16. und 17. Februar
Rising Beasts
Semesterabschlussarbeiten der Bühnenbildklasse
In einem Warteraum treffen vielfältige Lebensgeschichten und eben auch weibliche Erfahrungen zusammen. Für viele Frauen ist der Warteraum nicht nur ein Ort des temporären Innehaltens, sondern auch ein Spiegelbild gesellschaftlicher Ungleichheiten. Manche warten auf medizinische Versorgung, andere auf berufliche Gelegenheiten und wieder andere auf emotionale Unterstützung. Wartezimmer sind Teil der Geschichte, der Träume und Forderungen nach Gleichberechtigung von Frauen und werden jedoch häufig mit unangenehmen Emotionen wie Frustration, Wut und Enttäuschung in Verbindung gebracht. Die Sozialsysteme westlicher Industrieländer erfordern äußerst komplexe Verfahren von Beantragung und Bewilligung. All diese Verfahren werden digital abgewickelt. Aufgrund dieser Komplexität geben viele Leute, die wirklich Hilfe benötigen, aus Angst vor dem Prozess auf, bevor sie überhaupt etwas anfangen.
Als koreanische Frau, Nicht-EU-Bürgerin und Studentin habe ich dieses Warten viele Male in verschiedenen öffentlichen Einrichtungen erlebt und weiß sehr gut, wie einschüchternd diese Komplexität der Verfahren sein kann. Ich habe versucht, dieses Gefühl im öffentlichen Raum sichtbar zu machen und mit den Menschen, die ähnliche Erfahrungen haben, zu kommunizieren.