Dissertationsprojekte

Zeichnung von Ferruccio Busoni (Eugène Ysaye, Raoul Pugno und Ferruccio Busoni), Ort und Datum unbekannt

 Quelle: mit frdl. Genehmigung von Sayuri Hatano

Diese Seite befindet sich im Aufbau. Hier werden zukünftig die laufenden und abgeschlossenen Dissertationsprojekte stehen.

Laufende Projekte

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    Biographie

    Dörthe Günther studierte die Fächer Musik und Englisch auf Lehramt an der Universität der Künste und der Humboldt-Universität zu Berlin. Dort schloss sie im Sommer 2022 ihr Studium mit der Masterarbeit „Die Historischen Konzerte auf der Esposizione internazionale di musica in Bologna 1888“ ab. Seit Oktober 2022 verfolgt sie ihr Promotionsprojekt zu Historischen Konzerten im Kontext von internationalen Ausstellungen im 19. Jahrhundert bei Frau Prof. Dr. Signe Rotter-Broman und Frau Prof. Dr. Dörte Schmidt.
    Ihre Forschungsinteressen beinhalten transnationale Musikgeschichtsschreibung im 19. Jahrhundert, Musik auf Weltausstellungen, Historische Aufführungspraxis, Kanonbildung, Fragen zum Verhältnis von Musik und Politik sowie die Musikstadt Rom im 17. und 18. Jahrhundert.

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Abgeschlossene Projekte

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    Thema des Buches ist die sogenannte Computermusik, exemplarisch dargestellt an Kompositionen von David Wessel, Karlheinz Essl und Georg Hajdu. Die Autorin verbindet in ihren Analysen nicht nur die Bereiche Musik und Informatik, sondern stellt auch die hinter den Kompositionen stehenden künstlerischen, geistes-, ingenieurs- und naturwissenschaftlichen Denkansätze vor. Da der Text gut lesbar und dabei sowohl für ein Fachpublikum aus der Computermusik als auch für Leser mit wenig Kenntnissen in diesem Bereich verständlich sein soll, ist dem Haupttext ein Anhang mit Beschreibungen der analysierten Klänge und Programmcodes nachgestellt. Die Beschreibungen dokumentieren den Arbeitsprozess und ermöglichen es, die in den Analysen enthaltenen Schlussfolgerungen, die auf Klang- und Programmcodeanalysen basieren, nachzuvollziehen. Darüber hinaus enthält der Anhang ein Glossar und ein Personenverzeichnis. Hier können genauere Erklärungen zu Institutionen, Technologien und Fachbegriffen sowie Kurzbiographien zu im Fachkontext wichtigen Personen nachgeschlagen werden. Dem Buch liegt zudem eine CD mit zum Teil unveröffentlichtem Ton- und Videomaterial bei, das freundlicherweise von den Komponisten zur Verfügung gestellt wurde. (Quelle: Verlagsseite)
    Das Projekt wurde durch das Elsa-Neumann Stipendium des Landes Berlin, den DAAD und NaFög gefördert.
     

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    Wie wurde Musik zur Währung eines ganzen Systems?
    Diese Studie erschließt ein nahezu unbekanntes Kapitel europäischer Kulturgeschichte: das Musiktheater der Volksrepublik Bulgarien zwischen 1944 und 1990. Die Arbeit zeigt, wie Opernhäuser als staatlich gelenkte Produktionsstätten kollektiver Erinnerung funktionierten. Historische Stoffe, mittelalterliche Legenden und Künstlerdramen wurden auf der Bühne zu emotional erfahrbaren Geschichtsstunden verdichtet – nicht als plumpe Propaganda, sondern als vielschichtiges ästhetisches System mit eigenen Widersprüchen und subversiven Untertönen.
    Durch einen erweiterten Ökonomiebegriff, der von der byzantinischen oikonomía bis zu den Budgetrestriktionen der Planwirtschaft reicht, gelingt eine völlig neue Lesart dieses Repertoires. Werkanalysen von Ljubomir Pipkov, Konstantin Iliev, Paraškev Hadžiev und Lazar Nikolov verbinden sich mit Archivfunden, Filmmusikstudien und kulturtheoretischen Perspektiven zu einem dichten Panorama.
    Eine Pionierarbeit für Musikwissenschaftler, Osteuropaforscher und alle, die Kunst als Spiegel politischer Systeme begreifen wollen. (Quelle: Verlagsseite)

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    Die Lamentationen, Vertonungen der Klagelieder des Jeremias aus dem Alten Testament, stehen trotz einer ganzen Reihe von Studien zu Einzelfragen dieser Gattung eher am Rand der musikwissenschaftlichen Wahrnehmung. Eine größere Arbeit zur Geschichte und stilistischen Ausprägungen der Lamentation verfasste Mary Jane Klimisch im Jahr 1971. Diese Arbeit gliedert sich in zwei Teile: im ersten Teil geht es um die geschichtliche Entwicklung der Lamentation; einleitend wird der Bibeltext betrachtet. Das Buch der Klagelieder wurde schon sehr früh - zu Beginn des 4. Jahrhunderts - in den christlichen Schriftenkanon aufgenommen. Ähnliches gilt für die Choralformeln. Die frühesten Lamentationsformeln stammen aus dem 10. Jahrhundert, vorwiegend aus Nordspanien. Darunter sind einige Abwandlungen jüdischer Melodieformeln auszumachen. Somit zählen die Lamentationen zu den frühesten Zeugnissen von Übernahmen jüdischer Traditionen in die christliche Liturgie. Erst auf dem Konzil von Trient (1545-1563) legte die katholische Kirche eine allgemeine Lamentationsformel und die zu lesenden Verse der Klagelieder verbindlich fest. Erste frei vertonte Lamentationen entstehen um 1430 in Italien. Danach erlebt die Gattung verschiedene Blütephasen: in England zur Tudorzeit, in Oberitalien um 1600, in Frankreich während der Herrschaft Ludwigs XIV. und in Neapel im 18. Jahrhundert. Eine durchgängige Tradition vom 15. bis 20. Jahrhundert erfährt die Lamentation nur in Spanien. Im zweiten Teil der Arbeit wird der ausdruckstarke Kompositionsstil der Lamentationen untersucht. Auch veranlasste der bilderreiche Bibeltext Komponisten immer wieder zu musikalischen Kühnheiten und Extravaganzen. Ein Vergleich von ausgewählten Lamentationen des 18. Jahrhunderts aus Spanien, Italien, Frankreich und Deutschland zeigt, dass alle Lamentationen zwar gemeinsame Stilmittel zur Affektdarstellung aufweisen, ihre Traditionslinien aber getrennt verlaufen. Die Entwicklung der Gattung Lamentation ist stark an die landeseigene Ausformung des Katholizismus und an lokale Traditionen gebunden. Die liturgischen Impulse zu ihrer Verbreitung erhielt die Lamentation aus Spanien, Impulse zur musikalisch-stilistischen Entwicklung aus Italien. (Quelle: Dokumentenserver der UdK Berlin)

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    Der Verfasser beschäftigt sich mit der Frage, ob, und wenn ja auf welche Weise Religion in Richard Wagners Ring-Tetralogie konstruiert wird. Sie verfolgt dabei einen interdisziplinären Ansatz, der sich gleichermaßen an musik-, religions-, und literaturwissenschaftlichen Arbeitsmethoden orientiert. Ausgangspunkt der Analyse sind die erzählenden Parts des Rings, die entgegen Wagners bekundeten Absichten immer zahlreicher und ausgedehnter ausfielen. Mit den Mitteln der Narratologie (= Erzähltheorie) werden genau die Szenen einer Analyse unterzogen, die im Laufe ihres Entstehungsprozesses gewachsen sind. Im Anschluss daran werden die Analyseergebnisse religionswissenschaftlich reflektiert. Durch diese Herangehensweise werden Missbrauchstendenzen im Bezug auf das Werk aufgezeigt und Interpretationen sowie Inszenierungen der Ring-Tetralogie kritisch hinterfragt. Gleichzeitig stehen die Konstruktionen von Religion im Werk und nicht (wie so oft) Wagners persönliche Frömmigkeit im Mittelpunkt. (Quelle: Verlagsseite)

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    In der zeitgenössischen Musik zeigt sich ein wachsendes Interesse an der Entwicklung neuer Spielmöglichkeiten. Dabei werden Musikinstrumente von Komponisten und Interpreten gemeinsam und experimentell auf diese neuen Spielmöglichkeiten hin erforscht. In diesem Kontext rücken die materialen Gegebenheiten des Instruments stark in den Blick. Die medientheoretischen Überlegungen des Philosophen Vilém Flusser können der Untersuchung und Analyse ausgewählter Kompositionen der zeitgenössischen Musik zugrunde legen. Flusser hat in seinen Texten die Begriffe Apparat, Maschine, Instrument und Werkzeug ausführlich reflektiert und in einen medienphilosophischen Kontext gestellt. In seiner Theorie bekommt die Frage nach dem Umgang mit dem Instrument und den daraus entstehenden kreativen Möglichkeiten zentrales Gewicht. Das Modell des Apparats erlaubt es, die Herkunft ästhetischer Aspekte der Musik aus den Gegebenheiten des Instruments herzuleiten und verändert damit den Blick auf die Bedingungen, unter denen Kunst entsteht und verstanden wird. Diese Konzepte von Flusser wurden im Rahmen dieser Arbeit herangezogen, um für ausgewählte zeitgenössische Werke für Querflöte das Verhältnis von Instrument, Komposition, Komponist und Interpret zu thematisieren. Hierfür wurden nicht nur Flussers bekannte Publikationen herangezogen sondern vor allem auch bislang unveröffentliche Texte aus dem Vilém-Flusser-Archiv an der Universität der Künste Berlin. (Quelle: Dokumentenserver der UdK Berlin)
    Das Projekt wurde durch den DAAD gefördert.
     

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    She holds a degree in Music from the Federal University of Minas Gerais (2005), a master’s degree in Music from the Federal University of Bahia (2008), and a doctorate in Music from Universität der Künste Berlin (2014).
    Since 2014, she has been a professor at the School of Music of the Federal University of Juiz de Fora (UFJF).
    She has experience in the Arts, with an emphasis on Music, primarily focusing on the following topics: musical performance (flute) and the relationships between music, culture, and society.
     

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    Die Dissertation untersucht Anton Schindlers Beethoven-Bild und seinen Einfluss auf die Beethoven-Rezeption. (Quelle: Verlagsseite)

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    Die Berliner Metallblasinstrumentenmacher spielten vom ausgehenden 18. bis zum 20. Jahrhundert eine maßgebliche Rolle bei der Entwicklung des modernen Orchesterinstrumentariums. Getrieben von der Innovationskraft der Instrumentenmacher und Musiker wurden Blasinstrumente verbessert und neu konstruiert. Sowohl die Verbreitung erster Ventilblasinstrumente als auch die Konstruktion der Basstuba ging von der preußischen Hauptstadt aus. Die Berliner Hersteller versorgten aber nicht nur die Berliner Orchester, sondern auch den russischen Zarenhof und die hawaiianische Militärkapelle mit Instrumenten. Richard Wagners Opern wären ohne die Konstruktionen der Berliner Firma C. W. Moritz um einige Klangfarben ärmer. Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung des Berliner Metallblasinstrumentenbaus vom beginnenden 18. Jahrhundert bis zum ausgehenden 19. Jahrhundert. Anhand von Quellentexten, Dokumenten und historischen Metallblasinstrumenten wird der Weg zu einem bedeutenden Zentrum des Metallblasinstrumentenbaus aufgezeigt. Im Mittelpunkt stehen hierbei nicht nur neue Forschungsergebnisse zu den Biographien der Hersteller, sondern auch zur Entwicklung der Ventile und zur Wiederbelebung des Renaissance- und Barockinstrumentariums im ausgehenden 19. Jahrhundert. Anhand einer Vielzahl historischer Metallblasinstrumente werden diese Entwicklungen sowohl in das Berliner als auch das internationale Musikleben eingeordnet. (Quelle: Dokumentenserver der UdK Berlin)
     

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    Schaltungen konstituieren Medien. Doch was konstituiert Schaltungen? Der Schwingkreis erkundet Potentiale eines Forschens über und mit Schaltkreisen am Beispiel der Frühgeschichte elektronischer Musikinstrumente.
    Um 1900 ermöglicht die Schwingkreisschaltung, elektrische und elektronische Schwingungen zu generieren. Das hat nicht nur Konsequenzen für die Nachrichtentechnik, sondern auch für die Musik. Theremin, Trautonium und Ondes Martenot basieren auf Rundfunktechnologie, die umgewidmet wird. Damit exemplifizieren sie das, was die Herausbildung von Schaltungen kennzeichnet, bevor sie in Apparaten verschwinden: exploratives Probieren und materielles Rekombinieren. Aus einer medienarchäologischen Perspektive zeichnet das Buch die Entwicklung des Schwingkreises im 19. und frühen 20. Jahrhundert nach und zeigt, wie die Schaltung durch heterogene Wissensformationen konfiguriert wird. (Quelle: Verlagsseite)
     

    Biographie

    Christina Dörfling ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrgebiet „Medien und Wissen“. Nach dem Studium der Musik-, Medien- und Geschichtswissenschaften an der Humboldt-Universität Berlin, war Sie 2015-2018 wissenschaftliche Mitarbeiterin am DFG-Graduiertenkolleg „Das Wissen der Künste“. 2019 wurde sie nach Gastaufenthalten am Deutschen Museum München und Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte Berlin an der Universität der Künste Berlin mit der Arbeit Der Schwingkreis. Schaltungsgeschichten an den Rändern von Musik und Medien in Musikwissenschaft promoviert. Anschließend war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule für Musik Weimar (BMBF-Projekt „Musikobjekte der populären Kultur“) und im BKM-Projekt „Patente-Musik-Instrumente“ (Geheimes Staatsarchiv Berlin und Staatliches Institut für Musikforschung). Im Sommersemester 2023 vertrat sie die Professur Musikwissenschaft/Sound Studies an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
     

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    Grundlegende Phänomene unserer Musikkultur wie die Spaltung in einen Kunst- und einen Unterhaltungsmusiksektor oder die Sonderstellung der sogenannten Neuen Musik bildeten sich im frühen 19. Jahrhundert heraus. Entsprechende Tendenzen wurden von vielen Zeitgenossen als beunruhigend wahrgenommen und öffentlich debattiert. Eine herausragende Bedeutung kommt dabei der 1834 von Robert Schumann gegründeten Neuen Zeitschrift für Musik zu. Musik wurde hier in ihren Zusammenhängen mit dem Leben - mit Alltag, Gesellschaft, Nationalität und Geschichte betrachtet. Diese Studie bietet eine Gesamtschau der in der Neuen Zeitschrift bis zum Vorabend der 1848er Revolution thematisierten Zeitfragen. (Quelle: Verlagsseite)
     

    Biographie

    Florian Edler studierte Schulmusik, Geschichte und Musiktheorie in Berlin. 2009 Promotion an der Universität der Künste Berlin. 2002–15 Lehrbeauftragter und Gastdozent an der UdK Berlin, weitere Lehraufträge an der Hochschule für Künste (HfK) Bremen sowie 2004–06 an der HfM Franz Liszt in Weimar. 2013–15 Verwalter einer Professur an der Hochschule Osnabrück. 2015 Berufung auf eine Professur für Musiktheorie an der HfK Bremen. Dekan des Fachbereichs Musik der HfK seit 2022. Publikationen zur Musiktheorie des 17. bis 20. Jahrhunderts.
    Den 18. Jahreskongress der Gesellschaft für Musiktheorie (GMTH), der 2018 an der HfK Bremen stattfand, leitete Florian Edler gemeinsam mit seinem Kollegen Prof. Andreas Gürsching. 2019–21 war er Mitherausgeber der »Zeitschrift der Gesellschaft für Musiktheorie« (ZGMTH), zudem gehört er dem Herausgebergremium der Publikationsreihe »GMTH Proceedings« an. Im Vorstand der GMTH wirkte er seit 2018 als Beisitzer mit, 2020–24 war er Präsident dieser Gesellschaft.

     

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    Ausgehend von der These, dass bestimmte satztechnische Ereignisse in Giuseppe Verdis Schaffen werkübergreifend mit kongruenten außermusikalisch-thematischen Aspekten konnotiert sind, werden in der Dissertation grundsätzlich fünf satztechnische Phänomene bzw. ihre Varianten mit Konnotationen im Gesamtschaffen von Verdi erläutert. Das im deutschsprachigen Raum als „Teufelsmühle“ bekannt gewordene harmonische Fortschreitungsmodell, die Quintparallelen sowie der Quint- bzw. Quint-Oktav-Klang im Bereich der Harmonik, die linear rotierende Motivbildung und ein in Sekundschritten pendelndes Dreiton-Motiv im Bereich der Melodik lassen sich als solche satztechnischen Ereignisse in Verdis kompositorischer Sprache erkennen. In den unterschiedlichsten musikalischen und szenischen Kontexten treten sie zum überwiegenden Teil dennoch mit ihren konsequenten Konnotationen wie ausweglose Determiniertheit, Tod, Religiöses, Natur- und Nachtdarstellungen, Klage, physische sowie psychische Hinfälligkeit unabhängig von den Schaffensperioden im Gesamtwerk des Komponisten in Erscheinung.
    Simon Boccanegra stellt als eine gleichzeitig alle der genannten satztechnischen Phänomene in sich vereinende Oper den Ausgangspunkt für die Erörterung und ebenso für die vergleichende Darstellung mit den genannten satztechnischen Phänomenen in Verdis weiterem Schaffen dar. Sämtliche Opern sowie weitere seiner Werke, u. a. seine größeren und kleineren geistlichen Kompositionen, wurden in die langjährige Untersuchung eingeschlossen.
    Durch die Bezugnahme auf Verdis Studien bei Vincenzo Lavigna in Mailand werden historische Voraussetzungen in Bonifazio Asiolis Traktaten Il Maestro di Composizione, Trattato di armonia und L´allievo di clavicembalo zur musiktheoretischen Behandlung der im harmonischen Bereich der Dissertation erörterten satztechnischen Phänomene thematisiert. Ebenfalls wird Verdis Gebrauch des in Sekundschritten pendelnden Dreiton-Motivs in Entsprechung zu Asiolis Beschreibung von Satztechnik und Konnotation des melodischen Motivs aufgezeigt.
    Zu weiteren, auf eine künftige detaillierte Erforschung wartenden satztechnischen Phänomenen wie einem rhythmischen Muster als Daktylos, einer anapästischen Formel bei aufsteigendem Halbton, Sextakkordketten sowie zwei Formen des „Seufzers“, dem aufsteigenden und dem „Vorschlag-Seufzer“, werden im Ausblick der Dissertation Resultate im aktuellen Forschungstand der Untersuchungen der Autorin der Arbeit angedeutet. (Quelle: Dokumentenserver der UdK Berlin)
     

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    Veronika Ágnes Fáncsik wurde in Budapest geboren. Nach ihren Abschlüssen in Musiktheorie und Komposition am Konservatorium in Szombathely (Ungarn) studierte sie an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien Komposition (1991-1997) bei Iván Eröd und Kurt Schwertsik sowie Musiktheorie (1995 -2000) bei Diether de la Motte, Marie-Agnes Dittrich und Hartmut Fladt. Im Anschluss an ihr Studium hatte sie hier Lehraufträge für Formanalyse bzw. Historische Satztechniken für die Tonmeister*in-, Kompositions- und Dirigierausbildung bis 2011 inne. Seit 2014 unterrichtet sie Musiktheorie an der Universität der Künste Berlin , seit 2023 als Gastprofessorin. Ebendort wurde sie 2022 in Musikwissenschaft mit einer Dissertation zu Giuseppe Verdis Satztechnik promoviert. Seit 2024 ist sie gleichzeitig an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden als Vertretungsprofessorin für Musiktheorie tätig.
     

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    1936 kam es zur Übersiedlung zahlreicher Musiker, Sänger und Komponisten nach Südamerika. Ihre Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren resultierte in der Neudeutung und Transformation von Ideen und Diskursen europäischer Musiktradition.
    In dem Buch werden drei Zentren Neuer Musik vorgestellt und untersucht: "Nueva Música" in Buenos Aires (1937–1950), "Música Viva" in Rio de Janeiro und São Paulo (1939–1951) sowie "Tonus" in Santiago de Chile (1947–1959). Sie beschäftigten sich mit der Komposition und der Aufführung aktueller Musik und bildeten so Räume der Zusammenarbeit zwischen Südamerikanern und Emigranten. Eine weitere Gemeinsamkeit war die produktive Rezeption der Musik der Wiener Schule, deren Komposition und Interpretation sich jedoch in jedem Land durch unterschiedliche Deutungen und Erscheinungsformen auszeichnete. Die Akteure dieser Zentren waren miteinander vernetzt und beteiligten sich an internationalen musikalischen Initiativen. In der Identifizierung mit der internationalen Avantgarde findet sich der Kern ihrer nicht-eurozentristischen Konzeption von Kunstmusik. Diese bildete zugleich einen günstigen Ausgangspunkt für die Integration von deutschsprachigen Emigranten in eine neue Gesellschaft. (Quelle: Verlagsseite)
     

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    Daniela Fugellie, Assistant Professor für Musikwissenschaft an der Universidad Alberto Hurtado in Santiago de Chile. 2016 Promotion an der UdK Berlin. Schwerpunkte: Musik des 20./21. Jahrhunderts, lateinamerikanische Kunstmusik, Kulturtransferforschung, interdisziplinäre Studien. Mitbegründerin des Vereins Música Iberoamericana.
     

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    Die einzelnen Werke Pierre Boulez’ sind durch offene oder verborgene Querverweise Teil eines faszinierenden Beziehungsgeflechts. Dieser bislang wenig beachtete Aspekt seines Schaffens und die dafür charakteristischen Kompositions- und Bearbeitungstechniken stehen im Fokus der vorliegenden Analysen und Quellenstudien.
    Im Laufe seines Lebens kommt Boulez unter sich wandelnden ästhetischen Prämissen auf die 1945 komponierten 'douze notations pour piano' zurück. Während er 1957 Teile des zunächst unveröffentlichten Jugendwerks unbemerkt als Fundus für 'Pli selon pli' und für eine Hörspielmusik nutzt, wendet er sich ihnen ab 1970 offen zu, und die aufwändigen Neukompositionen als 'Notations pour orchestre' wachsen sich zu einem der Hauptprojekte des reifen Komponisten und erfahrenen Dirigenten aus. Die Bearbeitung – vorher Mittel zum Zweck – ist zum Selbstzweck geworden und die Selbstbezüglichkeit – vorher im Verborgenen – zum Kennzeichen seines Œuvres.
    Mit dieser Entwicklung scheint Boulez ganz zu sich selbst zu finden: Zentrum seines Komponierens war immer das – im weitesten Sinne – „Bearbeiten“ von Vorhandenem und nicht die Erfindung ex nihilo. (Quelle: Verlagsseite)
    Das Projekt wurde durch den DAAD gefördert.
     

    Biographie

    Martin Grabow studierte Klavier (Martin Dörrie, Hannover) und Musiktheorie / Gehörbildung (Gesine Schröder, Leipzig). Er hat an verschiedenen Musikhochschulen in Deutschland unterrichtet (UdK Berlin, Weimar, Osnabrück, Stuttgart) und ist seit 2010 als Akademischer Mitarbeiter an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim beschäftigt. Martin Grabow wurde an der UdK Berlin mit „Untersuchungen zur inneren Verflochtenheit des Lebenswerks von Pierre Boulez“ promoviert – die Bearbeitungstechniken des Komponisten und der Werkkomplex um die douze notations (1945) stehen im Zentrum der Arbeit. Ein Forschungsstipendium des DAAD führte ihn 2005 an die Paul Sacher Stiftung Basel. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts sowie historische und aktuelle Konzepte zur Vermittlung von Musiktheorie. Neben seiner pädagogischen und wissenschaftlichen Tätigkeit ist er als Pianist, Organist und Continuo-Spieler aktiv. Er ist Leiter des Instituts für Frühförderung an (Netzwerk Amadé und Pre-College) an der Musikhochschule Mannheim. Seit 2021 ist er Mitherausgeber der Zeitschrift für Musiktheorie (ZGMTH).
     

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    Mit der Institutionalisierung höherer Musikausbildung gingen seit jeher auch Bestrebungen einher, Zugänge und Abschlüsse durch Zulassungsvoraussetzungen, Prüfungs- und Zertifizierungsverfahren zu regulieren. Das Buch rekonstruiert die Geschichte dieser Regulierungsbestrebungen, deren Ursachen und Folgen, die damit verbundenen Interessen und Debatten vom frühen 19. Jahrhundert bis in die NS-Zeit.
    Welche Interessen und Hoffnungen verbanden sich mit der Einführung von Zulassungs-, Prüfungs- und Zertifizierungsverfahren? Welche mit ihrer Verhinderung? Welche Rolle spielten dabei staatliche Akteure, Ausbildungsinstitutionen und berufsständische Interessengruppen? In welchem Verhältnis stand die strukturelle Organisation höherer Musikausbildung zu sich wandelnden Auffassungen von staatlicher Kultur- und Bildungspolitik?
    Zulassung, Prüfung und Zertifizierung erweisen sich dabei als Strukturmerkmale, an deren Entwicklung sich ein grundlegender Wandel des Verhältnisses der Musik zum öffentlichen Bildungswesen ablesen lässt. Ihre Regulierung diente als Hebel, Ausbildung und Berufszugang zu steuern und umzugestalten, erzeugte jedoch auch immer wieder Ambivalenzen und Reibungsflächen zwischen Normierungsbedürfnissen und Verständnissen von Musik als Kunst. Die Geschichte der Musikausbildung erscheint so aus einer neuen Perspektive. In deren Mittelpunkt stehen die rechtlichen und verwaltungstechnischen Rahmenbedingungen, unter denen sich spezifische Vorstellungen von musikalischer Bildung und professioneller Musikausbildung, von Kunst und Kunstlehre sowie von Prüf- und Lehrbarkeit herausbilden konnten. (Quelle: Verlagsseite)
     

    Biographie

    David Hagen ist Musikwissenschaftler und war Koordinator der Initiative "Akademisierung der Künste" der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Er forscht zur Institutions- und Sozialgeschichte höherer Musikausbildung, zur Geschichte der Musikwissenschaft sowie zur Musikästhetik.
     

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    Abstract

    Die zentrale Fragestellung dieser Arbeit ist, welche Impulse der Konzertagent Hermann Wolff (1845-1902) dem Berliner Musikleben im Zeitraum zwischen der Gründung seiner Konzertdirektion 1880 und seinem Tod 1902 gab. Um diese Frage zu beantworten, werden seine Tätigkeit und sein Wirkungskreis untersucht und Umfang, Grad sowie die Natur seines Einflusses ausgewertet. Diese Arbeit weist nach, dass sich der Einfluss seiner Tätigkeit auf das Berliner Musikleben nicht nur in der Quantität der stattgefundenen Konzerte, sondern auch in ihrer künstlerischen Qualität und in ihrem Inhalt (Programmgestaltung, Aufführende, Konzertstätten, Programmhefterstellung usw.) zeigt. Sie legt auch dar, dass er zwischen den damaligen europäischen Musikmetropolen einen Personen- und Informationsaustausch vermittelte und dadurch bei der Entstehung eines Standards im Konzertleben eine wichtige Rolle spielte. (Quelle: Verlagsseite)
    Das Projekt wurde durch den DAAD und die Rohm Music Foundation gefördert.
     

    Biographie

    Sayuri Hatano studierte Klavier an der Kunitachi Musikhochschule in Tokio und erwarb ihren Magistertitel in Liberal Arts an der Tokio Gagugei Universität mit einer Magisterarbeit über Arthur Schnabels Edition der Klaviersonaten Beethovens. Ab 2012 studierte sie an der Universität der Künste Berlin, wo sie 2018 bei Dörte Schmidt mit der Dissertation »Der intellectuelle Urheber bin doch ich!« Der Konzertagent Hermann Wolff als Wegweiser des Berliner Konzertlebens 1880 bis 1902 promoviert wurde (summa cum laude). Zu ihren neuesten Veröffentlichungen gehören: Ein Paperchase. Auf der Suche nach dem Nachlass der Berliner Konzertagenten Hermann und Louise Wolff und ihrer Familie, in Archive zur Musikkultur nach 1945. Verzeichnis und Texte, hg. von Antje Kalcher und Dietmar Schenk, München 2016, S. 38‒44; Bechstein-Saal. A Lost Concert Hall in Berlin, in Journal of Musicological Research 36 (2017), No. 3, S. 234‒251; Die zweite Violinsonate von Ferruccio Busoni. Eine absolute Musik? (Japanisch) in Überlegung über die Welt durch Musik. Eine Festschrift für Eisaburo Tsuchida, hg. vom Tsuchida-Seminar für Musikwissenschaft der Tokio Universität der Künste, Tokio 2020, S.254‒272.

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    Abstract

    Der Ausgangspunkt der Untersuchung ist eine Sammlung von circa 150 Kompositionen, Improvisationen, Klanginstallationen, Happenings, Performances – kurzum: musikalischen Arbeiten von Menschen mit Tieren oder Tierlauten, die im anhängenden Werkkatalog dokumentiert wird. Die Sammlung erstreckt sich ausgehend von einem möglichst weiten Musikbegriff und einer möglichst vielfältigen Tierbeteiligung auf den Zeitraum von 1950 – als in der experimentellen Avantgardemusik und mit der Entwicklung neuer Aufnahmetechniken eine Vielzahl neuartiger Werke auch mit Tieren entstand – bis zur Gegenwart. Sie stellt einen Materialkorpus dar, welcher der Gesamtkonzeption der Arbeit zugrunde liegt und aus dem eine Reihe von Werken zur detaillierten Besprechung ausgewählt wurde.
    Mit der Analyse einzelner Werke wird deutlich, dass sich viele der Arbeiten gerade in Grenzbereichen bewegen und die Grenze und Kategorisierung selbst zum Thema machen. Dies betrifft zum einen die innermusikalischen Genre-Grenzen sowie die zwischen den Kunstgattungen, aber auch die elementare Grenzziehung zwischen Musik und Nicht-Musik. Über die Einbeziehung von Tierlauten in von Menschen produzierte Klangumgebungen und durch die Einbeziehung von Tieren als Klangerzeuger und Entscheidungsträger in kompositorische Prozesse rückt aber noch eine andere Grenzziehung in den Blick, nämlich jene zwischen Menschen und Tieren. Es stellt sich dann die Frage, ob diese Grenze anhand der Fähigkeit, ästhetisch zu handeln und damit Musik – und womöglich auch Kunst – hervorzubringen, (neu) gezogen werden kann.
    Als in den 1950er und 60er Jahren in der Avantgarde-Musik jenseits traditioneller Harmonie- und Formkonzeptionen nach neuen strukturellen und performativen Möglichkeiten gesucht und die Frage »Was ist Musik?« aus verschiedenen Gründen auch theoretisch thematisiert wurde, war die Arbeit mit Tieren und Tierklängen vor allem ein Beitrag zur Neubewertung ebendieser Frage. Allerdings ging es dabei um die Musik der Menschen, konkreter: um europäisch geprägte Avantgarde-Musik. Es wurde erprobt, inwiefern auch Tierlaute als kompositorisches Material genutzt werden können oder wie man mit Tieren Kompositionsprozesse erweitern kann. Gerade einige dieser Aufführungen mit Tieren, wie La Monte Youngs Composition 1960 #5, bei der die nicht hörbaren Bewegungsgeräusche eines Schmetterlings im Zentrum stehen, stellten allerdings die gängige Auffassung von Musik derart in Frage, dass ihre Berechtigung als Musik explizit thematisiert wurde.
    Auffallend viele Arbeiten mit lebenden Tieren, aber auch solche mit Tierkörpern oder Tiertötungen finden sich im Umfeld der Fluxusbewegung, die in der Kunst die anti-institutionellen Impulse der 1968er-Umbrüche widerspiegelt. Tiere waren hier ein Mittel zur Provokation, die sich einerseits gezielt gegen den etablierten Musikbetrieb richtete, andererseits aber auch gegenüber allgemeineren gesellschaftskritischen Themen öffnete. Dazu gehörte die in den 1970er Jahren in die öffentliche Diskussion geratene Umweltkrise. Eine veränderte Wahrnehmung der Umwelt zeigte sich einerseits in Soundscape-Konzeptionen, die Tierlaute als Teil des Umweltklangs, aber auch als Indikator für den ökologischen Zustand eines Habitats erfassten. Andererseits rückten mit der Popularisierung von Walgesängen die individuellen künstlerischen Fähigkeiten von Tieren erstmals in den Vordergrund. Zunächst galten sie als ein Merkmal, das die Schutzwürdigkeit dieser Tiere, ihres Lebensraums und der Umwelt insgesamt begründete. Diese individualisierte Wahrnehmung von Tieren und Tierlauten ist aber auch eine wesentliche Voraussetzung für die Verschiebungen, die sich etwa seit der Jahrtausendwende beobachten lassen.
    Wenn in jüngeren Werken mit Tieren und Tierlauten gearbeitet und die Frage gestellt wird, »Is birdsong music?«, so geht es nicht mehr nur um menschliche Musik. Längst herrscht Konsens darüber, dass man mit Klängen jeder Art komponieren kann. Aktuell steht vielmehr zur Diskussion, inwiefern jene Laute und Gesänge, die Tiere für sich, in ihrem Lebensraum erzeugen, Musik sind – sei es eine der menschlichen vergleichbare oder eine ganz eigene, jeweils artspezifische Musik.
    Zwischen diesen Polen bewegt sich die vorliegende Arbeit: zwischen 1952 und 2017, zwischen Ereignissen mit lebenden Tieren und der Komposition mit Tonaufnahmen und Transkriptionen von Tierlauten, zwischen den nicht-hörbaren Klängen eines Admiralfalters und dem Zwitschern von Zebrafinken, zwischen dem zufälligen Eingreifen von und der gezielten Zusammenarbeit mit Tieren, Tieren auf der Bühne und in der Natur, zwischen Performance und Partitur, zwischen Musik als zufälligem Zusammentreffen von Ereignissen, als strukturiertem Klangmuster oder als Produkt universeller Fähigkeiten vieler Lebewesen, zwischen der wissenschaftlichen Untersuchung von Tier(laut)en und der künstlerischen, musikpraktischen Auseinandersetzung damit. (Quelle: Verlagsseite)
    Das Projekt wurde durch das Elsa-Neumann Stipendium des Landes Berlin gefördert.
     

    Biographie

    Studium Musik und Biologie Lehramt (Schulmusik) an der Universität der Künste und der HU Berlin mit dem Hauptfach Orgel sowie Biologie Diplom an der Universität Wien und University of Glasgow. 2019 Promotion in Musikwissenschaft an der UdK Berlin über „Tiere und Tierlaute in der Musik nach 1950“ (Stipendiatin in der Pilotphase der Graduiertenschule der UdK, Elsa-Neumann-Stipendium). 2011–2019 wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-Projekt: "Ereignis Darmstadt. Die Internationalen Ferienkurse für Neue Musik 1964–1990 als ästhetischer, theoretischer und politischer Handlungsraum“. 
     

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    Erhabenheit scheint ein angestaubtes ästhetisches Konzept zu sein. Doch Musik und Klangkunst konfrontieren uns seit dem 20. Jahrhundert mit Werken, in denen Stille und lange Dauern selbst zu überwältigenden Akteuren werden. Sonja Heyer entwickelt aus der Akteur-Netzwerk-Theorie und dem kritischen Posthumanismus das Konzept der transformativen Erhabenheit. Darin überlässt sich der Mensch nicht einer metaphysischen Ewigkeit, sondern wird Teil eines lebendigen ästhetischen Netzwerkes. Neben Werkanalysen dienen auch erstmalig veröffentlichte Interviews mit Mitgliedern der Komponistengruppe Wandelweiser der empirischen Fundierung dieser neuen Entwicklung in der zeitgenössischen Musik. (Quelle: Verlagsseite)
     

    Biographie

    Sonja Heyer, geb. 1965, ist Klangkünstlerin und Musikpädagogin. Sie studierte Musik, Ethnologie, Soziologie und Sound Studies, lehrte an der Universität der Künste Berlin im Fachbereich Sound Studies and Sonic Arts und promovierte in Musikwissenschaft bei Dörte Schmidt. Zu den Schwerpunkten ihrer künstlerischen Forschung zählen die interkulturelle Zeitphilosophie und die ästhetischen Manifestationen von Zeit.
     

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    Das Stern’sche Konservatorium der Musik zu Berlin ist das älteste Konservatorium der Stadt, welches 1850 mit privaten Mitteln gegründet wurde und 86 Jahre in dieser privaten Form neben der Königlichen Hochschule für ausübende Tonkunst und vielen anderen großen und kleinen privaten Musikinstitutionen bestand. Auf die politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Umbrüche reagierte das Unternehmen flexibel und sicherte damit sein Bestehen. Unzählige Musikerinnen und Musiker aus allen Teilen der Welt haben hier ihre Ausbildung erhalten und den Ruf des Stern’schen Konservatoriums verbreitet. In Verbindung mit dem Stern’schen Gesangverein und dem Stern’schen Orchesterverein hat es das Musikleben der Stadt entscheidend geprägt, musikgeschichtliche Entwicklungen beschleunigt und Musiker aus den verschiedensten Bereichen miteinander in Verbindung gebracht. Trotz dieser enormen Bedeutung war seine Geschichte bisher nur unzureichend erforscht. 

    Die Rekonstruktion der Geschichte des Stern’schen Konservatoriums stellte aufgrund der Lückenhaftigkeit der überlieferten Quellen eine besondere Herausforderung dar.
    Anders als bei Institutionen in staatlicher Trägerschaft fanden sich Quellen weniger in öffentlichen Archiven als vielmehr in privaten Nachlässen. Daran zeigt sich die enge Verflechtung der Überlieferungsgeschichte einer privaten Institution mit den Biografien der Personen, die es geleitet haben. Eine methodische Entscheidung war es, die Geschichte dieses Instituts nicht als die eines Wirtschaftsunternehmen zu erzählen, sondern über die Personen einen Blick auf die Institution zu bekommen und dabei Anregungen aus der Genderforschung aufzunehmen. Es ist es tatsächlich historiografisches Neuland, Institutionengeschichte so eng mit Biografik zu verknüpfen.
    Eine weitere Besonderheit ist, dass alle drei Besitzerfamilien jüdisch waren. Die Zeit des Nationalsozialismus hat die Überlieferungslage deshalb noch zusätzlich verschlechtert. 

    Orientiert an den Methoden aus der Biografik speziell weiblicher Lebensläufe, habe ich für diese Arbeit eine der Materiallage angepasste Darstellungsmethode entwickelt, der das Konzept der „gebrochenen Chronologie“ zugrunde liegt: Es gibt zwei Stränge der Darstellung (PHASEN und ASPEKTE), die durch Ziffern und Buchstaben kenntlich gemacht sind und unterschiedlichen Strukturprinzipien gehorchen. Hinzu kommen biografische Exkurse zu den Leitungspersönlichkeiten. Der eine Erzählstrang aus chronologischen Kapiteln (PHASEN) beschreibt jeweils eine zeitlich eingegrenzte Epoche in der der Quellenlage entsprechend möglichen Form, manchmal auch nur einzelne Aspekte daraus. Dabei wird der Fokus auf die jeweiligen Leiter beziehungsweise Besitzer des Konservatoriums und auf die von ihnen in den einzelnen Entwicklungsphasen umgesetzten Konzepte gerichtet. Daneben werden – sozusagen vertikal – an vernetzbaren Stellen thematische Achsen eingezogen (ASPEKTE), die sich überblicksartig speziellen Einzelthemen widmen. Diese betreffen jeweils die Gesamtentwicklung des Konservatoriums und verfolgen die Entwicklung eines Teilbereichs durch die unterschiedlichen Epochen hindurch. Durch das Geflecht aus diesen zwei Erzählsträngen, sozusagen synchronen und diachronen Perspektiven, können die Überlieferungslücken als weiße Flächen im Hintergrund sichtbar bleiben. 

    Diese Arbeit über das Stern’sche Konservatorium versteht sich als Beitrag zur Institutionsgeschichte, angesiedelt an der Grenze zwischen Geschichts-, Musik- und Erziehungswissenschaft, verpflichtet sowohl der Regionalgeschichtsschreibung wie der Biografieforschung. Sie nimmt die Besonderheiten eines privaten Ausbildungsinstitutes in den Blick, legt verschiedene Überlieferungsschichten frei und bestimmt die spezifische Bedeutung des Stern’schen Konservatoriums im Kontext der Institutionalisierung von Musikausbildung. (Quelle: Dokumentenserver der UdK Berlin)
     

    Biographie

    Studium der Schulmusik (Hauptfach Klarinette), Germanistik und Erziehungswissenschaften an der Hochschule der Künste und an der Technischen Universität Berlin. Erstes Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien im Jahr 1999. Seit 2001 Wissenschaftliche Mitarbeiterin für Musikwissenschaft an der UdK Berlin. Klarinettenlehrerin und Klarinettistin in verschiedenen Kammermusikensembles. Ab Dezember 2009 Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Rahmen des aus Mitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanzierten Forschungsprojekts „Kontinuitäten und Brüche im Musikleben der Nachkriegszeit“ (Dr. Dietmar Schenk, Prof. Dr. Dörte Schmidt, UdK Berlin, Prof. Dr. Thomas Schipperges, Universität Tübingen). 2010 Promotion zum Dr. phil. mit einer Arbeit zur Geschichte des Sternschen Konservatoriums der Musik in Berlin.
     

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    Abstract

    Britische Sinfonien um 1900 können einerseits als Teil einer nationalen, spezifisch britischen (musikalischen) Moderne verstanden werden. Sie reflektieren demnach Identifikationsdiskurse der Jahrhundertwende. Andererseits sind sie Gattungsbeiträge im Rahmen einer internationalen Gemeinschaft von Komponisten und Komponistinnen.
    Das Buch fächert die Bedingungen für das Verfassen von Sinfonien am Übergang zum 20. Jahrhundert in England auf. Es geht von einem erweiterten Begriff einer musikalischen Moderne im internationalen Forschungskontext um Decentering Modernity aus. Anhand einzelner Werke – beispielsweise von Edward Elgar, Hubert Parry, Arthur Somervell oder Ralph Vaughan Williams – wird gezeigt, wie sich unterschiedliche Facetten der Moderne in kompositorischen Entscheidungen manifestieren. Dazu gehören landschaftlich und zeitlich gebundene Verweise ebenso wie selbstreflexive Konstruktionen. Damit ergibt sich im Rahmen einer globalgeschichtlichen Perspektive einerseits eine Neubestimmung der Moderne. Andererseits entsteht ein neues Bild der Gattungsgeschichte der Sinfonie. Das Buch versteht sich auch als grundlegender Beitrag zur Methodik musikalischer Analyse. (Quelle: Verlagsseite)
     

    Biographie

    Dorothea Hilzinger studierte Musikwissenschaft, Pädagogik und Informatik an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Sie ist seit 2013 wissenschaftliche Mitarbeiterin der Fachgruppe Musikwissenschaft an der Universität der Künste Berlin. Zu ihren Forschungsinteressen gehören die Sinfoniegeschichte im 19. und 20. Jahrhundert, Fragen europäischer Musikgeschichtsschreibung, koloniale und postkoloniale Perspektiven, erweiterte Konzepte einer musikalischen Moderne, Fragen der Digital Humanities sowie die Verknüpfung von analytischen und kulturwissenschaftlichen Zugängen.
     

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    Abstract

    In der Studie von Marie-Therese Hommes geht es um die Frage nach Kontinuität beziehungsweise Anpassung kompositorischer Identität unter dem Einfluss des Kulturterrors totalitärer Systeme einerseits und konservativer Kulturpolitik in den ersten Nachkriegsjahren andererseits.
    Karl Amadeus Hartmann (1905–1963), erklärter Antifaschist, während des »Dritten Reichs« der »Inneren Emigration« zugehörig, laut Eigenpostulat Verweigerer jeglicher Öffentlichkeit in Hitlerdeutschland, schrieb 1941/42 eine, von der Autorin dieser Studie 2004 wiederentdeckte umfängliche Schauspielmusik für großes Orchester zu Shakespeare's Macbeth für eine Inszenierung des Bayerischen Staatsschauspiels München, die in regionaler wie überregionaler öffentlicher Rezeption mit hoher Anerkennung gewürdigt wurde. Hartmanns musikalische Dramaturgie konstituiert sich in Macbeth in einem Gefüge flexibler, variabel einsetzbarer musikalischer Motive und weniger Nummern für eine bis in symphonische Dimensionen reichende Instrumentalbesetzung, flankiert von Stücken mit vokaler Besetzung. Mit diesem, in wörtlichem Sinne zu verstehenden Netzwerk schuf er sich ein Instrumentarium, das ihm auf musikalischer Ebene ein entschiedenes Eingreifen in den szenischen Text und damit eine eigenständige, an Gustav Landauer orientierte Macbeth-Interpretation jenseits der Lesart des Regisseurs ermöglichte, um in einer zweiten Schicht über der ersten – als politischer Dimension seines künstlerischen Handelns – eine deutlich auf das aktuelle nationalsozialistische Zeitgeschehen bezogene Stellungnahme im Sinne seiner »Gegenaktionen« zu etablieren. Diese eigentliche, substantielle, chiffrierte Botschaft des Widerstands gegen den Nationalsozialismus verbarg Hartmann in geschickter Doppeldramaturgie hinter einem äußeren Konzept, das den Maßgaben der NS-Ästhetik nicht direkt zuwider lief, durch kompositorische und intentionale Vernetzungen jedoch unzweifelhaft eine Brücke schlug zu seinem ab 1933 entstandenen, im Deutschland der dunklen Dreißiger- und Vierzigerjahre gleichwohl unbekannten Werk und den in diesem eingekapselten bekenntnishaften Codierungen.
    Im Gegensatz hierzu erscheint Ludwig Zenk (1900–1949) als ein zwischen der kompositorischen Wiener Avantgarde und seiner eigenen politischen, nationalsozialistischen Überzeugung »Zerrissener«. Dies erweist sich beispielhaft an dem in evidenter Weise diesen Querstand offenlegenden Kompositionsjahr 1937 als einer Schnittstelle, in dem Zenk zum zweiten Mal für ein zwölftöniges Werk mit dem Wiener Emil Hertzka-Preis ausgezeichnet wurde, gleichwohl jedoch als Mitglied der (noch illegalen) NSDAP in Österreich den Weg in ein nationalsozialistisch gelenktes Berufsleben als Komponist und Kapellmeister am Wiener Theater in der Josefstadt vorbereitete. Zenks kompositorische Identität konstituiert sich über einen Zeitraum von 25 Jahren in zwei Strängen, deren einer, der formale Aspekt seines kompositorischen Denkens, sich von Kohärenz und Kontinuität geprägt zeigt, während der andere Strang, seine stilistische und ästhetische Verortung nämlich im Bereich der Zwölftönigkeit einerseits beziehungsweise tonaler Konvention nach 1938 andererseits, sich als ein Weg diskontinuierlicher Identitäten erweist. Ob durch die politischen Zeitläufte ursächlich evoziert oder nur durch diese unterstützt und mit anderen, künstlerischen Prozessen verkettet, ereigneten sich in Zenks kompositorischen Entscheidungen zwei bemerkenswerte idiomatische Verschiebungen: Die eine um 1938, das Jahr des »Anschlusses« Österreichs an das »Deutsche Reich«, durch einen Wechsel vom avantgardistischen Klangbild der Wiener Schule und Webern-nahen kompositorischen Idiom zur Ästhetik konventioneller Tonalität zunächst in seinen Schauspielmusiken für die Josefstadt, dem nun unter Führung des RMVP und Goebbels dem Deutschen Theater Berlin angegliederten Staatstheater, sowie die zweite um 1945, im Zuge derer Zenk die Hinwendung zu konventioneller Tonalität und mit dieser die Abkehr von der Zwölftönigkeit nach langer Zeit des Schweigens auch in seinem nichtszenischen Schaffen vollzog und besiegelte. Gleichwohl zeigt sich in dieser letzten Verschiebung im Ausreizen tonaler Grenzen sein Suchen nach eigener Positionierung in einer Art Zwischenzustand, einer kompositorischen Nische zwischen beiden idiomatischen Identitäten.
    Gerade Zenks, mit Anton Webern aufs Engste verbundene kompositorische, politische und individuelle Biographie, die nur mühsam dem Dunkel historischen Vergessens abgerungen werden konnte, wirft ein umfassendes Licht auf die existentielle Gefährdung künstlerischer Identität wie auch die Problematik und Fatalität einer kompositorischen Zeitgenossenschaft, die sich mit dem politischen und kulturpolitischen Terror des nationalsozialistischen Faschismus konfrontiert sah. Diese Fatalität betrifft in erweitertem Verständnis freilich die gesamte während des »Dritten Reichs« in Wien verbliebene Wiener Schule und hierin die Komplexität ihres historiographisch bis jetzt nur teilweise aufgearbeiteten und dargestellten politischen Verhältnisses zum Nationalsozialismus. In besonderem Maße zeigt sich dies an der im Laufe der Forschungen zu dieser Thematik mit ins Zentrum der vorliegenden Studie gerückten Person Weberns, von zentraler Bedeutung für Hartmann wie vor allem für Zenk, deren politische Position im Vergleich mit Hartmann und Zenk den wohl bemerkenswertesten Querstand von ideologischer und künstlerischer Überzeugung repräsentiert. (Quelle: Verlagsseite)

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    Abstract

    Die Autorin erläutert anhand von Hindemiths Balletten Nobilissima Visione (1938) und Der Kinderkreuzzug (1939) sowie späteren, nur skizzierten Projekten Hindemiths konzeptuelle Strategien zwischen szenischem Entwurf und kompositorischer Ausgestaltung. (Quelle: Verlagsseite)
    Das Projekt wurde durch das Elsa-Neumann Stipendium des Landes Berlin gefördert.

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    Abstract

    Das Thema Melancholie ist in den letzten Jahrzehnten Gegenstand einer großen Zahl von Veröffentlichungen gewesen, in denen sich dessen tiefgreifende Virulenz für das aktuelle Befi nden unserer Zeit dokumentiert. Auch für das Leben und Schaffen des Komponisten Johannes Brahms hatte die Melancholie große Bedeutung. Sie zeigt sich bei ihm als eine Reaktionsweise auf die fundamentalen Bedrängnisse der menschlichen Existenz. Das Bewusstsein der unaufhebbaren Kontingenz des irdischen Daseins führt bei Brahms dazu, dass seine Werke kaum noch Lösungen zu deren Überwindung anbieten können. Stattdessen weist die Dramaturgie der Kompositionen an zentralen Stellen ein Rückzugsverhalten auf, das melancholisch geprägt ist. Die Rückzüge münden nicht selten in einer partiellen Realitätsverweigerung, im bewussten Sichversenken in Traum, Schlaf und Verklärung und dem intensiven, sinnlichen Auskosten des Augenblicks. Die Erkenntnis dieser „Aspekte von Melancholie“ fordert aber nicht selten eine neue Interpretation seiner Werke. Deren angemessene Würdigung durch eingehende Analysen zeigt den Komponisten als Geistesverwandten philosophischer Denkansätze des 20. Jahrhunderts und macht so verständlich, warum uns dessen Werke heute noch so nahegehen. (Quelle: Verlagsseite)
     

    Biographie

    Andreas Ickstadt studierte zunächst in Frankfurt/Main die Fächer Musik und Germanistik für das Lehramt an Gymnasien. Nach der Ersten Staatsprüfung schloss sich dort ein Aufbaustudium im Fach Musikwissenschaft an. Schließlich ergänzte er seine künstlerisch-wissenschaftliche Ausbildung an der Hochschule der Künste Berlin durch das Studium des Doppelfachs Musiktheorie/Gehörbildung. 2014 promovierte er im Fach Musikwissenschaft mit einer Arbeit über „Aspekte der Melancholie bei Johannes Brahms“. Seit dem Jahr 2000 unterrichtet er an der UdK Berlin die Fächer Musiktheorie und Gehörbildung. Seit 2013 ist er Studiengangsleiter der Studiengänge BA/MA Lehramt an Grundschulen mit dem vertieften Fach Musik. Zudem vertritt er als Beauftragter des Präsidenten die Lehrkräftebildung an der UdK Berlin.

     

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    Diese Studie beschäftigt sich mit der Frage, wie hybride (Gesamt-)Ausgaben von Schriften so gestaltet werden können, dass durch die Art der Textgestaltung sowie die Kontextualisierung und sachliche Kommentierung der Schriften Raum für das historische Dokument geschaffen wird, ohne zentrale Ansprüche auf Seiten der Rezeption zu vernachlässigen. Dabei wird die historisch-kritische Gesamtausgabe der Schriften des Komponisten Bernd Alois Zimmermann (1918–1970) beispielhaft in den Blick genommen. In kritischer Auseinandersetzung mit den theoretischen Debatten der neugermanistischen Editionswissenschaft und der aktuellen Praxis hybrider und digitaler Editionsprojekte zeigt die Studie am Beispiel von Zimmermanns »Moderne französische Musik« (1948), wie durch eine ausdifferenzierte konzeptionelle Anlage und Strukturierung des Editionsprozesses die Möglichkeiten der hybriden Edition genutzt werden können, um einerseits in der Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Textpräsentationen in der digitalen Edition die Formulierung und Bearbeitung verschiedenster Forschungsfragen zu ermöglichen und andererseits im gedruckten Band die Akzeptanz für das tatsächlich überlieferte Dokument zu fördern. (Quelle: Verlagsseite)
     

    Biographie

    Studium der Fächer Schulmusik, Latein und Musikwissenschaft in Berlin, 2014–2016 Freie Mitarbeiterin der an der Universität der Künste Berlin angesiedelten Forschungsstelle Exil und Nachkriegskultur, 2015–2021 Lehrauftrag an der UdK Berlin, seit 2016 Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Bernd Alois Zimmermann-Gesamtausgabe an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, 2022 Promotion an der UdK Berlin (Schichten und Kontexte freilegen. Über die Möglichkeiten hybrider Texteditionen am Beispiel der Ausgabe von Bernd Alois Zimmermanns Schriften).
     

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    Biographie

    Ulrich Kaiser ist Professor für Musiktheorie und promovierter Musikwissenschaftler mit einem Schwerpunkt auf Open Educational Resources (OER) sowie digitalem Lehren und Lernen. 2017 initiierte er die offene Lernplattform für Musik elmu.online. Er war Initiator und von 2021 bis 2025 Leiter des von der Stiftung Innovation in der Hochschullehre geförderten Projekts oer-lfm, aus dem die Open Music Academy (openmusic.academy) hervorgegangen ist. 2024 wurde Ulrich Kaiser von OE Global in einer weltweiten Ausschreibung für den ›Open Education Award for Excellence‹ in der Kategorie ›Educator Award‹ nominiert. Im selben Jahr erhielt die Open Music Academy diesen Preis in der Kategorie ›Open Infrastructure‹. 2025 wurde Ulrich Kaiser mit dem Preis für gute Lehre des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst ausgezeichnet.
     

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    Abstract

    In der vorliegenden Dissertation werden die drei Musiktheaterwerke des deutschen Komponisten Hans Zender (geb. 1936) erforscht, der beim Komponieren das ästhetische Ideal des „komplexen Pluralismus“ als Auseinandersetzung der Gegensätze, sogar der Widersprüche anstrebt. Die drei Werke Stephen Climax (1979/1984), Don Quijote de la Mancha. 31 theatralische Abenteuer (1989-91/1994) und Chief Joseph (2001-03/2005) setzen den Anspruch des „komplexen Pluralismus“ mit unterschiedlichen Schwerpunkten bzw. historischen, multimedialen und kulturellen Vielfalten um. In Stephen Climax wird durch Überlagerung der verschiedensten szenisch-musikalischen Materialien aus unterschiedlichen Epochen die Simultaneität mehrerer gegenläufiger Formen bzw. Affekte verwirklicht. Don Quijote de la Mancha zeigt, dass das Theater durch Assoziation und Dissoziation der verschiedenen theatralischen Mittel die Komplexität der Sinneswahrnehmungen öffnet und dadurch dem Publikum neue Wahrnehmungserfahrungen ermöglicht. Chief Joseph ist eine kompositorische Reflexion des Pluralismus, der unterschiedliche Zeiten und verschiedene Kulturen vermittelt. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Zenders Musiktheaterstücke einen Experimentierraum darstellen, in dem aus Differenzen und Widersprüchen anstelle von Geschlossenheit verschiedene Möglichkeiten des Archetyps der modernen Kunst hergeleitet werden. Es ist die musikalische Suche nach einem Weg, die postmoderne Gegenwart auszudrücken, und die kompositorische Antwort auf die Fragestellung der Moderne, deren Sphäre bis zum Ende der Grenze untersucht wird. (Quelle: Dokumentenserver der UdK Berlin)
    Das Projekt wurde durch das Elsa-Neumann-Stipendium des Landes Berlin gefördert.

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    Ich wurde mit einer Dissertation zu "Komponieren als gesellschaftliches Handeln. Von einem, der auszog, einen Beitrag zu leisten. Paul Dessaus Kammermusik" an der Universität der Künste Berlin 2023 promoviert.
    Von 2012-2021 war ich wissenschaftliche Mitarbeiterin der Fachgruppe Musikwissenschaft an der UdK. Dazwischen freie Mitarbeit in diversen Editionsprojekten ("Digitale Edition der Werke Giuseppe Sartis", "Ereignis Darmstadt", "Bernd Alois Zimmermann Gesamtausgabe") Seit 2021 bin ich wissenschaftliche Mitarbeiterin der Erich Wolfgang Korngold Werkausgabe.

     

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    Abstract

    Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Gehörlosenstimme, die im musik(theatr)alischen Kontext sicht- und hörbar gemacht wird. Die Gehörlosenstimme, die sich in der Untersuchung größtenteils auf die Gebärdensprache beziehungsweise deren Ausführung und zum geringen Teil auf die Vokalstimme der Gehörlosen bezieht, wird ausgehend vom doppelten Musikverständnis seitens tauber Menschen betrachtet und untersucht. Einerseits wird unter MUSIK (die Großschreibung soll auf die entsprechende Gebärde hinweisen) die Musik der Hörenden verstanden, die Menschen visuell oder/und taktil wahrnehmen können. Andererseits werden gebärdensprachliche Darbietungen, die in erster Linie oder ausschließlich visuell auszuführen sind, mit „Musik“ assoziiert und als visuelle Musik oder Augenmusik bezeichnet. Der Fokus der Untersuchung gilt dem komplexen Verhältnis zwischen Gehörlosenkultur und MUSIK, das sich in unterschiedlichen musikalischen Darbietungsformen wie Gebärdenrap, Gebärdenlied, Gebärdensprachpoesie und ebenso in den Werken von Helmut Oehring und Christine Sun Kim niederschlägt. Die nähere Betrachtung der sicht- und hörbaren Gehörlosenstimme, die im Bereich der Musikwissenschaft noch ziemlich unbekannt ist, soll dazu dienen, unser Musikverständnis, das sich in der Regel ausschließlich an hörenden Menschen oder an der Hörendenkultur orientiert, zu hinterfragen und schließlich zu erweitern. (Quelle: Verlagsseite)
     

    Biographie

    Chae-Lin Kim is a cellist and ethnomusicologist. She is currently a research fellow at the Music and Minorities Research Center, University of Music and Performing Arts Vienna, where she is leading a FWF-funded research project entitled “Music for the Eye? An Ethnographic Study of Sign Choirs in German-speaking Countries”. She holds a diploma in cello performance from Frankfurt University of Music and Performing Arts. After receiving her MA in musicology from Freie Universität Berlin, she completed her PhD in musicology at Berlin University of the Arts. Her research interests include music in Deaf culture, sign choirs, and sign language literature.
    Chae-Lin Kim received an AMMR seed money grant from MMRC to develop the research project “Music for the eye? Musical performances in Deaf culture”.
     

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    Abstract

    Der Band hält innovative Erkenntnisse für die Musikforschung bereit, kann er doch zeigen, dass die frühste Form der Aneignung des »Don Giovanni« durch breite Bevölkerungsschichten die Kammermusik-Bearbeitung war. Aber wie genau gestalten sich diese Rezeptionsstrategien? Wie war das gedruckte Notenmaterial beschaffen, auf dem sie beruhten, und auf welche Weise wurden sie in den begleitenden historischen Periodika und in der Literatur bewertet? Diesen und anderen Fragen geht die Autorin durch ihre multiperspektivischen Betrachtungen auf den Grund: So vereint sie die Untersuchung von 309 bis 1850 erschienenen Kammermusikversionen, welche in einer digitalen Online-Tabelle zusammengefasst sind, mit einer qualitativen Bewertung einzelner Ausgaben, für welche Schriften von E.T.A. Hoffmann, Ludwig Rellstab und Robert Schumann herangezogen werden. (Quelle: Verlagsseite)
     

    Biographie

    Dr. Andrea Klitzing studierte Querflöte und Traversflöte sowie Philosophie, Literatur- und Musikwissenschaft. Als Spezialistin fürhistorische Instrumente arbeitet sie regelmäßig mit renommierten Orchestern zusammen. Sie leitet das ensemble1800berlin und ist an der Universität der Künste Berlin Lehrbeauftragte im Fachbereich Musik. Seit 2020 widmet sie sich im Rahmen des digitalen Forschungsprojektes »Beethoven-Räume und Kammern« der Erfassung und Kontextualisierung von Beethoven-Transkriptionen.
     

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    Abstract

    Mieczysław Weinberg war als Komponist polnisch-jüdischer Herkunft in der Sowjetunion ein Außenseiter. Die vorliegende Arbeit nimmt in den Blick, wie Weinberg unter den kulturpolitischen Gegebenheiten eigene Handlungsräume erschloss und seinen Eigensinn bewahrte.
    In den Fokus gerät dabei insbesondere eine Reihe von Werken aus Weinbergs späterer Schaffensphase, die dem Andenken an seine Familienmitglieder gewidmet ist – sie alle wurden nach dem Überfall der Nationalsozialisten auf Polen Opfer des Holocaust. Die Verarbeitung dieses Traumas erweist sich als Antrieb, der sich durch das gesamte Werk Mieczysław Weinbergs verfolgen lässt.
    Antonina Klokova fördert ein dichtes intertextuelles Bezugsnetz im Werk Weinbergs und darüber hinaus zutage, aus dem die späten Instrumentalkompositionen ein „gattungsübergreifendes musikalisches Gedächtnis“ formen. Zunehmend zurückgezogen schuf Weinberg damit ein persönliches Memorial des traumatischen 20. Jahrhunderts. (Quelle: Verlagsseite)
    Das Projekt wurde durch das Elsa-Neumann Stipendium des Landes Berlin und den DAAD gefördert.
     

    Biographie

    Antonina Klokova absolvierte 2023 ihre Promotion an der Universität der Künste Berlin zum Thema „Erinnerung an den Holocaust im Instrumentalwerk Mieczysław Weinbergs. Kompositorische Handlungen in den Grenzen der sowjetischen Musikinstitutionen“. Während ihres Forschungsaufenthalts in Moskau übernahm sie 2017 die wissenschaftliche Projektkoordination des internationalen Forums „Mieczysław Weinberg (1919–1996): A Re-Discovery“. 2013–2017 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für die Geschichte jüdischer Musik am musikwissenschaftlichen Institut der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar. Gemeinsam mit Jascha Nemtsov gab sie unter anderem die Erinnerungen des sowjetisch-jüdischen Komponisten Julian Krein heraus, die 2018 in ihrer deutschen Übersetzung erschienen („Julian Krein: Notizen aus meinem musikalischen Leben“, Wiesbaden). Antonina Klokova trug der Weinberg-Forschung sowie den Studien über die sowjetische Musik der Nachkriegszeit mit Aufsätzen auf Deutsch, Englisch und Russisch bei.
     

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    Abstract

    Max Baumann (1917-1999) war einer der profiliertesten katholischen Kirchenmusikkomponisten seiner Zeit. Am Lebensweg des Konvertiten und seinem Schaffen wird die Auswirkung des Konzils auf die traditionelle Musica sacra deutlich. Welche biographischen und musikalischen Voraussetzungen bestimmten Baumanns ästhetische und religiöse Haltung? Welche theologische Aussage steht hinter dem geistlichen Chorschaffen? Was sind Bedingungen und Arbeitsfelder des katholischen Kirchenmusikkomponisten nach den liturgischen Reformen des Zweiten Vatikanums? Im Zentrum dieser Fragen stehen Baumanns Rezeption des Konzils und seine ablehnende Reaktion darauf. Sie werfen ein eigenes Licht auf das nunmehr 50 Jahre zurückliegende Ereignis. (Quelle: Verlagsseite)
     

    Biographie

    Johannes Laas, Dr. phil., ist seit 2009 Studienrat für Musik und Deutsch in Sinzig (Rhein) und Lehrbeauftragter für Historische Musikwissenschaft an der Hochschule für Musik und Tanz Köln.

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    Abstract

    Die Untersuchung bietet anhand von „modal fluctuations“ in der Musik von Radiohead einen alternativen Ansatz zu einer musiktheoretischen Betrachtung von Harmonik und Tonalität im Schaffen der Band. Durch die Identifizierung von „modal fluctuation“ als Schlüsselelement ihres harmonischen Stils werden diese Fluktuationen in der Analyse als Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Zuständen interpretiert, von denen jeder eigene Qualitäten aufweist. Aufbauend auf den Untersuchungen von Chris McDonald und Philip Tagg wird argumentiert, dass diese Qualitäten besser verstanden werden können, wenn man den historischen und kulturellen Kontext betrachtet, in dem sie entstanden sind, anstatt Prinzipien aus externen Bezugsrahmen zu übernehmen. Ausgehend von einer Kartierung der Beziehungen zwischen allen modalen Tonkollektionen durch eine einzige chromatische Veränderung, werden eine Auswahl von Radioheads Werken anhand von drei harmonischen Kategorien mit zunehmender Komplexität analysiert: „Monomodality“, „Simple Modal Fluctuation“ und „Complex Modal Fluctuation“. Es wird vorgeschlagen, dass dieser Ansatz nicht nur das Verständnis der Bedeutung ihrer Musik vertieft, sondern auch eine neue Perspektive bietet, aus der populäre Musik im Allgemeinen betrachtet werden kann. (Quelle: Verlagsseite)
    Das Projekt wurde durch das Elsa-Neumann Stipendium des Landes Berlin gefördert.

    Biographie

    Thomas MacMillan attained his bachelor and master’s degrees in music (with a major focus on composition) at Newcastle University in England between the years 2009-2014. His compositions were performed by the orchestral group Royal Northern Sinfonia at The Sage Gateshead, and he was awarded the Helen Ferriby Prize in 2011 for outstanding performance, as well as the Sager Family Award for Working Musicians in 2013 (a scholarship funded by Newcastle-born musician Sting). In 2019, under the supervision of professors Dr. Dörte Schmidt and Dr. Signe Rotter-Broman, he began his PhD in Musicology at the UdK Berlin, entitled “I Might Be Wrong: Modal Fluctuations in the Music of Radiohead”, which was subsequently completed in June 2022. As well as teaching the seminar “Music Optimised for Abandoned Malls: Understanding Vaporwave”, Thomas works as research assistant at the State Institute for Music Research (SIM) in Berlin, while also performing with his Berlin-based rock band, Carnivalesque.
     

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    Abstract

    Verglichen mit der Musik anderer europäischer Länder weist die Musik der iberischen Halbinsel eine Vielzahl von individuellen Besonderheiten und historischen Einzigartigkeiten auf. Diese zu bestimmen, ihren Ursprung aufzuspüren, ihre Entwicklung zu verfolgen und ihre Bedeutung insbesondere für die Ausprägung der Moderne in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nachzuweisen, ist ein wichtiges Forschungsziel dieser Untersuchung. In zahlreichen Analysen wird dies im gitarristischen Repertoire und den unmittelbar verbundenen Kontexten in der kompositorischen Praxis nachgewiesen. So wird in einem umfangreichen Analysekapitel exemplarisch erforscht, wie Komponisten musikalische Elemente verschiedener Herkunft und verschiedener Epochen in ihren Werken einsetzen. Für manche musikalische Elemente konnte zuvor ein Bezug bis in die Zeit des Al-Andalus mit den dort verwurzelten arabischen, christlichen und jüdischen Traditionen nachgewiesen werden, oder sie wurden als Bestandteil der Volkstradition oder des Flamenco identifiziert. Durch ihre Verbindung mit etablierten Verfahren der Moderne prägten die Komponisten einen individuellen nationalen Musikstils innerhalb der europäischen Moderne. (Quelle: Homepage)
     

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    Abstract

    Eugène Scribe war Theaterautor im umfassenden Sinne: Verfasser von Sprech-, Musik- und Tanztheatertexten, zudem im Hintergrund einer der einflussreichsten Drahtzieher des Pariser Theaters mehrerer Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts. Die auch internationale Strahlkraft der Pariser Stadtkultur der Zeit, für die die Theater zentrale Orte darstellten, verschaffte ihm weitreichende internationale Wirkung, wobei Scribes Theater selbst zu dieser Wirkung nicht wenig beitrug. Wie kam es, dass der heute nurmehr wenig bekannte Scribe der wohl meistgespielte Autor nicht nur im französischen, sondern auch im deutschen Theater des 19. Jahrhunderts war? Die Beschäftigung mit dieser Frage wurde mehr und mehr zu einer Art detektivischer Reise in die eigene Kulturgeschichte, sie rührte – wie wohl fast jede historische Forschung über das 19. Jahrhundert – an Grundlagen heutiger kultureller Öffentlichkeit: Zu nennen sind in diesem Fall Kulturpolitik und ihre Institutionen, Konventionen des Opern- und Theaterbetriebs, Fragen des Städtebaus oder des Verlags- und Zeitungswesen,vor allem aber auch mentale Grundlagen des Kommunikationssystems »Theater«, dessen Komplexität in dem Moment sprunghaft zunimmt, in dem Musik ins Spiel kommt. (Quelle: Verlagsseite)
    Das Projekt wurde durch Ev. Studienwerk Villigst e.V. gefördert.
     

    Biographie

    Andreas Münzmay ist Professor für Musikwissenschaft / Digitale Musikedition / Digital Humanities an der Universität Paderborn (Fakultät für Kulturwissenschaften, Musikwissenschaftliches Seminar Detmold/Paderborn). Er ist u. a. Leiter des Zentrums Musik-Edition-Medien (ZenMEM), Ko-Sprecher des Profilbereichs Digital Humanities der Universität Paderborn, als Akademie-Professor Ko-Leiter des Langzeitvorhabens “Beethovens Werkstatt” der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz und Ko-Sprecher für den Arbeitsbereich „Cultural Research Data Academy“ im Konsortium NFDI4Culture. Münzmay leitete bzw. leitet die Forschungsprojekte “OPEN Edirom”, “Tanz/Musik digital” und “Digitale Interpretationsedition”. 
     

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  • Abstract

    De la fin du 18e siècle jusqu’au milieu du 20e siècle, la plupart des opéras de Mozart ont été joués en français sur les scènes parisiennes. Condition essentielle aux représentations, la traduction a donc joué un rôle décisif dans la diffusion des œuvres lyriques de Mozart en France. Cette thèse étudie les traductions françaises des deux plus célèbres opéras de Mozart en langue allemande, Die Entführung aus dem Serail und Die Zauberflöte, représentées sur les scènes parisiennes entre 1798 et 1954. S’appuyant sur de nombreuses sources encore inédites, cette étude cherche à comprendre comment les traducteurs affrontent les multiples enjeux que représente la traduction des livrets allemands pour le public français. Loin de n’assurer que le transfert d’une langue à l’autre, les traductions remodèlent sans cesse le livret comme la partition des opéras mozartiens, donnant souvent naissance à des œuvres entièrement nouvelles. En croisant l’approche historique et les méthodes de l’analyse textuelle, il s’agit de mettre en lumière les spécificités de chaque traduction, d’éclairer les choix des traducteurs et d’interroger l’évolution des traductions au fil du temps. En permettant au public français de découvrir et d’entendre les opéras de Mozart, les traductions façonnent la réception française de ces œuvres en même temps qu’elles en témoignent. Ce qui est en cause est tout autant la situation particulière du monde lyrique français et ses rapports avec les pays de langue allemande, que la conception de la traduction et de l’œuvre d’art. (Quelle: Verlagsseite)

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    Abstract

    Aus dem Exil zurückgekehrte Emigranten haben beim Wiederaufbau des westdeutschen Musiklebens eine weit größere Rolle gespielt als bislang angenommen. In dieser Monografie wird die Bedeutung der Frage nach Exil und Rückkehr für die westdeutsche Musikkultur der Nachkriegszeit erstmals auf einer breiten Quellenbasis untersucht.
    Das Erkenntnisinteresse richtet sich dabei in erster Linie darauf, die vieldimensionalen Kommunikations- und Handlungsräume, in denen die Entscheidungen für oder gegen eine Rückkehr getroffen wurden, zu beschreiben. Auf dieser Grundlage wird nach der vergangenheitspolitischen wie kulturellen Tragweite der Rückkehrvorgänge gefragt sowie nach der Wirkung, die von den zurückgekehrten Musikschaffenden ausging. Durch die Auswertung und Kontextualisierung vieler Einzelgeschichten werden auf diese Weise für den Bereich der Musikkultur die so oft ins Feld geführten Brüche und Kontinuitäten der Nachkriegszeit in ihrer Widersprüchlichkeit ebenso wie in ihrer bis in die heutige Zeit reichenden Wirkungsmächtigkeit erkennbar und darstellbar gemacht. (Quelle: Verlagsseite)
    Das Projekt wurde durch das Ev. Studienwerk Villigst e.V. gefördert.
     

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    Dr. Matthias Pasdzierny, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fakultät Musik der Universität der Künste Berlin und Arbeitsstellenleiter der Berliner Arbeitsstelle der Bernd Alois Zimmermann-Gesamtausgabe an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.
     

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    Abstract

    Das gewöhnlich Unhörbare hörbar zu machen, darin besteht die Pionierarbeit Alvin Luciers. Ausgehend von einem traditionellen Musik­verständnis, wie es noch während seines neoklassizistisch geprägten Kompositionsstudiums vorherrschend war, zeichnet die Studie Luciers Schaffen über die live-elektronischen Verbalpartituren ab 1965 bis zur letzten Werkphase der reinen Instrumentalstücke ab 1982 nach. Die minimalistische Konsequenz, mit der er auf die Phänomenalität des Klangs hört, verweist dabei stets auf das reflexive Moment des Wahrnehmens selbst. Der Einsatz von Live-Elektronik orientiert sich zumeist an wissenschaftlichen Experimenten und fokussiert dabei akustische Eigenheiten von natürlichen und architektonischen Räumen sowie den physikalischen Eigenschaften des Schalls. Auch die Instrumentalstücke von Luciers letzter Werkphase stehen trotz traditioneller Notationsformen und Konzertsituationen außerhalb eines konventionellen Musikverständnisses und betonen Luciers radikale ästhetische Position, indem sie allein das Phänomen der Schwebungen thematisieren. Unter besonderer Berücksichtigung der dezidiert experimentellen Positionen und Konzepte Luciers wird dessen gesamtes Œvre historisch wie theoretisch erschlossen. Dabei wird der Begriff des Realen nach Jacques Lacan fruchtbar gemacht und stellt sich als Schlüsselbegriff für die Analyse des Werkes und der Ästhetik Alvin Luciers heraus, wodurch seine Bedeutung als einer der wichtigsten Vertreter der amerikanischen Musik des 20. Jahrhunderts greifbar wird. (Quelle: Verlagsseite)
     

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    Abstract

    Mathias Spahlinger und Wolfgang Rihm – zwei Komponisten der Neuen Musik mit sehr unterschiedlichen Kompositionsansätzen. Beide werden bisweilen mit schlichten Etiketten versehen: Gilt der eine als »verkopft«, so der andere als »aus dem Bauch« heraus komponierend. Wenn Spahlinger und Rihm, deren künstlerisches Schaffen so verschieden ist, überhaupt näher verglichen werden, dann als Antagonisten in einem diametralen Gegensatz. Lässt sich aber nicht doch ein Bezugrahmen finden, der die Unterschiede ihrer Ansätze zwar keineswegs leugnet, doch beide Komponisten in ihrem künstlerischen Schaffen an historisch in den 1970er und 1980er Jahren verortbare Problemstellungen zurückbindet, die geeignet sind, die Positionen als gleichberechtigte Lösungsansätze aufzuweisen? Die Beantwortung dieser Frage bildet den Kern des Buches. Gemäß der Intention, auf diese Weise festgefahrene Argumentationsmuster aufzubrechen, lag darin von Anfang an die zentrale Herausforderung des Forschungsvorhabens. Der Ansatz, sich der Fragestellung ausschließlich anhand einzelner Werke zu nähern, schied aus Gründen ihrer offensichtlichen Unvergleichbarkeit aus. Als zielführend erwies sich im Hinblick auf eine Gegenüberstellung Spahlingers und Rihms vielmehr zweierlei: zum einen, die Untersuchungsperspektive auf jeweils zentrale Werkgruppen eines bestimmten Zeitraums auszuweiten, zum anderen, mehrere Handlungskonzepte, wie etwa die Skizzenarbeit oder die Art und Weise, wie über Musik gesprochen und geschrieben wird, einzubeziehen. (Quelle: Verlagsseite)
    Das Projekt wurde durch die Paul Sacher Stiftung und NaFöG gefördert.
     

    Biographie

    Dr. Dorothea Ruthemeier unterrichtet am Robert-Blum-Gymnasium die Fächer Musik, Philosophie, Ethik, Theater und Kultur. Sie ist Kulturbeauftragte am Robert-Blum-Gymnasium im Rahmen des Programms „Kulturagenten für kreative Schulen“. Dorothea Ruthemeier ist selbst Geigerin (Diplom Orchestermusik) und hat an der Universität der Künste Berlin (UdK) in Musikwissenschaft über Neue Musik promoviert. Sie war 2009 und 2010 Lehrbeauftragte an der UdK und hat Aufsätze über Neue Musik publiziert. 

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    Abstract

    Ziel dieser Dissertation ist es, den Zusammenhang von Klangökologie und Funktionsklangästhetik zu erforschen, um den diesbezüglichen Gestaltungsspielraum des Klanggestalters auszuloten. Sind es primär pragmatisch-funktionale Aspekte, die einen zweckgebundenen Sound positiv erscheinen lassen? Wie gross ist der Einfluss der Ästhetik eines Funktionsklanges? Wie lassen sich vermutlich bevorzugte Klangkonzepte erarbeiten, die eine atmosphärische Passung gewährleisten?
    An diese Fragekomplexe schliessen sich in Bezug auf die von Klangökologen vorgeschlagenen Sounddesignkriterien, die der akustischen Umweltverschmutzung entgegenwirken sollen, folgende Fragestellungen an: Inwieweit lassen sich die bis dato ins Feld geführten klangökologischen Sounddesignkriterien überhaupt in konkreten funktionsklanglichen Anwendungen durch den Klanggestalter integrieren/umsetzen? Und sind sie wirklich zielführend in Bezug auf die Vermeidung von Lärm, von störenden (Funktions)Klängen? Oder könnten andere Kriterien wesentlich grössere Einflussgrössen darstellen?
    Methodisch werden die obigen Fragestellungen im Rahmen von zwei empirischen Untersuchungen anhand von konkreten klanggestalterischen Problemstellungen exemplifiziert und erforscht. Untersuchungsgegenstand 1 beinhaltet auf der Ebene der Grundlagenforschung, die Frage danach, welche Art von künstlich zu implementierendem Sound bei Elektromobilen präferiert wird. Der realistische Hintergrund hierbei ist, dass Elektromobile, aufgrund ihres geräuscharmen Motors, Fussgänger, besonders blinde Verkehrsteilnehmer, Radfahrer etc. gefährden, weil diese sich stark über den Hörsinn im Staßenverkehr orientieren. In Untersuchungsgegenstand 2 findet eine Auseinandersetzung mit Funktionsklängen im intermodalen Kontext statt. Hier stellt sich konkret die Frage, ob Sounds, in denen atmosphärische Gegebenheiten Berücksichtigung finden, gegenüber Sounds, die an sich gefallen, bevorzugt werden. Auf Basis der Ergebnisse bilden Überlegungen hinsichtlich einer auditiven Gestaltungstheorie respektive einer gestaltungspraktischen Methodik, die dem klangökologisch orientierten Sounddesigner  hilfreich sein könnten, den Abschluss der Arbeit. (Quelle: Dokumentenserver der UdK Berlin)
    Das Projekt wurde durch das Elsa Neumann Stipendium des Landes Berlin gefördert.
     

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  • Das Projekt wurde durch das Graduiertenkolleg „Kirchenlied – Geistliches Lied”, Universität Mainz, gefördert.

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    Seit August 2021 ist Univ.-Prof. Dr. Eva Verena Schmid Inhaberin des Lehrstuhls für Musikpädagogik am Institut für Musikforschung an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Vom 1.4.2023 bis 30.9.2025 war sie Geschäftsführende Vorständin des Instituts für Musikforschung.
     

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    Ein Widerspruch zwischen der Tradition überwiegend negativer Beurteilung von Simon Sechters Musik auf der einen Seite und sehr wenigen existierenden Analysen auf der anderen Seite stellte den Ausgangspunkt dieser Dissertation dar. Durch Einbeziehung kontextueller Informationen in die Analyse wurden Gründe für eine Modifizierung dieser negativen Beurteilung erkennbar. (Quelle: Dokumentenserver der UdK Berlin)
     

    Biographie

    Volker Lenz ist Lehrer für Musiktheorie und Klavier. Im Rahmen seiner Dissertation Simon Sechter: Alltagsprosavertonungen und ihre kontextuellen Analysevoraussetzungen beschäftigte er sich intensiv mit Sechters Praktischer Generalbassschule.

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    Abstract

    Wenn von Musikern in Erez Israel, der hebräischen Eigenbezeichnung für das Palästina der Mandatszeit, die Rede ist, so sind meist die vielen gut ausgebildeten Musikerinnen und Musiker aus Mitteleuropa in Tel Aviv und Jerusalem gemeint, die in den 1930er Jahren sowohl das städtische Musikleben aktiv gestalteten als auch Teil eines anspruchsvollen Publikums wurden. Kaum bekannt ist, dass einige Musiker freiwillig aufs Land in Gemeinschaftssiedlungen zogen und dort mithilfe vieler – auch musikalisch nicht vorgebildeter - Akteurinnen und Akteure ein vielfältiges Musikleben in ihren eigenen Kibbuzim, der Region und der ganzen Kibbuzbewegung schufen. Unter den Musikakteurinnen und -akteuren in Kibbuzim gab es auch solche, die klassische Musik komponierten. Dabei handelte es sich überwiegend um Personen, die in den 1920er Jahren in Mitteleuropa geboren wurden und insbesondere nach 1948 aktiv waren. Diese Komponisten, darunter auch eine Komponistin, gründeten und unterhielten regionale sowie auch überregionale Chöre und Orchester. Neben der Ensembleleitung erfüllten die Komponisten eine wichtige Funktion im Kibbuzbildungssystem etwa durch den Auf- und Ausbau des Fachbereichs Musik an Oberschulen. Eine weitere musikpädagogische Aufgabe in Kibbuzim war das Erteilen von individuellem Instrumentalunterricht. Neben den musikpädagogischen Tätigkeiten konnten sich einige Musiker im Kibbuz tatsächlich als Komponisten betätigen, und zwar im Rahmen der Chagim, der kibbuzeigenen Feiertage. Außerdem gelang es Kibbuzkomponisten eigene Werke von Chören und Orchestern aufführen zu lassen, allerdings war dies keine Selbstverständlichkeit und musste immer wieder – auch mithilfe eines Interessensverbands - dem Verband der Kibbuzkomponisten- erkämpft werden. Eine besondere Möglichkeit ergab sich einzig für Theodor Holdheim, dem es gelang eine Kibbuzoper zu komponieren und zur Aufführung zu bringen. Für einige Komponisten ergab sich die Möglichkeit außerhalb von Israel tätig zu werden, etwa zu Fortbildungszwecken zu reisen oder bei Aufführung oder Aufnahme ihrer Werke mitzuwirken. Außerdem gelang es einigen Komponisten einzelne Werke im Ausland im Konzert oder Radio aufführen zu lassen, ohne, dass die Komponisten dorthin mitreisten. (Quelle: Verlagsseite)

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    Das Projekt wurde durch den DAAD gefördert.
     

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    Die Beschäftigung mit Zeit war für John Cage ein konstantes und dominierendes Anliegen, das zu neuen Kompositionstechniken und zur Erkundung neuen Materials führte. Während sich bisherige Publikationen zum Thema „Cage und Zeit“ fast ausschließlich mit seinen Instrumentalkompositionen auseinandersetzten, beschäftigt sich diese Arbeit mit der Frage wie sprachliche und musikalische Zeitverläufe im umfangreichen Vokalwerk Cages gestaltet sind und welche Rolle Sprache für die Zeitkonstruktion in diesen spielt. 
    Die Verbindung von musikalischer und sprachlicher Zeit untersuche ich in Zusammenhang mit drei verschiedenen Zeitaspekten (Vertikalität, Gleichzeitigkeit und Zeitmessung) sowie Cages Thematisierung des Aspekts „Zeit“ für den Zuhörer, die ich chronologisch durch Cages Schaffen hindurch verfolge. An Analysen ausgewählter Kompositionen wird deutlich, dass Sprache als Ausgangspunkt für die Generierung einer numerischen Struktur dient, als Klangdifferenzierung, als polyvalentes Material für Bedeutung, die jeder Zuhörer selbst herstellen muss, als Möglichkeit Komplexität durch Überlagerung verschiedener Sprachschichten zu erzeugen, sowie in den Mesosticha-Kompositionen als Komponente, deren formale Struktur formbildende für die Komposition ist. 
    Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt auf einem analytisch-ästhetischen Ansatz, wobei ich Cages Vokalkompositionen nicht isoliert betrachte, sondern Anregungen anderer Künstler und Intellektueller (namentlich die Arbeiten der Dadaisten, der New York School Komponisten, Fluxus-Künstler sowie C. G. Jung und Mashall McLuhan) vergleichend heranziehe. Damit reiht sich diese Arbeit in die Publikationen der letzten Jahre ein, die zeigen, wie Cage vielfach Anregungen anderer übernahm und für seine Zwecke umdeutete. In dieser Arbeit wird dieses Thema in Hinblick auf Cages Zeitgestaltung erörtert. (Quelle: Dokumentenserver der UdK Berlin)
    Das Projekt wurde durch NaFöG und DAAD gefördert.

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    Abstract

    Diese Studie ist ein Ergebnis interdisziplinärer Forschung zu den Bereichen Musik, Kultur- und Kunstgeschichte. Der Autor betrachtet zwei Kompositionen zu dem gleichnamigen Bild Die Zwitscher-Maschine von Paul Klee und erläutert die Beziehung zwischen der kompositorischen Entstehungsgeschichte, ihrem musikkulturellen Kontext und der Rezeption zu Paul Klee bezüglich der jeweiligen Kulturpolitik in West und Ost. (Quelle: Verlagsseite)
     

    Biographie

    Kan Wang, Dr. phil., geboren in China. Assistant Professor für Historische Musikwissenschaft an der East China Normal University, Shanghai. Studium der Musikwissenschaft in Peking und Berlin bei Prof. Dr. Dörte Schmidt und Prof. Dr. Hermann Danuser.
     

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    This thesis proposes a cross-disciplinary approach between: historical musicology, analytical musicology (analysis of pieces and the genetics of the piece) and art sociology (socio- economic analysis and sociological analysis of artistic practice). The ''New Simplicity'' composers were the source of a very wide compositional current reintegrating traditional musical forms in a new interpretation, reactivating the function of the polarity of consonance and dissonance. The notion of ''simplicity'' and ideas that emerged from this concept were a catalyst that contributed to the establishment of postmodernism in Germany. However, the generation of the ''New Simplicity'' and their shared ideas and concepts came to an abrupt end with the fall of the Berlin Wall and the cultural and political changes induced by this upheaval. Political developments and the creation of a new Akademie der Künste Berlin representing a fusion of Akademie der Künste Berlin East and West led to an opposing position between two first manifesto signatories of this generation of composers: W. Rihm with his abstention from the debate and H-J. von Bose with his withdrawal from the Akademie der Künste Berlin in common with many other artists such as G. Ligeti and G. Baselitz, marking the definitive end of the collaboration of this generation of composers. (Quelle: Verlagsseite)
     

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    Abstract

    Das vorliegende Open-Access-Buch versteht sich als eine musikethnologische und kulturwissenschaftliche Studie über das Zheng – die chinesische Wölbbrett-Zither – innerhalb eines gesellschaftlichen Entwicklungsprozesses. Das Zheng ist heute ein sehr beliebtes und weithin sichtbares Musikinstrument in China. Viele Stücke sind überaus bekannt. Im offiziellen Kultursystem genießt es einen hohen Stellenwert. Das Zheng ist ein wichtiges Symbol der chinesischen Kultur, sowohl dem Namen nach als auch in der Realität. Folgerichtig betonen musikwissenschaftliche Studien und Lehrbücher die Vitalität des Zheng, die es aus seiner fast dreitausendjährigen Geschichte geerbt hat. Dabei wird leicht übersehen, dass das Zheng trotz seiner langen Geschichte als Musikinstrument im soziokulturellen Sinne des Begriffs „Tradition“ noch relativ jung ist. Als eigenständige Kunstform existiert Zheng erst seit etwa 100 Jahren. Bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts ist das Zheng an unterschiedlichen Orten als Ensembleinstrument eng mit Volksmusik, Oper und Instrumentalmusik verbunden. Danach löst sich das Zheng allmählich davon und beginnt, sich als Soloinstrument zu entwickeln. (Quelle: Verlagsseite)
     

    Biographie

    Ruirui Ye absolvierte am Fachbereich Musikwissenschaft mit dem Grad des Bachelor in China. Den akademischen Grad des Master of Arts erwarb sie im Fach Systematische Musikwissenschaft an der Universität Hamburg. Seit 2020 forscht sie als Doktorandin an
    der Universität der Künste Berlin. Zudem übt sie Dozententätigkeit im Fach Musikwissenschaft aus.
    Reiche Auftrittserfahrungen in der Aufführung des Guzheng, einem traditionellen chinesischen Musikinstrument.
     

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    Abstract

    Das moderne chinesische Kunstlied hat seinen Ursprung in der "Neuen Kulturbewegung" der 1910er- und 1920er-Jahre, in deren Folge zahlreiche chinesische Intellektuelle nach Deutschland und in die USA gingen. Mit der Rückkehr in ihre Heimat brachten sie ihre ersten Versuche auf dem Gebiet der Liedkomposition zusammen mit ihrem individuellen Verständnis der Genredefinition mit nach China, wo die neue Kunstform auf großes Interesse stieß und sich rasch verbreitete. (Quelle: Verlagsseite)