Link zum Buch
Abstract
Die Beschäftigung mit Zeit war für John Cage ein konstantes und dominierendes Anliegen, das zu neuen Kompositionstechniken und zur Erkundung neuen Materials führte. Während sich bisherige Publikationen zum Thema „Cage und Zeit“ fast ausschließlich mit seinen Instrumentalkompositionen auseinandersetzten, beschäftigt sich diese Arbeit mit der Frage wie sprachliche und musikalische Zeitverläufe im umfangreichen Vokalwerk Cages gestaltet sind und welche Rolle Sprache für die Zeitkonstruktion in diesen spielt.
Die Verbindung von musikalischer und sprachlicher Zeit untersuche ich in Zusammenhang mit drei verschiedenen Zeitaspekten (Vertikalität, Gleichzeitigkeit und Zeitmessung) sowie Cages Thematisierung des Aspekts „Zeit“ für den Zuhörer, die ich chronologisch durch Cages Schaffen hindurch verfolge. An Analysen ausgewählter Kompositionen wird deutlich, dass Sprache als Ausgangspunkt für die Generierung einer numerischen Struktur dient, als Klangdifferenzierung, als polyvalentes Material für Bedeutung, die jeder Zuhörer selbst herstellen muss, als Möglichkeit Komplexität durch Überlagerung verschiedener Sprachschichten zu erzeugen, sowie in den Mesosticha-Kompositionen als Komponente, deren formale Struktur formbildende für die Komposition ist.
Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt auf einem analytisch-ästhetischen Ansatz, wobei ich Cages Vokalkompositionen nicht isoliert betrachte, sondern Anregungen anderer Künstler und Intellektueller (namentlich die Arbeiten der Dadaisten, der New York School Komponisten, Fluxus-Künstler sowie C. G. Jung und Mashall McLuhan) vergleichend heranziehe. Damit reiht sich diese Arbeit in die Publikationen der letzten Jahre ein, die zeigen, wie Cage vielfach Anregungen anderer übernahm und für seine Zwecke umdeutete. In dieser Arbeit wird dieses Thema in Hinblick auf Cages Zeitgestaltung erörtert. (Quelle: Verlagsseite)
Das Projekt wurde durch ... gefördert.
Biographie
ABC
Kontakt
Homepage