Performances von [Weiblichkeit] in den Darstellenden Künsten 2016

Quelle: Jeanne Louët / Philipp Möde

Zusammenfassung 2016

Das Symposium „Performances von [Weiblichkeit] in den Darstellenden Künsten“ hatte zum Ziel, ausbildungs- und berufsrelevanten Fragen und Positionen einen Raum zu geben, die sich dafür interessierten, welchen Einfluss das Geschlecht, in diesem Fall der Status „Frau“ und die mit dem Konzept „Weiblichkeit“ verbundenen (Selbst-)Zuschreibungen, auf die eigenen Verhaltensweisen und Handlungsmöglichkeiten innerhalb des Feldes der Darstellenden Künste haben können. Es richtete sich in erster Linie an Studierende und Lehrende der Fakultät Darstellende Kunst der UdK Berlin, stand aber auch anderen Interessierten offen, die etwas mehr als ein Drittel der Anwesenden ausmachten (wobei hierzu neben Studierenden und Lehrenden anderer Hochschulen und Institute in Berlin, aber auch Hildesheim, Gießen und Dresden in der Theaterpraxis Tätige sowie Alumni der UdK zählten).

Jeweils im Anschluss an die insgesamt vier Vorträge, Gespräche und Lectures, aber auch in den für den informellen Austausch gedachten Pausen wurden oftmals dringliche Fragen gestellt, teils persönliche Erfahrungen geteilt, institutionelle Kritik artikuliert und gemeinsam über notwendige und mögliche Veränderungen nachgedacht. Der Fokus lag jedoch auf einer ersten Orientierung im Themenfeld ‚Gender, Theater und Kritik’, das in zukünftigen Veranstaltungen vertieft werden könnte. Die Rückmeldungen der Teilnehmer*innen zeigten, dass an einer solchen Fortführung großes Interesse besteht.

Programm

Einführung von Neslihan Arol: „Still in Trouble? Questioning the Representation of [Femininity] in Theatre in Germany“

Gespräch mit der Performerin Johanna Freiburg (She She Pop und Gob Squad) und der Theater- und FilmschauspielerinMargarita Breitkreiz (u. a. Castorf/Volksbühne) über die verschiedenen Spielräume als Frau auf der Bühne

Vortrag von Vanessa Stern über ‚alternative Performances von Weiblichkeit‘: „Heulen kann Jede – Die Arbeit des Krisenzentrums für weibliche Komik“

Lecture von Lulu Obermayer zu ihrem jüngsten Solo „FEMALE DRAMA/SOLILOQUI“ (UA Sept 2015)