Schreiben: Geht das? Und wenn ja – wie?

Schreiben: Geht das? Und wenn ja – wie?

Workshop mit Antje Stahl

„Wie schreibe ich einen Text über meine Arbeit?“ Vor dieser Frage stehen heute viele KünstlerInnen.

Für den Internetauftritt oder die Arbeitsmappe, für einen Wettbewerb oder eine Bewerbung – es gibt immer mehr Bedarf an Texten über die eigenen künstlerischen Werke. Das stellt KünstlerInnen vor einen Konflikt: Einerseits ist es wichtig, die Deutungshoheit über das eigene Werk zu behalten. Andererseits ist die Schrift nicht das Medium, in dem sie ausgebildet werden. Diese Übung möchte dem entgegenwirken und den TeilnehmerInnen die Möglichkeit geben, Texte zu erarbeiten. Die leere Seite und die Suche nach den richtigen Worten sind oftmals eine Qual. Keine Frage. Sie können aber auch den Blick auf die eigene Arbeit schärfen und sie dadurch verändern und vorantreiben. Denn Schreiben ist ein Prozess, in dem man lernt, präzise zu denken und das eigene Tun kritisch, aber produktiv zu beleuchten. Deshalb werden in dieser Übung Texte erstellt, diskutiert und redigiert. Neben der Förderung der Schreibpraxis werden begleitend Texte über Kunst von anderen Autoren gelesen. Beispielhaft werden verschiedene Textsorten von Literaten, Philosophen und Künstlern vorgestellt. Die Lektüre wird dabei zeigen, wie Kunst sich durch die schriftliche Interpretation verändern kann. Ziel ist es, die eigene künstlerische Praxis besser in Texten zu vermitteln – und dadurch den Zugriff von außen durch Journalisten oder Gatekeepers anders beeinflussen und dirigieren zu können.

Referent*in

Antje Stahl arbeitet als Redakteurin für das Kunstmagazin Monopol und als Freie Autorin für die Frankfurter Allgemeine Zeitung.