sauen/). In addition, there will be a preparatory meeting on May 24 and a date for the presentation of the artistic works (probably on July 8, tba). 

With this seminar we hope to create a space for participants to artistically explore and tell their own stories and find different forms of resonance. In our collective processes, we aim to break down and defamiliarize strict hierarchies of knowledge and art production. 

Accommodation info: Unfortunately, the facilities in Sauen are not barrier-free/wheelchair accessible. There are shared rooms and possibly the option for a single room.

We are open to participants from all disciplines and we will work together in German and/or English, depending on the group. If you have any concerns, needs or requests regarding accommodation and accessibility for participation, please feel free to email us in advance.

Leistungsanforderung: Teilnahme an den Veranstaltungen, Präsentation der eigenen Arbeit im Juli

Dieses Seminar ist Teil des Gather Kollektivs (ehemals FEM*_MUSIC*_): Ein partizipatives und hierarchie-armes Projekt, das 2016 begann, um intersektionale Perspektiven auf zeitgenössische Kunst- und Musikproduktion zu diskutieren. Es wird gefördert durch das Berliner Programm zur Förderung der Chancengleichheit in Forschung und Lehre (BCP), der AG Frauenfördergelder der UdK Berlin und durch die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte der UdK Berlin.
Linh Müller (sie/ihr) hat Nordamerikastudien studiert und arbeitet in einem Projekt zu dekolonialer Erinnerungskultur.  Sie interessiert sich außerdem für die affektive Reproduktion und Repräsentation von race und nationaler Zugehörigkeit in Popkultur. Ihre verschiedenen Identitäten und Positionierungen, oft im Zusammenhang mit ihrer Familiengeschichte, verhandelt sie in Texten und Audioformaten.
Marieke Helmke (sie/ihr) arbeitet zur Zeit auf den unceded territories of the Musqueam, Squamish and Tsleil-Waututh Nations (‘Vancouver’)  als Kunst- und Musikpädagogin für neurodivergente junge Menschen. In ihrer künstlerischen Arbeit erforscht sie ihre Perspektiven auf Care und Gesundheit, zurzeit innerhalb von Soundprojekten, Musik und Malerei. Seit September 2020 ist sie co-koordinierendes Mitglied von Gather.

The seminar is part of the Gather Collective (formerly FEM*_MUSIC*_): A participatory and low-hierarchy project which started in 2016 to discuss intersectional perspectives on contemporary art and music production. It is supported by the Berlin Program for the Promotion of Equal Opportunities in Research and Teaching (BCP), the AG Frauenfördergelder of the UdK Berlin and by the Women's and Equality Representative of the UdK Berlin.
Linh Müller (she/her) studied North American Studies  and works as part of a decolonial memory culture project. She is also interested in the reproduction and representation of race and national belonging in pop culture. She negotiates her various identities and positionalities, often as they relate to her family history, in texts and audio works.
Marieke Helmke (she/they) currently works on the unceded territories of the Musqueam, Squamish and Tsleil-Waututh Nations (‘Vancouver’) as an arts and music educator for neurodivergent youth. In her artistic work she explores her perspectives on care and health within sound projects, music and painting. Since September 2020 she has been a co-coordinating member of Gather.