Dissertationsprojekte

Zeichnung von Ferruccio Busoni (Eugène Ysaye, Raoul Pugno und Ferruccio Busoni), Ort und Datum unbekannt

 Quelle: mit frdl. Genehmigung von Sayuri Hatano

Diese Seite befindet sich im Aufbau. Hier werden zukünftig die laufenden und abgeschlossenen Dissertationsprojekte stehen.

Laufende Projekte

  • Abstract

     

    Biographie

    Dörthe Günther studierte die Fächer Musik und Englisch auf Lehramt an der Universität der Künste und der Humboldt-Universität zu Berlin. Dort schloss sie im Sommer 2022 ihr Studium mit der Masterarbeit „Die Historischen Konzerte auf der Esposizione internazionale di musica in Bologna 1888“ ab. Seit Oktober 2022 verfolgt sie ihr Promotionsprojekt zu Historischen Konzerten im Kontext von internationalen Ausstellungen im 19. Jahrhundert bei Frau Prof. Dr. Signe Rotter-Broman und Frau Prof. Dr. Dörte Schmidt.
    Ihre Forschungsinteressen beinhalten transnationale Musikgeschichtsschreibung im 19. Jahrhundert, Musik auf Weltausstellungen, Historische Aufführungspraxis, Kanonbildung, Fragen zum Verhältnis von Musik und Politik sowie die Musikstadt Rom im 17. und 18. Jahrhundert.

    Kontakt

     

     

Abgeschlossene Projekte

  • Link zum Buch
     

    Abstract

    Die Berliner Metallblasinstrumentenmacher spielten vom ausgehenden 18. bis zum 20. Jahrhundert eine maßgebliche Rolle bei der Entwicklung des modernen Orchesterinstrumentariums. Getrieben von der Innovationskraft der Instrumentenmacher und Musiker wurden Blasinstrumente verbessert und neu konstruiert. Sowohl die Verbreitung erster Ventilblasinstrumente als auch die Konstruktion der Basstuba ging von der preußischen Hauptstadt aus. Die Berliner Hersteller versorgten aber nicht nur die Berliner Orchester, sondern auch den russischen Zarenhof und die hawaiianische Militärkapelle mit Instrumenten. Richard Wagners Opern wären ohne die Konstruktionen der Berliner Firma C. W. Moritz um einige Klangfarben ärmer. Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung des Berliner Metallblasinstrumentenbaus vom beginnenden 18. Jahrhundert bis zum ausgehenden 19. Jahrhundert. Anhand von Quellentexten, Dokumenten und historischen Metallblasinstrumenten wird der Weg zu einem bedeutenden Zentrum des Metallblasinstrumentenbaus aufgezeigt. Im Mittelpunkt stehen hierbei nicht nur neue Forschungsergebnisse zu den Biographien der Hersteller, sondern auch zur Entwicklung der Ventile und zur Wiederbelebung des Renaissance- und Barockinstrumentariums im ausgehenden 19. Jahrhundert. Anhand einer Vielzahl historischer Metallblasinstrumente werden diese Entwicklungen sowohl in das Berliner als auch das internationale Musikleben eingeordnet. (Quelle: Dokumentenserver der UdK Berlin)
     

    Kontakt

    Homepage

  • Link zum Buch
     

    Abstract

    Schaltungen konstituieren Medien. Doch was konstituiert Schaltungen? Der Schwingkreis erkundet Potentiale eines Forschens über und mit Schaltkreisen am Beispiel der Frühgeschichte elektronischer Musikinstrumente.
    Um 1900 ermöglicht die Schwingkreisschaltung, elektrische und elektronische Schwingungen zu generieren. Das hat nicht nur Konsequenzen für die Nachrichtentechnik, sondern auch für die Musik. Theremin, Trautonium und Ondes Martenot basieren auf Rundfunktechnologie, die umgewidmet wird. Damit exemplifizieren sie das, was die Herausbildung von Schaltungen kennzeichnet, bevor sie in Apparaten verschwinden: exploratives Probieren und materielles Rekombinieren. Aus einer medienarchäologischen Perspektive zeichnet das Buch die Entwicklung des Schwingkreises im 19. und frühen 20. Jahrhundert nach und zeigt, wie die Schaltung durch heterogene Wissensformationen konfiguriert wird. (Quelle: Verlagsseite)
     

    Biographie

    Christina Dörfling ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrgebiet „Medien und Wissen“. Nach dem Studium der Musik-, Medien- und Geschichtswissenschaften an der Humboldt-Universität Berlin, war Sie 2015-2018 wissenschaftliche Mitarbeiterin am DFG-Graduiertenkolleg „Das Wissen der Künste“. 2019 wurde sie nach Gastaufenthalten am Deutschen Museum München und Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte Berlin an der Universität der Künste Berlin mit der Arbeit Der Schwingkreis. Schaltungsgeschichten an den Rändern von Musik und Medien in Musikwissenschaft promoviert. Anschließend war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule für Musik Weimar (BMBF-Projekt „Musikobjekte der populären Kultur“) und im BKM-Projekt „Patente-Musik-Instrumente“ (Geheimes Staatsarchiv Berlin und Staatliches Institut für Musikforschung). Im Sommersemester 2023 vertrat sie die Professur Musikwissenschaft/Sound Studies an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
     

    Kontakt

    Homepage

  • Link zum Buch
     

    Abstract

    Erhabenheit scheint ein angestaubtes ästhetisches Konzept zu sein. Doch Musik und Klangkunst konfrontieren uns seit dem 20. Jahrhundert mit Werken, in denen Stille und lange Dauern selbst zu überwältigenden Akteuren werden. Sonja Heyer entwickelt aus der Akteur-Netzwerk-Theorie und dem kritischen Posthumanismus das Konzept der transformativen Erhabenheit. Darin überlässt sich der Mensch nicht einer metaphysischen Ewigkeit, sondern wird Teil eines lebendigen ästhetischen Netzwerkes. Neben Werkanalysen dienen auch erstmalig veröffentlichte Interviews mit Mitgliedern der Komponistengruppe Wandelweiser der empirischen Fundierung dieser neuen Entwicklung in der zeitgenössischen Musik. (Quelle: Verlagsseite)

    Biographie

    Sonja Heyer, geb. 1965, ist Klangkünstlerin und Musikpädagogin. Sie studierte Musik, Ethnologie, Soziologie und Sound Studies, lehrte an der Universität der Künste Berlin im Fachbereich Sound Studies and Sonic Arts und promovierte in Musikwissenschaft bei Dörte Schmidt. Zu den Schwerpunkten ihrer künstlerischen Forschung zählen die interkulturelle Zeitphilosophie und die ästhetischen Manifestationen von Zeit.

    Kontakt

    Homepage

  • Link zum Buch
     

    Abstract

    Britische Sinfonien um 1900 können einerseits als Teil einer nationalen, spezifisch britischen (musikalischen) Moderne verstanden werden. Sie reflektieren demnach Identifikationsdiskurse der Jahrhundertwende. Andererseits sind sie Gattungsbeiträge im Rahmen einer internationalen Gemeinschaft von Komponisten und Komponistinnen.
    Das Buch fächert die Bedingungen für das Verfassen von Sinfonien am Übergang zum 20. Jahrhundert in England auf. Es geht von einem erweiterten Begriff einer musikalischen Moderne im internationalen Forschungskontext um Decentering Modernity aus. Anhand einzelner Werke – beispielsweise von Edward Elgar, Hubert Parry, Arthur Somervell oder Ralph Vaughan Williams – wird gezeigt, wie sich unterschiedliche Facetten der Moderne in kompositorischen Entscheidungen manifestieren. Dazu gehören landschaftlich und zeitlich gebundene Verweise ebenso wie selbstreflexive Konstruktionen. Damit ergibt sich im Rahmen einer globalgeschichtlichen Perspektive einerseits eine Neubestimmung der Moderne. Andererseits entsteht ein neues Bild der Gattungsgeschichte der Sinfonie. Das Buch versteht sich auch als grundlegender Beitrag zur Methodik musikalischer Analyse. (Quelle: Verlagsseite)

    Biographie

    Dorothea Hilzinger studierte Musikwissenschaft, Pädagogik und Informatik an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Sie ist seit 2013 wissenschaftliche Mitarbeiterin der Fachgruppe Musikwissenschaft an der Universität der Künste Berlin. Zu ihren Forschungsinteressen gehören die Sinfoniegeschichte im 19. und 20. Jahrhundert, Fragen europäischer Musikgeschichtsschreibung, koloniale und postkoloniale Perspektiven, erweiterte Konzepte einer musikalischen Moderne, Fragen der Digital Humanities sowie die Verknüpfung von analytischen und kulturwissenschaftlichen Zugängen.

    Kontakt

    Homepage

     

  • Link zum Buch
     

    Abstract

    Diese Studie beschäftigt sich mit der Frage, wie hybride (Gesamt-)Ausgaben von Schriften so gestaltet werden können, dass durch die Art der Textgestaltung sowie die Kontextualisierung und sachliche Kommentierung der Schriften Raum für das historische Dokument geschaffen wird, ohne zentrale Ansprüche auf Seiten der Rezeption zu vernachlässigen. Dabei wird die historisch-kritische Gesamtausgabe der Schriften des Komponisten Bernd Alois Zimmermann (1918–1970) beispielhaft in den Blick genommen. In kritischer Auseinandersetzung mit den theoretischen Debatten der neugermanistischen Editionswissenschaft und der aktuellen Praxis hybrider und digitaler Editionsprojekte zeigt die Studie am Beispiel von Zimmermanns »Moderne französische Musik« (1948), wie durch eine ausdifferenzierte konzeptionelle Anlage und Strukturierung des Editionsprozesses die Möglichkeiten der hybriden Edition genutzt werden können, um einerseits in der Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Textpräsentationen in der digitalen Edition die Formulierung und Bearbeitung verschiedenster Forschungsfragen zu ermöglichen und andererseits im gedruckten Band die Akzeptanz für das tatsächlich überlieferte Dokument zu fördern. (Quelle: Verlagsseite)
     

    Biographie

    Studium der Fächer Schulmusik, Latein und Musikwissenschaft in Berlin, 2014–2016 Freie Mitarbeiterin der an der Universität der Künste Berlin angesiedelten Forschungsstelle Exil und Nachkriegskultur, 2015–2021 Lehrauftrag an der UdK Berlin, seit 2016 Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Bernd Alois Zimmermann-Gesamtausgabe an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, 2022 Promotion an der UdK Berlin (Schichten und Kontexte freilegen. Über die Möglichkeiten hybrider Texteditionen am Beispiel der Ausgabe von Bernd Alois Zimmermanns Schriften).

    Kontakt

    Homepage

  • Link zum Buch
     

    Abstract

    Aus dem Exil zurückgekehrte Emigranten haben beim Wiederaufbau des westdeutschen Musiklebens eine weit größere Rolle gespielt als bislang angenommen. In dieser Monografie wird die Bedeutung der Frage nach Exil und Rückkehr für die westdeutsche Musikkultur der Nachkriegszeit erstmals auf einer breiten Quellenbasis untersucht.
    Das Erkenntnisinteresse richtet sich dabei in erster Linie darauf, die vieldimensionalen Kommunikations- und Handlungsräume, in denen die Entscheidungen für oder gegen eine Rückkehr getroffen wurden, zu beschreiben. Auf dieser Grundlage wird nach der vergangenheitspolitischen wie kulturellen Tragweite der Rückkehrvorgänge gefragt sowie nach der Wirkung, die von den zurückgekehrten Musikschaffenden ausging. Durch die Auswertung und Kontextualisierung vieler Einzelgeschichten werden auf diese Weise für den Bereich der Musikkultur die so oft ins Feld geführten Brüche und Kontinuitäten der Nachkriegszeit in ihrer Widersprüchlichkeit ebenso wie in ihrer bis in die heutige Zeit reichenden Wirkungsmächtigkeit erkennbar und darstellbar gemacht. (Quelle: Verlagsseite)
    Das Projekt wurde durch das Ev. Studienwerk Villigst e.V. gefördert.

    Biographie

    Dr. Matthias Pasdzierny, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fakultät Musik der Universität der Künste Berlin und Arbeitsstellenleiter der Berliner Arbeitsstelle der Bernd Alois Zimmermann-Gesamtausgabe an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.
     

    Kontakt

    Homepage

  • Link zum Buch
     

    Abstract

    Das gewöhnlich Unhörbare hörbar zu machen, darin besteht die Pionierarbeit Alvin Luciers. Ausgehend von einem traditionellen Musik­verständnis, wie es noch während seines neoklassizistisch geprägten Kompositionsstudiums vorherrschend war, zeichnet die Studie Luciers Schaffen über die live-elektronischen Verbalpartituren ab 1965 bis zur letzten Werkphase der reinen Instrumentalstücke ab 1982 nach. Die minimalistische Konsequenz, mit der er auf die Phänomenalität des Klangs hört, verweist dabei stets auf das reflexive Moment des Wahrnehmens selbst. Der Einsatz von Live-Elektronik orientiert sich zumeist an wissenschaftlichen Experimenten und fokussiert dabei akustische Eigenheiten von natürlichen und architektonischen Räumen sowie den physikalischen Eigenschaften des Schalls. Auch die Instrumentalstücke von Luciers letzter Werkphase stehen trotz traditioneller Notationsformen und Konzertsituationen außerhalb eines konventionellen Musikverständnisses und betonen Luciers radikale ästhetische Position, indem sie allein das Phänomen der Schwebungen thematisieren. Unter besonderer Berücksichtigung der dezidiert experimentellen Positionen und Konzepte Luciers wird dessen gesamtes Œvre historisch wie theoretisch erschlossen. Dabei wird der Begriff des Realen nach Jacques Lacan fruchtbar gemacht und stellt sich als Schlüsselbegriff für die Analyse des Werkes und der Ästhetik Alvin Luciers heraus, wodurch seine Bedeutung als einer der wichtigsten Vertreter der amerikanischen Musik des 20. Jahrhunderts greifbar wird. (Quelle: Verlagsseite)
     

    Kontakt

    Homepage

  • Link zum Buch
     

    Abstract

    Die Beschäftigung mit Zeit war für John Cage ein konstantes und dominierendes Anliegen, das zu neuen Kompositionstechniken und zur Erkundung neuen Materials führte. Während sich bisherige Publikationen zum Thema „Cage und Zeit“ fast ausschließlich mit seinen Instrumentalkompositionen auseinandersetzten, beschäftigt sich diese Arbeit mit der Frage wie sprachliche und musikalische Zeitverläufe im umfangreichen Vokalwerk Cages gestaltet sind und welche Rolle Sprache für die Zeitkonstruktion in diesen spielt. 
    Die Verbindung von musikalischer und sprachlicher Zeit untersuche ich in Zusammenhang mit drei verschiedenen Zeitaspekten (Vertikalität, Gleichzeitigkeit und Zeitmessung) sowie Cages Thematisierung des Aspekts „Zeit“ für den Zuhörer, die ich chronologisch durch Cages Schaffen hindurch verfolge. An Analysen ausgewählter Kompositionen wird deutlich, dass Sprache als Ausgangspunkt für die Generierung einer numerischen Struktur dient, als Klangdifferenzierung, als polyvalentes Material für Bedeutung, die jeder Zuhörer selbst herstellen muss, als Möglichkeit Komplexität durch Überlagerung verschiedener Sprachschichten zu erzeugen, sowie in den Mesosticha-Kompositionen als Komponente, deren formale Struktur formbildende für die Komposition ist. 
    Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt auf einem analytisch-ästhetischen Ansatz, wobei ich Cages Vokalkompositionen nicht isoliert betrachte, sondern Anregungen anderer Künstler und Intellektueller (namentlich die Arbeiten der Dadaisten, der New York School Komponisten, Fluxus-Künstler sowie C. G. Jung und Mashall McLuhan) vergleichend heranziehe. Damit reiht sich diese Arbeit in die Publikationen der letzten Jahre ein, die zeigen, wie Cage vielfach Anregungen anderer übernahm und für seine Zwecke umdeutete. In dieser Arbeit wird dieses Thema in Hinblick auf Cages Zeitgestaltung erörtert. (Quelle: Dokumentenserver der UdK Berlin)
    Das Projekt wurde durch NaFöG und DAAD gefördert.

  • Link zum Buch
     

    Abstract

    Diese Studie ist ein Ergebnis interdisziplinärer Forschung zu den Bereichen Musik, Kultur- und Kunstgeschichte. Der Autor betrachtet zwei Kompositionen zu dem gleichnamigen Bild Die Zwitscher-Maschine von Paul Klee und erläutert die Beziehung zwischen der kompositorischen Entstehungsgeschichte, ihrem musikkulturellen Kontext und der Rezeption zu Paul Klee bezüglich der jeweiligen Kulturpolitik in West und Ost. (Quelle: Verlagsseite)
     

    Biographie

    Kan Wang, Dr. phil., geboren in China. Assistant Professor für Historische Musikwissenschaft an der East China Normal University, Shanghai. Studium der Musikwissenschaft in Peking und Berlin bei Prof. Dr. Dörte Schmidt und Prof. Dr. Hermann Danuser.
     

    Kontakt

    Homepage

  • Link zum Buch
     

    Abstract

    ABC (Quelle: Verlagsseite)
    Das Projekt wurde durch ... gefördert.
     

    Biographie

    ABC
     

    Kontakt

    Homepage

  • Link zum Buch
     

    Abstract

    Ziel dieser Dissertation ist es, den Zusammenhang von Klangökologie und Funktionsklangästhetik zu erforschen, um den diesbezüglichen Gestaltungsspielraum des Klanggestalters auszuloten. Sind es primär pragmatisch-funktionale Aspekte, die einen zweckgebundenen Sound positiv erscheinen lassen? Wie gross ist der Einfluss der Ästhetik eines Funktionsklanges? Wie lassen sich vermutlich bevorzugte Klangkonzepte erarbeiten, die eine atmosphärische Passung gewährleisten?
    An diese Fragekomplexe schliessen sich in Bezug auf die von Klangökologen vorgeschlagenen Sounddesignkriterien, die der akustischen Umweltverschmutzung entgegenwirken sollen, folgende Fragestellungen an: Inwieweit lassen sich die bis dato ins Feld geführten klangökologischen Sounddesignkriterien überhaupt in konkreten funktionsklanglichen Anwendungen durch den Klanggestalter integrieren/umsetzen? Und sind sie wirklich zielführend in Bezug auf die Vermeidung von Lärm, von störenden (Funktions)Klängen? Oder könnten andere Kriterien wesentlich grössere Einflussgrössen darstellen?
    Methodisch werden die obigen Fragestellungen im Rahmen von zwei empirischen Untersuchungen anhand von konkreten klanggestalterischen Problemstellungen exemplifiziert und erforscht. Untersuchungsgegenstand 1 beinhaltet auf der Ebene der Grundlagenforschung, die Frage danach, welche Art von künstlich zu implementierendem Sound bei Elektromobilen präferiert wird. Der realistische Hintergrund hierbei ist, dass Elektromobile, aufgrund ihres geräuscharmen Motors, Fussgänger, besonders blinde Verkehrsteilnehmer, Radfahrer etc. gefährden, weil diese sich stark über den Hörsinn im Staßenverkehr orientieren. In Untersuchungsgegenstand 2 findet eine Auseinandersetzung mit Funktionsklängen im intermodalen Kontext statt. Hier stellt sich konkret die Frage, ob Sounds, in denen atmosphärische Gegebenheiten Berücksichtigung finden, gegenüber Sounds, die an sich gefallen, bevorzugt werden. Auf Basis der Ergebnisse bilden Überlegungen hinsichtlich einer auditiven Gestaltungstheorie respektive einer gestaltungspraktischen Methodik, die dem klangökologisch orientierten Sounddesigner  hilfreich sein könnten, den Abschluss der Arbeit. (Quelle: Dokumentenserver der UdK Berlin)
    Das Projekt wurde durch das Elsa Neumann Stipendium des Landes Berlin gefördert.

    Kontakt

    Homepage

  • Link zum Buch
     

    Abstract

    Das moderne chinesische Kunstlied hat seinen Ursprung in der "Neuen Kulturbewegung" der 1910er- und 1920er-Jahre, in deren Folge zahlreiche chinesische Intellektuelle nach Deutschland und in die USA gingen. Mit der Rückkehr in ihre Heimat brachten sie ihre ersten Versuche auf dem Gebiet der Liedkomposition zusammen mit ihrem individuellen Verständnis der Genredefinition mit nach China, wo die neue Kunstform auf großes Interesse stieß und sich rasch verbreitete. (Quelle: Verlagsseite)

  • Link zum Buch
     

    Abstract

    Thema des Buches ist die sogenannte Computermusik, exemplarisch dargestellt an Kompositionen von David Wessel, Karlheinz Essl und Georg Hajdu. Die Autorin verbindet in ihren Analysen nicht nur die Bereiche Musik und Informatik, sondern stellt auch die hinter den Kompositionen stehenden künstlerischen, geistes-, ingenieurs- und naturwissenschaftlichen Denkansätze vor. Da der Text gut lesbar und dabei sowohl für ein Fachpublikum aus der Computermusik als auch für Leser mit wenig Kenntnissen in diesem Bereich verständlich sein soll, ist dem Haupttext ein Anhang mit Beschreibungen der analysierten Klänge und Programmcodes nachgestellt. Die Beschreibungen dokumentieren den Arbeitsprozess und ermöglichen es, die in den Analysen enthaltenen Schlussfolgerungen, die auf Klang- und Programmcodeanalysen basieren, nachzuvollziehen. Darüber hinaus enthält der Anhang ein Glossar und ein Personenverzeichnis. Hier können genauere Erklärungen zu Institutionen, Technologien und Fachbegriffen sowie Kurzbiographien zu im Fachkontext wichtigen Personen nachgeschlagen werden. Dem Buch liegt zudem eine CD mit zum Teil unveröffentlichtem Ton- und Videomaterial bei, das freundlicherweise von den Komponisten zur Verfügung gestellt wurde. (Quelle: Verlagsseite)
    Das Projekt wurde durch das Elsa-Neumann Stipendium des Landes Berlin, den DAAD und NaFög gefördert.
     

    Kontakt

    Homepage

  • Link zum Buch
     

    Abstract

    Die Lamentationen, Vertonungen der Klagelieder des Jeremias aus dem Alten Testament, stehen trotz einer ganzen Reihe von Studien zu Einzelfragen dieser Gattung eher am Rand der musikwissenschaftlichen Wahrnehmung. Eine größere Arbeit zur Geschichte und stilistischen Ausprägungen der Lamentation verfasste Mary Jane Klimisch im Jahr 1971. Diese Arbeit gliedert sich in zwei Teile: im ersten Teil geht es um die geschichtliche Entwicklung der Lamentation; einleitend wird der Bibeltext betrachtet. Das Buch der Klagelieder wurde schon sehr früh - zu Beginn des 4. Jahrhunderts - in den christlichen Schriftenkanon aufgenommen. Ähnliches gilt für die Choralformeln. Die frühesten Lamentationsformeln stammen aus dem 10. Jahrhundert, vorwiegend aus Nordspanien. Darunter sind einige Abwandlungen jüdischer Melodieformeln auszumachen. Somit zählen die Lamentationen zu den frühesten Zeugnissen von Übernahmen jüdischer Traditionen in die christliche Liturgie. Erst auf dem Konzil von Trient (1545-1563) legte die katholische Kirche eine allgemeine Lamentationsformel und die zu lesenden Verse der Klagelieder verbindlich fest. Erste frei vertonte Lamentationen entstehen um 1430 in Italien. Danach erlebt die Gattung verschiedene Blütephasen: in England zur Tudorzeit, in Oberitalien um 1600, in Frankreich während der Herrschaft Ludwigs XIV. und in Neapel im 18. Jahrhundert. Eine durchgängige Tradition vom 15. bis 20. Jahrhundert erfährt die Lamentation nur in Spanien. Im zweiten Teil der Arbeit wird der ausdruckstarke Kompositionsstil der Lamentationen untersucht. Auch veranlasste der bilderreiche Bibeltext Komponisten immer wieder zu musikalischen Kühnheiten und Extravaganzen. Ein Vergleich von ausgewählten Lamentationen des 18. Jahrhunderts aus Spanien, Italien, Frankreich und Deutschland zeigt, dass alle Lamentationen zwar gemeinsame Stilmittel zur Affektdarstellung aufweisen, ihre Traditionslinien aber getrennt verlaufen. Die Entwicklung der Gattung Lamentation ist stark an die landeseigene Ausformung des Katholizismus und an lokale Traditionen gebunden. Die liturgischen Impulse zu ihrer Verbreitung erhielt die Lamentation aus Spanien, Impulse zur musikalisch-stilistischen Entwicklung aus Italien. (Quelle: Dokumentenserver der UdK Berlin)

  • Link zum Buch
     

    Abstract

    Grundlegende Phänomene unserer Musikkultur wie die Spaltung in einen Kunst- und einen Unterhaltungsmusiksektor oder die Sonderstellung der sogenannten Neuen Musik bildeten sich im frühen 19. Jahrhundert heraus. Entsprechende Tendenzen wurden von vielen Zeitgenossen als beunruhigend wahrgenommen und öffentlich debattiert. Eine herausragende Bedeutung kommt dabei der 1834 von Robert Schumann gegründeten Neuen Zeitschrift für Musik zu. Musik wurde hier in ihren Zusammenhängen mit dem Leben - mit Alltag, Gesellschaft, Nationalität und Geschichte betrachtet. Diese Studie bietet eine Gesamtschau der in der Neuen Zeitschrift bis zum Vorabend der 1848er Revolution thematisierten Zeitfragen. (Quelle: Verlagsseite)
     

    Biographie

    Florian Edler studierte Schulmusik, Geschichte und Musiktheorie in Berlin. 2009 Promotion an der Universität der Künste Berlin. 2002–15 Lehrbeauftragter und Gastdozent an der UdK Berlin, weitere Lehraufträge an der Hochschule für Künste (HfK) Bremen sowie 2004–06 an der HfM Franz Liszt in Weimar. 2013–15 Verwalter einer Professur an der Hochschule Osnabrück. 2015 Berufung auf eine Professur für Musiktheorie an der HfK Bremen. Dekan des Fachbereichs Musik der HfK seit 2022. Publikationen zur Musiktheorie des 17. bis 20. Jahrhunderts.
    Den 18. Jahreskongress der Gesellschaft für Musiktheorie (GMTH), der 2018 an der HfK Bremen stattfand, leitete Florian Edler gemeinsam mit seinem Kollegen Prof. Andreas Gürsching. 2019–21 war er Mitherausgeber der »Zeitschrift der Gesellschaft für Musiktheorie« (ZGMTH), zudem gehört er dem Herausgebergremium der Publikationsreihe »GMTH Proceedings« an. Im Vorstand der GMTH wirkte er seit 2018 als Beisitzer mit, 2020–24 war er Präsident dieser Gesellschaft.

     

    Kontakt

    Homepage