Medea ist jetzt

Medea ist jetzt

Medea ist jetzt, wurde in der K9, Friedrichhain aufgeführt. 10 Spielerinnen probten und forschten 2,5 Monate zu gesellschaftlichen Umständen, Werten, Perspektiven, Wahrheitssetzungen, Geschlechter- und Machtbeziehungen anhand von Medea.

Die Sichtweisen auf Medea unterscheiden sich erheblich, von der rachsüchtigen Frau und der Königin, der fremden und der Anderen bis zum instrumentalisierten Sündenbock des staatlichen Systems und der Machthabenden. Was für (Frauen-)Bilder werden gesetzt und festgeschrieben; wer hat die Deutungshoheit und Definitionsmacht? Wem wird Glauben geschenkt? Wer darf bleiben, wer wird abgeschoben? Die ausgetragenen Konflikte sind aktuell. Mit biografischen und neuen dokumentarischen Theaterformen wurde dieses Projekt den Komplex der Konflikte und Fragestellungen um Medea bearbeitet. Es wurden persönliche Bezüge hergestellt und unterschiedlichen Perspektiven und Erzählungen erforscht. Es ging um das Spannungsfeld zwischen den widersprüchlichen Sichtweisen und festgeschriebenen Bildern, die Frage nach Lebensrealitäten, Wahrheit/en und Wirklichkeit/en.