Zugänge und Ausschlüsse im Design
Zugänge und Ausschlüsse im Design
Gestaltung ist nie neutral und setzt oft ein bestimmtes Vorwissen voraus: ein gemeinsames kulturelles Gedächtnis, visuelle Lesegewohnheiten oder eine bestimmte Grundbildung, die nicht universell geteilt werden. Genau hier setzt das Forschungsvorhaben an. Im Zentrum stehen Fragen danach, wen wir mit unserer Gestaltung ansprechen und wen wir dabei, oft unbewusst, ausschließen. Denn als Gestalter*innen prägen wir aktiv die Umgebung, in der wir leben, und tragen damit Verantwortung für die Bilder und Inhalte, die wir kommunizieren. Umso wichtiger ist es, dass unterschiedliche Perspektiven im Design präsenter werden, um zu verhindern, dass Stereotype reproduziert werden oder immer nur ein Teil der Gesellschaft mitgedacht und angesprochen wird.
Ausgehend von diesen Fragen untersucht das Forschungsvorhaben, wie Inklusion und barrierearme Gestaltung stärker in Lehre und Praxis verankert werden können. Methodisch verbindet es dabei einen spielerischen, experimentellen Zugang mit einer kritischen Befragung etablierter Normen, Regeln und des bestehenden Design-Kanons, mit dem Ziel, sichtbar zu machen, dass Design immer Ausdruck bestimmter Perspektiven und Entscheidungen ist.
Aus dieser Auseinandersetzung ergeben sich Materialien und Gestaltungszugänge, die Potenzial für eine zugänglichere Designpraxis bergen. Die Ergebnisse werden in einer Publikation zusammengeführt.