Fakultät Bildende Kunst

Impulse zu Portfolio/Dokumentation der künstlerischen Arbeit
10.11.2018

Quelle: frauenbeauftragte
  • Reflexion über individuelle Ziele und mögliche professionelle Anforderungen an eine Dokumentation/ein Portfolio der eigenen künstlerischen Arbeit
  • Diskussion zu unterschiedlichen Dokumentations- und Portfolioformaten (Dokumentation als Form des Nachdenkens und als Möglichkeit der Kommunikation nach außen)
  • Auseinandersetzung mit „Richtlinien“ für Bewerbungen
  • Möglichkeit einer kurzen Rückmeldung der Dozentinnen und der Gruppe zu eigenen Dokumentationen bzw. Dokumentationsskizzen

Die Dozentinnen Johanna Kintner und Nora Mertes sind bildende Künstlerinnen und seit 2014 auch in der Lehre tätig.

Lehrveranstaltung für Studierende der Fakultät 1
Datum / Zeit: 10. November 2018 / 10-17 Uhr
Ort: Hardenbergstraße 33., Raum 150

Perspectives on Gender
8.11.2018

Quelle: frauenbeauftragte

An intra-active workshop developing artistic views on gender, in discussion, in action! During the workshop, lead by the multidisciplinary artist pluck (NL), visions and works are developed going beyond binary thinking, common definitions and use of language.

Working in text, visuals and performance. At the end of the workshop, the doors of room 101 will be opened to public. So bring your pencil, typewriter, synthesizer (queery sounds welcome) and join! Performance experience is not required.

Artist Talk mit Seraphina Lenz
25.10.2017

Quelle: Frauenbeauftragte Bildende Kunst

GENDER: multiplicity and ground control(s)
30. Juni 2017

Quelle: Frauenbeauftragte Bildende Kunst

Queer Pleasures, Art & Politics
2.-5.5.2017, Seminarwoche mit Sabina Baumann, Stefan Pente, Karin Michalski und Kerstin Schroedinger

Quelle: Frauenbeauftragte Bildende Kunst

Textile und künstlerische Praxis: „Gendering am Bauhaus“
SS 2017, Lehrveranstaltung  mit Judith Raum

Die Avantgarde-Schule als Beispiel für Projektionen von Geschlechtermerkmalen auf künstlerische Gattungen und Arbeitsweisen in der frühen Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts.

Das Seminar bietet einen Ausblick auf den zeitgenössischen Umgang weiblicher und männlicher Künstlerinnen mit dem Medium des Textilen, darunter Judith Raum´s eigene Position. Im Rahmen des Seminars werden eigene künstlerische Arbeiten, die im weitesten Sinne mit „Textilem“ zu tun haben, entwickelt.

AMID: Reflektiertes Schreiben, künstlerisches Selbstverständnis und Professionalisierung.
27.2.-12.3.2017, Workshop mit Nora Mertes und Johanna Kintner

Quelle: Frauenbeauftragte Bildende Kunst

Ausgehend von den künstlerischen Arbeitsweisen und Intentionen bietet der Workshop Amid Raum das eigene künstlerische Selbstverständnis zu reflektieren und Perspektiven sowie konkrete Möglichkeiten für denn professionellen künstlerischen Weg nach dem Studium zu entwickeln.

Schwerpunkt des diesjährigen Workshops liegt auf dem Schreiben und Sprechen über die eigene Arbeitsweise sowie auf dem Erarbeiten von, für die künstlerische Auseinandersetzung nützlichen, Rahmenbedingungen. Auf dieser Grundlage werden anschließend konkrete Themen wie Selbstständigkeit, Künstlersozialkasse, Fördersysteme in der Kunst und Bewerbungsverfahren behandelt. Dafür werden Informationen und Erfahrungsperspektiven der Dozentinnen und von anderen Kunstschaffenden bereitgestellt. Der Workshop richtet sich an angehende Künstlerinnen.

http://noramertes.be/

Artist Talk: Johanna Silbermann
12. Juli 2016, 18:00 – 21:00

Quelle: frauenbeauftragte

*1982 Halle / Saale, lebt und arbeitet in Berlin

In der Malerei geht es um die Untersuchung nach einer Möglichkeit Träume umzusetzen, an die man sich erinnert, während ein anderer davon erzählt.

http://johannasilbermann.blogspot.de/

Artist Talk: Regina Nieke
5. Juli 2016, 18:00 – 21:00

Quelle: frauenbeauftragte

*1979, lebt und arbeitet in Berlin

Ferne und unendlich scheinende Farbräume verführen durch harmonische Farbklänge und appellieren an individuelle Empfindungen.

http://www.reginanieke.com

Artist Talk: Annelen Käferstein
28. Juni 2016, 18:00 – 21:00

Quelle: frauenbeauftragte
Quelle: frauenbeauftragte

Alles ist im Fluss. Annelen Käferstein Bilder ähneln Unterwasserwelten: aquarellig fließende Farben scheinen die Leinwand zu fluten und ineinander zu verschwimmen. Die Bilder thematisieren die Vorstellung eines sich unaufhörlich bewegenden Kosmos, in dem sich alles Formgewordene auflöst und aus dem alles immer wieder neu entsteht.

www.annelenkaeferstein.de

Artist Talk: Talia Israeli
21 June 2016, 18:00 – 21:00

Quelle: frauenbeauftragte

Born in 1976, Talia Israeli currently lives and works in Tel-Aviv.

Israeli graduated the B.F.A. program at The Bezalel Academy of Art & Design, Jerusalem in 2002. During that time she also studied at The Glasgow School of Art. By the year 2005, Israeli completed the M.F.A program at Goldsmiths, London.

Israeli teaches painting at the Bezalel department of fine arts since 2006 and was the head of the fine arts department at Minshar School of art 2009-11.

Israeli’s paintings are usually concerned with depicting her surroundings, while using various strategies she turns the landscape into a mental image.

„In her recent work, Israeli raises questions about the city’s ontological position even when depicting, seemingly, meaningless details, such as a plant or a chair. The city is not the natural playground of these elements, which could belong in any surrounding. However, when planted in an urban setting, the objects embody the alienation, estrangement and even the loss which follow every city dweller like a shadow. Unlike the realist painting which aims to represent the metropolis while emphasizing the wealth of possibilities, Israeli’s city comes to its fruition through intentional distortion of architectural details and color tonality“. (Dr. B.B. Blich)

„The figurative structures are usually naked foundations, which support the depicted view. The paintings aim to reveal their inner structure. In some of them, they look like a map of nerves system or other biological phylum.  In some of the structures a vulnerability and a borderline fragility is evident. The grid, which is seen floating above the surface in many of her works, tells us the theme of the paintings is painting itself, its ability to describe the world.  And so, this is a painting in which the nocturnal trip reflects upon painting per se and the artist’s thoughts of loneliness while watching the world“.( Livneh Yitzhak )

www.taliaisraeli.com

Black Feminism and Decolonial Aesthetics / BE.BOP 2016
1.-3. und 10.-12.6.2016, Blockseminar  mit Alanna Lockward, Special Guest Teresa María Díaz Nerio

Quelle: Frauenbeauftragte Bildende Kunst

E.BOP 2016. BLACK EUROPE BODY POLITICS. A precious opportunity to meet Black Feminists and hear them talk,and interact with them. This event will take place at Volksbühne. Students have to visit the festival for at least three hours selecting their main interest. The students will work on the theoretical perspectives of Black feminism, Afropean Decoloniality and Decolonial Aesthetics, also including screenings of video-art and films by Black Diaspora women artists.

Alanna Lockward studierte “Kunst im Kontext” an der Universität der Künste in Berlin. Sie ist Spezialistin im Bereich Feminismus, Postkoloniale und Dekoloniale Theorien.

www.alannalockward.com

Performance Installation, Immersive Strategies and Audience Research Methods
10. und 12.5.2016, Workshop mit Inga Gerner Nielsen

Quelle: frauenbeauftragte

Mit dem narrativen Vortrag DYNASTY – MY LOST PANOPTICON KINGDOM, untersucht Inga aus kritischer Perspektive jene soziologische Landschaft, die in ihr die Überzeugung hervorbrachte, das ebendiese Art von Performance das Potential besitzt den öffentlichen Raum, den institutionellen Rahmen und die Art der Wissensproduktion im akademischen Kontext (zeitweise) zu transformieren. Mit ihrer eigenen Erzählung hofft sie den Kursteilnehmer*innen einen möglichen Ausgangspunkt zu geben, von dem aus sie ihre persönlichen Mythologien erkunden können und zur Disskussion stellen, warum sie Kunst in Kontexten bearbeiten.

Darüber hinaus gibt Inga Einsicht in methodologische Überlegungen zur Verbindung von Kunst und Wissenschaft, basierend auf Projekten wie EMBODYING SCIENCE. In diesem Teil des Kurses wird den Teilnehmern eine Einleitung in soziologische und ethnographische Methoden zur Verfügung gestellt, wie sie zur Untersuchung des Zuschauererlebnisses entwickelt wurde. Sie zeigt diese Methoden am Beispiel von Arbeiten ihrer eigenen Gruppen oder anderer, z.B. der dänisch-österreichischen Gruppe SIGNA .

In praktischen Übungen gibt Inga Einblick in die körperliche Erfahrung von Elementen ihrer Installationen, mit denen sie die darin interaktiv agierenden Performer*innen vorbereitet. Das ist die Vorbereitung dafür, das Publikum in unterschiedliche sinnliche Modi zu bringen.

Inga Gerner Nielsen wurde 1983 auf der Insel Fyn in Dänemark geboren. Ihr Studium der Soziologie und Arts in Modern Culture kombinierte sie mit künstlerischer Praxis. Dabei entwickelte sie in Zusammenarbeit mit verschiedenen Skandinavischen Gruppen das Genre der intervenierenden Performance Installation. Ihre Arbeit als Performerin begann sie in der dänisch-österreichischen Gruppe SIGNA 2003. 2008 gründete Sie in Kopenhagen das Performance-Kollektiv Club de la Faye und 2010 die Performance Agentur Fiction Pimps. 2013 führte sie Regie bei der gefeierten Performance Installation The Velvet State als Rahmung der Art Zone des Roskilde Festivals. Im selben Jahr initiierte sie mit der Choreographin Sarah Armstrong das Projekt Embodying Science, das die Schnittstellen von Kunst und Wissenschaft untersucht. 2015 war sie Dramaturgin der Produktion Music4Giants beim PSi Fluid Sounds Festival (Produktion: HEAVEN). Ihre jüngsten Arbeiten sind die Eins-zu-Eins Performance Seeing Pink Narcissus in der Galerie 68sqm in Kopenhagen und The Queeng of Ama´r im HAL Atelierhaus, Leipzig.

www.ingagernernielsen.tumblr.com

Multiple Geschichten der Gegenwartskunst
Einführung in zeitgenössische chinesische Kunst und Kunstgeschichte

Sommersemester 2016, Proseminar mit Birgit Hopfener

Das Seminar bietet eine Einführung in zeitgenössische chinesische Kunst und Kunstgeschichte sowie in Fragestellungen und Ansätze einer Transkulturellen/Globalen Kunstgeschichte. Anhand „chinesischer Gegenwartskunst“ als Fallbeispiel wollen wir exemplarisch erarbeiten, dass und auf welche Weise Gegenwartskunst im Kontext einer globalisierten, pluralen (Kunst-)Welt in Auseinandersetzung mit multiplen Geschichten und epistemologischen Strukturen sowie in kritischer Auseinandersetzung mit der westlichen Moderne produziert und rezipiert wird. Mit einem Fokus auf die Themen „KünstlerInnen als HistorikerInnen und HistoriographenInnen“, „Kritische Auseinandersetzungen mit Aspekten chinesischer Kunst, Ästhetik und Kunstgeschichte“ und Chinesische Künstlerinnen und Genderperspektiven in der zeitgenössischen chinesischen Kunstgeschichte“ lernen wir aus produktionsästhetischer und rezeptionsästhetischer Perspektive Praktiken und Diskurse chinesischer Kunst- und Kunstgeschichte kennen und werden wir uns ihrer multiplen, transkulturellen Bedeutungsebenen bewusst.

AMID
29. Februar – 21. März 2016, Workshop mit Nora Mertes und Johanna Kintner

Quelle: frauenbeauftragte
Quelle: frauenbeauftragte
Quelle: frauenbeauftragte
Quelle: frauenbeauftragte

Anliegen des Seminars Amid (engl. „inmitten“) war es die Teilnehmerinnen bei der Reflexion der eigenen künstlerischen Arbeitsweise und bei der Entwicklung von Perspektiven auf ihre Tätigkeiten als Künstlerinnen außerhalb eines Studienkontextes zu begleiten. Der Workshop bot ausgehend vom eigenen künstlerischen Selbstverständnis Raum individuelle, strukturelle oder organisatorisch notwendige Rahmenbedingungen für die Tätigkeit als Künstlerin zu entwickeln.

Amid gliederte sich in Einzelgespräche im Atelier mit Fokus auf individuelle Fragen zur künstlerischen Arbeitsweise und Möglichkeiten für die Zeit nach dem Studium. Als auch in gemeinsame Treffen, in denen Informationen zu möglichen Rahmenbedingungen zur Verfügung gestellt, die Erfahrungen der Dozentinnen mitgeteilt sowie der Austausch unter den Teilnehmerinnen angeregt wurde.

Im ersten Treffen am 29. Februar hatte jede Teilnehmerin die Möglichkeit in einer kurzen Präsentation ihr künstlerisches Interesse und ihre Arbeitsweise vorzustellen. Daraufhin standen das Nachdenken und das anfängliche schriftliche Formulieren der eigenen künstlerischen Arbeitsweise sowie die dafür notwendigen äußeren Bedingungen im Fokus. Beides bildete die Grundlage für das gemeinsame Arbeiten in den darauffolgenden Treffen.

Vom 3. bis zum 6. März wurde ganztägig in Berlin und Leipzig gemeinsam mit Studierenden der Alanus Hochschule aus dem Fachbereich Bildhauerei gearbeitet. Die Kooperation entstand durch einen von Nora Mertes und Johanna Kintner dort einige Wochen zuvor angebotenen Amid Workshop. Thema dieses Workshops war ebenfalls die Ausgestaltung förderlicher Rahmenbedingungen für die eigene künstlerische Tätigkeit.

Während dieser gemeinsamen Tage standen Gespräche über mögliche Rahmenbedingungen und konkrete Überlegungen der Umsetzung im Zentrum. Um diese Überlegungen zu bereichern, gab es die Möglichkeit sich mit Rahmenbedingungen anderer KünstlerInnen in unterschiedlichen Situationen, sowie mit verschiedensten Arbeitsweisen, auseinanderzusetzen. Grundlage hierzu waren Notizen von 30 KünstlerInnen, die die Dozentinnen gesammelt hatten. In selbst gewählter Form zeigen die KünstlerInnen in diesen ihre Rahmenbedingungen auf und reflektieren sie. Bereiche wie Selbstorganisation, ergänzende künstlerische Arbeitsweisen (zum Beispiel das Sammeln von Motiven oder Schreiben), Austausch, unterstützendes Umfeld, Galerien, Geldverdienen, Sichtbarkeit/Ausstellen oder Freizeit finden hier Beachtung.

Darüber hinaus gab es das Angebot von Atelierbesuchen bei vier Künstlerlnnen in Berlin und Leipzig (Ossian Fraser, Isa Melsheimer, Vytautas Jurevicius, Enne Haehnle) sowie in den Ateliers der Dozentinnen. Die jeweils einstündigen Atelierbesuche gaben die Möglichkeit sehr unterschiedliche künstlerische Ansätze und Selbstverständnisse kennenzulernen und sich im Gespräch über die jeweilige Arbeitsweise und die damit verbundenen Rahmenbedingungen auszutauschen.

Der Austausch unter den Teilnehmenden der beiden Hochschulen bot die Möglichkeit die Lebens- und Arbeitsbedingungen voneinander kennenzulernen und so Überlegungen zu den eigenen Rahmenbedingungen nochmals kritisch zu hinterfragen.

In den individuellen Ateliergesprächen, für jede Teilnehmerin standen pro Woche zwei Einzelgespräche mit jeweils einer der Dozentinnen zur Verfügung, wurde ausgehend von den Bedürfnissen der einzelnen Teilnehmerin auf Themen, die direkt oder im weiteren Sinne mit der eigenen künstlerischen Arbeit verbunden waren, geschaut. Hier ging es unter anderem um Förderungen für bestimmte Projekte, Überlegungen zu individuellen Rahmenbedingungen, Studienwechsel bzw. Postgraduiertenstudiengänge, die künstlerische Arbeitsweise, das Formulieren von Texten zu einzelnen Arbeiten oder die Arbeit an einem Künstlerstatement, das als Anlass genommen wurde eine größere Klarheit in der künstlerischen Intention und im künstlerischen Tun zu erlangen.

An den beiden letzten gemeinsamen Terminen, am 14. und 21. März, standen die künstlerische Selbstständigkeit und das Fördersystem im Fokus. Ausgehend von konkreten Fragen wurde hier über die wichtigsten Bereiche der künstlerischen Selbstständigkeit informiert und diskutiert. Ziel war es den Start in die Selbstständigkeit handhabbar zu machen. Zudem gaben praktische Informationen den Teilnehmerinnen die Möglichkeit ihre vorherigen Überlegungen zu konkretisieren und greifbar zu machen. Unter anderem waren die folgenden Fragen und Bereiche Thema:

„Ich bin mit dem Studium fertig und möchte selbstständig künstlerisch arbeiten. Was könnte mir beim Beginn helfen?“, u. a.:
• Welche Beratungsangebote (Bücher, Workshops, Einzelberatungen) sind vorhanden
• Unterschiede zwischen Selbstständigkeit und Angestelltenverhältnis
• Erste Schritte in die Selbstständigkeit
• Anmeldung beim Finanzamt als Freiberuflerin
• Steuernummer / Kleinunternehmerregelung / Steuererklärung / Buchhaltung
• Honorare / Verträge / Rechnungen
• Sozialleistungen
• Künstlersozialkasse
• Was ist die KSK?
• Wie stellt man einen Antrag zur Aufnahme?
• Was sind die Vor- und Nachteile der KSK?

„Welche Art von Austausch könnte mich bei meiner künstlerischen Arbeit unterstützen?“, u. a.:
• Ateliergemeinschaft
• Postgraduiertenstudium
• „Fans“
• gemeinsames Ausstellen

„Wie kann ich mich für einen Ausstellungsort bewerben, wenn es keine Ausschreibung gibt?“, u.a.:
• Ablauf einer Initiativbewerbung
• Konkrete Bewerbung als Beispiel

„Wie finde ich eine finanzielle Förderung für meine künstlerische Arbeit nach dem Studium?“ oder „Wie kann ich mich für ein Aufenthaltsstipendium bewerben?“, u. a.:
• Welche Beratungsangebote (Bücher, Workshops, Einzelberatungen) sind vorhanden
• Kunstfördersystem in Deutschland und weltweit, staatlich und privat
• Arbeitsstipendien
• Aufenthaltsstipendien
• Preise
• Konkrete Bewerbungen als Beispiele

Körper & Raum
5.-7. Februar 2016, Workshop mit Nora Mertes

Quelle: frauenbeauftragte

Der dreitägige Workshop „Körper & Raum“ hat auf praktischer sowie theoretischer Ebene untersucht, was plastische und architektonische Räumlichkeit und körperliches Erleben miteinander zu tun haben. Der Bezug zwischen menschlichem Körper und Raum wurde anhand von architektonischen Konzepten und künstlerischen Positionen diskutiert und mittels praktischer Übungen in verschiedenen Architekturen überprüft. Die TeilnehmerInnen erarbeiteten während des Workshops eigene künstlerische Ansätze, die am Ende präsentiert wurden. Hierbei konnte die im Workshop behandelte Fragestellung in Bezug auf die künstlerische oder kunstvermittelnde Praxis reflektiert werden.

www.noramertes.be

“Wunder der Peripherie – Das Potential der Nebensache“

Januar 2015, Künstlerisch/Theoretische Lehrveranstaltung mit Janina Janke

“Wunder der Peripherie” rückt das Periphere ins Zentrum. Wir lenken den Blick auf das Beiwerk und die Fußnoten unserer Gesellschaft. In zwei Arbeitsblöcken überschreiten wir Grenzen und erkunden Randlagen.

Zuerst konzentrieren wir uns dafür konkret auf die räumliche Peripherie Berlins und suchen Orte auf, die aus der allgemeinen Wahrnehmung gerutscht sind und oft gerade dadurch vergessen werden, weil sie „allgegenwärtig“ sind. Was macht die Peripherie zur Peripherie? Wer und was befindet sich dort und warum? In gemeinschaftlicher Reflexion suchen und erforschen wir diese Orte, beobachten ihre Menschen und sammeln Narrative, Situationen, Klänge, Gesten, Symbole etc. auf.

Es entsteht ein unvorhersehbarer Prozess, bei dem wir mit dem arbeiten was wir in der gegebenen Situation vorfinden. You want what you get – diese Maxime des Cinema Verité wollen wir experimentell auf unsere Arbeitsfelder übertragen und dabei erproben, wie man als KünstlerIn und WissenschaftlerIn die allgegenwärtige Präsenz des Unerwarteten bewusst suchen und für die eigene Arbeit nutzen kann.

Hierfür überschreiten wir nicht nur die räumlichen Grenzen zwischen Zentrum und Peripherie, sondern verlassen auch die Wissensterritorien der eigenen Disziplinen, um nicht standardisiertes Wissen durch Montage von Unzusammenhängendem zu erzeugen. Dies verweist bereits auf den zweiten Arbeitsabschnitt des Workshops, in dem wir die gewonnenen Erkenntnisse auf die Meta-Ebene unserer subjektiven Peripherien übertragen und fragen: Wer oder was ist für mich peripher und warum?

Am Ende steht eine gemeinsame oder individuelle multimediale Präsentation mit theoretischer Reflexion der gesammelten Erfahrungen und Erkenntnisse – die Form in welcher sie stattfinden wird, bleibt noch offen: als Freiheit und Herausforderung zugleich.

Literatur: „Andere Räume“, „Wahnsinn und Gesellschaft“ Michel Foucault, „Civitas“ Richard Sennett, „Im Raume lesen wir die Zeit“ Karl Schlögel, „Nicht-Orte“ Marc Augé, „Das Unheimliche“ Sigmund Freud, „sujet imaginaire. Ein Figurenentwurf“ Andi Schoon

www.janinajanke.de

Geschlechtliche Vermessung - Fotografische Repräsentationen des Weiblichen in historischen Bildprogrammen und aktuellen künstlerischen Praktiken

SS 2015, Künstlerisch/Theoretische Lehrveranstaltung mit Heide Barrenechea und Frau Budde

In diesem Seminar wird nach der Zurschaustellung des Weiblichen im Medium der Fotografie gefragt. Dazu sollen fotografische Darstellungsformen in den Blick genommen werden, die sich im Zuge einer Institutionalisierung und Professionalisierung bestimmter Wissenschaftsdisziplinen im 19. Jahrhundert ausgebildet haben, deren formal-ästhetische Bildsprache indes noch in der Gegenwartskunst nachklingt, wie zeitgenössische fotografische Positionen eindrücklich zeigen. In diesem Sinne geht das Seminar anhand historischer Bildpraxen, mittels dokumentarischer Visualisierungsformen und aktueller künstlerischer Verfahren der Frage nach der fotogarfischen Inszenierung des Weiblichen nach. Von Interesse ist dabei zum einen, welche Semantiken aus Darstellungstechniken resultieren, die seit der Mitte des 19. Jahrhunderts im Kontext medizinischer, kriminologischer, kolonialer oder anthropologischer Zusammenhänge entstanden sind, und die aufgrund der vermeintlichen Authentizität des fotografischen Bildes eine wissenschaftliche Evidenz suggerierten – etwa Bildnisse psychisch kranker Frauen (z.B. Charcots Hysterikerinnen), Verbrecherfotografien, anthropologische Typenbildnisse oder koloniale Bildprogramme. Daneben gilt das Interesse aber auch zeitgenössischen

Fotografinnen und Fotografen, die derartige klassifizierende und normierende Visualisierungsformen in ihrer ästhetischen Praxis aufgreifen, mit diesen spielen, sie perpetuieren oder konterkarieren. Auf diese Weise charakterisieren sie die Frau als das ‚Andere‘ und/oder stereotype weibliche Darstellungsmuster um alternative Subjektentwürfe.

NIPS – Non Identical Partners
26.3.2015, Ausstellungs- und Performanceevent mit Genderschwerpunkt mit Frau Cmelka in Kooperation mit Klasse Pryde im WestGermany, Berlin

Quelle: frauenbeauftragte

Das Seminar „NIPS – Non Identical Partners“ nahm sich zum Ziel, die ungleiche Partnerschaft Bildender und Drammatischer Kunst zu thematisieren und neu miteinander in Beziehung zu setzten. Das Thema der ungleichen aber voneinander abhängigen Zwilinge wurde anhand von filmischen Beispielen aus der Entertainment-Industrie, Untersuchungen von Abhängigkeits- sowie Geschlechterverhältnissen innerhalb künsterlischer Produktion und Kollaboration sowie innerhalb des zeitgenössischen Kunstmarktes bearbeitet und disskutiert.

Der Text „Die lebende Münze“ von Pierre Klossowski spielte dabei eine zentrale Rolle. Beteiligte Studierende waren Nadja Abt, Carl Berzow, Anastasia Mandel, Johannes Ernst Nowak, Sarah Rosengarten und Michel Wagenschütz, die wie es Idee des Seminars und des Performance-Events war die Non-Identical-Partner Jonathan Jung (Studiernder, Klasse Pernice), Sophia Kennedy (Muskerin, Hamburg), Vivi Abelson (Künstlerin, Berlin und Frankfurt/Main), Simon Speiser (Künstler und Meisterschüler von Michael Krebber der Hochschule für Bildende Künste – Städelschule, Frankfurt/Main), Wieland Schönfelder (Studierender, Klasse Steyrl), Cornelia Herfurtner (Künstlerin Berlin, Meisterschülerin bei Josephine Pryde) zur Zusammenarbeit einluden.

„NIPS“ wurde zu einer einstündigen Gender-Kunst-Performance, die wie in einem neuartigen Variété einer losen Szenenfolge mit themtischen Überbau folgte und aus einzelnen, durch Light-Cues von einander getrennten, kürzeren Darbietungen bestand, die mit unterschiedlichen Medien arbeiteten und verschiedene Genres anwandten und untersuchten (Tanz, Gesang, Schauspiel, Malerei, Slapstick, Therapie, Gymnastik, Living Sculpture, Standup Comedy, Doppel-Conference, Show, Video, Sound und Musik).

Die eingeladenen/beauftragten Co-Künstler komponierten Musikstücke (Sophia Kennedy), fungierten als Co-Performer in unterschiedlichen Rollen (Simon Speiser), Moderatoren (Cornelia Herfurtner und Wieland Schönfelder),

Peformance- , Ausstattungspartner-Partner und Kostümbildner (Jonathan Jung und Viviana Abelson). Zusätzlich wurde ein dokumetarisches Video und Fotografien des Abends (siehe Anhang) von dem Video-Künstler Bard Ask gefertigt.

Die Studierenden waren für jeweils eine Performance verantwortlich, die sie konzipierten, schrieben und choreographierten. Während dem Seminar, mehreren Blockveranstaltungen in der vorleseungsfreien Zeit und den Proben vorort (4 Tage Proben und Aufbau im Veranstaltungsort WestGermany) wurden die Beiträge gemeinsam disskutiert, geprobt, verändert und weiterentwickelt.

Die Studierenden waren Veranstalter, Autoren, Darsteller, Musiker, Sänger, Regisseure, Requisiteure, Kostümbildner, Visagisten, Ton- und Lichttechniker und gestalten ausserdem Bühnen und Zuschauerraum.

Fast alle der beitiligten Studenten (inklusive der eingeladenen Non-Identical-Partner) nehmen nun an meinem Performance-Seminar in diesem Sommersemster 2015 teil , alle haben für ihr Performance- und Ausstellungsevent „NIPS“ viel und positives Feed-back erhalten, der Abend war sehr erfolgreich und so gut besucht, dass einige Leute gar nicht mehr in den Aufführungsraum gelangen konnten.

Vom Schauspiel lernen – sicher auftreten
28.6.2015, Workshop mit Jessica Steinke und Eva Gosciejewicz

Quelle: frauenbeauftragte

Erfahren Sie wie Sie sich souverän, kompetent und wirkungsvoll präsentieren. Lernen Sie innerhalb eines Tages, Körper, Atem, Stimme und Sprache für einen überzeugenden Auftritt und die authentische Gestaltung Ihrer Botschaft zu nutzen.

  • Selbstsicherheit durch Selbstbewusstsein
  • Reflexion der individuellen inneren Haltung – Übungen aus dem systemischen Coaching
  • praktisches Training des eigenen Instruments Körper – Übungen aus dem Schauspielhandwerk
  • bewusster Umgang mit Körpersprache – den Blick des Zuschauers nachvollziehen
  • Grundlagen eines gelingenden Auftritts verstehen – Wirkmechanismen zwischen Bühne und Publikum
  • Übung Auftritt / Präsentation mit individuellem Feedback
  • Tipps gegen Lampenfieber

AMID
24.-25.10. und 7.-8.11.2015, Workshop mit Nora Mertes und Johanna Kintner

Quelle: frauenbeauftragte

Anliegen des Workshops Amid (eng. Inmitten) war es die TeilnehmerInnen beim Entwickeln von Perspektiven für ihre Tätigkeiten als KünstlerInnen außerhalb eines Studienkontextes zu begleiten. Der Workshop bot Raum über die eigene künstlerische Arbeitsweise nachzudenken und ausgehend von dieser individuelle und notwendige Rahmenbedingungen für die Tätigkeit als KünstlerIn zu entwickeln.

Amid gliederte sich in Einzelgespräche im Atelier mit Fokus auf der künstlerischen Arbeit und Arbeitsweise der TeilnehmerInnen. Als auch in gemeinsame Treffen, bei denen Themen wie Künstlersozialkasse, Fördersystem, Atelier oder Künstlerbilder Thema waren.

Konkret standen am ersten Wochenende Rahmenbedingungen der eigenen künstlerischen Arbeit im Fokus. Ausgehend von der aktuellen künstlerischen Arbeitsweise im Hochschulkontext wurden die TeilnehmerInnen bei Überlegungen zu sinnvollen Bedingungen für ihre künstlerische Arbeit nach dem Studium begleitet.

Es bestand das Angebot sich mit Rahmenbedingungen anderer KünstlerInnen in unterschiedlichen Situationen sowie mit verschiedensten Arbeitsweisen auseinanderzusetzen.

Es wurden zudem konkrete Informationen zu Bereichen wie Finanzierung durch künstlerische (Teil-) Selbstständigkeit und damit verbundene Unterstützungen wie die Künstlersozialkasse, aber auch andere Modelle der Finanzierung wie Teilselbstständigkeit oder Möglichkeiten in einer festen Anstellung künstlerisch zu arbeiten vorgestellt.

Die an diesem Wochenende stattfindenden Einzelgespräche waren Anlass vertiefend, ausgehend von der jeweiligen künstlerischen Arbeitsweise, zu reflektieren, wie für die TeilnehmerInnen eine Arbeit als KünstlerIn möglich wäre und welche Aspekte dafür hilfreich sein könnten.

Am zweiten Wochenende stand das existierende Kunst-Fördersystem im Fokus. Exemplarisch wurde die Struktur der Stiftungen, Künstlerhäuser, Kunstinstitutionen, staatlichen Kunstförderungen etc. vorgestellt. Ziel war es, den TeilnehmerInnen eine Orientierung zu geben um die umfassenden Möglichkeiten und Angebote zu nutzen. Der Blick auf spezifische (Aufenthalts-)Stipendien, Preise oder Projektförderungen wie auch auf Bewerbungsbedingungen und konkrete erfolgreiche Bewerbungen gab einen Einblick in einzelne Kunstförderungen. Nach der Übersicht wurden einzelne bereits ausgearbeitete Bewerbungen der TeilnehmerInnen angeschaut, gemeinsam reflektiert und weiterentwickelt.

Mit dem Thema der Präsentation und dem Sprechen über die eigene künstlerische Arbeitsweise schloss der Workshop ab. Jede TeilnehmerIn konnte einen selbst ausgewählten Aspekt präsentieren, sei es eine aktuelle künstlerische Arbeit, eine spontane während des Wochenendes entwickelte Ausstellung, eine Bewerbung für ein Stipendium oder die Präsentation als Probe für eine anstehende Prüfung nutzen.

www.johannakintner.de
www.noramertes.be

Schreiben: Geht das? Und wenn ja – wie?
13.-16.11.2015, Workshop mit Antje Stahl

„Wie schreibe ich einen Text über meine Arbeit?“ Vor dieser Frage stehen heute viele KünstlerInnen.
Für den Internetauftritt oder die Arbeitsmappe, für einen Wettbewerb oder eine Bewerbung – es gibt immer mehr Bedarf an Texten über die eigenen künstlerischen Werke. Das stellt KünstlerInnen vor einen Konflikt: Einerseits ist es wichtig, die Deutungshoheit über das eigene Werk zu behalten. Andererseits ist die Schrift nicht das Medium, in dem sie ausgebildet werden. Diese Übung möchte dem entgegenwirken und den TeilnehmerInnen die Möglichkeit geben, Texte zu erarbeiten. Die leere Seite und die Suche nach den richtigen Worten sind oftmals eine Qual. Keine Frage. Sie können aber auch den Blick auf die eigene Arbeit schärfen und sie dadurch verändern und vorantreiben. Denn Schreiben ist ein Prozess, in dem man lernt, präzise zu denken und das eigene Tun kritisch, aber produktiv zu beleuchten. Deshalb werden in dieser Übung Texte erstellt, diskutiert und redigiert. Neben der Förderung der Schreibpraxis werden begleitend Texte über Kunst von anderen Autoren gelesen. Beispielhaft werden verschiedene Textsorten von Literaten, Philosophen und Künstlern vorgestellt. Die Lektüre wird dabei zeigen, wie Kunst sich durch die schriftliche Interpretation verändern kann. Ziel ist es, die eigene künstlerische Praxis besser in Texten zu vermitteln – und dadurch den Zugriff von außen durch Journalisten oder Gatekeepers anders beeinflussen und dirigieren zu können.

Antje Stahl arbeitet als Redakteurin für das Kunstmagazin Monopol und als Freie Autorin für die Frankfurter Allgemeine Zeitung.

Vorausgesetzt! - Kunst/Pädagogik und ihre Bedingungen

SS 2015, Ringvorlesung, organisiert von Prof. Nanna Lüth, Institut für Kunstdidaktik und ästhetische Bildung

Im Sommersemester 2015 fand in der Fakultät Bildende Kunst eine öffentliche Ringvorlesung mit internationalen Gästen aus dem Bereich der Kunst und ihrer Vermittlung statt. Die Reihe präsentiert außergewöhnliche Schnittmengen von künstlerischer und pädagogischer Praxis. Bei allen Veranstaltungen geht es um die Frage, unter welchen gesellschaftlichen oder politischen Voraussetzungen die beschriebenen Perspektiven von Lehrer_innen, Forscher_innen und Künstler_innen möglich werden, aber auch, welche sie selbst hervorbringen.

Am 28.5.15 stellte Ellen Kobe unter dem Titel „Mensch im Museum“ eine Auswahl ihrer Performances vor, in denen sie ihre eigene Lohnarbeit als Kulturvermittlerin reflektiert. Im Video Herzlich Willkommen! (2014), das eine Performance zur Eröffnung der Kunstmesse „Berliner Liste“ dokumentiert, findet eine imaginäre Raumverschiebung statt. Nach MoMA goes on (2004), einer Führung vor den leeren Wänden der Neuen Nationalgalerie und Goya to Go (2005) im Kunstverein Tiergarten setzte Kobe darin ihre Reihe über Kunstvermittlung fort: Mit dem Wortlaut der Schlossführung führte sie eine Gruppe durch die Messehallen. Abschließend stellte sie die Aktion Sprechen und Stillen (2007) vor, die anlässlich der documenta 12 stattgefunden hatte. Die VIP-Lounge an der Kasseler Orangerie wurde in eine „Stillplattform“ umgewandelt. Dies gab einigen Müttern die Chance, im Zentrum des Kunstgeschehens einen geschützten Raum zu genießen. Sie hatten die Möglichkeit, als Ausstellungsbesucherinnen an einem Rundgang teilzunehmen, ohne dabei ihre Kinder vernachlässigen zu müssen. Die Kommentare nach Kobes Vortrag thematisierten die Hierarchie zwischen den Praktiken der Kunst und der Kunstvermittlung.

Am 11.6.15 führte die Kunsthistorikerin Wiebke Trunk in der Gemäldegalerie einen Workshop über „Das Kleingeschriebene“ durch. Ausgangspunkt waren Details, die das Display als Schnittstelle zwischen Institution und Publikum rahmen. Wie beeinflussen die Informationen an den Rändern unsere Sicht? Dem nachzugehen, was nur so nebenbei – gleichsam zweitranging – auftaucht, stand im Mittelpunkt der Veranstaltung. Die Teilnehmer_innen suchten, mit sorgfältig aufbereitetem Material und zahlreichen Hintergrundinformationen ausgestattet, nach den entsprechenden Werken, um deren Kleingeschriebenes aus der Nähe zu betrachten. Unter anderem wurden von einer Kleingruppe zwei Bilder von Rembrandt erarbeitet, wobei den Titeln „Bildnisstudie eines jungen Juden“ und „Christuskopf“ besonders nachgegangen wurde. In einem Dialog, den diese Gruppe anleitete, wurden die Gemälde in den historischen Kontext gestellt und die Gründe für die Namensgebung differenziert. Die gewohnte Dekontextualisierung der Werke im Museum geriet in den Blick.

Am 18.6.15 startete Vera Simon Harder, Kunstvermittler_in, Lehrer_in und Praxisforscher_in aus Olten/CH mit einer Wahrnehmungsübung und Aufzeichnung. „Chewing Reality: Auf der Suche nach Interventionen, die Seh- und Denkgewohnheiten herausfordern, (wieder)käuen und auf’s Spiel setzen“ war das Motto, unter dem Harder das Projekt eines Wahlpflichtkurses im Fach Bildnerische Gestaltung präsentierte. Der Beitrag mit Work-in-Progress-Charakter gab Einblick in die Konzeption, Durchführung und Auswertung von dem gleichnamigen Praxisforschungsprojekt. Dieses geht aus queer-feministischer Perspektive der Frage nach, wie Kunstvermittlung als Verhandlungsraum von UnSichtbarkeiten angelegt werden kann. Geschlechtskonstruktionen wurde in diesem Rahmen durch queere künstlerische Arbeiten vorgeführt und debattierbar gemacht. Es entstanden Hörspiele, die durch die Schullautsprecheranlage verbreitet wurden. Am Ende wurde im Plenum die Frage nach der Grenze zwischen Politischem und Privatem gestellt, und wieweit das eine und das andere in der Schule vorgesehen ist.

Working Conditions
15.6.2015, Vorlesung mit Emma Hedditch

Emma will talk about at artistic practices which are critical and reflective of their conditions, and incorporate this criticality into the work itself, through content and form. The talk will link directly to the conditions under which we work in the Art Academy and our lives outside. Emma will introduce some of her own work in particular video and actions and introduce historical examples in performance based practices of the 60’s, 70’s and 80’s, and consider these in relation to the contemporary circumstances of living and working.
Emma Hedditch (born 1972, UK) is an artist and writer based in New York. Her work focuses on daily practice, materiality, and distribution of knowledge as political action. She often works collaboratively with other artists and groups, for example The Copenhagen Free University (2001–2008) and Cinenova, a feminist film and video distributor (1999–present). Emma’s work has taken form as performances, collectively produced videos, fanzines, as well as workshops, screenings, and events. Emma Hedditch was artist in residence for performance at the Munich Art Academy in 2013/14 and has taught in the class ‘Walls and Space’ at the Copenhagen Art Academy annually since 2007.

Rethinking materials through Gender and Performance
8.-10. und 16.5.2015, Blockseminar mit Sophia New

What is it to consider materials and objects in relationship to performance and gender in light of recent thinking around new materialism and feminism? In this seminar we will combine reading and doing: exploring our own choices of materials to work with and considering ideas from new materialism about whether the materials themselves have their own existence, desire and logic. We will be questioning the relationship between ourselves and matter as material, ‚Dinge‘ and meaning, specifically in the context of other artists and performers such as Ana Mendieta, Oreet Asheery, Bobby Baker, Jakob Lena Knebl, La Ribot, Pussy Riot and Mierle Laderman Ukeles. Inspired by bell hooks statement that feminism is more an act of doing rather than just a mode of identification I take feminism in this context to be plural (feminisms) and not bound to one gender. I am interested in exploring with participants how these feminisms might speak to materials and visa versa. Each participant will consider and present a short performance around the relationship to a certain material of their choice and take part in shared reading, discussion and feedback.

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