Exploration of Weight
Exploration of Weight
Auf der Bühne ist ein durchlässiger, lebendiger Körper gefordert, der kreativ reagieren kann und flexibel ist. (Theater)pädagog*innen schaffen Rahmen für diese Prozesse, sie stehen und bewegen sich vor und mit Gruppen. Sich selbst in diesem „In-Bewegung-Sein“ gut wahrzunehmen und zu reflektieren bildet für angehende Lehrer*innen in dem Feld die Basis. Ihr Körper ist damit als ein Körper immer auch ein „sozialer Körper“. Der Workshop „Exploration of Weight“ erforschte jenseits von verbaler Sprache die Grenzen und Möglichkeiten der eigenen Ausdrucks- und Erfahrungsmöglichkeiten im Tanz.
Im Workshop erforschten die Teilnehmenden ausgehend von elementaren Bewegungsmustern, wie sich ihre Körper im Raum in verschiedenen Konstellationen zueinander verhalten. Sie begannen mit einem Warm-up und entwickelten auf kreative Weise innerhalb einzelner Sequenzen ein freies Bewegungsverständnis. Anschließend übten sie im sogenannten „Partnering“ Gewicht zu geben und zu nehmen, zu halten oder gemeinsam in den Boden „abfließen“ zu lassen. Dabei wurde die Erfahrung mit der Wand auf ein bewegliches und selbst reagierendes Gegenüber übertragen. Während es in den ersten beiden Teilen des Workshops hauptsächlich darum ging, sich selbst wahrzunehmen und sich selbst in Interaktion (mit einer Wand oder einem Gruppenmitglied) zu erfahren, stand im abschließenden Teil mit der sogenannten „Jam“ das gemeinsame Komponieren in der Gesamtgruppe im Vordergrund. Abschließend sprachen die Teilnehmenden über den „sozialen Körper“ und beendeten den Workshop mit der Frage, ob sie zunächst ihren eigenen Körper verstehen und gebrauchen lernen müssen, um zu verstehen, wie Gemeinschaft bzw. Gesellschaft gestaltet werden kann.