VULVA CLUB #14 – Blind Date
Vulva Club #14
Blind Date
Für die 14. Ausgabe ,,Vulva Club“ wurden die zwei Künstlerinnen Ruth Novczek (UK) und Laura Cottin Stefanelli (FR/BE) mit ihren Filmarbeiten zu einem Blind Date eingeladen. Beide Filmemacherinnen beschäftigen sich in ihren Werken eindeutig mit impliziertem Feminismus und der Fragen von Weiblichkeit, Sexualität und Liebe.
Referent*innen
Ruth Novaczek
Ruth Novaczek ist eine Filmemacherin, die seit den 1990er Jahren ihre experimentellen Filme und Installationen sowohl national als auch international ausstellt. Ihr Werk beschäftigt sich mit écriture féminine, Subjektivität und narrativer Kunst. Sie nutzt Found Footage, Live-Action- und Dokumentationsmaterial in Mash-ups, die die traditionelle Avantgarde-Kultur des bewegten Bildes infrage stellen. Kulturelle und sexuelle Identitäten thematisiert sie über Musik, Sprache und Film, die in ihre vielschichtigen Arbeiten eingewoben sind.
Sie studierte Film und Video an der St. Martins School of Art und promovierte im Rahmen eines praxisorientierten Promotionsverfahrens an der University of Westminster, wo sie heute als Gastwissenschaftlerin tätig ist. Zudem ist sie Beraterin im MFA/PhD-Programm des Transart Institute.
Laure Cottin Stefanelli
Laure Cottin Stefanelli ist eine französische Künstlerin, die in Brüssel und Paris lebt und arbeitet und sich mit Film und Fotografie beschäftigt. Sie studierte Literatur und Filmwissenschaft an der Universität Paris III und schloss 2010 ihr Studium an der École Nationale Supérieure des Arts Décoratifs de Paris mit Auszeichnung ab.
„Als bildende Künstlerin setzt sich Laure Cottin Stefanelli mit ganz grundlegenden Fragen der konzeptuellen Fotografie und des Films auseinander: Wo endet – im philosophischen und persönlichen Sinne – das ‚Ich‘, und wo beginnt der Andere? Wie lassen sich die Grenzen aufzeigen, wie lässt sich diese dunkle und wilde Zwischenzone erfassen? Welche Rolle spielt die Kamera – ist sie eher Empfängerin oder Produzentin, und wenn sie etwas dazwischen ist, wie lässt sich das sichtbar machen? In diesem Sinne handelt es sich um eine höchst zeitgenössische Praxis zwischen der Erotik der Teilhabe und der Distanz der Beobachtung.“ (Martin Germann, leitender Kurator am S.M.A.K., Gent, BE)
Über female trouble und VULVA CLUB
female trouble ist ein auf Freundschaft basierendes Kollektiv (Roni Katz, Agata Siniarska, Xenia Taniko Dwertmann), das seit 2013 in Berlin tätig ist. Die Künstlerinnen teilen einen gemeinsamen Prozess des künstlerischen, intellektuellen, persönlichen und politischen Austauschs, der sich um (künstlerische) Arbeiten, Körper, Weiblichkeiten und Feminismen dreht.
female trouble hat den diskursiven Raum VULVA CLUB ins Leben gerufen, mit dem Ziel, eine Gemeinschaft zu stärken und zu aktivieren.