Drei Schwestern

Drei Schwestern

Eine Interpretation von Azaria Hammond, Sera Ahamefule, Theresa Gmachl

Statement von Theresa Gmachl:

Das Theaterstück „Drei Schwestern“ von Anton Tschechow, das die Lebensgeschichten der Protagonistinnen Olga, Masha und Irina beleuchtet, bietet eine gute Grundlage für eine intersektionale Interpretation. Indem man verschiedene Achsen der Identität wie Geschlecht, Klasse und Ethnizität berücksichtigt, kann eine reichhaltige und nuancierte Perspektive auf die individuellen Erfahrungen der Charaktere entstehen, und es wird möglich, mit den unterschiedlichen Dynamiken der Schwestern zu arbeiten.

Im intersektionalen Kontext könnten die Schwestern nicht nur durch ihre Geschlechtszugehörigkeit, sondern auch durch ihre sozialen Hintergründe und ethnische Herkunft geprägt sein. Diese Art der Interpretation passt sehr gut zu der erstellten Textcollage. Beispielsweise könnte die Tatsache, dass die Schwestern in einer Gesellschaft leben, die von bestimmten Vorstellungen von Weiblichkeit und Rasse geprägt ist, zu komplexen Identitätskrisen führen.

Ich beabsichtigte, das Publikum aktiv in die Inszenierung einzubeziehen, indem es während der Aufführung auf der Bühne bleibt und die Schauspielerinnen auf, hinter und vor der Tribüne spielen. Zusätzlich plante ich, sowohl im als auch um den Zuschauerraum zu spielen, um eine immersive Erfahrung zu schaffen. Die Raumgestaltung spiegelte meine persönliche Ästhetik wider, die durch visuelle Elemente und eine sorgfältige Inszenierung von Licht, Kostümen und Projektionen eine einzigartige Atmosphäre schaffen sollte. In dem dreiteiligen Schauspiel thematisierte ich die innere Zerrissenheit zwischen dem Schwarzsein und dem Weißsein in einer vorwiegend weißen Gesellschaft. Dabei zog ich den intersektionalen Feminismus heran, um die vielfältigen Herausforderungen und Erfahrungen unterschiedlicher Gruppen von Frauen zu beleuchten.