SCHLAF/LABOR – Eine Relaxed Performance
SCHLAF/LABOR
Eine Relaxed Performance
Wir hätten alles im Leben werden können. Aber was sind wir? Müde!
Endlich wieder gut schlafen. Keine Angst vorm Schlafengehen und keine endlosen, lauten Gedanken mehr. Aber wie soll das gehen mit kalten Füßen? Schlafende und Nicht-Schlafende haben erzählt; wir haben zugehört und ihre und unsere Erfahrungen in einen experimentellen Raum übersetzt. In der Relaxed Performance „SCHLAF/LABOR“ untersuchen wir das große Unbekannte: Schlaf. Was verbirgt sich dahinter? Und wie politisch ist etwas, an das wir uns morgens nicht erinnern?
„SCHLAF/LABOR“ ist ein freies Performance-Projekt von Studierenden des Bachelor-Studiengangs Lehramt Theater.
Durchführung
Im Rahmen des Projekts führten wir Interviews mit sechs Personen durch, um die Erfahrungen mit Schlafmangel zu verstehen. Die gesammelten Geschichten wurden anschließend in einer Relaxed Performance vor etwa 60 Teilnehmenden präsentiert, die das Publikum aktiv einbezog. Der Aspekt der Schlafqualität von männlich und weiblich gelesenen Menschen hat uns stark interessiert und sollte einen Fokus der Erarbeitung darstellen. Es entstand ein klarer Fokus auf die Betrachtung von Schlafproblemen bei Frauen. Diese waren unter anderem als Mütter und Schichtarbeiter*innen in unserem Projekt vertreten und konnten uns einen tiefen Einblick in ihr „weibliches“ Schlafempfinden geben. Das Projekt betrachtete Schlaf als unbewussten politischen Akt und konnte unsere Arbeitshypothese bestätigen, dass Frauen im Kapitalismus ausgebeutet werden und durch Doppelbelastungen wie Arbeit und Mutterschaft vermehrt von Schlafproblemen betroffen sind.